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Verlängerungen und Abschiede

Trainer-Karussell in der Region dreht durch: So viele Entscheidungen sind bereits gefallen

Auch auf der Trainerposition gibt es bei den Vereinen der Region bereits einige Entscheidungen.
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Auch auf der Trainerbank gibt es bei den Vereinen der Region bereits einige Entscheidungen.

Während der Fußball in der Region langsam aus seinem Winterschlaf erwacht, schauen sich die Vereine aus der Region nicht nur auf dem Transfermarkt um, auch auf der Trainerbank werden Entscheidungen getroffen. beinschuss.de fasst für euch zusammen

Region – Langsam geht es wieder los auf den Fußballplätzen der Region. Die ersten Testspiele stehen an, Neuzugänge werden verkündet. Doch auch neben dem Platz sind bereits einige Entscheidungen gefallen. beinschuss.de fasst einige Trainerentscheidungen für euch zusammen.

Amateurfußball: Trainerentscheidungen in der Region Inn/Salzach

Der TV Altötting setzt auch in der kommenden Saison auf Herbert Vorwallner. Wie der Verein bekannt gab, wurde der Vertrag mit Vorwallner um ein weiteres Jahr verlängert, der vor der laufenden Saison das Zepter in der Kreistadt übernommen hatte. „Wir haben uns vor Weihnachten zusammengesetzt, um die Vorrunde zu analysieren und dann auch über die Zukunft zu sprechen und um früh Klarheit zu schaffen“, erklärte der Trainer gegenüber beinschuss.de.

Herbert Vorwallner (l.) wird auch in der kommenden Saison die Geschicke in Altötting leiten.

Vor allem die Jugendarbeit und das gute Umfeld haben es Vorwallner dabei angetan: „Die Voraussetzungen sind top. Mit den vielen jungen Spielern kann man sehr gut arbeiten und das Potenzial dahinter ist für die nächsten Jahre da. Zudem kommen dann im Sommer einige Jugendspieler aus der A-Jugend, die ja jetzt schon in der ersten Mannschaft spielen.“ Als Ziel gilt bei den Kreisstädtern weiterhin eine Platzierung unter den besten drei in der A-Klasse 4. Derzeit liegt man mit drei Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Erlbach II auf dem dritten Rang.

Auch Emmerting mit Vertragslängerung

Auch beim Ligakonkurrenten SV DJK Emmerting wird es zur neuen Saison keine Veränderung auf der Trainerposition geben. Der Vertrag mit Trainer Gabriel Zaunseder wurde über den Sommer hinaus verlängert. „Die Arbeit mit der Mannschaft macht Spaß, auch wenn wir noch einen weiten Weg vor uns haben. Wir wollen hier in Emmerting nachhaltig und langfristig etwas aufbauen“, erklärt Zaunseder, der die Mannschaft im Oktober vorerst interimsweise übernommen hatte.

Eine Zielsetzung für die kommende Saison gibt es derweil noch nicht. Die volle Konzentration liegt laut dem Coach auf der Frühjahrsrunde: „Wir wollen in der Rückrunde die Basis für die Saison 2026/27 legen und uns auf sämtlichen Ebenen weiter verbessern.“ Emmerting liegt derzeit mit 14 Punkten auf dem achten Rang der A-Klasse 4. Der Abstand auf die Abstiegsränge, sowie auf die Aufstiegsrelegation beträgt sieben Punkte.

Beim Ligakonkurrenten SG Markt/Stammham weht ab der Rückrunde ein frischer Wind aus Emmerting. Ex-Coach der SV DJK, Hrvoje Cota, hat die Blau-Weißen Ende Dezember übernommen und soll den spielenden Co-Trainer Oliver Fuchs hauptsächlich an der Seitenlinie unterstützen. Im Grunde geht es darum, den Klassenerhalt so früh wie möglich einzutüten. Die Spielgemeinschaft steht nämlich nach zehn Spielen auf dem 9. Tabellenplatz und hat nur drei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

Doppelverlängerung in Reichertsheim: Palling und Oberteisendorf auf Trainersuche

Gleich doppelt machte man bei der SG Reichertsheim-Ramsau-Gars Nägel mit Köpfen. Sowohl in der ersten, als auch in der zweiten Mannschaft bleibt die Konstellation an der Seitenlinie gleich. Bereits im vergangenen Dezember wurden die Verträge von Manuel Neubauer und Albert Schaberl verlängert (beinschuss.de berichtete). Beide übernahmen den Trainerposten bei der SG RRG zur laufenden Saison. „Manu und Albert leisten eine tolle Arbeit. Beide passen nicht nur sportlich, sondern auch menschlich perfekt zu uns“, so Abteilungsleiter Dominik Fischberger. Die SG RRG belegt derzeit den zweiten Platz in der Kreisliga 1.

Auch in der Zweitvertretung setzt man auf Kontinuität. Ende Februar gab der Verein die Vertragsverlängerung von Trainer Christian Katozka und seinem Co-Trainer Christian Pfeiffer bekannt. Katozka leitet die SG RRG II bereits seit vier Jahren. Im letzten Jahr gelang der Aufstieg in die Kreisklasse. In der Kreisklasse 2 belegt der Liganeuling derzeit den neunten Platz und hat sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsrelegation. Fünf Punkte ist man von der Aufstiegsrelegation entfernt.

