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Bündnis-Neubewertung gefordert

NATO-Knall wegen Iran-Krieg: Trump zieht ernsthaft Austritt aus Bündnis in Erwägung

Die USA fühlen sich im Nahost-Krieg von den NATO-Partnern im Stich gelassen. Außenminister Marco Rubio will sich deshalb mit dem Bündnis befassen.

Update vom 1. April, 11:38 Uhr: ⁠US-Präsident ‌Donald Trump zieht einen Austritt der USA aus der NATO nach eigenen Worten ernsthaft in Erwägung. In einem Interview mit der britischen Zeitung The Telegraph bezeichnete Trump die Allianz als „Papiertiger“. Er habe dies schon immer gewusst. „Und übrigens, Putin weiß es auch“, sagte der amerikanische Staatschef. Geht es nach Trump, so hätte die NATO den USA im Iran-Krieg „automatisch“ zur Seite stehen müssen. Denn: Die USA hätten die NATO in der Ukraine „automatisch“ unterstützt.

Donald Trump will die NATO wegen des Iran-Kriegs neu bewerten.

Erstmeldung: Erst der Iran, dann die NATO. Diese Reihenfolge gibt Marco Rubio vor. Wobei der US-Außenminister das transatlantische Verteidigungsbündnis keineswegs hinter das mit Washington verfeindete Mullah-Regime stellen will. Aber eben wegen des Nahost-Kriegs dessen Zukunft einmal mehr infrage stellt.

Die NATO muss auf den Prüfstand: US-Außenminister Marco Rubio zeigt sich im Fox-Interview enttäuscht von der Rolle der europäischen Partner im Nahost-Krieg.

Denn im Zuge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran verhalten sich einige NATO-Partner nicht so, wie es sich die Administration von US-Präsident Donald Trump wünscht. Rubio regt daher im Interview mit Moderator Sean Hannity in der Fox-Sendung „Hannity“ eine „sehr sorgfältige“ Überprüfung der Zusammenarbeit an.

Rubio kritisiert NATO-Partner wegen Nahost-Krieg: „Dann ist sie eine Einbahnstraße“

Grund ist etwa die Weigerung Spaniens, US-Flugzeuge für Einsätze im Iran durch den eigenen Luftraum fliegen zu lassen. Zudem hatte Italien Trumps Armee die Nutzung eines Luftwaffenstützpunktes auf Sizilien im Zusammenhang mit dem Kampfeinsatz im Nahen Osten verweigert. Laut der französischen Nachrichtenagentur Agence France-Presse (afp) wurde aus Kreisen des Verteidigungsministeriums in Rom bestätigt, dass eine US-Anfrage für Landungen von Kampfflugzeugen auf der nahe Catania gelegenen Basis Sigonella abgewiesen wurde.

Rubio betont daher: „Falls wir nun den Punkt erreicht haben, dass die NATO-Allianz meint, wir könnten diese Stützpunkte nicht länger nutzen, um Amerikas Interessen zu verteidigen, dann ist die NATO eine Einbahnstraße.“ Dabei gehe es bei der Allianz darum, „dass wir Truppen in Europa haben, um Europa zu verteidigen“.

