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News-Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Moskau behauptet Einnahme von Luhansk – doch Karten widersprechen

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Kreml lehnt Waffenruhe über Ostern ab. Widersprüchliche Angaben zur Lage in der Ostukraine. Der News-Ticker.

Update, 2. April, 22:10 Uhr: Im März hat Russland erstmals seit mehr als zwei Jahren an der Front in der Ukraine kein Territorium hinzugewonnen. Ukrainische Truppen konnten stattdessen neun Quadratkilometer zurückgewinnen, wie aus einer Auswertung von Daten des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) durch die Nachrichtenagentur AFP hervorgeht. Demnach verloren die russischen Streitkräfte entlang der gesamten Frontlinie an Tempo.

Seit Ende 2025 verliert die russische Armee laut der Analyse zunehmend an Fahrt – zurückzuführen auf ukrainische Gegenoffensiven im Südosten des Landes. Im Januar hatte Russland noch 319 Quadratkilometer hinzugewonnen, im Februar waren es noch 123 Quadratkilometer – jeweils die niedrigsten Werte seit April 2024.

Ukraine-Krieg: Russland behauptet vollständige Eroberung von Luhansk

Update, 2. April, 7:35 Uhr: Das russische Verteidigungsministerium hat die vollständige Eroberung der Region Luhansk für sich beansprucht – eine Behauptung, die ukrainische Militärbeobachter bislang nicht bestätigen. Deren Lagekarten zeigten noch immer ukrainisch kontrolliertes Terrain nahe Nowojehoriwka.

Bereits im vergangenen Sommer hatten russische Besatzungsbehörden die vollständige Einnahme der ostukrainischen Region gemeldet. Luhansk war schon seit 2014 teilweise unter der Kontrolle moskautreuer Separatisten – nach der großangelegten Invasion 2022 besetzten russische Truppen den Großteil des Gebiets.

Russische Soldaten an der Front in Luhansk (Archivbild)

Update, 1. April, 18:40 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat die ukrainische Armee das Rüstungsunternehmen Strela AG in der russischen Oblast Brjansk angegriffen, das Komponenten für Marschflugkörper herstellt. „Im Rahmen der Bemühungen zur Reduzierung des militärischen und wirtschaftlichen Potenzials des russischen Aggressors haben die ukrainischen Streitkräfte die Strela AG in der Oblast Brjansk in der Russischen Föderation getroffen, ein Unternehmen, das Komponenten für Marschflugkörper produziert“, teilte der ukrainische Generalstab auf Facebook mit.

Darüber hinaus wurden laut Generalstab russische Drohnen-Kommandoposten in der Oblast Saporischschja sowie ein Kommando- und Beobachtungsposten in der Oblast Dnipropetrowsk getroffen. Auch ein Waffenlager und eine Ansammlung russischer Truppen in der Oblast Saporischschja wurden beschossen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 1. April, 16:36 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat Moskau den ukrainischen Vorschlag für eine Oster-Waffenruhe scharf zurückgewiesen: Außenamtssprecherin Maria Sacharowa bezeichnete die Initiative als PR-Aktion Selenskyjs, mit der dieser „Verluste des Militärs ausgleichen, die Armee neu gruppieren und die ukrainischen Streitkräfte auf die Fortsetzung der Kämpfe vorbereiten“ wolle. Alles, was man von der Ukraine höre, sei kriegstreibende Rhetorik, so Sacharowa.

Selenskyj hatte zuvor angekündigt, US-Vermittler darum bitten zu wollen, Moskau ein Angebot für einen Waffenstillstand bei Angriffen auf Energie-Infrastruktur zu überbringen. „Wenn sie uns angreifen, werden wir antworten. Wenn sie zustimmen, die Angriffe auf unsere Energie-Infrastruktur einzustellen, werden wir dies ebenfalls tun“, sagte er.

