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News im Ticker

Iran-Krieg aktuell: Trump droht mit Angriffen auf Energieanlagen – „in die Steinzeit zurückversetzen“

Aktuelle Lage im Iran-Krieg im Ticker: Trump stellt die NATO-Mitgliedschaft der USA infrage. In seiner Rede zur Lage der Nation gibt er sich siegessicher.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Iran-Krieg.

Update, 2. April, 7:58 Uhr: Australiens Premierminister Anthony Albanese hatUnverständnis für die anhaltenden Angriffe der USA und Israels auf den Iran geäußert. Nachdem die ursprünglichen Ziele des Krieges – die Schwächung der Luftwaffe, Marine und militärischen Industrie des Iran – nun verwirklicht wurden, ist nicht klar, was darüber hinaus noch erreicht werden muss oder wie das Endergebnis aussehen soll“, sagte Albanese in einer Rede in Canberra.

„Klar ist, dass die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft umso bedeutender sein werden, je länger der Krieg andauert“, fügte er hinzu. Australien ist auf importierte Treibstoffe angewiesen und verfügt über etwa 37 Tage Benzinvorräte.

Iran-Krieg aktuell: Teheran besteht auf garantiertem Waffenstillstand – US-Geheimdienste zweifeln

Update, 2. April, 6:56 Uhr: Im Iran-Krieg sieht Teheran einen garantierten Waffenstillstand als einzigen Weg zu einem dauerhaften Frieden – gleichzeitig zweifeln US-Geheimdienste daran, dass die iranische Führung derzeit ernsthaft verhandeln will.

Laut Reuters erklärte ein hochrangiger iranischer Vertreter, über die Vermittler habe es keine Gespräche über einen vorübergehenden Waffenstillstand gegeben. Die New York Times berichtet unterdessen unter Berufung auf US-Beamte, mehrere amerikanische Nachrichtendienste seien in den vergangenen Tagen zu dem Schluss gekommen, dass Teheran derzeit nicht bereit sei, substanzielle Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aufzunehmen.

Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran

Haft-e Tir in Teheran
Am 13. Juni 2025 startete die israelische Armee Luftangriffe auf die Islamische Republik Iran unter dem Codenamen „Operation Rising Lion“. Ziel der Angriffe waren die Atomanreicherungsanlagen des Landes sowie Zentren der Macht des Mullah-Regimes. Doch auch Irans Hauptstadt Teheran geriet unter Beschuss, wie dieses Bild einer Frau auf dem Haft-e Tir Platz in Teheran zeigt. © afp
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu
Befohlen hatte Israels Angriff auf den Iran Premierminister Benjamin Netanjahu. Er begründete den Angriff auf das Mullah-Regime mit der atomaren Gefahr, die von diesem für den jüdischen Staat ausgehen würde. Teheran sei kurz davor, eine Atombombe fertigzustellen. Und solange der Iran die Vernichtung Israels als Teil seiner Staatsdoktrin verstehe, könne man mit Blick auf den Iran in Jerusalem kein Risiko eingehen. © Bernd von Jutrczenka/dpa
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück.
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück. Unter dem Codenamen „Operation True Promise III“ flogen Raketen Richtung Israel, die auch die Regionen rund um Tel Aviv trafen. Hier zu sehen ist ein Rettungshelfer mit einem Kind auf dem Arm in der Stadt Ramat Gan, einem Vorort der Millionenmetropole am Mittelmeer. © Ilia Yefimovich/dpa
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm.
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm. Laut unbestätigten Meldungen sollen im Iran bis zum 16. Juni 2025 etwa 800 Menschen getötet worden sein. In Israel sollen nach offiziellen Angaben acht Menschen infolge der Raketenangriffe aus dem Iran gestorben sein. © Oded Balilty/dpa
Nahostkonflikt - Trump über Angriff auf iranische Atomanlagen
Doch wer sind die wichtigsten Akteure im Israel-Iran-Krieg? Und gibt es eine Opposition im Mullah-Regime? Antworten auf diese Frage finden Sie in den folgenden Bildern. Neben dem bereits erwähnten Benjamin Netanjahu steht auf der einen Seite Donald Trump. Der US-Präsident befahl am 22. Juni 2025 einen koordinierten Angriff aus der Luft und von der See auf die Atomanreicherungsanlagen des Iran. Die Operation lief unter dem Codenamen „Operation Midnight Hammer“. Die US-Streitkräfte nahmen die iranischen Atomanlagen in Fordo, Natanz und Isfahan unter Beschuss. Laut Trump, hier bei der Verkündung der Operation und in Begleitung von Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth, wurden alle drei Anlagen vollständig zerstört. © Carlos Barria/dpa
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat nach Donald Trump im Pentagon für die Fernsehkameras
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth trat nach Donald Trump im Pentagon für die Fernsehkameras. Hegseth nannte die Militäroperation gegen den Iran einen vollen Erfolg. An dem Angriff waren laut dem Verteidigungsministerium insgesamt rund 125 Flugzeuge beteiligt, darunter sieben B-2-Bomber, mehrere Tankflugzeuge sowie Aufklärungs- und Unterstützungsmaschinen Ebenfalls beteiligt an dem Angriff war laut Hegseth ein U-Boot, das im Golf von Oman stationiert war und insgesamt 30 Tomahawk-Raketen auf Ziele im Iran abfeuert. © Alex Brandon/dpa
Israel Katz, seit November 2024 Verteidigungsminister im Kabinett von Benjamin Netanjahu
Ein weiterer Protagonist im eskalierenden Nahostkonflikt ist Israel Katz, seit November 2024 Verteidigungsminister im Kabinett von Benjamin Netanjahu. Beide gehören der rechtskonservativen Likud-Partei an. Katz gilt parteiintern als Konkurrent Netanjahus. In Sachen israelischer Außenpolitik vertritt er aber ähnliche Position. So lehnt Katz, hier bei einem Truppenbesuch an der israelischen Grenze zum Libanon, eine Zweistaatenlösung im Konflikt mit den Palästinensern ebenso ab wie Netanjahu. © Ariel Hermoni/dpa
Majorgeneral Amir Hatami, hier mit Admiral Mahmoud Mousavi (rechts) und Admiral Habibollah Sayyari
Ein mächtiger Mann im Iran ist Verteidigungsminister und Majorgeneral Amir Hatami, hier mit Admiral Mahmoud Mousavi (rechts) und Admiral Habibollah Sayyari bei einer Sitzung im Hauptquartier in der iranischen Stadt Zolfaghar. Hatami drohte Israel nach deren Raketenangriff mit Vergeltung und warf der „zionistischen Armee“ Versagen im Bodenkampf vor, weshalb sie ihre Angriffe auf die Luft beschränken würden. © imago
Als noch mächtigerer Militärvertreter im Iran galt zeit seines Lebens Qasem Soleimani
Als noch mächtigerer Militärvertreter im Iran galt zeit seines Lebens Qasem Soleimani. Er war seit 1998 Kommandeur der Quds-Einheit, einer Unterabteilung der iranischen Revolutionsgarde, die Spezialeinsätze außerhalb des Irans durchführt. Er galt als Vertrauter von Ajatollah Ali Chamenei und als einer der Hauptverantwortlichen für die Ausweitung des iranischen Einflusses auf weite Teile des Nahen Ostens. Am 3. Januar 2020 wurde Soleimani während eines Besuch im benachbarten Irak auf Befehl von US-Präsident Donald Trump von einer Drohne des US-Militärs getötet. An jedem Jahrestag veranstaltet das Mullah-Regime in Teheran eine große Gedenkdemonstration. © Ameer Al Mohammedaw/dpa
Esmail Qa‘ani zum Oberbefehlshaber der Quds-Brigaden
Nach dem Tod von Qasem Soleimani wurde sein Stellvertreter Esmail Qa‘ani zum Oberbefehlshaber der Quds-Brigaden des Iran ernannt. © imago
Der mächtigste Mann auf der anderen Seite ist Irans „Oberster Führer“ Ajatollah Ali Chamenei.
Der mächtigste Mann im Iran ist der „Oberste Führer“ Ajatollah Ali Chamenei. Der Anführer des Mullah-Regimes, hier bei einer Zeremonie im Rahmen des „Festivals der Engel“ im Jahr 2023, ist seit 1989 das politische und religiöse Oberhaupt des schiitisch geprägten Iran. Diese Position macht Chamenei auch zum „Revolutionsführer“. Er ist außerdem die höchste geistliche Instanz im Range eines Ajatollah und der Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte in der Islamischen Republik Iran. © imago
Ruhollah Khomeini, besser bekannt als Ajatollah Khomeini.