Deutschland nicht in den Top 3: Die Nato-Länder mit den größten Truppenstärken

Nato-Übung „Arctic Defender 2024“
Die Nato ist das größte militärische Verteidigungsbündnis der Welt. Der Nordatlantikpakt („North Atlantic Treaty Organization“) soll die territoriale Souveränität der Mitgliedsstaaten sichern und im Kriegsfall verteidigen. Dafür gibt es die Beistandsklausel im Gründungsvertrag der Nato. Die Truppenstärke aller Nato-Länder zusammengerechnet umfasste 2025 nach vorläufigen Zahlen rund 3,4 Millionen Soldaten und Soldatinnen.  © Kay Nietfeld/dpa
US-Armee Nato
Dem „Global Firepower Index“ zufolge stellen die USA mit rund 1,328 Millionen Soldatinnen und Soldaten die größte Nato-Truppe. Im Kampfeinsatz vertraut die US-Armee auch auf den Chinook-Hubschrauber. Der CH-47 ist bekannt für seine Fähigkeit, schweres Material und Personal in unwegsames Gelände zu transportieren. Im Bild ist eine gemeinsame Übung von Südkorea und den USA in Yeoncheon zu sehen. © Jung Yeon-Je/AFP
Militär Türkei
Das zweitgrößte Militär der Nato-Mitgliedstaaten kommt aus der Türkei (Truppenstärke: 355.200). Die Armee gilt als eine der stärksten der Welt. Anhand von mehr als 60 Einzelfaktoren analysieren die Fachleute von „Global Firepower Index“ die militärische Gesamtstärke der Armeen. Türkei, die seit 1952 Mitglied der Nato ist, belegt hier unter 145 Armeen den neunten Platz. © Tunahan Turhan/Imago
Polnische Armee
In der Nato-Rangliste der Truppenstärke liegt Polen auf Platz drei. Die polnischen Streitkräfte verfügen über 202.100 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte sind seit 2010 eine Berufsarmee und gliedern sich wie folgt: Heer, Marine, Luftwaffe, Spezialkräfte, Territorialverteidigung (Freiwilligenmiliz). © Radek Pietruszka/dpa
Frankreich Macron
Platz vier in der Nato-Rangliste belegt Frankreich (Truppenstärke: 200.000). Frankreich ist seit dem EU-Austritt des Vereinigten Königreichs die einzige Atommacht in der Europäischen Union. Der französische Staatspräsident ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte und die einzige Person, die einen nuklearen Angriff befehlen kann. Hier hält Präsident Emmanuel Macron (Mitte) eine Rede vor zwei Kampfjets vom Typ Dassault Mirage 2000 (links) und vom Typ Dassault Rafale (rechts). © Ludovic Marin/AFP
Britische Armee bei einer Übung in Finnland
Die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs gliedern sich in drei Teilstreitkräfte und umfassen ungefähr 184.860 Soldatinnen und Soldaten. Bei einer Übung in der Nähe von Rovaniemi am Polarkreis testet die Armee hier die mobile Haubitze Archer.  © Ben Birchall/dpa
Pistorius-Besuch in Litauen
Auf Platz sechs in der Nato-Rangliste liegt die Bundesrepublik Deutschland. Die Bundeswehr umfasst das Heer, die Luftwaffe, die Marine, den Cyber- und Informationsraum, sowie den Unterstützungsbereich. Aktuell gibt es rund 181.600 aktive Soldatinnen und Soldaten in Uniform. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD, rechts) erlebt die Fähigkeiten eines Leopard-2-Panzers auch schon mal aus nächster Nähe. © Alexander Welscher/dpa
Tag der italienischen Streitkräfte 2021
Die italienische Kunstflugstaffel „Frecce Tricolori“ fliegt am Tag der italienischen Streitkräfte über das Denkmal des Unbekannten Soldaten hinweg. Mit einer Truppenstärke von 165.500 Soldatinnen und Soldaten belegt Italien in der Nato-Rangliste den siebten Platz.  © Giuseppe Lami/dpa
Griechenland Militär
Kampfjets, Kriegsschiffe, Drohnenabwehrsysteme: Griechenland rüstet auf. Die Regierung will Milliarden investieren, um ihr Militär stärker zu machen als je zuvor. Aktuell verfügen die griechischen Streitkräfte (hier bei einer Militärparade in Athen) über eine Truppenstärke von 142.700 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Kostas Galanis/Imago
Luftlandeübung Swift Response
Noch eine weitere Armee der Nato verfügt über mehr als 100.000 aktive Soldatinnen und Soldaten: Spanien (Truppenstärke: 133.282). Allerdings ist das Land weit davon entfernt, das Zwei-Prozent-Ziel der Nato zu erreichen: Mit knapp 1,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ist Spanien sogar Schlusslicht in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa
Air Police Übung der Nato in Rumänien
Ein Kampfflugzeug vom Typ F-16 der rumänischen Luftwaffe steht auf dem rumänischen Luftwaffenstützpunkt in Borcea. Rumänien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz zehn (Truppenstärke: 81.300).  © Kathrin Lauer/dpa
Kanada - Snowbirds bei Flugtag
Kanada verfügt über rund 68.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. In Canadian Army, Royal Canadian Navy und Royal Canadian Air Force dienen nur Freiwillige. Die Kunstflugstaffel der Air Force ist unter dem Namen „Snowbirds“ bekannt. Die Schneevögel sind ein Symbol Kanadas. © Patrick Doyle/dpa
Ungarn Militär
Die H225M Caracal ist ein taktischer Mehrzweck- und Transporthubschrauber mit großer Reichweite. Benutzt wird er unter anderem von Ungarn (Truppenstärke: 41.600).  © Sergey Kohl/Imago
Abschluss der Nato-Übung Quadriga 2024
Niederländische Kräfte nehmen an der Quadriga-Übung 2024 teil. Die Niederlande liegt auf Platz 13 der Nato-Rangliste (Truppenstärke: 41.380). Die Regierung will die Stärke der nationalen Streitkräfte allerdings deutlich erhöhen. © Kay Nietfeld/dpa