Schatten aus Stahl an der Front: Panzer gestern, heute und morgen

Das in hellem Gelb aufleuchtende Mündungsfeuer eines russischen T-80-Panzers, der aus einer Deckung heraus feuert.
Der helle Wahnsinn – hier die Mündung eines russischen T-80: Innerhalb des Geschützrohres eines Panzers wird ein Geschoss durch den hohen Druck der sich ausbreitenden Gase nach dem Entzünden von Schießpulver massiv beschleunigt. Innerhalb des Rohres wirken Kräfte bis zu einem Meganewton (Mn). Ein Meganewton entspricht etwas mehr als 100 Tonnen. Die Kraft, mit der das Geschoss eines Panzers beschleunigt wird, übersteigt also deutlich sein eigenes Gewicht von etwas mehr als 60 Tonnen, wie beim Abrams M1 oder Leopard 2. Die Kraft der Explosion entspricht eher dem Gewicht eines ausgewachsenen „leichten“ Blauwals.  © IMAGO/Evgeny Biyatov
Ein von unten beleuchteter Leopard 2A8 im Dunkeln auf dem Firmengelände von KNDS.
Der Leopard 2A8 – die aktuelle Version beim Roll-Out auf der Panzer-Teststrecke des Rüstungskonzerns KNDS im November 2025. Insgesamt 123 Stück des jüngsten Modells des Bundeswehr-Kampfpanzers bekommt die Panzertruppe; damit wächst sie bis auf 430 Einheiten. Die Waffe bedeutet einen kompletten Neubau, der 2027 in die Truppe integriert worden sein soll. Erstmals in der Geschichte der deutschen Panzerwaffe werde in diesem Fahrzeug serienmäßig ein abstandsaktives Schutzsystem eingebaut, so die Bundeswehr: das Trophy-System des israelischen Herstellers Rafael. Als erstes wird die Panzerbrigade 45 in Litauen mit den neuen Fahrzeugen ausgerüstet. „Das verschafft den Kräften der NATO ein Plus an Kampfkraft“, schreibt die Bundeswehr. © picture alliance/Sven Hoppe
Ausgemusterte Leopard A1 der belgischen Armee in einer Halle
Der Leopard A1 – Deutschlands rüstiger Rentner: Im Jahr 2025 wird der Leopard-Kampfpanzer 60 Jahre alt. Er ist „das erste, später auch international erfolgreiche Großwaffenprogramm des deutschen Heeres, das im Inland entwickelt und produziert wurde“, schreibt Buchautor Thomas Haslinger. Der Kampfpanzer wurde am 09. September 1965 an die Bundeswehr ausgeliefert und machte auch international Karriere. Das Foto zeigt eingemottete A1 der belgischen Armee, die im Zuge des Ukraine-Krieges wieder flottgemacht und an die Ukraine geliefert wurden. Laut dem Rüstungsbauer KNDS sei der Leopard 1 in einer Gesamtstückzahl von mehr als 4.700 Exemplaren gefertigt worden „und ist in neun Ländern auf fünf Kontinenten auch heute noch in der Nutzung“, wie das Unternehmen 2025 auf seiner Website schreibt. © IMAGO/Monasse Thierry/ANDBZ/ABACA
Tank Leopard 1A5 Military Fire Exercise - Ukraine
Der Leopard 1A5 – der erste in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte Kampfpanzer; hier zu sehen während eines Gefechtstrainings im Ukraine-Krieg. „Durch kontinuierliche Kampfwertsteigerungen befindet sich das System immer noch auf einem modernen Stand der Technik“, schreibt die Rüstungsschmiede KNDS über das mittlerweile 60 Jahre alte Leopard-Modell. Von 1964 an wurden 4.700 Exemplare gebaut. Mit der Ukraine haben beziehungsweise hatten mehr als ein Dutzend Staaten die Waffe in ihren Panzertruppen. In der Bundeswehr ist die Waffe vor etwas mehr als 20 Jahren ausgemustert worden. Im Ukraine-Krieg steht der Panzer erstmals in Gefechten. © IMAGO/Smoliyenko Dmytro/Ukrinform/ABACA
Eine grafische Aufbereitung der Panzerstärken von NATO-Ländern und denen der Russischen Föderation.
Der Unterschied – die NATO hatte zu Beginn des Ukraine-Krieges im Jahr 2022 einen zahlenmäßig deutlichen Vorteil gegenüber der Russischen Föderation. Der ist nicht nur dadurch gewachsen, weil Russland im Ukraine-Krieg seine Panzer-Armada nahezu aufgerieben, sondern weil einige Länder der westlichen Verteidigungsallianz ihre Landstreitkräfte inzwischen deutlich vergrößert haben; beispielsweise Polen durch Zukauf von südkoreanischen Black Panther-Kampfpanzern. Vor allem die Türkei und Griechenland bilden das Rückgrat der westlichen Panzerflotten; zumindest zahlenmäßig. An modernen Kampfpanzern liegen sie gleichauf mit den westeuropäischen Zentralmächten wie Frankreich oder Deutschland. Wobei gerade Deutschland im Kalten Krieg beinahe das Zehnfache an schweren Panzerfahrzeugen hat aufbieten können. Die künftig entscheidende Frage wird sein, wie sich Russland im Panzerbau vom Ukraine-Krieg wird erholen können.  © Julia Han Janicki/AFP
Ein US-Kampfpanzer M1 Abrams fährt während eines Trainingstages bei der Übung Africa Lion 2012 einen Feldweg hinunter. (Archivbild)
Der Abrams-M1A1-Kampfanzer – das Arbeitspferd der US-Armee: Ein König im Irak, in der Ukraine ein Bettelmann: Die größte Schwachstelle der fast 70 Tonnen schweren rollenden Festung sind die Filter in den Ansaugöffnungen. Sie verhindern, dass Dreck und Ablagerungen den empfindlichen, aber leistungsstarken Motor des M-1 verschmutzen und zerstören und erfordern regelmäßige Pflege. Wenn die vierköpfige Besatzung eines Abrams versäumt, die Filter ihres Panzers etwa alle zwölf Stunden zu reinigen, kann dies den Motor stark beschädigen. Dann bleibt keine andere Wahl, als den Motor und das Getriebe auszubauen und wegzuschicken für eine langwierige Überholung. © StockTrek Images/Imago/Archivbild
Ein Mann lässt sich mit gesenktem Daumen vor einem auf einem Tieflader stehenden Wrack eines US-amerikanischen Abrams-Panzer fotografieren.
Der M1A1-Kampfpanzer – russische Zivilisten posieren schadenfroh vor einem Abrams-Wrack, während einer Ausstellung von Kriegsbeute in Moskau im Juni 2024. Mitte 2025 gelten in den Medien 26 oder 27 der von den USA eingangs des Krieges gelieferten 31 Exemplare des M1A1 Abrams als unbrauchbar – entweder teilweise oder vollständig. Im Stern sinnierte Autor Gernot Kramper über das letztendlich erschreckende Verblassen westlicher Technik, wie gerade der des M1A1 Abrams: „An und für sich ist der Verlust nicht verwunderlich, aber der ruhmlose Untergang des gewaltigen Militärgeräts schockiert dann doch.“ © Olga Maltseva / AFP
Ein Abrams M1A1-Kampfpanzer der australischen Armee für die Ukraine wird in der Dunkelheit per Kran auf ein Schiff verladen.
Der Abrams M1A1-Kampfpanzer der australischen Armee, der an die Ukraine ausgeliefert wurde, wird auf ein Schiff verfrachtet. Für den Transport von US-amerikanischen Militärgütern war während des Ukraine-Krieges vor allem Bremerhaven die logistische Drehscheibe Europas: Dort landen Militärfrachter an, löschen das schwere Gerät und transportieren das vorrangig per Bahn die fast 2.000 Kilometer in die Ukraine. Die NATO wird Bremerhaven zum Logistik-Hub ausbauen. Die Bundesregierung investiert in den kommenden Jahren bis 2031 mehr als 1,3 Milliarden Euro in den militärischen Ausbau der Hafen-Infrastruktur. Ohne Bremerhaven ist die logistische Verbindung zwischen den europäischen und dem US-amerikanischen NATO-Partner kaum denkbar. © dpa/ENCESupplied By Department Of Defence/AAP
