Tipps für Hobbygärtner
Wo im Garten das Laub beseitigt werden sollte und wo es liegen bleiben darf
Nicht jedes Herbstblatt muss weggeräumt werden. An manchen Stellen ist es vorteilhaft, an anderen kann es schaden. Wie Sie es in Ihrem Garten sinnvoll verwenden.
Die Herbstzeit bringt eine Fülle von Laub mit sich, das in manchen Bereichen des Gartens durchaus nützlich sein kann, wie Naturschützer erklären. Ein Haufen Laub in einer abgelegenen Ecke des Gartens kann beispielsweise dem Igel als Unterschlupf dienen.
Es ist nicht immer notwendig, das gesamte Laub im Garten zu sammeln. Tatsächlich kann es in vielen Beeten als Mulch dienen. Laut Oekotest.de sind die heruntergefallenen Blätter insbesondere für Pflanzen, die normalerweise im Wald oder am Waldrand vorkommen, „die ideale Mulchlösung“. Auch Himbeeren, Heidelbeeren und Erdbeeren sollen demnach besser wachsen, wenn man die Sträucher im Herbst mit einer Schicht Laub abdeckt. Selbst auf leergeräumten Beeten und Hochbeeten kann das Laub liegen bleiben, da es als Mulchmaterial dazu beiträgt, dass der Boden nicht austrocknet.
Laub auf dem Rasen darf nicht Überhand nehmen
Allerdings sollte der Rasen in der kalten Jahreszeit „möglichst laubfrei“ gehalten werden, wie Öko-Test in einem Beitrag empfiehlt. Der Grund dafür ist, dass der Rasen weiter wächst und auf Licht angewiesen ist. „Die heruntergefallenen Blätter nehmen den Gräsern das Licht, der Rasen bekommt gelbe Stellen und kann faulen.“ Einzelne Blätter seien jedoch „kein Problem und müssen nicht mühevoll eingesammelt werden“, so das Resümee von Oekotest.de.
Laub sollte in jedem Fall von Gehwegen entfernt werden, wie die Verbraucherzentrale NRW informiert. In einigen Städten und Gemeinden gibt es spezielle Laubsäcke, die abgeholt werden. Alternativ können die gefallenen Blätter gesunder Bäume in die Biotonne geworfen werden.
Hier darf das Laub liegenbleiben
Die Verbraucherschützer empfehlen, das Laub im Garten gelegentlich liegenzulassen, sei es auf Gemüsebeeten oder unter Stauden. Eine Blätterdecke bietet den Pflanzen im Winter Schutz vor Frost, betont die Verbraucherzentrale NRW. Zudem bleiben bei starkem Regen auf diese Weise mehr Mineralien in der Erde.
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Für diejenigen, die einen Komposthaufen im Garten haben, können Blätter „hier mit Zweigen und Laub im Wechsel sinnvolle Schichtarbeit leisten“. Das Laub kann auf dem Kompost zu einem nährstoffreichen Humus verrotten, der sich im Frühjahr als Alternative zu teurer Gartenerde auszahlt.
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