Sein Vorgänger im Amt des Ajatollahs war Ruhollah Khomeini, besser bekannt als Ajatollah Khomeini. Er führte die Islamische Republik Iran seit der Islamischen Revolution 1979 bis zu seinem Tod 1989 an. Hier betet Khomeini im französischen Exil, aus dem heraus er die Revolution in seinem Heimatland organisierte, und das er erst am 1. Februar 1979 in Richtung des Iran wieder verließ. © imago
Ajatollah Ali Chamenei tat dies zuletzt im Jahr 2024 in Teheran
Dem obersten Führer des Landes kommt auch die Aufgabe zu, die Präsidentschaftswahlen im Iran zu eröffnen. Ajatollah Ali Chamenei tat dies zuletzt im Jahr 2024 in Teheran. In der Hochsicherheitszone der Hauptstadt der islamischen Republik gab das Staatsoberhaupt seine Stimme ab. © Arne Immanuel Bänsch/dpa
Der Wächterrat, hier bei einer Sitzung im Jahr 2009
Von einer freien Wahl kann bei der Präsidentschaftswahl im Iran aber keine Rede sein. Der Wächterrat, hier bei einer Sitzung im Jahr 2009, entscheidet unter dem Vorsitz des Ajatollahs, welche Kandidaten überhaupt an der Wahl teilnehmen dürfen. Von insgesamt 80 Bewerbungen blieben gerade einmal sechs Kandidaten übrig, bei denen es sich allesamt um systemtreue Politiker handelte. © imago
Die Präsidentschaftswahl 2024 im Iran gewann Massud Peseschkian.
Die Präsidentschaftswahl 2024 im Iran gewann Massud Peseschkian. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2021 hatte der Wächterrat der Islamischen Republik Iran seine Kandidatur noch verhindert. Peseschkian gilt innerhalb des Irans als eher moderate Kraft. Er versprach eine Öffnung seines Landes hin zum Westen und betonte, der Iran strebe keine Atomwaffen an. Gleichzeitig forderte auch Peseschkian das „Verschwinden des zionistischen Regimes [Israel] von der Landkarte“ und feierte die iranischen Raketenangriffe auf Israel im Jahr 2024. © imago
Trauerfeier für Irans Präsident und Außenminister Ebrahim Raisi
Eigentlich hätte die Präsidentschaftswahl im Iran erst 2025 stattfinden sollen. Doch weil der amtierende Präsident, der ultrakonservative Ebrahim Raisi, im Mai 2024 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben kam, wurde die Wahl nach vorverlegt. © dpa
Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister des Iran
Bei dem Hubschrauberabsturz kam auch Hossein Amir-Abdollahian, Außenminister des Iran und hier beim Weltwirtschaftsforum in Davos, ums Leben. © Hannes P Albert/dpa
Abbas Araghtschi (m.), der hier gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Russland, Kazem Jalali, auf Staatsbesuch bei Präsident Wladimir Putin
Nachfolger von Massud Peseschkian im Amt des Außenministers wurde Abbas Araghtschi (m.), der hier gemeinsam mit dem iranischen Botschafter in Russland, Kazem Jalali, auf Staatsbesuch bei Präsident Wladimir Putin im Kreml aufschlägt. Russland gilt als strategischer Verbündeter der Islamischen Republik Iran. Die beiden Länder bilden gemeinsam mit Armenien eine diplomatische Achse im Kaukasus und sind militärische Partner bei den Konflikten in Syrien, Irak und Afghanistan. Russland ist aber nicht der einzige internationale Verbündete des Mullah-Regimes. © Alexander Kazakov/dpa
OIC-Sitzung in Istanbul mit Irans Außenminister
Ein weiterer, wenn auch deutlich weniger enger, Verbündeter des Iran ist Pakistan. Hier unterhält sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi (r) mit seinem pakistanischen Amtskollegen Ishaq Dar während der Sitzung des Außenministerrats der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC). © Khalil Hamra/dpa
die islamistische Terrormiliz Hisbollah im Libanon
Einer der engsten internationalen Verbündeten des Mullah-Regimes im Iran ist die islamistische Terrormiliz Hisbollah im Libanon. Der Iran unterstützt die Gruppierung mit bis zu einer Milliarde US-Dollar pro Jahr. Wie die Führer der Islamischen Republik Iran gilt auch die Hisbollah als schiitisch geprägte Organisation und als Teil der „Achse des Widerstands“ gegen den Einfluss der USA und Israels in der Region. © imago
mehrere tausend Pager wie den im Bild und andere elektronische Geräte der Hisbollah im Vorfeld mit dem Sprengstoff Nitropenta zu präparieren
Dem israelischen Geheimdienst Mossad gelang im September 2024 ein empfindlicher Schlag gegen die Hisbollah-Miliz. Den Mossad-Agenten gelang es, mehrere tausend Pager wie den im Bild und andere elektronische Geräte der Hisbollah im Vorfeld mit dem Sprengstoff Nitropenta zu präparieren und nahezu zeitgleich explodieren zu lassen. Mindestens 37 zum Teil hochrangige Mitglieder der Hisbollah starben, rund 3.000 Menschen wurden teils schwer verletzt. © imago
Huthi-Rebellen im Jemen
Ebenfalls zu der „Achse des Widerstands“ gehören die Huthi-Rebellen im Jemen. Die schiitische Terrororganisation zettelte dort 2004 einen Bürgerkrieg an. 2014 eroberten sie jemenitische Hauptstadt Sanaa, 2015 schließlich die Kontrolle über den Rest des Landes. Der Iran ist bislang das einzige Land, das die Huthis als legitimie Herrscher des Jemen anerkennen. Während die alte Regierung im Jemen von dem sunnitisch geprägten Königshaus in Saudi-Arabien unterstützt wurde, erhalten die Huthi-Rebellen finanzielle, militärische und logistische Hilfe aus dem Iran. Im Gegenzug vertreten die Huthis die Interessen der Mullahs in der Region und führen für sie einen Stellvertreterkrieg gegen Israel und die USA im Roten Meer. © imago
die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas
Das letzte Mitglied der „Achse des Widerstands“ ist die radikal-islamistische Terrororganisation Hamas, die seit 2006 über den Gazastreifen herrscht, und die seit den 1990er Jahren von der Islamischen Republik Iran unterstützt wird. Laut israelischen Geheimdiensten erhält die Hamas bis zu 350 Millionen US-Dollar jährlich aus dem Iran - obwohl die palästinensische Terrororganisation sunnitisch geprägt ist und damit im Gegensatz steht zum schiitisch dominierten Mullah-Regime im Iran. © imago
Hamas-Führer Yahya Sinwar
Geeint sind die palästinensische Hamas und die iranischen Mullahs in ihrem Hass auf Israel. Der äußerte sich in seiner ganzen Grausamkeit am 7. Oktober 2023, als Terror-Einheiten der Hamas den Süden Israels überfielen, 1.200 Menschen töteten und 200 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppten. Geplant wurde der Angriff durch den mittlerweile verstorbenen Hamas-Führer Yahya Sinwar (m.), der dabei umfangreiche Hilfe aus dem Iran erhielt. Unter anderem wurden mehr als 500 Hamas-Kämpfer im Vorfeld der Attacke im Iran ausgebildet.  © imago
Proteste gegen die Regierung des Iran im Jahr 2009
Doch bei weitem nicht alle Menschen im Iran stehen hinter der Herrschaft des autoritären Mullah-Regimes. Das bewiesen zuletzt die Proteste gegen die Regierung im Jahr 2009. In Teheran kam es im Zuge dessen zu gewaltsamen Ausschreitungen. © imago
Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi
Das bekannteste Gesicht der iranischen Opposition ist Reza Pahlavi, Sohn des gestürzten iranischen Schahs Mohammad Reza Pahlavi. Der Schah-Erbe lebt im Exil in den USA und ruft von dort aus seine Landsleute regelmäßig zum Widerstand gegen das Mullah-Regime auf. © Thomas Padilla/dpa
Reza Pahlavi, hier als sieben Jahre alter Kronprinz des Iran, verließ das Land 1978 und reiste für seine Ausbildung in die USA
Reza Pahlavi, hier als sieben Jahre alter Kronprinz des Iran, verließ das Land 1978 und reiste für seine Ausbildung in die USA. Ein Jahr später kam es zur Islamischen Revolution im Iran und dem Ende der dortigen Schah-Herrschaft. © imago
Mohammed Reza Pahlavi, Schah im Iran
Sein Vater, Mohammed Reza Pahlavi, regierte den Iran als letzter Schah seit 1941. Nach der Islamischen Revolution in seinem Heimatland und der Machtübernahme der Mullahs floh Pahlavi mit seiner Frau nach Kairo.  © imago
Mohammed Reza Pahlavi regierte als autoritärer Herrscher im Iran und besuchte in dieser Funktion 1967 auch Deutschland.
Mohammed Reza Pahlavi regierte als autoritärer Herrscher im Iran und besuchte in dieser Funktion 1967 auch Deutschland. Während seines Besuchs in Berlin kam es zu heftigen Protesten gegen die Schah-Monarchie der noch jungen Studentenbewegung. Anhänger des Schah-Regimes und Agenten des iranischen Geheimdienstes prügelten unbehelligt auf Demonstranten und Passanten ein. In die gewalttätigen Auseinandersetzungen schaltete sich die schließlich die Berliner Polizei ein. Im Zuge dessen erschoss der Polizist Karl-Heinz Kurras den Studenten Benno Ohnesorg. Kurras wurde 2009 als Stasi-Agent enttarnt. © imago
Yasmine Pahlavi und Iman Pahlavi in Washington DC
Im Gegensatz zu seinem Vater strebt Reza Pahlavi nach eigener Aussage den Aufbau einer demokratischen Regierung im Iran an. Dafür tritt er immer wieder auf öffentlichen Kundgebungen auf, wie hier in Washington DC im April 2025. Zu der Veranstaltung begleiteten den Schah-Erbe seine Frau Yasmine Pahlavi und die gemeinsame Tochter Iman Pahlavi. © imago
Ein weiteres prominentes Gesicht der iranischen Opposition ist Maryam Rajavi.
Ein weiteres prominentes Gesicht der iranischen Opposition ist Maryam Rajavi. Die 71 Jahre alte Politikerin lebt im Exil in Paris und ist Präsidentin des „Nationalen Widerstandsrates im Iran“ (NWRI). Zu Beginn der Islamischen Revolution im Iran im Jahr 1979 stand Rajavi noch auf der Seite der Mullahs. Zum Bruch kam es erst ab 1981. Ein Jahr später verließ Rajavi den Iran. Die Politikerin will einen Regimewechsel im Iran durch das iranische Volk und bietet laut einem Interview mit Fox News eine „demokratische und inklusive Alternative“ zum Mullah-Regime. © imago
Rudy Giuliani. Der ehemalige Bürgermeister von New York sprach auf einer Kundgebung von Reza Pahlavi in Washington DC.
Hinter Maryam Rajavi stehen auch prominente Figuren der US-Politik aus dem Umfeld von Donald Trump. Dazu gehört unter anderem Rudy Giuliani. Der ehemalige Bürgermeister von New York sprach auf einer Kundgebung vor Anhängerinnen und Anhängern Rajavis in Washington DC. © imago
Elahe Tavakolian auf einer Demonstration gegen das Mullah Regime im Iran
Ohnehin ist ein Großteil der Führungspersönlichkeiten der iranischen Opposition weiblich. Zum Symbol des weiblichen Widerstands gegen das patriarchale Mullah-Regime wurden seit den 2010ern Augenverletzungen. Zahlreiche Demonstrantinnen erlitten diese infolge der Aufstände gegen die Islamische Republik Iran. Eine solche erlitt auch Elahe Tavakolian, die mittlerweile in Italien lebt und dort regelmäßig an Demonstrationen teilnimmt. © imago
Studentin Kosar Eftekhari aus dem Iran
Auch die Studentin Kosar Eftekhari erlitt eine solche Verletzung und verließ den Iran infolgedessen. Sie lebt mittlerweile in Berlin und engagiert sich dort in der iranischen Oppositionsbewegung. © imago
Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad
Eine weitere bekannte Persönlichkeit der iranischen Opposition ist die Journalistin, Autorin und Frauenrechtlerin Masih Alinejad, die hier auf einer Kundgebung in Washington DC spricht. Die heute 48 Jahre alte Frau wurde 1994 im Iran verhaftet, weil sie regierungskritische Flugblätter in Umlauf gebracht haben soll. Heute lebt Alinejad in den USA und gründete dort im Jahr 2010 die Gruppe IranNeda, in der sich Schritstellerinnen und Schriftsteller sowie Intelektuelle aus dem Iran gemeinsam gegen das Mullah-Regime engagieren. © imago
2009 in Teheran verstorbenen Neda Agha-Soltan
Der Name IranNeda leitet sich von der 2009 in Teheran verstorbenen Neda Agha-Soltan ab. Die iranische Studentin wurde während einer Demonstration gegen das Mullah-Regime von einem Mitglied der Bürgermiliz Basidsch erschossen. Ihr Vorname, der auf persisch „Stimme“ oder „Ruf“ bedeutet, wurde zum Symbol und Kampfbegriff der iranischen Oppositionsbewegung. © imago
Sara Seyed ist Schauspielerin, Autorin, Produzentin und internationale Menschenrechtsanwältin.
Gegen das Mullah-Regime im Iran kämpft auch Sara Seyed. Sie ist Schauspielerin, Autorin, Produzentin und internationale Menschenrechtsanwältin.  © imag