Ein Merkava-Panzer durchpflügt den Sand
Der Merkava – Israel war nach dem Sechstagekrieg 1967 gezwungen, seine Abhängigkeit von französischer oder britischer Rüstungskooperation aufzugeben; und beispielsweise einen eigenen Panzer zu entwickeln – sogar unabhängig von Embargos, wie Ralf Raths vom Deutschen Panzermuseum erläutert; also aus eigener Industrie und eigenen Rohstoffen. Anders als andere Panzer ist er um die Besatzung herum gebaut worden, erklärt Raths; um diese bestmöglich zu schützen; beispielsweise mit der Platzierung des Motors am Bug statt am Heck. Außerdem befindet sich in der Panzerung statt Luft häufig Diesel – bei Auftreffen eines Geschosses würde sich durch die Entzündung mit dem Treibstoff die kinetische Energie des Geschosses teilweise entladen. © dpa/dpaweb | epa Jim Hollander
Der T-90 Proryv (Durchbruch) pflügt durch ein Übungsgelände.
Der T-90 Proryv (Durchbruch) pflügt durch ein Übungsgelände. Der neben dem T-14 Armata als am weitesten entwickelte, aber um ein Vielfaches günstigere T-90 in seinen verschiedenen Versionen gilt als die Zukunft der russischen Panzerwaffe. Technisch sei der T-90 eine Kombination des Fahrgestells eines T-72 mit den Systemen des Turms des T-80. Ralf Raths als Direktor des Deutschen Panzermuseums in Munster betont die Verwandtschaft aller T-Modelle, die in Antrieb, Panzerung und Feuerkraft kontinuierlich weiter entwickelt worden seien, aber bis zum T-14-Armata keine revolutionäre neue Technik geboten hätten. Der T-90 ist evolutionär, anders als dessen Nachfolger T-14 Armata, der aufgrund seiner kompromisslosen Konzentration auf Technik und Sensorik eher als revolutionär zu bezeichnen ist. © IMAGO/Stanislav Krasilnikov
Drei russische T-14 Armata-Kampfpanzer rollen an einem Gardesoldaten vorbei über den Roten Platz anlässlich einer Militärparade.
Der T-14 Armata – Russlands Paradepferd. „Spätestens seit der ersten öffentlichen Vorstellung im Mai 2015 gilt der T-14 als ein Maßstab für die Bewertung von Schutz und Feuerkraft aktueller Kampf-, Schützen und Unterstützungspanzer sowie von Panzerabwehrwaffen“, schreibt das Magazin Europäische Sicherheit und Technik. Der neue Kampfpanzer soll voll digitalisiert sein, unbemannt im Turm und um die Besatzung herum gekapselt. 2019 war die Produktion gestartet worden. Laut dem Magazin Stern sollten bis 2020 mindestens 2.000 dieser Modelle gebaut worden sein, inzwischen wird bezweifelt, dass mehr als 50 Stück im Dienst stehen. Gerüchten zufolge existiert auch eine gänzlich unbemannte Version dieses Panzers.  © IMAGO/Valery Sharifulin
Im staatlichen russische Panzerwerk Uralwagonsawod rollt ein T-90-Kampfpanzer vom Band.
Der T-90 Proryv (Durchbruch) – Russlands Hoffnung. Der neben dem T-14 Armata als am weitesten entwickelte, aber um ein Vielfaches günstigere T-90 in seinen verschiedenen Versionen gilt als die Zukunft der russischen Panzerwaffe. Allerdings scheint Russland auch diesbezüglich das Gesicht wahren zu müssen – Michael Gjerstad urteilt in seiner Studie von Mitte 2024: „Russische T-90M-Produktion: weniger als es zunächst den Anschein macht.“ Der Analytiker des Thinktank International Institute for Strategic Studies (IISS) rechnet Mitte 2025 vor, dass seit der Invasion mindestens 13 Chargen T-90M ausgeliefert worden seien. Gjerstad vermutet aufgrund von Zahlen des russischen Militärs und von Analysten, dass jede Charge zwischen elf und 15 Panzern umfasst haben sollte. © IMAGO/Ramil Sitdikov
Ein anonymer ukrainischer Fahrer eines T-72-Panzers im Ukraine-Krieg schaut frontal in die Kamera.
Die Festung und die tödliche Falle gleichermaßen – ein anonymer ukrainischer Fahrer eines T-72-Panzers im Ukraine-Krieg. Allein Russland hat im Ukraine-Krieg geschätzte dreieinhalb Tausend Kampfpanzer beziehungsweise gepanzerte Fahrzeuge verloren – eventuell haben die Besatzungen ganz oder teilweise rechtzeitig ausbooten können. Allerdings greift der Tod in verschiedenen Formen nach den Soldaten: durch entzündete Betriebsstoffe, durchgeschlagene Geschosse, Splitter im Innenraum oder durch den Druck explodierender Sprengstoffe oder deren Rauchgase. Panzer besitzen Fluchtluken, aber möglicherweise werden die fliehenden Panzersoldaten nach dem gelungenen Absitzen auch Opfer gegnerischen Infanterie-Feuers. Die russische Panzerdoktrin ermöglicht ihren Soldaten aufgrund der Masse der eingesetzten Panzer, aus einem aus dem Gefecht genommenen Fahrzeug einfach auf ein nächstes aufzusitzen. © IMAGO/Jose Colon
Ukrainische Soldaten versuchen im Bezirk Donetsk einen erbeuteten russischen T-72 wieder in Gang zu setzen.
Der T-72 – „der alte Panzer, der Russland im Ukraine-Krieg rettete“, schreibt der National Interest. 20.000 Stück sollen seit 1972 hergestellt worden sein, rund 10.000 soll Russland vor dem Ukraine-Krieg auf Lager gehabt haben. Der alte Standard-Panzer der Sowjetunion kämpft auf beiden Seiten der ehemaligen Brudervölker; weil ihn auch die Ukraine im Bestand hatte. Kurioserweise hat auch die NATO die Ukraine mit der Waffe versorgt: Polen, die Tschechische Republik und Slowenien waren noch im Besitz des Kampffahrzeugs, das im Rahmen eines Ringtauschs an die Front marschiert war. Polen beispielsweise hatte T-72 abgegeben und dafür britische Panzer erhalten. Das Foto zeigt ukrainische Soldaten der 72. Brigade, die im Bezirk Donetsk einen erbeuteten russischen T-72 wieder in Gang zu setzen versucht. © IMAGO/Diego Herrera Carcedo
T-72 Panzer mit einem über dem Turm gebauten Käfig, aus dem Drahtseile hervorstechen wie die Stacheln eines Igels gegen Drohnen.
Der T-72 – als monströse Mutation: Diese „Igel“ „verfügen über die üblichen reaktiven Panzerungsblöcke auf ihren Stahl- und Verbundwerkstoffwannen sowie, wie es scheint, über Drohnenabwehrkäfige. Aus diesen Käfigen ragen Tausende von Drahtstreben hervor, die – zumindest theoretisch – Drohnen aus der Ego-Perspektive zur Detonation bringen sollen, bevor diese die Panzerwannen treffen“, so David Axe im Forbes-Magazin. Beide Kontrahenten im Ukraine-Krieg haben ihre Panzerwaffe schützen müssen gegen die immer effektiveren Drohnenangriffe in den „Todeszonen“, also in den Frontabschnitten, die kein Panzer ohne Angriff passieren kann. In der Ukraine entwickelt sich der endgültig gegen Drohnen resistente Panzer aus einer Do-It-Yourself-Lösung bis zur nächsten weiter.  © Dmitry Yagodkin/Imago
Ein russischer T-80-Panzer wühlt sich in Schräglage durch matschigen Untergrund, ein Soldat geht um das Fahrzeug herum.
