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Rasen winterfest machen

Die 7 schlimmsten Fehler bei der Rasenpflege im Herbst

Rasenpflege im Herbst ist entscheidend: Umgehen Sie sieben häufige Fehler, die Ihren Rasen schwächen und frostanfällig machen. Für prächtiges Grün im Frühjahr.

Im Herbst wird es im Garten ruhiger – doch gerade jetzt braucht Ihr Rasen besondere Aufmerksamkeit. Zwischen goldenem Laub und kühler Luft entscheidet sich, ob er im Frühjahr sattgrün startet oder müde Flecken zeigt. Viele gut gemeinte Handgriffe richten jetzt mehr Schaden an als Sie denken: falscher Dünger, falsche Schnitthöhe, falsches Timing. Vermeiden Sie die typischen Stolperfallen, und Ihr Rasen dankt es Ihnen mit einer dichten, kräftigen Narbe im nächsten Jahr.

1. Fehler: Sommerdünger statt Herbstdünger verwenden

Sie haben noch Sommerdünger in der Garage oder im Schuppen stehen? Lassen Sie ihn lieber dort! Sommerdünger liefert enorm viel Stickstoff und treibt das Blattwachstum voran. Genau das ist im Herbst jedoch fatal: Bei wenig Licht und niedrigen Temperaturen werden die Halme weich und anfällig für Frost und Krankheiten. Herbstdünger setzt deshalb auf wenig Stickstoff und viel Kalium. Kalium stärkt die Zellwände, stabilisiert den Wasserhaushalt und unterstützt die Wurzeln. Dadurch bleibt Ihr Rasen widerstandsfähig gegenüber Temperaturextremen und Krankheiten. Düngen Sie vor der Winterruhe deshalb mit einem kaliumbetonten, möglichst organischen Herbstdünger.

Auch wenn es hübsch aussieht, sollten Sie Laub im Herbst regelmäßig von Ihren Rasenflächen entfernen.

2. Fehler: den Rasen nicht mehr mähen

Lassen Sie den Rasen vor dem Winter nicht einfach stehen. Mähen Sie ihn ein letztes Mal, bevor die Bodentemperatur unter neun Grad Celsius fällt – dann stoppt nämlich das Wachstum. Zu lange Halme knicken bei Frost leichter, schädigen die Narbe und behindern den Austrieb im Frühjahr. Unter dichtem, hohem Gras entsteht zudem unter der Schneedecke ein feuchtes Milieu, in dem Pilzkrankheiten sich schneller ausbreiten.

3. Fehler: den Rasen vor dem Winter zu kurz schneiden

Einige Hobbygärtner, die den zweiten Fehler vermeiden wollen, schneiden Ihren Rasen weit herunter. Doch zu kurze Halme frieren schneller, verlieren Blattfläche für die Photosynthese und schützen die Wurzeln schlechter. Das schwächt den Rasen und begünstigt Krankheiten.
Stellen Sie für den letzten Schnitt im Herbst eine Schnitthöhe von etwa 5 bis 6 Zentimetern ein. So bleibt genug Blattmasse für die Nährstoffaufnahme, der Boden wird besser isoliert und Frost dringt nicht so leicht ein.

4. Fehler: Herbstlaub auf dem Rasen liegen lassen

Auch, wenn es idyllisch aussieht – lassen Sie Herbstlaub nicht auf dem Rasen liegen.
Eine dichte Blätterschicht schneidet die Gräser von Licht und Luft ab. Unter feuchtem Laub staut sich außerdem Nässe. Pilze und Schimmel breiten sich aus, braune Stellen entstehen und bleiben im Frühjahr kahl. Entfernen Sie das Laub deshalb regelmäßig mit Rechen oder Harke.

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Laub sinnvoll nutzen

Entsorgen Sie das Laub nicht einfach, nutzen Sie es weiter: als Mulch auf Staudenbeeten oder zum Kompostieren. Unter Hecken darf Laub ebenfalls liegen bleiben – dort dient es Insekten und Igeln als Winterquartier.