Iran-Krieg aktuell: Israel meldet drei Angriffswellen – kurz nach Trump-Rede

Update, 2. April, 6:10 Uhr: Die israelische Armee hat in der Nacht zu heute drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran gemeldet. Die dritte Angriffswelle erfolgte kurz nachdem US-Präsident Donald Trump in Washington eine Ansprache an die Nation zum Iran-Krieg gehalten hatte. Israelische Medien berichteten von mehreren leicht verletzten Menschen.

Update, 2. April, 5:06 Uhr: Die USA stehen nach den Worten von Donald Trump „kurz vor der Vollendung“ ihrer Ziele im Iran-Krieg. Das sagte der US-Präsident in seiner Rede zur Lage der Nation. Trump kündigte an, die US-Armee werde den Iran „in den nächsten zwei bis drei Wochen extrem hart treffen“. Er fügte hinzu: „Wir werden sie in die Steinzeit zurückversetzen, wo sie hingehören“ – in der Zwischenzeit gingen die Gespräche weiter, betonte er.

US-Präsident Donald Trump gestikuliert kurz nach seiner live übertragenen Rede zur Lage der Nation (1. April 2026)

Zugleich drohte Trump erneut mit Angriffen auf iranische Energieanlagen. Die US-Armee werde „jedes einzelne ihrer Elektrizitätswerke angreifen“, sollte keine Einigung erzielt werden. „Wir haben alle Trümpfe in der Hand. Sie haben keinen“, sagte er mit Blick auf die Führung in Teheran. Länder, die Öl über die Straße von Hormus beziehen, forderte Trump zudem erneut auf, „Mut“ zu zeigen und die wichtige Meerenge zu sichern. „Nehmt sie euch einfach, schützt sie, nutzt sie für euch selbst“, sagte Trump mit Blick auf die Seestraße.

Den Verbündeten der USA in der Golfregion sicherte der US-Präsident derweil die Unterstützung seines Landes zu. „Wir werden nicht zulassen, dass ihnen in irgendeiner Weise Schaden zugefügt wird oder sie scheitern“, sagte Trump und nannte dabei Israel, Saudi-Arabien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Bahrain.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Update, 16:49 Uhr: Der Iran hat Trumps Behauptung, Teheran habe im Iran-Krieg um eine Waffenruhe gebeten, scharf zurückgewiesen. Die Äußerung sei „falsch und unbegründet“, berichtet das staatliche iranische Fernsehen unter Berufung auf einen Sprecher des Außenministeriums.