Der T-80 – Putins größter Fehlgriff im Ukraine-Krieg? Der weltweit erste in Serie gefertigte Panzer mit Gasturbinenantrieb und letzte von der Sowjetunion gebaute Kampffahrzeug ist in der Ukraine enorm gerupft worden: Bis Dezember 2024 wurde bestätigt, dass mindestens 1.035 von ihnen zerstört, beschädigt, aufgegeben oder erbeutet wurden. Die Zahl der insgesamt eingesetzten Modelle ist fraglich. Laut Army Technology verfüge Russland über 1.400 T-80-Modelle verschiedener Konfigurationen im aktiven Dienst, weitere rund 3.100 befänden sich auf Halde. Die Waffe gilt weniger als revolutionär denn evolutionär, zwischenzeitlich ist wegen ihres immensen Spritverbrauch auch über den Sinn der Gasturbine gegrübelt worden. © Kirill Kudryavtsev/AFP
Russische T-54 und T-55 Kampfpanzer in einem Armee-Schrottplatz in Kunduz/Afghanistan.
Der T-54/55 – Putins letzte Patrone: „Als dieses Fahrzeug im Westen bekannt wurde, waren auf einen Schlag alle westlichen Kampfpanzer der Zeit obsolet – der T-55 setzte einen völlig neuen Maßstab“, erklärte Franz Brödl vom österreichischen Heeresgeschichtlichen Museum in einem Youtube-Video. Überdies war er aufgrund seiner Bauweise sehr gut geeignet, punktuell nachgerüstet zu werden – Mitte der 1970er Jahre wurde eine moderne elektronische Feuerleitanlage entwickelt; mit neuen Zielgeräten, Feuerleitrechnern, Laserentfernungsmesser und einem Lasersensor. Rund 97.000 Exemplare dieses Typs wurden in den verschiedenen Sowjetstaaten in verschiedenen Ausführungen gebaut. Mit dem Zerfall der Sowjetunion war seine Götterdämmerung gekommen, von 1991 an wurden die meisten T-55 verschrottet. © imago/TerryxMoore/StocktrekxImages
Nordkoreas Diktator Kim Jong-un am Steuer eines Panzers während einer Fahrt durch das Gelände
Der Ch‘ŏnma-ho – die Demonstration der Stärke: Die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA veröffentlichte im März 2025 das Foto von Staatschef Kim Jong-un am Steuer des bis dahin stärksten nordkoreanischen Kampfpanzers Ch‘ŏnma-ho. Der wird jetzt abgelöst durch die Weiterentwicklung Tianma. „Optisch sieht er aus, als hätten man die Wanne des T-14 mit jener des chinesischen VT-4 gekreuzt und den Turm wie jenen des M1 Abrams aussehen lassen“, schrieb über das Modell der österreichische Standard. Die Waffe basiert auf dem russischen T-62 und würde über die Jahre mit russischen sowie chinesischen Bauteilen modernisiert. Er ist konzipiert als Durchbruchspanzer über die Grenze zu Südkorea. © STR / KCNA VIA KNS / AFP
Ein Pokpung-ho-Panzer der nordkoreanischen Armee fährt über eine Kante. Der Bug des Panzers ragt steil in den Himmel.
Der Pokpung-ho – das Rückgrat von Kims Flotte: „Wie sich der Pokpung Ho in einem Konflikt auf der koreanischen Halbinsel schlagen würde, lässt sich nur spekulieren“, schreibt das Military Watch Magazin. Die neueren Modelle schießen mit eine 105 Millimeter Glattrohrkanone, frühere Versionen haben wohl eine 115 Millimeter Kanone getragen. Neben dem Ch‘ŏnma-ho-Panzer ist der Pokpung-ho das am weitesten entwickelte Modell der auf mehr als 3.000 Fahrzeuge geschätzten nordkoreanischen Panzerwaffe; die besteht hauptsächlich aus russischen T-54, T-55 und T-62-Modellen. Er soll gut klettern können und halb so leicht sein wie beispielsweise ein M1 Abrams. Dagegen wird vermutet, dass Panzerschutz und Sensorik des 1992 entwickelten Panzers veraltet seien.  © STR/KCNA VIA KNS/AFP
Kim Jung-un inspiziert einen Panzer.
Der Ch‘ŏnma-2/Tianma 2 beziehungsweise M-2020 – Pjöngjangs Fehdehandschuh: Die Feuerleitanlage des neuen nordkoreanischen Panzer soll verbessert worden sein sowie der Komfort der Besatzung. Experten rätseln, inwieweit der nordkoreanische Zukunftspanzer – hier auf dem Fließband bei einer Inspektion durch Diktator Kim Jong-Un. Experten rätseln, inwieweit die Waffe neu konstruiert worden ist oder die Modernisierung des Ch‘ŏnma-ho. Der neue Panzer hat eine Laufrolle zusätzlich zu den bisher von nordkoreanischen Panzern verwendeten sechs beziehungsweise fünf der alten Sowjetpanzer. Insofern könnte das Fahrwerk neu sein, die Wanne dementsprechend länger und der Panzer am Bug eventuell stärker gepanzert. „Sofern die erkennbaren Komponenten des neuen Kampfpanzers funktionieren und ein zeitgemäßes Leistungsniveau aufweisen, müsste der neue M-2020 als eine absolut anerkennenswerte Leistung der nordkoreanischen Panzerindustrie beurteilt werden“, schreibt das Magazin Europäische Sicherheit und Technik. © STR/KCNA VIA KNS/AFP
Parade in Polen: Hunderte Zivilisten jubeln vorbeifahrenden Black Panther-Panzern zu.
Der K2 Black Panther – Polen-Panzer aus Südkorea: Der Black Panther sei entwickelt worden „für den harten Kampf in der bergigen entmilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea, wo die eingeschränkte Manövrierfähigkeit die Angriffsfläche für Flankenangriffe verringert“, schreibt Roblin in Breaking Defense. Der K2 bietet wohl bereits in der Grundausstattung Innovationen, die Leopard bis zum Modell 2A8 erst nachrüsten müsste – etwa eine aktiv wirkende Panzerung gegen angreifende Raketen. Mit einem Gewicht von nur 55 Tonnen folgt der K2 dazu eher der russischen Bauweise und sei damit wesentlich leichter als westliche Modelle. 180 K2 Black Panther hat Polen bestellt und darüber hinaus einen Rahmenvertrag für bis zu 1.000 Panzer abgeschlossen; davon sollen 820 Stück eine in Polen gefertigte modifizierte Version unter der Typenbezeichnung K2PL (PL für Polen) darstellen. © Wojtek Radwanski/AFP
Ein serbischer M-84AS-Kampfpanzer fährt nach einer Brückenüberquerung auf Ponton ein Flussufer empor.
Der M-84 – Herausforderer für Abrams und Leopard: Das Modell entspringt dem Wunsch der jugoslawischen Volksarmee aus den 1970er Jahren auf Basis des sowjetischen T-72A mit individuellen Modifikationen zur Steigerung der Kampfkraft. Serbien als eine der damaligen Teilrepubliken hat die Flotte geerbt und baut sie sukzessive auf – zur Verwunderung der Nachbarn, wie die Deutsche Welle 2024 geschrieben hat: Mit rund 250 Panzern verfüge Belgrad über mehr als alle anderen ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken zusammen. Seit 2025 soll die jüngste Version M-84 AS3 den West-Panzern Paroli bieten können, wie Army Recognition berichtet: Der Panzer ist „eine umfassende Modernisierung, die die aus dem Kalten Krieg geerbte Plattform umwandelt in ein digital eingebundenes und auf dem Gefechtsfeld belastbares Kampffahrzeug – das Foto zeigt einen serbischen M-84AS. © IMAGO/WireStock
Ein serbischer M-84S1-Panzer steht in einer Ausstellung.
Der M-84AS1/S2/S3 – Serbiens rundum modernisierte M-84-Panzerflotte aus dem Erbe Jugoslawiens umfasst etwas mehr als 200 Exemplare, die auf dem russischen T-72-Panzer basieren (hier der S1). Charakteristisch ist die fernsteuerbare Waffenstation am Heck des Turms. Die Version S3 wurde 2025 vorgestellt und soll Lehren aus dem Ukraine-Krieg eingearbeitet haben: Diese betreffen vor allem den Schutz der Besatzung gegen gegen kinetische Energie durch Granaten und Do-it-yourself-Sprengsätze (Improvised Explosive Devices, „IED“). Außerdem soll die Munition samt Ladeautomatik aus dem Innenraum an das Heck des Turmes gewandert sein, um die Besatzung besser zu schützen. Der Panzer in seiner S3-Version gilt inzwischen auch als digital vernetzbar. Inzwischen hat Serbien mit dem aktuell vorgestellten Modell M-84AC3 offenbar israelische reaktive Panzerung verbaut und die an den S-Modellen konstruierten Schutzgitter durch festere Panzerung ersetzt. © Srđan Popović – veröffentlicht unter Creative-Commons-Lizenz
