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„Für mich ist das wirklich Berufung“

Wasserburgs Bürgermeister-Kandidat Georg Gäch: So war der erste Auftritt in dieser Rolle

Georg Gäch stellte sich im „Roten Turm“ zum ersten Mal als Bürgermeister-Kandidat des Wasserburger Blocks den Fragen der Öffentlichkeit.
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Georg Gäch stellte sich im „Roten Turm“ zum ersten Mal als Bürgermeister-Kandidat des Wasserburger Blocks den Fragen der Öffentlichkeit.

Wasserburgs Bürgermeister Michael Kölbl hört 2026 auf. Sein Wunschkandidat: Bastian Wernthaler. Gegen ihn tritt – bisher als einziger Gegenkandidat – Georg Gäch, Ex-Rathauschef von Ramerberg, an. Jetzt stellte sich der Kandidat des Wasserburger Blocks zum ersten Mal öffentlich vor. Dafür steht er.

Wasserburg am InnGeorg Gäch ist der Gegenspieler von Bastian Wernthaler im Kommunalwahlkampf: Für den Wasserburger Block tritt er als Bürgermeister-Kandidat an. Der 56-Jährige war von 1996 bis 2020 Mitglied des Gemeinderats Ramerberg und dort auch Bürgermeister. In Wasserburg will er es nun noch einmal wissen: Am Montagabend (30. Juni) stellte er sich, begleitet von seiner Lebensgefährtin Claudia Schaber, erstmals der Öffentlichkeit vor. Zu der Veranstaltung im „Roten Turm“, sie dauerte eineinviertel Stunden, kamen rund 35 Besucher.

Sprach im Roten Turm: Bürgermeister-Kandidat Georg Gäch.

Vom „Lausbub auf dem Land“ zum Unternehmer

Wie sein Kontrahent bei anderen Gelegenheiten, so betonte auch Gäch die Bedeutung des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Zunächst ließ er seinen Lebenlauf Revue passieren – wie also aus dem „Lausbub vom Land“ erst Fernmeldetechniker und später Unternehmer im Holzgeschäft wurde, der daneben noch Zeit für die Theaterschauspielerei fand, für die Landwirtschaft und das Engagement in Vereinen. Schließlich landete er wieder in der Politik, der Wasserburger Block gewann ihn als Bürgermeisterkandidat. „Demokratie lebt von der Wahlmöglichkeit“, so Gächs feste Überzeugung.

Und was motiviert ihn für die Kandidatur? „Ich habe einen gewissen Vogel“, sagte er. „Ich will der Gemeinschaft auf meine Art dienen. Für mich ist das wirklich eine Berufung.“ Im Ramerberger Gemeinderat habe er wichtige Erfahrungen gemacht: „Ich habe gelernt, alles mehrfach zu erklären und sehr transparent zu sein.“ Und er unterstrich seine Neigung zu pragmatischen, manchmal auch unorthodoxen Lösungen ohne Denkverbote – und dabei die Demokratie „hochzuhalten“. Einbringen könne er in das angestrebte Bürgermeisteramt „ein gutes Netzwerk“. Auch auf seine Belastbarkeit wies er hin: „Eine 60- bis 80-Stunden-Woche sind normal für mich, das stresst mich nicht.“ Sich selber schätzt er als „geradeaus“ ein.

Vorsicht angesichts Mega-Vorhaben

Was die Vorhaben der Stadt angeht, mahnte er zur Vorsicht: Bei allem sollte die finanzielle Machbarkeit im Auge behalten werden. Von einem „Riesenbatzen“ sprach er etwa mit Blick auf die Kosten für die schon in den jüngsten Bürgerversammlungen genannten Projekte, als da wären das geplante Feuerwehrhaus, die renovierungsbedürftige Grundschule am Gries, der neue Wertstoffhof, die Ertüchtigung der Kläranlage.

„Summa summarum 45 Millionen Euro in den nächsten Jahren.“ Sorgen bereite ihm auch das Bauprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Essigfabrik. So sprach er von einer „suboptimalen“ Zufahrtsregelung. „Aus meiner Sicht ist das noch nicht zu Ende geplant.“ Eine klare Ansage kam zum defizitären Badetempel Badria: „Nachdem das Umland an dem Bad partizipiert, soll es sich daran auch beteiligen.“

Bei der Fragerunde ging es unter anderem um erneuerbare Energien und die kommunale Wärmeplanung. Hier versprach Gäch, sich im Fall seiner Wahl für eine intensive Kommunikation zwischen der Stadt und den Bürgern einzusetzen. Auch das Thema Bahnverbindung in die Altstadt wurde angesprochen. Hier musste Gäch passen: Dies sei nicht Sache der Stadt. Auf jeden Fall komme es ihm darauf an, die Kommune vorwärtszubringen.

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