Iran-Krieg aktuell: Teheran soll Trump um Waffenruhe gebeten haben

Update, 15:36 Uhr: US-Präsident Donald Trump behauptet, der Iran habe um eine Waffenruhe gebeten – und knüpft eine mögliche Zustimmung an klare Bedingungen. Man werde darüber nachdenken, wenn die Straße von Hormus frei passierbar sei, schrieb der Republikaner auf Truth Social. Bis dahin werde man den Iran in die „Steinzeit“ bomben.

Eine Bestätigung aus Teheran lag zunächst nicht vor. Trump will sich am Mittwochabend (US-Ostküstenzeit) mehr als vier Wochen nach Kriegsbeginn mit einer Rede an die Nation wenden. Dem Iran läuft zudem ein Ultimatum ab: Bis zum 7. April deutscher Zeit soll Teheran die Schifffahrt durch die Straße von Hormus wieder freigeben.

Update, 14:29 Uhr: Die Bundesregierung hat gelassen auf Berichte reagiert, wonach US-Präsident Donald Trump einen NATO-Austritt der USA ernsthaft erwäge – als Reaktion auf mangelnde Unterstützung der Verbündeten im Iran-Krieg. „Das hat er nicht zum ersten Mal gemacht“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Mittwoch in Berlin.

„Da es ein wiederkehrendes Phänomen ist, können Sie auch die Folgen etwa selbst beurteilen“, fügte Kornelius hinzu. Er betonte, die Bundesregierung halte „selbstverständlich am NATO-Bündnis fest“, und forderte, „solche Aufregungsspiralen“ zu beenden. Laut dem britischen Telegraph soll Trump gesagt haben, ein NATO-Austritt gehe „über eine reine Überlegung hinaus“.

Iran-Krieg aktuell: Großbritannien startet neue Initiative für Straße von Hormus

Update, 13:18 Uhr: Großbritannien hat eine internationale Initiative zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus ins Leben gerufen. Premierminister Keir Starmer gab am heutigen Mittwoch (1. April) in London bekannt, dass sich 35 Länder hinter dem britischen Vorstoß für maritime Sicherheit in der Golfregion versammelt haben.

Außenministerin Yvette Cooper werde noch in dieser Woche erstmals Vertreter der beteiligten Staaten zu Beratungen empfangen. Das Treffen solle alle „diplomatischen und politischen Maßnahmen prüfen, die wir ergreifen können, um die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen“, sagte Starmer. Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar hat die Blockade durch die Revolutionsgarden den Erdölpreis dramatisch in die Höhe getrieben.

Inmitten des Iran-Krieges: Europäische Länder verweigern Trump die Nutzung von Luftstützpunkten

Update, 12:51 Uhr: US-Präsident Donald Trump stellt aktuell die NATO-Mitgliedschaft der USA infrage. Zuvor hatten mehrere europäische Länder die Nutzung von Stützpunkten auf ihrem Boden durch die US-Armee eingeschränkt. Am Dienstag (31. März) war bekannt geworden, dass die italienische Regierung der US-Armee die Nutzung eines Luftwaffenstützpunkts auf Sizilien für einen Kampfeinsatz im Iran-Krieg verweigert hatte. Am Montag hatte Spanien seinen Luftraum für US-Flugzeuge geschlossen, die Einsätze gegen den Iran fliegen. Die Hintergründe dazu hier.

Iran-Krieg aktuell: Trump verspricht „wichtige neue Informationen“ in seiner Rede zur Lage der Nation

Update, 11:44 Uhr: Donald Trump hat eine Fernsehansprache zum Iran-Krieg für heute Abend (1. April) angekündigt. Darin werde der US-Präsident „wichtige neue Informationen zum Iran liefern“, erklärte seine Sprecherin Karoline Leavitt auf X. Sie bestätigte den Auftritt für 21 Uhr (3 Uhr unserer Zeit am Donnerstag).

Laut einem Axios-Bericht betonte Trump dabei, für die Sicherung der Straße von Hormus sehe sich Washington nicht zuständig: „Das überlassen wir Frankreich“, zitierte ihn Axios. „Das betrifft alle, die die Meerenge nutzen”, fügte er demnach an.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte indes eine Fortsetzung des Kriegs gegen den Iran angekündigt. „Die Kampagne ist noch nicht vorbei“, sagte Netanjahu laut dpa in einer Fernsehansprache: „Wir werden das Terrorregime weiterhin zerschlagen.“ Israel sei seiner „Mission treugeblieben“, habe „das Gesicht des Nahen Ostens verändert“ und sich zu einer „Regionalmacht“ entwickelt, sagte der israelische Regierungschef weiter.