Ein rot lackierter Typ 99-Panzer rast während des russischen Panzerbiathlons über ein Hindernis.
Der Typ 99 (ZTZ-99) Version A – Chinas Speerspitze: 1989 hatte die Entwicklung begonnen, 1999 wurde er der Öffentlichkeit während einer Militärparade vorgestellt; offenbar in einer verschwindend kleinen Zahl; die Serienproduktion begann später. Chinas Hauptkampfpanzer ist ein Amalgam aus russischem und westlichem Design: Die Wanne ist dem russischen T-72 entlehnt und leicht verlängert. Der Turm erinnert an den ältere Leopard 2-Versionen. Der Typ 88 soll ebenbürtig sein mit dem russischen T-14-Armata sowie dem US-amerikanischen M1 Abrams. 1.400 Exemplare dieses Entwicklungstyps werden China zugeschrieben. Hier ist er zu sehen als „Wettkämpfer“ während des jährlich ausgetragenen mechanisierten Militärsportwettbewerbs „Panzerbiathlon“ – dabei fahren die teilnehmenden Panzerbesatzungen drei Runden von bis zu zehn Kilometern, während derer sie mit verschiedenen Waffen verschieden große Ziele bekämpfen müssen. © IMAGO/Alexey Maishev
Der chinesische Typ 96-Kampfpanzer durchfährt mit hoher Geschwindigkeit eine Pfütze, deren Schlamm hochspritzt.
Der Typ 96 – Chinas gepanzerter Papiertiger: Zwischen 2.000 und 3.000 Panzer dieses auch als ZTZ96 bezeichneten Typs hat Chinas Volksbefreiungsarmee in ihren Reihen. Das 1997 in Dienst gestellte Modell gilt als Chinas erster moderner Panzer in einer Modellgeschichte, die deutlich beeinflusst ist vom russischen Panzerdesign und bereits darauf angelegt war, die russischen und US-amerikanischen Pendants zu übertrumpfen. 1997 ist die Waffe in die Truppe integriert und immer wieder überarbeitet worden. In Motorleistung sowie Panzerung konnte. Laut dem Defense Mirror gelte der Typ 96 chinesischen Experten als die ideale Lösung von Kosten und Effektivität. © IMAGO/Sergei Bobylev
Ein Al-Zarrar-Kampfpanzer der pakistanischen Armee rollt auf einer Straße während einer Parade zum Nationalfeiertag.
Der Al-Zarrar – Pakistans-Patchwork-Panzer: Rund 500 Exemplare hat Pakistan in seiner Truppe. Die Geschichte der Waffe führt ein halbes Jahrhundert zurück. Das Fahrzeug setzt die Basis des chinesischen Typ 59-Panzers fort in einer technisch modernisierten Version; dennoch steckt in ihm die DNA des russischen T-54-Panzers, auf dem der Typ 59 aufgebaut hatte. Obwohl der Aufbau bereits in den 1990er Jahren begonnen hatte, wurde die Waffe erst 2004 in die Armee integriert und sollte die Zeit bis zu einem echten modernen Panzer überbrücken. Die Notwendigkeit, einen alten Panzer über die Jahrzehnte fortzuschleppen, hatte sich aus dem geringen Verteidigungsbudget aufgedrängt. Ergänzt beziehungsweise ersetzt wurde er vom Nachfolger Al-Khalid. © Aamir Qureshi/AFP
Mehrere Al-Khalid-Panzer nebeneinander während einer Parade während des Nationalfeiertags.
Der Al-Khalid – Pakistans coole Kiste: Etwas mehr als 300 Panzer dieses Typs soll die pakistanische Armee in ihren Diensten haben – möglicherweise sogar 500 bis 600. Die Waffe ist stark beeinflusst von chinesischem Panzerdesign – er soll eine Kopie sein des chinesischen Type 90-II-Kampfpanzers; aufgrund des Fokus‘ auf Wüstentauglichkeit sei aber statt eines vermeintlich problembehafteten chinesischen Motors ein flüssigkeitsgekühlter Diesel ukrainischer Herkunft verbaut worden. Wie Army Recognition schreibt, sei der Panzer mit einer Infrarot reflektierenden Schicht überzogen, um seine thermische Signatur zu verschleiern. Außerdem seit Wert gelegt worden auf Filteranlagen gegen den Wüstensand und eine Hochleistungs-Kühlung des Innenraums, um die drei Besatzungsmitglieder vor der sengenden Hitze ihrer Gefechts-Umgebung zu schützen. © Aamir Qureshi/AFP
Ein Altay-Kampfpanzer auf dem Testgelände mit einer zur Kamera geschwenkten Kanone.
Der Altay – der „goldene Berg“ der Türkei rollt heran: 96 Stück dieses Kampfpanzers will der NATO-Partner pro Jahr auf die Ketten stellen; die Produktion des türkischen Eigenbaus soll jetzt anlaufen, Planungen laufen bereits seit 2007. Defense Express berichtet von anfänglich 250 Stück, mit der die Türkei ihre veralteten Leopard-1- und M60-Panzer schrittweise ersetzen und bis in die 2030er Jahre hinein kriegstüchtig sein will. Im Endeffekt sollen 1.000 Panzer unter dem türkischen Halbmond rasseln. Die als T3 eingeführte, jüngst Variante, soll mit einem unbemannten Turm und einem automatischen Ladesystem ausgestattet ins Gefecht ziehen. Laut Army Recognition kann der Altay mit seiner 120-Millimeter-Glattrohr Kanone und den Kaliber 55-Granaten „bewegliche Ziele mit einer sehr hohen Trefferwahrscheinlichkeit im ersten Schuss bekämpfen“.  © BMC
Challenger 3-Panzer in der Werkshalle von von Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL).
Der Challenger 3 – ein neuer Turm und eine neue Kanone, hier als Prototyp in der Werkshalle von von Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL), einem deutsch-britischen Joint Venture. Die 120-mm- Glattrohrkanone L55A1 von Rheinmetall ersetzt die gezogene Kanone L30A1 vom gleichen Kaliber. Damit soll der Schuss eine höhere Mündungsgeschwindigkeit erlangen. Je nach Munitionstyp soll das Geschoss dem eine größere Reichweite erlangen; auf jeden Fall wird eine Granate den Lauf schneller verlassen und dadurch eine bessere Durchschlagskraft erzielen. Die Challenger 3 seine keine Neukonstruktionen, sondern substanzielle Modernisierungen der Basis des Challenger 2. 2027 soll die Waffe in die Truppe eingeführt werden, 2030 stehen dann voraussichtlich alle geplanten 148 Challenger 3 im Dienst. © dpa/PA/Peter Byrne
Ein Challenger 2-Kampfpanzer, der sich auf einem Übungsgelände einnebelt.
Der Challenger 2 – die Insel-Lösung: Laut Angaben der britischen Sun begrüßten die ukrainischen Panzerfahrer den Challenger als „den weltbesten Panzer“, als einen 64 Tonnen schweren „Scharfschützen“, der mit Leichtigkeit russische Ziele in einer Entfernung von bis zu 4,5 Kilometern Entfernung ausschalten könnte. Auf dem Festlang in der Ukraine hat er aber kläglich versagt: „Seit seinem ersten Kampfeinsatz in Bosnien in den 1990er-Jahren wurde der Challenger 2 im britischen Dienst immer mit zusätzlicher Panzerung an den Seiten des Rumpfes und der unteren Frontplatte eingesetzt“, hat David Axe für Forbes geschrieben. Die Ukraine hat diese Zusatzpanzerungssätze nie erhalten, wahrscheinlich weil das zusätzliche Gewicht von drei Tonnen die ukrainischen Challenger 2 auf weichem Boden noch anfälliger machen würde – einer ist tatsächlich vor Reportern im Dreck eingesunken. © IMAGO/Peter Jordan
