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Wichtige Meerenge blockiert
Straße von Hormus: Rubio bringt Kontroll-Plan ins Spiel – Regionalmächte raunen über eigene Maut-Idee
Der globale Druck wegen der Blockade von Hormus steigt. Ein multinationales Konsortium will die Verwaltung der Schifffahrtsstraße übernehmen.
Diplomatische Quellen teilten dem Telegraph mit, dass US-Außenminister Marco Rubio die Idee eines multinationalen Konsortiums zur Verwaltung der Straße von Hormus in der vergangenen Woche bei einem Treffen der G7-Außenminister vorstellte. Rubio betonte, es werde „keine Gebühren und freien Verkehr“ durch die wichtige Schifffahrtsroute geben. Ein zweiter Vorschlag, über den die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, ist indes aus Gesprächen zwischen Pakistan und regionalen Mächten hervorgegangen.
Eine pakistanische Quelle, auf die sich der Bericht berief, sagte, der neue Plan sei dem Weißen Haus vor den Gesprächen am Sonntag vorgelegt worden. Ähnlich wie der amerikanische Vorschlag sah er ein multinationales Konsortium vor – bestehend aus Pakistan, Ägypten, der Türkei und Saudi-Arabien –, das die Ölströme durch die Straße verwalten sollte. Dem Vernehmen nach wurde der Vorschlag für ein Verwaltungskonsortium mit den USA und dem Iran erörtert.
Straße von Hormus: Alternativer Plan rückt in Fokus
Der Plan umfasste jedoch auch eine Transitgebühr nach Art des Suezkanals, die von Schiffen erhoben würde, die den Engpass passieren. Schiffe, die den Suezkanal durchqueren, müssen eine spezielle Maut entrichten, deren Höhe sich nach ihrem Gewicht, ihrer Größe und ihrer Ladung richtet. Das Geld ist eine wichtige Einnahmequelle für Ägypten, das darüber entscheidet, wer die Gewässer auf welche Weise durchquert.
Die Einführung einer Gebühr könnte ein nützliches Instrument bei Iran-Friedensgesprächen sein, um die Islamische Republik davon zu überzeugen, die Kontrolle über die Straße von Hormus im Wesentlichen aufzugeben. Technisch gehört die Passage keinem einzelnen Staat und verläuft durch die Hoheitsgewässer des Iran und Omans. Dennoch ist die wichtige Schifffahrtsroute, über die rund ein Fünftel der weltweiten Ölexporte abgewickelt werden, ein zentrales Druckmittel für den Iran.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg
Straße von Hormus: Iran blockiert weiter die Durchfahrt
Teherans Fähigkeit, die Gewässer in der Straße von Hormus zu blockieren und damit den Weltenergiemarkt ins Chaos zu stürzen, wurde als Form der Vergeltung für die amerikanischen und israelischen Militärschläge gegen das Land genutzt. Am Montag zählte Karoline Leavitt, Donald Trumps Pressesprecherin, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus nicht zu einem der „Schlüsselziele“ der USA. „Die vollständige Wiedereröffnung der Straße ist etwas, worauf die Regierung hinarbeitet, aber die Kernziele der Operation sind dem amerikanischen Volk vom Oberbefehlshaber klar dargelegt worden“, sagte sie bei einer Pressekonferenz.
Pakistan und andere regionale Mächte, die zwischen den USA und dem Iran über eine Waffenruhe vermitteln, haben zuvor gewarnt, dass Trumps Vorschläge für die Islamische Republik inakzeptabel seien(Dieser Artikel von Joe Barnes entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk)