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„Benötigen keine Hilfe“

Inmitten des Iran-Krieges: Europäische Länder verweigern Trump die Nutzung von Luftstützpunkten

Spanien, Frankreich und Italien haben entweder ihren Luftraum für Flugzeuge geschlossen oder die Nutzung von Militärstützpunkten während des Iran-Kriegs verweigert.

Mehrere europäische Verbündete haben in den vergangenen Tagen Schritte unternommen, um militärische Bewegungen im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg einzuschränken. Spanien schloss seinen Luftraum, Italien verweigerte Landungen auf einem wichtigen Stützpunkt auf Sizilien, und Präsident Donald Trump sagte, Frankreich habe Überflüge für Flugzeuge verweigert, die militärische Ausrüstung nach Israel transportieren.

US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)

Spanien sieht Illegalität in Trumps Iran-Krieg: Madrid trifft Maßnahme gegen US-Flieger

Spanien schloss seinen Luftraum für US-Flugzeuge, die in den Iran-Krieg involviert sind, nachdem es zuvor bereits die Nutzung der gemeinsam betriebenen Stützpunkte Rota und Morón für Aktionen im Zusammenhang mit dem Konflikt untersagt hatte.

„Dies wurde dem amerikanischen Militär und den Streitkräften vom ersten Moment an völlig klar gemacht“, sagte Verteidigungsministerin Margarita Robles. „Daher sind weder die Stützpunkte autorisiert, noch ist selbstverständlich die Nutzung des spanischen Luftraums für jegliche Aktionen im Zusammenhang mit dem Krieg im Iran autorisiert.“ Ministerpräsident Pedro Sánchez hatte bereits ein Ende des Kriegs gefordert und sagte Anfang dieses Monats: „Man kann auf eine Illegalität nicht mit einer anderen antworten, denn so beginnen die großen Katastrophen der Menschheit.“

Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses sagte gegenüber Newsweek, dass die Vereinigten Staaten „keine Hilfe aus Spanien oder von sonst wem“ benötigten, und fügte hinzu, dass das „US-Militär alle seine Ziele im Rahmen von Operation Epic Fury erfüllt oder übertrifft“.

Der US-Außenminister Marco Rubio warf den spanischen Regierungschefs vor, damit zu „prahlen“, dass sie den Luftraum des Landes geschlossen hätten, obwohl Washington zugesagt habe, den NATO-Verbündeten zu verteidigen. Er sagte dem Sender Al Jazeera: „Wenn es bei der NATO nur darum geht, dass wir Europa verteidigen, falls es angegriffen wird, uns dann aber die Stationierungsrechte verweigert werden, wenn wir sie brauchen, ist das keine besonders gute Vereinbarung.“

Trump verkündet Frankreich-Schock für US-Flieger: Amerikanische Bomber von Luftraum ausgeschlossen

Trump griff Frankreich am Dienstag an, nachdem das Land es Flugzeugen verweigert habe, die „mit militärischen Gütern voll beladen“ und „auf dem Weg nach Israel“ gewesen seien, französischen Luftraum zu nutzen. Er bezeichnete Paris in einem Beitrag auf Truth Social als „SEHR UNHILFREICH“. Französische Beamte haben sich zu der Behauptung nicht geäußert.

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Berufung auf zwei Quellen und einen westlichen Diplomaten, dass Frankreich Israel daran gehindert habe, seinen Luftraum zu nutzen, um amerikanische Waffen zu transportieren, die in dem Krieg eingesetzt werden sollen. Die Verweigerung habe sich am Wochenende ereignet und sei der erste derartige Vorfall seit Beginn des Iran-Kriegs gewesen, hieß es aus den Quellen.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Italien folgt spanischem und französischem Vorbild: Trump darf Luftstützpunkt nicht für Iran-Krieg nutzen

Italien verweigerte mehreren US-Bombern die Landeerlaubnis auf dem Stützpunkt Sigonella im Osten Siziliens, wie aus Berichten der Zeitung Corriere della Sera und der Nachrichtenagentur ANSA hervorgeht.

Die Flugpläne wurden eingereicht, als sich die Flugzeuge bereits in der Luft befanden, und wurden vom italienischen Militär nicht genehmigt. Verteidigungsminister Guido Crosetto traf die Entscheidung. Der Schritt geht nicht so weit, den italienischen Luftraum vollständig für alle US-Militärflugzeuge zu schließen.

Ein Sprecher des Pentagon sagte: „Das US-Europakommando beherbergt routinemäßig durchreisende US-Militärflugzeuge (und -personal) in Übereinstimmung mit Abkommen über Zugang, Stationierung und Überflug mit Verbündeten und Partnern.“ Der Beamte machte aus Gründen der operativen Sicherheit keine weiteren Angaben. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: © Alex Brandon/AP/dpa

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