Zwei rumänische Soldaten säubern das Heck eines Leclerc-Panzers mit Hochdruckreinigern.
Der Leclerc – auf dem Weg zur Militärparade in Bukarest; zwei rumänische Soldaten machen ihn mit Hochdruckreinigern sauber. Seit 2022 unterstützt Frankreich mit 13 seiner Kampfpanzer der Serie 2 die Mission „Aigle“ (Adler) als NATO-Vorwärtsverteidigung in einer gemischten Einheit in Rumänien. Der Leclerc gilt mit seiner 120-Millimeter-Kanone und seinen kompakten Abmessungen als leichter Panzer. Frankreich als ehemalige Kolonialmacht legt in seinen Rüstungsgütern Wert auf „Interventionsfähigkeit“, also geringe Abmessungen für das schnelle Verlegen beispielsweise für Einsätze in Nordafrika.  © Daniel Mihailescu/AFP
Ein Leclerc XLR-Panzer im Gelände vor bewölktem Himmel.
Der Leclerc XLR – Fitness-Kur für die Zukunft. Mit der vierten Generation des nach dem im Zweiten Weltkrieg verdienten Generals Philippe Leclerc de Hauteclocque macht Frankreich die Hälfte seiner Hauptkampfpanzer zukunftstauglich – diejenigen, die noch im aktiven Dienst stehen. Rund 200 ältere Modelle will Frankreich bis weit über 2025 hinaus modernisieren; die Upgrades liegen hauptsächlich in der Elektronik – verbesserte Sicht, mit anderen Gefechtsfahrzeugen vernetzte Kommunikation sowie ein leistungsfähigerer Hauptrechner. Rüstungsbauer Nexter attestiert dem Fahrzeug „unübertroffene Beobachtungs- und Targeting-Fähigkeiten“. © Adrien Daste/Nexter
Ralf Raths, der Direktor des Deutschen Panzermuseums in Munster, vor seinen Exponaten.
Ralf Raths – der Mann mit dem stählernen Blick: Der 1977 in Goslar geborene Historiker ist seit 2013 Direktor des Deutschen Panzermuseums im niedersächsischen Munster. Studiert hat er Geschichte und Politik an der Leibniz Universität Hannover. Raths‘ Leistung als Direktor eines Museums ist, dass er einerseits die Exponate erläutert und in den zeithistorischen Kontext setzt und sein Museum dafür offensiv nach draußen trägt: Raths nutzt konsequent das Medium YouTube, um angesichts der politischen Entwicklungen in unterschiedlichen geschichtlichen wie politischen Dimensionen die Rolle des Panzers verständlich einzuordnen – beispielsweise die Bedeutung der unterschiedlichen russischen T-Modelle im Ukraine-Krieg; oder die Bewertung der Darstellung eines deutschen „Tiger“-Panzers im gleichnamigen aktuellen Amazon-Film. Oder aber die Erläuterung eines gewöhnlich verdrängten Themas in einer mehrteiligen Reihe: Auf welche Arten Soldaten in ihrem Panzer zu Tode kommen können.  © Reto Klar/Imago
Das Schaufenster der Panzergeschichte – das Deutsche Panzermuseum im niedersächsischen Munster
Das Schaufenster der Panzergeschichte – das Deutsche Panzermuseum im niedersächsischen Munster (DPM). „Organisierte Gewalt ist eines der wichtigsten Themen der Geschichte; maschinisierte Gewalt ein zentrales Thema des 20. und 21. Jahrhunderts“, schreibt die Museumsleitung über die Identität der Sammlung von Fahrzeugen und Waffen, die mit diesem thematischen Schwerpunkt in Deutschland konkurrenzlos ist. „Diese Sammlung ist eine der besten weltweit“, urteilt Museumsdirektor Ralf Raths. Die Ausstellung des Deutschen Panzermuseum Munster umfasst mehr als 150 Großobjekte und erstreckt sich über fünf Hallen auf mehr als 10.000 Quadratmeter. Die Zeit, aus der die einzelnen Großexponate stammen, beginnt 1900 und erstreckt sich bis zu Modellen der Zukunft.  © Bastian Schimpf/Deutsches Panzer Museum.
Ein Tiger-Panzer rollt an einem diesigen Tag an einer Ruine vorbei. Die Besatzung schaut aus den Luken.
Der Tiger – ein Mythos: „Er ist so omnipräsent, dass seine markante Silhouette auch 80 Jahre nach seinem letzten Einsatz von Laien erkannt wird, auch wenn sie seinen Namen überhaupt nicht kennen“, schreibt Ralf Raths. Laut dem Direktor des Deutschen Panzermuseums ins Munster stehe der Film „Der Tiger“ stehe in einer langen Tradition von Kriegsfilmen: „Denn das Leben und Leiden der Menschen, die im engen Bauch einer Gewaltmaschine zusammengepfercht sind, fasziniert durch seine Widersprüchlichkeit: Einerseits steuern diese Menschen eine machtvolle Kriegsmaschine, die scheinbar unaufhaltsam Tod und Vernichtung bringt – andererseits sind sie tatsächlich aber hochgradig verwundbar und müssen jederzeit damit rechnen, zu verbrennen, zu ersticken, verstümmelt oder zerfetzt zu werden.“ Die deutsch-tschechische Amazon-Produktion ist vom 02. Januar 2026 an weltweit bei Prime Video verfügbar. © Amazon MGM Studios & Prime Video
Ein von innen rot-orange beleuchtetes Wrack eines Panzerkampfwagen V Panther
Das Ende, mit Schrecken: Ein Sd.Kfz. 171 (Sonderkraftfahrzeug) – Panzerkampfwagen V Panther, Ausführung A. Das Fahrzeug ist ein Fundstück aus Tscherkassy, etwa 150 Kilometer südöstlich von Kiew, Ukraine. In der Entwicklung des Modells zählten vor allem Feuerkraft, dann die Mobilität und als Letztes die Panzerung. „Das macht den Panther zum Ahnherrn des Leopard 1“, sagt Ralf Raths, Direktor des Deutschen Panzermuseums in Munster. Das Wrack steht im Technik-Museum im baden-württembergischenSinsheim und soll nahezu im Fundzustand belassen worden sein. Wahrscheinlich ist das Fahrzeug von der eigenen Besatzung gesprengt worden, so dass keine menschlichen Überreste in den Wrackteilen zurückgeblieben waren. © Technikmuseum Sinsheim
Der AbramsX vor schwarzem Hintergrund als Computersimulation.
Der AbramsX – die Zukunft? Er werden in der Lage sein, Drohnen zu starten und dabei gut gegen feindliche Kamikazedrohnen geschützt zu bleiben, formuliert The National Interest. General Dynamics Land Systems stellte damit 2022, im ersten Jahr des Ukraine-Krieges, eine neue Dimension der US-Landstreitkräfte vor. Sie soll deutlicher abgespeckter auftreten als ihre Vorgänger und damit die gleiche Reichweite und Kampfkraft bieten bei gleichermaßen sparsamerem Ressourcenverbrauch. Er wird als Speerspitze zukünftiger Landkriege und als Antwort auf Russlands T-14 Armata-Panzer gehandelt. Die auf drei reduzierten Crew-Mitglieder werden künftig vorn in der Wanne sitzen – und zwar nebeneinander. Der Turm bleibt menschenleer, geladen wird durch einen Automaten. © General Dynamics
Neuer Super-Panzer von Nexter: der Enhanced Main Battle Tank (EMBT).
Das neue Main Ground Combat System – als Quantensprung in der Offensive und der Defensive gedacht. Deutschland und Frankreich wollen ihn gemeinsam bauen als Amalgam aus dem deutschen Leopard 2 und dem französischen Leclerc. Mobilität soll eines der Charakteristika des MGCS werden – geplant sind 50 Tonnen Gewicht als Maximum – damit wäre er ungefähr gleich gewichtig wie der russische T-14 Armata. Der MGCS soll von einem Hybridsystem mit 1.325 kW/1.800 PS angetrieben werden und mit rund 36 PS pro Tonne die Konkurrenz um zehn PS pro Tonne übertrumpfen. Die um den Ladeschützen minimierte zweiköpfige Besatzung arbeitet darin zum besseren Schutz in einer gekapselten Kammer im Rumpf. © Screenshot@NexterKNDS