Vorwürfe an die Bündnispartner: Trump spricht von Austritt der USA aus der NATO

Update, 11:31 Uhr: US-Präsident ‌Donald Trump zieht einen Austritt der USA aus der NATO nach eigenen Worten ernsthaft in Erwägung. Das Bündnis ‌sei ein „Papiertiger“, habe er schon immer gewusst, sagte Trump laut der Nachrichtenagentur Reuters der britischen Zeitung The Telegraph. Es stehe kaum noch zur Debatte, dass die Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Iran-Krieges überdacht werden müsse.

Rubio hatte sich zuvor in einem Interview des Senders Fox News ähnlich geäußert. Der Telegraph schreibt, Trump habe im Gespräch gesagt, er sei „froh“, dass Rubio diese Aussagen gemacht habe. Die US-Regierung kritisiert seit Wochen die aus ihrer Sicht mangelnde Unterstützung der NATO-Partner im Iran-Krieg. Es geht unter anderem um die Nutzung von Stützpunkten und die Hilfe in der Krise um die für die Weltwirtschaft bedeutende Straße von Hormus. 

Ein wichtiger Grundpfeiler des Verteidigungsbündnisses ist die gegenseitige Beistandspflicht der Verbündeten im Angriffsfall nach Artikel 5. Der von den USA und Israel begonnene Iran-Krieg ist davon nicht abgedeckt.

Iran-Krieg aktuell: Teheran droht mit Angriffen auf Microsoft, Google, Apple

Update, 10:44 Uhr: Die gegenseitigen Angriffe in der Nahost-Region gehen unterdessen weiter. Teheran drohte ab dem heutigen Mittwoch (1. April) auch mit Angriffen auf US-Unternehmen wie Microsoft, Google und Apple in der Golf-Region.

Iran-Krieg aktuell: Außenminister Araghtschi dementiert Verhandlungen mit den USA

Update, 10:21 Uhr: Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat jegliche Verhandlungen mit den USA erneut zurückgewiesen. Teheran habe „null“ Vertrauen zur US-Regierung und lehne eine Waffenruhe grundsätzlich ab, betonte der Minister im Interview mit Al Dschasira.

Araghtschi dementierte zudem Berichte über einen iranischen Gegenvorschlag zu dem 15-Punkte-Plan Washingtons aus der Vorwoche. Die Regierung habe „nichts als Antwort angeboten“ – entsprechende Meldungen iranischer Medien seien lediglich „Vermutungen“, sagte Araghtschi. Stattdessen forderte Teheran ein vollständiges Kriegsende sowie Reparationszahlungen für entstandene Kriegsschäden.

Hoffnung auf Kriegsende im Iran nach Trump-Aussagen: Dax springt hoch – Ölpreis sinkt

Update, 9:58 Uhr: An den Finanzmärkten sorgen Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten für Erleichterung: Die Börsen in den USA und Asien legten zu. Der deutsche Aktienmarkt ist dank Aussichten auf ein Ende des Iran-Kriegs mit kräftigen Gewinnen in den April gestartet. Der Dax stieg in den ersten Handelsminuten um 2,8 Prozent auf 23.324 Punkte, nachdem der deutsche Leitindex im März wegen des Nahost-Konflikts rund zehn Prozent eingebüßt hatte. Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump und des iranischen Präsidenten Massud Peseschkian hatten schon am Vorabend an den US-Aktienmärkten für Zuversicht und etwas Entlastung bei den Ölpreisen gesorgt.

Mehrheit der US-Bürger für Ende des Iran-Kriegs – Benzinpreise übersteigen 4-Dollar-Marke

Update, 8:37 Uhr: Zwei Drittel der US-Amerikaner wollen raus aus dem Iran-Krieg. Laut einer Reuters/Ipsos-Umfrage sprechen sich 66 Prozent für einen raschen Rückzug aus – selbst auf Kosten der Kriegsziele von Präsident Donald Trump.

Gleichzeitig steigt der wirtschaftliche Druck: Der Benzinpreis kletterte in den USA am Montag erstmals seit über drei Jahren über die Marke von vier Dollar je Gallone, berichtet Reuters unter Berufung auf den Dienst GasBuddy. 60 Prozent der Befragten lehnen die US-Angriffe auf den Iran ab – ein Stimmungsbild, das Trumps Republikanern mit Blick auf die Kongresswahlen im November gefährlich werden könnte.

Iran-Krieg aktuell: Trump erklärt Regimewechsel im Iran für vollzogen 

Update, 7:38 Uhr: Gut einen Monat nach Beginn des Iran-Krieges hat US-Präsident Donald Trump ein baldiges Ende des Militäreinsatzes im Iran in Aussicht gestellt. Auf eine Journalistenfrage zu den erhöhten Spritpreisen im Zuge des Iran-Kriegs antwortete Trump am Dienstag (Ortszeit) im Oval Office: „Ich muss nur den Iran verlassen, und das werden wir sehr bald tun, und dann werden sie zusammenbrechen.“ Die US-Armee werde ihren „Job“ innerhalb von zwei bis drei Wochen beenden. Das Weiße Haus kündigte für Mittwoch eine Rede Trumps an die Nation an.