Veränderungen wird es dagegen beim TSV Palling geben. Trainer Michael Lissek wird dort nach der Frühjahrsrunde sein Amt aus familiären Gründen niederlegen. Palling liegt derzeit mit einem Punkt Vorsprung auf die Relegationsränge auf dem zehnten Platz der Kreisklasse 3. Auch der SV Oberteisendorf sucht für die kommende Saison einen neuen Trainer. Erfolgscoach Sebastian Schallinger verlässt den Verein nach fünf Jahren. Auch bei ihm ist es eine Entscheidung „pro Familie“. Vor seinem Vertragsende soll jedoch noch der Klassenerhalt in der Kreisliga 2 geschafft werden.

Heimkehrer übernimmt Perach – Ex-Spieler als Trainer in Weildorf und Wasserburg

Beim B-Klassisten FC Perach wird ab der kommenden Saison ebenfalls ein neuer Trainer die Geschicke lenken. Josef Spermann, derzeit noch Leistungsträger beim Landesligisten TSV Kastl, kehrt dann als Spielertrainer zu seinem Heimatverein zurück, den er 2022 in Richtung Kastl verlassen hatte. Es ist Spermanns erste Station als Coach. Perach rangiert derzeit im Mittelfeld der B-Klasse 4. Der neue Trainer der DJK Weildorf steht derzeit ebenso noch auf dem Platz. Manuel „Speedy“ Weiß wird ab Sommer die Verantwortung bei der DJK übernehmen. Er ersetzt Hermann Hiebl. Auch für Weiß ist es die erste Station als Trainer einer Herrenmannschaft. Im Jugendbereich konnte er bereits neun Jahre Erfahrung sammeln.

Auch beim TSV Neuötting aus der Kreisliga 1 gab es am Wochenende kurz vor dem Rückrundenstart bei der 1:2-Niederlage gegen den TSV Reischach positives zu vermelden: Cheftrainer Marcell Arnold, Co-Trainer Alexander Kreiner und Torwarttrainer Michael Welschof verlängern für die Saison 2026/2027! „Wir freuen uns sehr und hoffen auf eine erfolgreiche Saison“, hieß es vonseiten der Blau-Weiß-Roten auf den sozialen Netzwerken. Bereits im Winter übernahm beim SV Genclerbirligi Wasserburg ein neuer Chef das Ruder. Dominik Süßmaier, der zuvor die U19 der Wölfe trainiert hatte, wird nach der Trennung von Spielertrainer Abdullah Yavuz mit sofortiger Wirkung neuer Cheftrainer des Tabellenvierten der A-Klasse 4. Unterstützt wird er dabei von Faruk Kölemenoglu und Roland Vogel.

Am selben Tag gab es auch beim Stadtrivalen eine frohe Kunde zu vermelden: Unmittelbar vor dem Start in die Frühjahrsrunde der Fußball-Landesliga Südost sendet der TSV 1880 Wasserburg ein bedeutungsvolles Signal nach innen und außen: Florian Heller bleibt. Der 43-Jährige hat seinen Vertrag bei den Löwen verlängert und geht damit in seine vierte volle Saison. Zu einem kuriosen Trainer-Aus kam es hingegen beim TSV Irschenberg – auch wenn nicht direkt aus unserem Fußball-Kreis Inn/Salzach. Ganz böse betroffen davon war allerdings der Bruckmühler Coach Mike Unrecht, der das Ganze als „feige und respektlos“ betitelte. Mehr dazu erfährst du hier.

Zwei Kreisligisten finden kurzfristige Lösungen bis Sommer

Kurz nach dem verlorenen Sparkassenpokal-Finale 2026 hörte Bernd Schiedermeier nach 40 Jahren beim SV Ostermünchen auf. „Bernd hat diese Entscheidung selbst getroffen und nach einigen Gesprächen respektieren wir das voll und ganz“, sagte Abteilungsleiter Julian Reisner. Rund einen Monat später stellten die Verantwortlichen des Kreisligisten ein neues Trainer-Duo vor. Helmut Faber übernimmt bis zum Sommer interimsmäßig das Amt des Cheftrainers. Ihm zur Seite steht Adrian Sachse, mit dem der Verein auch über die laufende Saison hinaus als Co-Trainer plant.

Ein weiterer Kreisligist, der SC Anger, hatte sich Anfang November mit einem Paukenschlag von ihrem dreijährigen Coach Andi Brandl überraschend getrennt (beinschuss.de berichtete). „Irgendwann spürt man gewisse Strömungen, die nicht förderlich sind und eine weitere Zusammenarbeit erschweren“, sagten nicht nur Spartenchef Andi Sprinzing, sondern auch Andi Brandl selbst. Der Verein aus der Kreisliga 2 hat mit Hubert Berger eine kurzfristige Trainerlösung bis zur Sommerpause gefunden. Danach soll es ein Wunschkandidat richten. Die Entscheidung ist getroffen: Auch in der Spielzeit 2026/27 setzen die Verantwortlichen des SV Linde Tacherting in der Kreisliga auf Kontinuität an der Seitenlinie. Johannes „Jojo“ Penkner bleibt Cheftrainer, Patrick Schön unterstützt ihn weiterhin als spielender Co-Trainer. Beide haben ihre Zusage für eine weitere Saison gegeben. Das Duo steht seit der Winterpause 2024/25 in der Verantwortung und führte die Blau-Weißen seitdem sicher zum Klassenerhalt.

Vor dem Rückrundenstart in der Fußball-Bezirksliga Ost schaffte wiederum der Sportbund DJK Rosenheim Klarheit auf der Trainerposition. Die Grün-Weißen haben die Verträge mit Cheftrainer Patrick Zimpfer und Co-Trainer Armin Just verlängert. „Wir sind sehr glücklich, mit unserem Trainerteam den eingeschlagenen Weg weiter gehen zu können. Allein, dass die Vertragsverlängerung eine Sache von wenigen Minuten war, zeigt, dass wir alles in die gleiche Richtung denken, große gegenseitige Wertschätzung da ist und wir unseren eingeschlagenen Weg weiter gemeinsam als Sportbundfamilie gehen wollen“, äußert sich Abteilungsleiter Marc Hayden gegenüber beinschuss.de. Beim Mitstreiter in der Bezirksliga, dem TSV Ampfing, hat sich in der Winterpause auch einiges getan. So haben die Schweppermänner unter anderem die Nachfolge von Interimstrainer Burim Djimsiti bzw. Ex-Cheftrainer Björn Hertl geklärt: Der frühere Landesliga-Coach aus Kastl und Traunstein, Slaven Jokic, übernahm das Zepter.

Trainerwechsel auch in der Regionalliga und Bayernliga

Der SV Kirchanschöring stellt früh die Weichen für die Zukunft: Cheftrainer Thomas Leberfinger hört im Sommer auf. Nach dann zwei Jahren an der Seitenlinie zieht der 36-Jährige aus familiären Gründen einen Schlussstrich. „Das ist sehr schade, wir hätten gern mit ihm verlängert“, sagt Sportlicher Leiter Sven Vetter gegenüber beinschuss.de offen. Leberfinger hinterlässt ein gefestigtes Team, sportlich wie strukturell – und genau darauf bauen die Verantwortlichen nun auf. Denn die Nachfolge ist bereits geregelt. Christoph Dinkelbach, bislang Co-Trainer, übernimmt ab Sommer das Kommando. Der 33-Jährige steigt nicht nur zum Chefcoach auf, sondern beendet zugleich seine aktive Laufbahn. Unterstützt wird er künftig von einem Mann, der auf dem Platz längst zu den Gesichtern des SVK zählt: Manuel „Omo“ Omelanowsky. Der 31-Jährige wird ab der Saison 2026/27 als spielender Co-Trainer fungieren.

Bei Ligakonkurrent SV Erlbach gab es bereits vor dem Jahresende Klarheit: Trainer Lukas Lechner und sein spielender Co-Trainer Maximilian Sammereier verlängern ihren Vertrag frühzeitig um ein weiteres Jahr. Leicht haben sich die beiden die Entscheidung dieses Jahr aber nicht gemacht, beide berichten von „sehr interessanten Angeboten“ anderer Vereine, die ernsthaft in Betracht gezogen wurden. Die Reserve der Erlbacher hingegen setzen für die kommende Saison auf eine neue Trainerlösung und präsentieren mit Markus Leipholz einen Nachfolger. Leipholz betreut aktuell sehr erfolgreich die U19 der JFG Holzland/Inn. Unverändert als Spielertrainer aktiv bleibt Michael Huber, der weiterhin auch als sportlicher Leiter der zweiten Mannschaft fungiert. Der bisherige Trainer Jakob Vogl wird das Team noch in der Rückrunde betreuen, sein Amt anschließend jedoch aus zeitlichen Gründen niederlegen. Der SV Erlbach II führt aktuell die A-Klasse 4 Inn-Salzach an und hat beste Chancen, die Saison als Meister zu beenden.

Doch nicht nur in den unteren Ligen, auch in der Regionalliga Bayern gibt es an den Seitenlinien Bewegung. Der TSV Buchbach verpflichtete nach dem Abgang von Klub-Legende Aleksandro Petrovic in Richtung Fürth den ehemaligen Unterhaching-Coach Marc Unterberger. Er unterschrieb einen Vertrag bis 2027. Wer beim Liga-Rivalen SV Wacker Burghausen ab dem Sommer an der Seitenlinie steht, ist dagegen noch unklar. Noch-Trainer Lars Bender wird seinen Vertrag nicht verlängern und den Verein nach der laufenden Saison verlassen. Wo es ihn hinzieht, ist noch unklar. „Ich spüre, dass ich mich bezüglich meiner Perspektive weiterzuentwickeln und den nächsten Schritt in meiner Trainerlaufbahn zu gehen, verändern möchte“, erklärte Bender. (tb/mck)

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