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Natürliche Rasenpflege

Sattes Grün ohne Chemie: Wie Ihr Rasen von organischem Dünger profitiert

Ein blauer Streuwagen steht auf einer grünen Rasenfläche und ist mit Dünger gefüllt.
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Organischer Dünger hat viele Vorteile im Vergleich zu mineralischen Alternativen.

Organischer Dünger ist etwas teurer und wirkt langsamer als chemische Alternativen. Warum es sich langfristig trotzdem lohnt, auf die Kraft der Natur zu setzen.

Ein gesunder, dichter Rasen braucht mehr als nur regelmäßiges Mähen und Wässern – die richtige Nährstoffversorgung ist entscheidend. Wer seinen Rasen organisch düngt, stärkt nicht nur die Gräser, sondern auch den Boden darunter. Denn die natürlichen Dünger wirken langfristig, fördern das Bodenleben und helfen dabei, Humus aufzubauen. So bleibt Ihr Rasen dauerhaft vital – ganz ohne Chemie.

Wie sind organische Rasendünger aufgebaut?

Organische Rasendünger bestehen aus natürlichen Rohstoffen wie Kompost, Tierdung, Hornmehl oder pflanzlichen Rückständen. Die darin enthaltenen Nährstoffe sind in organische Strukturen eingebunden und stehen dem Rasen nicht sofort zur Verfügung. Erst Mikroorganismen im Boden zersetzen das Material nach und nach und machen die Nährstoffe pflanzenverfügbar.

Ein organischer Rasendünger bildet also einfach die normalen Zersetzungsprozesse in der Natur nach. So fügt er sich deutlich besser in die Ökologie des Bodens ein als synthetische Düngemittel. Dort liegen die Nährstoffe in konzentrierten Salzen vor, die das Bodenleben massiv durcheinander bringen können.

Der Abbauprozess von organischen Düngemitteln braucht Zeit, sorgt aber für eine gleichmäßige, langanhaltende Wirkung. Gleichzeitig wird das Bodenleben gefördert und die Bodenstruktur verbessert sich. Darum ist das Risiko einer Überdüngung deutlich geringer als bei mineralischen Produkten.

Das Mikrobiom: Lassen Sie die Natur für sich arbeiten

Das Mikrobiom unter einem gesunden Rasen besteht aus Milliarden winziger Lebewesen. Dazu zählen Bakterien, Pilze, Algen und andere Mikroorganismen, die rund um die Pflanzenwurzeln und im Boden leben. Sie bilden ein fein abgestimmtes Netzwerk, in dem jede Art eine bestimmte Aufgabe erfüllt – von der Zersetzung organischer Stoffe bis hin zur Abwehr von Krankheitserregern. Dieses unsichtbare Ökosystem ist entscheidend für die Gesundheit und Nährstoffversorgung Ihres Rasens.

Organische Rasendünger unterstützen dieses Mikrobiom gezielt. Sie liefern nicht nur Nährstoffe für den Rasen, sondern gleichzeitig „Futter“ für die Bodenlebewesen. So entsteht ein natürlicher Kreislauf. Beim Abbau des Materials werden neue Nährstoffe freigesetzt, die Pflanzen verwerten können. Gleichzeitig wird der Boden lebendiger, durchlässiger und fruchtbarer.

Statt den Rasen direkt zu versorgen, aktiviert organischer Dünger also die natürlichen Prozesse im Boden – und lässt die Natur selbst für eine nachhaltige Nährstoffversorgung sorgen.

Deshalb sollten Sie Ihren Rasen organisch düngen

Aus der natürlichen Wirkweise von organischem Dünger ergeben sich viele Vorteile gegenüber mineralischen Düngemitteln:

  • Weniger Aufwand: Organischer Dünger setzt die Nährstoffe gleichmäßig über einen langen Zeitraum frei. So müssen Sie Ihren Rasen seltener düngen und sparen Zeit.
  • Leichter zu dosieren: Der indirekte und langsam verlaufende Wirkprozess bietet einen natürlichen Schutz vor Überdüngung.
  • Ökologisch nachhaltiger: Der Herstellungsprozess von organischem Dünger benötigt weniger Energie. Außerdem wird der Dünger nicht so leicht ausgewaschen und gelangt somit nicht ins Grundwasser.
  • Sicherheit: Da sie aus natürlichen Inhaltsstoffen bestehen, sind organische Dünger in der Regel sicherer für Haustiere und Kinder, die im Garten spielen.