5. Fehler: nicht auf den pH‑Wert achten

Viele Hobbygärtner unterschätzen, wie wichtig der pH‑Wert für die Nährstoffaufnahme ist. Und dann deuten sie Mangelerscheinungen falsch und düngen mehr, obwohl ein zu saurer Boden das eigentliche Problem ist. Testen Sie den pH‑Wert im Herbst mit einem Bodentest aus dem Fachhandel. Liegt der Wert unter 6,5? Dann bringen Sie Rasenkalk in Granulatform aus. Dieser Kalk verbessert nebenbei die Bodenstruktur, Wurzelbildung und die Versorgung Ihres Rasens.

6. Fehler: zu spätes Vertikutieren

Vertikutieren ist eine sinnvolle Pflegemaßnahme – doch sie reizt die Grasnarbe und verletzt die Oberfläche. Dafür braucht der Rasen Erholungszeit bei milden Temperaturen und ausreichend Licht. Doch schon ab etwa neun Grad Celsius Bodentemperatur stoppt der Rasen sein Wachstum. Spätes Vertikutieren im Oktober oder November schwächt also die Fläche – die Halme regenerieren nicht mehr und gehen geschädigt in den Winter.
Vertikutieren Sie höchstens bis Ende September oder Anfang Oktober. Haben Sie den Zeitpunkt verpasst und es fröstelt nachts bereits, warten Sie lieber bis zum Frühjahr.

Rasenpflege rund ums Jahr: Die wichtigsten Arbeiten von Säen bis Mähen

Ältere Frau harkt einen Rasen und bückt sich, um etwas aufzuheben.
Im Frühling sollte man den Rasen von Laub und kleinen Ästen befreien, damit er gut wachsen kann. © Petra Schneider/Imago
Ältere Frau mäht Rasen in ihrem Garten.
Beim ersten Mähen im März oder April sollte das Gras eine Wuchshöhe von etwa sieben Zentimetern haben. Gestutzt wird auf etwa vier bis fünf Zentimeter. © Petra Schneider/Imago
Vertikutierer auf Rasen mit Moos
Anfang April bis Mitte Mai, nach dem zweiten Mähen im Jahr: Das Moos muss raus und der Rasen belüftet werden, dafür sollte man ihn vertikutieren. © Zoonar/Imago
Unkraut in Eimer auf Rasen
Ab April sprießt auch das Unkraut. Wer es früh entfernt, hat später weniger Ärger damit. Regelmäßig im Jahr den Rasen untersuchen und Fremdwuchs tilgen. © Shotshop/Imago
Frau bestreut ihren Rasen mit Kalk.
Kalk ist angebracht, wenn der Boden zu sauer ist und sich viel Moos breit macht. © Redeleit/Imago
Mann liegt auf Wiese.
Auch eine wichtige Aufgabe: Zwischendrin mal alle Fünfe gerade sein lassen und auf dem Grün entspannen. © Westend61/Imago
Mann streut Dünger.
Mitte März bis Mitte April, nachdem sich der Kalk im Rasen aufgelöst hat und kurz bevor der nächste Regen naht, folgt die erste Düngergabe. © Zoonar/Imago
Ein Rasensprenger wässert einen Rasen vor einem Haus.
Das Wichtigste im Sommer: Rasen morgens und gegebenenfalls abends bewässern. Etwa ein Mal in der Woche mähen. © Panama Pictures/Imago
Mann beim Laub rechen
Etwa alle zwei Wochen wird bis November gemäht. Herabfallendes Laub sollte man regelmäßig entfernen, damit der Rasen darunter nicht erstickt und keine Pilze wachsen. © Panthermedia/Imago
Hände halten Grassamen.
Der beste Zeitpunkt für die Nachsaat ist der Herbst, idealerweise im September. Aber auch Ende April und Mai sind geeignete Monate. © Shotshop/Imago

7. Fehler: den Rasen nicht belüften

Auch im Herbst sollten Sie Ihren Rasen nochmal belüften, um den Boden zu lockern. Verdichteter Boden lässt kaum Luft und Wasser zu den Wurzeln. Die Folge: gehemmtes Wachstum, Staunässe und anfällige Gräser im nächsten Jahr.
Setzen Sie einen Hand‑ oder Motorlüfter ein und öffnen Sie die Narbe mit vielen kleinen Löchern. So gelangen Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe wieder in die Tiefe. Besonders auf schweren Böden wirkt das wie eine Frischekur gegen Wurzelfäule. Ihr Rasen dankt es mit dichterem, gesundem Wuchs.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Norbert Neetz

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