Bulgarien Militär
Seit 2004 ist Bulgarien Nato-Mitglied. Die bulgarischen Streitkräfte bestehen aus den Teilstreitkräften Heer, Marine, Luftstreitkräfte. Derzeit umfasst das Militär in Bulgarien etwa 37.000 Frauen und Männern. © Vassil Donev/dpa
Kriegsende-Gedenken - Tschechien
Flugzeuge hinterlassen am Himmel farbige Spuren in den Nationalfarben Tschechiens anlässlich der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg. Tschechien verfügt über 28.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Kamaryt Michal/dpa
Belgische Kronprinzessin schwitzt beim Militär-Sommercamp
Die Streitkräfte aus Belgien untergliedern sich in Heer, Marine, Luftstreitkräfte und medizinisches Korps. Es gibt rein niederländisch- und rein französischsprachige Einheiten. Im Jahr 2022 trainierte auch die belgische Kronprinzessin Elisabeth (2. von rechts) in einem Bootcamp der Königlichen Militärschule ihre Führungsqualitäten. Belgien liegt in der Nato-Rangliste auf Platz 16 (Truppenstärke: 25.000). © Erwin Ceupp/dpa
Schwedische Nato-Truppen in Lettland stationiert
Die schwedischen Streitkräfte bestehen aus den vier Teilstreitkräften: Heer, Marine, Luftstreitkräfte, Heimwehr. Seit dem 7. März 2024 ist Schweden (Truppenstärke: 24.400) das 32. Mitglied der Nato. © Alexander Welscher/dpa
80. Jahrestag der Schlacht von Arnheim
Fallschirmjäger aus acht Nato-Mitgliedsländern (Deutschland, Griechenland, Niederlande, Polen, Portugal, Spanien, Vereinigtes Königreich und USA) springen hier zum Gedenken an den Jahrestag der Schlacht von Arnheim auf der Ginkelschen Heide ab. Portugals Truppenstärke beträgt 24.000 Frauen und Männer.  © Ben Birchall/dpa
Raketensschiff Pori der finnischen Marine
Das Raketensschiff Pori der finnischen Marine bricht vom Suomenlinna-Pier in Helsinki zur Nato-Operation „Enhanced Vigilance Activity“ in der Ostsee auf. Auch Finnland verfügt über 24.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten. © Vesa Moilanen/dpa
Militärübung „Nordic Response“ in Norwegen
Norwegische Soldaten sitzen während der Militärübung „Nordic Response 24“ auf Schneemobilen. Die Streitkräfte bestehen aus dem Heer, der Marine, der Luftwaffe und der milizartig organisierten Heimwehr. Mit einer Truppenstärke von 23.250 Frauen und Männer belegt Norwegen Platz 20 in der Nato-Rangliste. © Jouni Porsanger/dpa
Deutsche Brigade in Litauen
Litauische Soldaten legen nach einem Schießtraining bei Rudninkai in dem Areal, wo die deutsche Brigade in Litauen stationiert werden soll, eine Pause ein. Die Truppenstärke von Litauen beträgt 23.000 Frauen und Männer. © Kay Nietfeld/dpa
The Royal Life Guards
Rekruten der Royal Life Guards aus Dänemark überqueren auf dem Truppenübungsplatz Kulsbjerg bei Vordingborg das Wasser. Dänemarks Militär verfügt derzeit über etwa 20.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. © Mads Claus Rasmussen/Imago
Luftwaffe bildet slowakische Soldaten an Flugabwehrsystem aus
Slowakische Soldaten trainieren an einem Flugabwehrsystem. Seit 2004 ist die Slowakei Mitglied der Nato. Die Truppenstärke des Militärs beträgt 19.500 Frauen und Männer. © Marcus Brandt/dpa
Lettland Militär Parade
imago80894560.jpg © Victor Lisitsyn/Imago
Militärmanöver in Kroatien
Kroatien verfügt über 14.325 aktive Soldatinnen und Soldaten. Die Streitkräfte werden umgangssprachlich meist als „Hrvatska vojska“ (Kroatische Armee) bezeichnet. Kroatien ist seit April 2009 Mitglied der Nato. © dpa
Mazedonien Namensänderung
Die Armee der Republik Nordmazedonien (Truppenstärke: 9000) gliedert sich in ein Heer mit angeschlossenen Luftstreitkräften (Heeresflieger). Aufgrund der Binnenlage des Landes gibt es keine eigenständige Marine.  © Dragan Perkovksi/dpa
Kaja Kallas
Am 15. Mai 2024 besuchte die damalige estnische Premierministerin Kaja Kallas die gemeinsame Übung „Spring Storm“ der estnischen Streitkräfte (Truppenstärke: 7700) und der alliierten Nato-Streitkräfte in Pärnu. © Jussi Nukari/Imago
Slowenien
Sloweniens Truppenstärke beträgt 7300 Frauen und Männer. Die Streitkräfte unterstehen dem Verteidigungsministerium. Die für den Schutz der 46 Kilometer langen Adriaküste zuständige Marine und die Luftstreitkräfte sind keine selbständigen Teilstreitkräfte. © Zeljko Stevanic/Imago
Albanien
Seit 2010 hat Albanien eine Berufsarmee. Sie besteht derzeit aus 6600 aktiven Soldatinnen und Soldaten. Das Joint Force Command bildet ein Hauptquartier, dem die drei Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine unterstehen. © Imago
Montenegro
Die seit 2006 aufgebauten Streitkräfte von Montenegro umfassen 2350 Frauen und Männer und gelten heute als eine funktionierende Kleinarmee in Europa. Montenegro ist seit Juni 2017 Mitglied der Nato. © Imago
Luxwemburg
Die Armee Luxemburgs umfasst die Streitkräfte des Großherzogtums Luxemburg. Sie besitzt eine leichtbewaffnete, Freiwilligenarmee (Truppenstärke: 1000). Die luxemburgische Armee ist in ein Infanteriebataillon mit zwei Aufklärungskompanien gegliedert. Mit einer dieser beiden Kompanien beteiligt sich Luxemburg am Eurokorps. © Berit Kessler7Imago
Eurofighter über Island. (Archivbild)
Ein Eurofighter fliegt bei der Übung „Rapid Viking 2023“ über Island. Der hohe Norden gewinnt zunehmend an geopolitischer Bedeutung. Nato-Mitglied Island selbst verfügt über keine eigene Armee. © Britta Pedersen