Der wichtigste Vorteil ist jedoch, dass ein organischer Dünger immer auch ein Bodenverbesserer ist. Denn ein gesundes Mikrobiom baut automatisch eine wertvolle Humusschicht in der Erde auf.

11 typische Rasenunkräuter, die Sie nicht dulden sollten

Gundermann Glechoma hederacea
Der Gundermann blüht recht hübsch, aber wenn er einmal wuchert, hat die Wiese schnell nur noch wenig Ähnlichkeit mit einem Rasen. © Dreamstime/Imago
Spitzwegerich in Rasen
Ebenso wie sein Verwandter, der Breitwegerich, verdrängt der Spitzwegerich den Rasen. Durch regelmäßiges Mähen auf etwa vier Zentimeter kann man die Ausbreitung im Zaum halten. © Pond5 Images/Imago
Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
Wer eine Blümchenwiese haben möchte, kann den Kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) wuchern lassen. Ansonsten sollte man ihn ausstechen. © Dreamstime/Imago
Getreidefeld, Süßgras Taube Trespe (Bromus sterilis)
Irgendwie sieht sie doch schön aus, die Taube Trespe (Bromus sterilis). Doch Ungräser wie Trespen blühen schnell und bilden rascher Samen, als einem lieb ist. Entfernen kann man sie nur durch manuelles Ausstechen.  © imagebroker/Imago
Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli)
Augen auf: Hirsearten wie die hartnäckige Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli) haben im Rasen nichts zu suchen, denn sie verdrängen das schöne Gras. Am besten beugen Sie mit guter Rasenpflege vor. © imagebroker/Imago
Kriech-Quecke (Elymus repens), blühend
Die Kriech-Quecke (Elymus repens) zählt zu den Süßgräsern. Sie bildet Ausläufer und durchwuchert schnell den Rasen. © Pond5 Images/Imago
Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius) in Rasen
Der oft als störend empfundene Stumpfblättrige Ampfer (Rumex obtusifolius) ist eine Zeigerpflanze, die auf einen stickstoffreichen Untergrund hinweist. Er lockert den Boden, hat aber ein weitreichendes Wurzelsystem und ist schwer zu entfernen.  © Pond5 Images/Imago
Acker Schachtelhalm Equisetum arvense
Wehe, wenn Sie Ackerschachtelhalm oder dessen Sporen tragende Sprosse im Rasen entdecken. Das Kalken der Fläche ist oft eine hilfreiche Option. © CHROMORANGE / Imago
Blühender Weißklee im Rasen
Klee, zum Beispiel Weißklee, bildet im Rasen ebenfalls kriechende Ausläufer. Ob man die bienenfreundliche Pflanze mag, ist Ansichtssache – er wächst auf jeden Fall schnell. © Dreamstime/Imago
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata)
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) wirkt mit seinen filigranen Blüten und Blättern harmlos. Aber das widerstandsfähige Gewächs breitet sich im Handumdrehen aus. © imago stock&people
Löwenzahn Pusteblume mit Samen
Löwenzahn bildet zwei Meter lange Pfahlwurzeln, deren Rodung körperliche Schwerstarbeit ist. Eine Pusteblume bildet etwa 300 Samen, daher sollte man nicht lang überlegen, sondern handeln. © Panthermedia/Imago

Organische Rasendünger bauen Humus auf statt ab

Während mineralische Dünger den Boden auf Dauer auslaugen und seine Struktur schwächen, entsteht mithilfe organischer Düngern neuer Humus im Boden. Denn die unzähligen Kleinstlebewesen des Mikrobioms fördern die Bildung wertvoller Huminsäuren. Der Humus verbessert die Bodenstruktur, speichert Wasser und Nährstoffe und bringt das Bodenleben voran. So entsteht nach und nach ein fruchtbarer, lebendiger Boden, der Ihren Rasen dauerhaft kräftig und gesund hält.

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