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Trotz Hitzestress

Rasen im Juli düngen? Nur mit der richtigen Technik, sonst drohen Verbrennungen

Viele Gartenbesitzer scheuen sich, im Sommer zu düngen – aus Angst, den Rasen zu verbrennen. Doch gerade jetzt benötigt das Gras besonders viele Nährstoffe.

Der Juli ist da und mit ihm der Hochsommer. Das bedeutet für viele Gartenbesitzer vor allem eines: Zeit im Freien, auf dem eigenen, saftig grünen Rasen zu verbringen. Doch Hitze, Trockenheit und eine intensive Nutzung durch spielende Kinder oder Gartenpartys setzen der Grünfläche stark zu. Eine gezielte Rasenpflege ist deshalb besonders wichtig: Dünger versorgt den Rasen mit den notwendigen Nährstoffen, um ihn zu stärken und gesund durch die anstrengendsten Wochen des Jahres zu bringen. Vorausgesetzt, Sie machen es richtig – sonst leidet der Rasen erst recht.

Warum die Sommerdüngung im Juni, Juli und August so wichtig ist

Während der Sommermonate befindet sich der Rasen in einer Phase starken Wachstums und hat dementsprechend einen hohen Nährstoffbedarf. Gleichzeitig führen häufiges Mähen und die Belastung durch Hitze dazu, dass die Nährstoffreserven im Boden schnell aufgebraucht sind. Ohne eine zusätzliche Nährstoffzufuhr wird das Gras schwächer, verliert seine satte grüne Farbe und wird anfälliger für Krankheiten und Trockenschäden. Eine gezielte Düngung im Juli stärkt die Gräser, fördert ihre Widerstandsfähigkeit gegen Hitzestress und sorgt für eine dichte Grasnarbe, die Unkraut und Moos effektiv unterdrückt. Ein gut genährter Rasen kann sich nach einer Hitzewelle besser regenerieren und behält seine Vitalität. Wer im Sommer düngt, spart sich auch die Herbstdüngung, die den Rasen auf den Winter vorbereitet.

Der richtige Dünger für die Rasenpflege im Sommer

Im Juli braucht der Rasen oft noch einmal eine Düngung, damit er im Sommer gut durch die Hitze kommt.

Nicht jeder Dünger ist für den Hochsommer geeignet. Während im Frühjahr ein hoher Stickstoffanteil für schnelles Wachstum sorgt, wäre dieser im Sommer eher schädlich. Zu viel Stickstoff würde die Gräser zu einem schnellen, aber schwachen Wachstum anregen, was sie anfälliger für Verbrennungen durch die Sonne macht.

Für die Rasenpflege im Juni, Juli und August sollten Sie einen speziellen Sommerdünger oder einen Langzeitdünger verwenden. Achten Sie auf eine Zusammensetzung mit einem hohen Anteil an Kalium. Kalium reguliert den Wasserhaushalt der Graspflanzen und stärkt die Zellwände, was die Widerstandskraft gegen Trockenheit und Hitze deutlich verbessert. Magnesium und Calcium sind ebenfalls wichtige Bestandteile, da sie für eine kräftige, grüne Farbe und stabile Zellstrukturen sorgen. Organische Dünger sind für den Rasen besonders zu empfehlen, da sie nicht nur Nährstoffe liefern, sondern auch die Bodenqualität und die Wasserspeicherfähigkeit verbessern.

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Wann ist der beste Zeitpunkt?

Der richtige Zeitpunkt und die korrekte Ausbringung sind beim Düngen im Sommer entscheidend, um den Rasen nicht zu schädigen. Die oberste Regel lautet: Niemals bei praller Sonne oder großer Mittagshitze düngen! Die Kombination aus Düngesalzen und intensiver Sonneneinstrahlung würde unweigerlich zu Verbrennungen der Grashalme führen.

Wählen Sie stattdessen einen kühleren, bewölkten Tag oder düngen Sie in den späten Abendstunden. Idealerweise kündigt der Wetterbericht für die Nacht oder den nächsten Morgen leichten Regen an. So wird das Düngemittel gleich in den Boden gespült.