Nun erbitte Washington lediglich eine Gegenleistung. Die aber eben zumindest mancherorts abgelehnt wird. „Wenn wir ihre Hilfe benötigen – wir verlangen von ihnen keine Luftschläge – und sie darum bitten, ihre Militärstützpunkte zu nutzen, lautet ihre Antwort ‚Nein‘? Warum sind wir dann in der NATO?“, fragt Rubio daher: „Dann muss man sich die Frage stellen: Warum geben wir Milliarden über Milliarden Dollar, Hunderte Milliarden Dollar, Billionen Dollar aus und haben diese Streitkräfte in einer Region stationiert, wenn es uns nicht erlaubt ist, diese Basen zu nutzen?“

Rubio will NATO „neu bewerten“: Entscheidung soll Trump nach Nahost-Krieg treffen

Für ihn ist angesichts dieser Entwicklung klar, dass die NATO auf den Prüfstand gestellt werden muss. Es gebe „leider keine Zweifel, dass wir – wenn dieser Konflikt gelöst ist – diese Partnerschaft neu bewerten müssen. Wir müssen den Wert der NATO und der Allianz für unser Land neu bewerten. Das ist eine Entscheidung, die der Präsident treffen muss.“

Dabei hatte der höchste US-Diplomat, der zuletzt noch besonders Spanien attackiert hatte, zu Beginn seiner Antwort noch betont: „Ich war zu meiner Zeit als Senator einer der größten Verteidiger der NATO. Denn für mich hatte sie einen großen Wert.“ Dieser liege darin, dass die USA über die Militärstützpunkte in Europa ihre „Macht in verschiedenen Regionen der Welt ausweiten“ konnten. Zu einer Zeit, „als unsere nationale Sicherheit gefährdet war“.