Ukraine-Krieg aktuell: Deutschland und EU übergeben Kiew Hilfsgüter

Update, 9:13 Uhr: Deutschland und die EU haben der ukrainischen Bahn erste Hilfsgüter übergeben. Bundesaußenminister Johann Wadephul und EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas überreichten in Kiew Generatoren, Baumaschinen und Fahrzeuge an die Bahn-Verantwortlichen.

„Seit Ende 2025 greifen russische Streitkräfte fahrende Züge, Nahverkehrszüge und Lokomotiven zunehmend mit Drohnen und Raketen an“, sagte Wadephul laut Reuters. Die Eisenbahn sei gezielt unter Beschuss, um eines der wichtigsten Elemente gesellschaftlicher Stabilität in der Ukraine zu treffen. „Die Unterstützung dieses Systems ist daher von strategischer Bedeutung.“

Update, 1. April, 6:21 Uhr: Beim Absturz eines russischen Militärflugzeugs über der Krim sind nach Angaben aus Moskau 29 Menschen ums Leben gekommen. Als Ursache werde ein technischer Defekt angenommen, äußere Einwirkungen habe es nicht gegeben, hieß es. Zuvor hatte das Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass es gegen 18.00 Uhr Moskauer Zeit die Verbindung zu dem Flugzeug vom Typ An-26 verloren habe.

Zum Hintergrund des Flugs machte das Ministerium demnach keine Angaben. Die Turboprop-Maschinen der Marke Antonow werden vom Militär auch als Transportflugzeuge eingesetzt. Die Halbinsel Krim hatte Moskau bereits 2014 völkerrechtswidrig annektiert. Die Ukraine greift unter anderem mit Drohnen auch immer wieder russische Ziele auf der Krim an.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj beklagt Blockade von EU-Kredit – „Hier geht es um Menschenleben“

Update, 17:50 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat Präsident Wolodymyr Selenskyj Ungarn scharf für die Blockade eines EU-Kredits kritisiert und einen verlorenen Monat bei den Wintervorbereitungen beklagt. „Hier geht es um Menschenleben. Wir hätten damit im März beginnen müssen, aber jemand hat diesen Monat blockiert“, sagte Selenskyj bei einem Treffen mit EU-Außenministern in Kiew.

Konkret seien fünf Milliarden Euro für „Schutz und Wiederaufbau“ weiterhin nicht abrufbar. Mit Blick auf Ministerpräsident Viktor Orbán warf Selenskyj Budapest vor, in Absprache mit Moskau zu handeln: „Eine Person in Europa steht gegen ganz Europa, einfach um Moskau zufriedenzustellen.“

Ukraine-Krieg aktuell: USA soll Russland Selenskyjs Angebot für Waffenruhe übermitteln

Update, 16:41 Uhr: Im Ukraine-Krieg will Präsident Wolodymyr Selenskyj die USA am Mittwoch in Online-Gesprächen darum bitten, Russland ein Angebot für eine Waffenruhe bei Angriffen auf die Energie-Infrastruktur zu übermitteln. Sollte Moskau eine solche Vereinbarung ablehnen, werde die Ukraine weiterhin auf russischen Beschuss mit eigenen Angriffen reagieren, betonte Selenskyj. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hatte erst am Dienstag eine allgemeine Waffenruhe über die Ostertage zurückgewiesen

Der ukrainische Präsident äußerte sich bei einer Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Massakers von Butscha. Er ergänzte, der Sekretär des ukrainischen Sicherheitsrates, Rustem Umjerow, halte sich derzeit für Gespräche mit mehreren Ländern in der Türkei auf – weitere Details nannte Selenskyj nicht.

Russland lehnt Waffenruhe im Ukraine-Krieg über Ostern ab

Update, 14:45 Uhr: Russland hat den ukrainischen Vorschlag für eine Oster-Waffenruhe im Ukraine-Krieg abgelehnt. Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte laut der russischen Staatsagentur TASS, Selenskyjs Äußerungen stellten keine „klare Initiative“ dar. Moskau besteht stattdessen auf einem umfassenden Friedensabkommen und fordert den Rückzug ukrainischer Truppen aus Teilen des Donbas – eine Bedingung, die Kiew kategorisch ablehnt. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte zuvor betont, die Ukraine sei zu „jeglichen Formaten“ eines Waffenstillstands bereit, sofern die Souveränität des Landes nicht angetastet werde.