11 typische Rasenunkräuter, die Sie nicht dulden sollten

Gundermann Glechoma hederacea
Der Gundermann blüht recht hübsch, aber wenn er einmal wuchert, hat die Wiese schnell nur noch wenig Ähnlichkeit mit einem Rasen. © Dreamstime/Imago
Spitzwegerich in Rasen
Ebenso wie sein Verwandter, der Breitwegerich, verdrängt der Spitzwegerich den Rasen. Durch regelmäßiges Mähen auf etwa vier Zentimeter kann man die Ausbreitung im Zaum halten. © Pond5 Images/Imago
Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)
Wer eine Blümchenwiese haben möchte, kann den Kriechenden Hahnenfuß (Ranunculus repens) wuchern lassen. Ansonsten sollte man ihn ausstechen. © Dreamstime/Imago
Getreidefeld, Süßgras Taube Trespe (Bromus sterilis)
Irgendwie sieht sie doch schön aus, die Taube Trespe (Bromus sterilis). Doch Ungräser wie Trespen blühen schnell und bilden rascher Samen, als einem lieb ist. Entfernen kann man sie nur durch manuelles Ausstechen.  © imagebroker/Imago
Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli)
Augen auf: Hirsearten wie die hartnäckige Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli) haben im Rasen nichts zu suchen, denn sie verdrängen das schöne Gras. Am besten beugen Sie mit guter Rasenpflege vor. © imagebroker/Imago
Kriech-Quecke (Elymus repens), blühend
Die Kriech-Quecke (Elymus repens) zählt zu den Süßgräsern. Sie bildet Ausläufer und durchwuchert schnell den Rasen. © Pond5 Images/Imago
Stumpfblättriger Ampfer (Rumex obtusifolius) in Rasen
Der oft als störend empfundene Stumpfblättrige Ampfer (Rumex obtusifolius) ist eine Zeigerpflanze, die auf einen stickstoffreichen Untergrund hinweist. Er lockert den Boden, hat aber ein weitreichendes Wurzelsystem und ist schwer zu entfernen.  © Pond5 Images/Imago
Acker Schachtelhalm Equisetum arvense
Wehe, wenn Sie Ackerschachtelhalm oder dessen Sporen tragende Sprosse im Rasen entdecken. Das Kalken der Fläche ist oft eine hilfreiche Option. © CHROMORANGE / Imago
Blühender Weißklee im Rasen
Klee, zum Beispiel Weißklee, bildet im Rasen ebenfalls kriechende Ausläufer. Ob man die bienenfreundliche Pflanze mag, ist Ansichtssache – er wächst auf jeden Fall schnell. © Dreamstime/Imago
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata)
Horn-Sauerklee (Oxalis corniculata) wirkt mit seinen filigranen Blüten und Blättern harmlos. Aber das widerstandsfähige Gewächs breitet sich im Handumdrehen aus. © imago stock&people
Löwenzahn Pusteblume mit Samen
Löwenzahn bildet zwei Meter lange Pfahlwurzeln, deren Rodung körperliche Schwerstarbeit ist. Eine Pusteblume bildet etwa 300 Samen, daher sollte man nicht lang überlegen, sondern handeln. © Panthermedia/Imago

Rasen düngen im Sommer: So gehen Sie Schritt für Schritt vor

  • Mähen: Mähen Sie den Rasen ein bis zwei Tage vor dem Düngen. Lassen Sie ihn dabei aber nicht zu kurz stehen. Eine Schnitthöhe von 4 bis 5 cm ist ideal, damit die Gräser den Boden noch ausreichend beschatten können. Bei Hitze sollte der Rasen ohnehin nicht zu kurz und zu oft gemäht werden, damit die Grashalme bei Hitze nicht austrocknen.
  • Ausbringen: Bringen Sie den Dünger immer auf dem trockenen Rasen aus. Verwenden Sie am besten einen Streuwagen, um eine gleichmäßige Verteilung zu gewährleisten und eine Überdüngung einzelner Stellen zu vermeiden. Halten Sie sich exakt an die Dosierungsempfehlung des Herstellers.
  • Wässern: Dies ist der wichtigste Schritt. Wässern Sie den Rasen nach dem Düngen gründlich und durchdringend. Dadurch lösen sich die Düngekörner am Boden auf, sodass die Nährstoffe gleich zu den Wurzeln gelangen können. Das Wässern verhindert zudem effektiv, dass die Düngesalze die Gräser verätzen.

Sollte Ihr Rasen bereits gelbe oder braune Stellen aufweisen, kann eine Düngung bei der Regeneration helfen. Wichtig ist hierbei, den Rasen vor der Düngung über mehrere Tage intensiv zu wässern, um ihn zu rehydrieren, und erst dann mit besonderer Vorsicht zu düngen.

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Rubriklistenbild: © imageBROKER/Ingrid Balabanova/Imago

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