Laut US-Regierung im Einsatz für die Sicherheit der Welt: Die Luftangriffe auf den Iran sollen auch den NATO-Partnern zugute kommen.

Hannity, der bei seiner Frage als kritisierte Partner Spanien, Großbritannien, Frankreich und Italien erwähnte, ergänzte Rubios Ausführungen mit den Hinweisen: „Wir kommen etwa für zwei Drittel des Budgets auf, zahlen fast eine Billion Dollar im Jahr.“ Den finanziellen Aspekt nutzte auch Trump in den vergangenen Jahren häufig, um seine grundsätzliche Kritik an der NATO zu erklären. Damit trieb er viele der Partner dazu, die Verteidigungsausgaben in Richtung der von ihm ausgerufenen fünf Prozent des jeweiligen Bruttoinlandsprodukts zu erhöhen.

Iran blockiert Straße von Hormus: Rubio sieht betroffene Länder in der Pflicht

Nun ist also eine konkrete Hilfe der Streitpunkt. Die eigentlichen US-Partner sind verstimmt, weil Trump sie mit seinem Angriff auf den Iran vor vollendete Tatsachen gestellt hat. Dazu kommt, dass besonders Europa darunter zu leiden hat, dass Teheran als Reaktion die für den Handel enorm wichtige Straße von Hormus gesperrt hat, indem es dort verkehrende Schiffe bedroht. Die Folgen sind schon jetzt rasant steigende Energiepreise, die bislang vor allem an den Tankstellen abzulesen sind. Auch eine erneut anziehende Inflation wird infolge der Teuerung von Öl und Gas befürchtet.

Auch Rubio bestätigt in dem Gespräch, dass die USA weit weniger von der Blockade, die er als „terroristischen Akt“ bezeichnet, betroffen sind, als die Golfstaaten oder die Länder in Europa und Asien. Seine Meinung dazu: „Das ist ein Problem der Welt. Die Länder auf der ganzen Welt sollten aufstehen und klarmachen, dass das nicht zu tolerieren ist. Dazu ermutigen wir sie.“

Höhe der Verteidiungsausgaben der NATO (2021er Preise und Wechselkurse)

2014: 747 Milliarden US-Dollar der USA & 279 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2015: 726 Milliarden US-Dollar der USA & 284 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2016: 736 Milliarden US-Dollar der USA & 292 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2017: 708 Milliarden US-Dollar der USA & 309 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2018: 724 Milliarden US-Dollar der USA & 321 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2019: 796 Milliarden US-Dollar der USA & 334 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2020: 806 Milliarden US-Dollar der USA & 350 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2021: 824 Milliarden US-Dollar der USA & 359 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2022: 779 Milliarden US-Dollar der USA & 372 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2023: 773 Milliarden US-Dollar der USA & 407 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2024 (geschätzt): 823 Milliarden US-Dollar der USA & 482 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

2025 (geschätzt): 845 Milliarden US-Dollar der USA & 559 Milliarden US-Dollar von Europa und Kanada

Quelle: NATO

Rubio über Nahost-Krieg: USA hat Ziele laut Trump-Minister fast erreicht

Den Nahost-Krieg verteidigte der 54-Jährige einmal mehr. Infolge der Bombardements würden die USA und die Welt sicherer werden, denn „dem Iran wird es gut wie unmöglich, in naher Zukunft eine Atombombe zu haben“. Trump gehe es wie immer um die Sicherheit Amerikas, darum bemühe er sich. „Gott sei Dank tut er das, denn mehrere US-Präsidenten hatten ebenfalls die Gelegenheit, dafür zu sorgen, haben aber nichts gemacht oder die Situation verschlimmert“, kritisierte Rubio frühere Staatsoberhäupter.

Den Auftritt nutzte er auch, um Hoffnung auf ein baldiges Ende der Auseinandersetzung zu verbreiten, die Trump ursprünglich auf wenige Wochen angesetzt hatte. „Wir sind sehr nah daran, unsere Ziele zu erreichen“, betonte Rubio und wähnt die Ziellinie schon in Sichtweite. Ist sie dann überschritten, kann sich die Trump-Regierung also der NATO zuwenden. Und über deren Zukunft entscheiden. (Quellen: Fox, afp) (mg)

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