Ukraine-Krieg aktuell: Erneuter Drohnenangriff auf russischen Hafen

Update, 12.46 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat laut einem Reuters-Bericht erklärt, die Ukraine erhalte von einigen Verbündeten „Signale“, die weitreichenden Angriffe auf den russischen Ölsektor zurückzufahren. In einem WhatsApp-Chat mit Journalisten fügte er demnach hinzu, falls Russland das ukrainische Energiesystem nicht mehr attackiere, sei die Ukraine im Gegenzug bereit, ihre Angriffe einzustellen.

Zum fünften Mal in zehn Tagen hat die Ukraine den russischen Ostseehafen Ust-Luga mit Drohnen attackiert – dabei wurde laut Reuters ein Ölverladeterminal des Konzerns Transneft beschädigt. Der Gouverneur der Region Leningrad teilte mit, bei den nächtlichen Angriffen seien drei Menschen verletzt worden, darunter zwei Kinder.

Vier Jahre nach Butscha-Massaker: EU-Außenbeauftragte Kallas fordert neue Russland-Sanktionen

Update, 12:12 Uhr: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat bei einem Ukraine-Besuch an die USA appelliert, neue Sanktionen gegen Russland in Betracht zu ziehen. „Wir wären deutlich stärker, wenn wir geschlossen auftreten und gemeinsam Druck auf Russland ausüben würden“, sagte sie bei der Reise mit EU-Außenministern zum vierten Jahrestag der Befreiung von Butscha. Man dürfe nicht zulassen, dass die Ukraine angesichts des Iran-Kriegs in den Hintergrund gerate, sagte Kallas.

In der Kleinstadt Butscha nordwestlich von Kiew hatte die ukrainische Armee im März 2022 Hunderte Zivilisten tot gefunden, die laut Ermittlern von russischen Soldaten ermordet worden waren. Dies sei ein Beleg dafür, was unter russischer Besatzung geschehe, sagte Kallas am Rande einer Gedenkfeier in Butscha. 

Update, 9:37 Uhr: Ukrainische Drohnen haben den russischen Ostseehafen Ust-Luga erneut angegriffen und dabei Schäden an den Hafenanlagen verursacht. Am Flughafen St. Petersburg wurden wegen der Drohnengefahr mehr als 60 Flüge gestrichen oder verschoben.

Über den Hafen Ust-Luga exportiert Russland Öl und Flüssigerdgas – Einnahmen, die Moskau angesichts der hohen Energiepreise infolge des Iran-Krieges dringend für seine Kriegskasse benötigt. Gouverneur Alexander Drosdenko bestätigte die Schäden an den Hafenanlagen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Drohnen wurden zudem über den Landkreisen Kingisepp und Wyborg am Finnischen Meerbusen geortet.

EU-Außenminister gedenken in Butscha der Massaker-Opfer im Ukraine-Krieg

Update, 31. März, 5:48 Uhr: Mehrere EU-Außenminister wollen heute bei einem Besuch in der ukrainischen Stadt Butscha des dortigen Massakers vor vier Jahren gedenken. Bei dem informellen Treffen solle an die „schreckliche Tragödie“ in dem Vorort von Kiew erinnert werden, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission. Zudem geht es um die weitere Unterstützung der Ukraine in ihrem Abwehrkrieg gegen die russischen Angriffstruppen.

Der russischen Armee wird vorgeworfen, zu Beginn des Ukraine-Kriegs in Butscha hunderte Zivilisten getötet zu haben. Die russischen Truppen zogen sich dann am 31. März 2022 aus Butscha zurück. Zwei Tage später wurde das Massaker bekannt. Moskau streitet bis heute ab, für die Gräueltaten verantwortlich zu sein.

Erstmeldung vom 30. März: Kiew – Die ukrainische Regierung signalisiert Gesprächsbereitschaft im Ukraine-Krieg: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat erklärt, sein Land sei zu einer Waffenruhe über die Ostertage bereit. „Eine Waffenruhe für Ernährungssicherheit und Energie, also sowohl auf See als auch in der Luft. Vollständig – damit weder Raketen noch Drohnen fliegen. Keine Angriffe auf die Infrastruktur“, sagte er im Gespräch mit Journalisten. Die Ukraine habe den Vorschlag bereits unterbreitet – Russland solle nun einen Termin nennen. Selenskyj fügte hinzu, eine dauerhafte Waffenruhe wäre freilich noch besser.

Offen ließ Selenskyj, auf welche Ostertage er sich bezieht. Die orthodoxen Kirchen in der Ukraine und in Russland begehen das Osterfest in diesem Jahr am 12. April – eine Woche nach den westlichen Kirchen. Neben einer vollständigen Waffenruhe nannte er auch eine begrenztere Variante: eine Feuerpause speziell bei Angriffen auf Energieanlagen. Die Ukraine erhält bereits jetzt nach den Worten von Präsident Wolodymyr ​Selenskyj von einigen ⁠Verbündeten Signale, die weitreichenden Angriffe auf den russischen Ölsektor zurückzufahren. Im Gespräch mit Journalisten sagte Selenskyj, falls Russland ⁠das ukrainische Energiesystem im Ukraine-Krieg nicht mehr attackiere, sei die Ukraine im Gegenzug ⁠bereit, ihre Angriffe einzustellen.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj offen für Waffenruhe

Ähnliche Initiativen sind in dem seit mehr als vier Jahren andauernden Ukraine-Krieg wiederholt gescheitert. Zuletzt hatte Russlands Präsident Wladimir Putin 2025 Feuerpausen über Ostern und die Weltkriegsgedenktage im Mai angekündigt, eine Weihnachts-Waffenruhe jedoch abgelehnt. Meist hatten solche Ankündigungen wenig Einfluss auf das tatsächliche Kampfgeschehen.

Wie fragil jede Feuerpause im Ukraine-Krieg aktuell wäre, verdeutlicht ein Blick auf die russische Strategie in den besetzten Gebieten. Während ukrainische Kämpfer mit Sabotageakten gezielt Nachschublinien angreifen – dokumentiert durch Videos zerstörter Gleise und brennender Waggons –, treibt Moskau parallel den massiven Ausbau von Infrastruktur voran. Laut einer Reuters-Recherche flossen seit 2022 Hunderte Millionen Dollar in Straßen, Bahnlinien, Häfen und Industrieanlagen in den im Ukraine-Krieg besetzten Regionen Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson, die Russland offiziell als „Neurussland“ bezeichnet.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin treibt Projekt „Neurussland“ voran

Zwischen 2022 und 2025 wurden demnach mehr als 2500 Kilometer an Straßen und Schienenwegen neu gebaut, repariert oder modernisiert – darunter eine über 500 Kilometer lange Bahnlinie sowie Teile der geplanten „Noworossija-Autobahn“. „Der wichtigste Faktor für Russland ist die Infrastruktur“, sagte ein Vertreter des ukrainischen Militärgeheimdienstes, der anonym bleiben wollte. Sie sei entscheidend, um den Nachschub für die eigenen Truppen zu sichern. Olha Kuryschko, die Beauftragte des ukrainischen Präsidenten für die Krim, ordnete das Tempo ein: „Die Russen haben in drei Jahren Besatzung der neuen Gebiete so viel erreicht wie in zehn Jahren auf der Krim.“ (red mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO / SNA

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