Trump nannte einen Zeitraum von „vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tagen länger“ für das Ende des US-Einsatzes. „Aber wir bringen die Sache zu Ende“, betonte er. „Wir wollen alles zerschlagen, was sie haben“, sagte der US-Präsident. Es habe bereits einen Regimewechsel gegeben, erklärte Trump laut der Nachrichtenagentur Reuters außerdem.

Gleichzeitig fügte er hinzu, es sei „möglich, dass wir vorher eine Einigung erzielen“. Ein Ende des US-Militäreinsatzes im Iran hänge allerdings nicht davon ab, ob eine Einigung mit dem Iran erzielt werde, sagte Trump. „Wenn wir das Gefühl haben, dass sie für lange Zeit in die Steinzeit zurückversetzt wurden und nicht in der Lage sein werden, eine Atomwaffe zu entwickeln, dann werden wir abziehen.“ Es sei „irrelevant“, ob dabei eine Einigung mit Teheran erzielt werde.

Trump wettert wegen Iran-Krieg gegen Frankreich:  „Die USA werden sich daran ERINNERN“

Update, 19:45 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Frankreich im Streit um Überflugrechte im Iran-Krieg scharf angegriffen. „Frankreich hat Flugzeugen, die mit Militärgütern beladen nach Israel fliegen wollten, den Überflug über französisches Hoheitsgebiet verweigert“, schrieb Trump auf Truth Social – und drohte: „Die USA werden sich daran ERINNERN.“

Der Élysée-Palast zeigte sich „überrascht“ über die Attacke und betonte, Frankreich habe „seine Haltung seit dem ersten Tag nicht geändert“. Laut Le Monde unter Berufung auf drei offizielle Quellen müssen Militärflüge über Frankreich einzeln genehmigt werden – möglicherweise führten verzögerte Einzelgenehmigungen zu Trumps Reaktion.

Iran-Krieg aktuell: Trump kritisiert Großbritannien – „Holt euch euer eigenes Öl!“

Update, 14:58 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat Großbritannien wegen mangelnder Unterstützung im Iran-Krieg scharf attackiert. „Holt euch euer eigenes Öl!“, schrieb der Republikaner auf Truth Social und warf London vor, sich geweigert zu haben, „sich an der Enthauptung Irans zu beteiligen“. Länder, die wegen der Blockade der Straße von Hormus kein Öl bekämen, sollten es entweder in den USA kaufen oder selbst die blockierte Meerenge passieren, so Trump. Länder wie das Vereinigte Königreich müssten „lernen, für euch selbst zu kämpfen“, schrieb er weiter – „die USA werden nicht mehr da sein, um euch zu helfen, so wie ihr nicht für uns da wart“.

Straße von Hormus: Rubio bringt Kontroll-Plan ins Spiel – Regionalmächte raunen über eigene Maut-Idee

Update, 11.45 Uhr: US-Außenminister Marco Rubio hat einen Verwaltungsplan für Straße von Hormus ins Spiel gebracht. Er betonte dabei, es werde „keine Gebühren und freien Verkehr“ durch die strategisch bedeutsame Meerenge geben – doch parallel dazu kursiert ein Gegenvorschlag von Pakistan und Regionalmächten. Die Details dazu in diesem Artikel.

Straße von Hormus: Ukraine bietet Trump Hilfe an – mit System, das bereits funktioniert

Update, 10:42 Uhr: Die Ukraine mischt sich in den Streit um die Straße von Hormus ein. Präsident Wolodymyr Selenskyj bietet den USA seine Erfahrungen aus dem Schwarzen Meer an, wo Kiew die russische Flotte im Ukraine-Krieg zurückdrängte und einen sicheren Schiffskorridor schuf. Die ausführliche Hintergrundgeschichte hier.

Golfstaaten sollen an Kosten des Irans-Kriegs beteiligt werden

Update, 7:25 Uhr: Das Weiße Haus signalisiert, dass US-Präsident Donald Trump den Ländern am Persischen Golf eine Beteiligung an den Kosten des Iran-Krieges nahelegen will. Sie wolle Trump nicht vorgreifen, aber sie wisse, dass er diese Idee habe und gehe davon aus, dass er sich dazu noch äußern werde, sagte Sprecherin Karoline Leavitt.

Ein Journalist sprach in Leavitts Pressekonferenz in Washington an, dass im Golfkrieg 1990 nach der Besetzung Kuwaits durch Iraks Diktator Saddam Hussein arabische Nachbarländer wie Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate einen Großteil der Kosten getragen hätten. Sie denke, Trump sei ziemlich interessiert daran, sie auch jetzt dazu aufzurufen, sagte Leavitt dazu.

In den vergangenen Wochen wurde wichtige Infrastruktur unter anderem im Energie-Sektor in den Ländern am Persischen Golf von iranischen Raketen und Drohnen getroffen. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/AFP

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