Rasenprobleme im Frühjahr
Gelber Rasen nach dem Winter – Experte erklärt, wie das Gras wieder grün wird
Der Winter hat seine Spuren auf dem Rasen hinterlassen. Das Gras ist fleckig, gelb und fahl. In vielen Fällen lässt es sich mit ein paar Tipps retten.
Spätestens beim ersten Rechen des Rasens im Frühjahr offenbart sich im Garten oft Unschönes: Letzte herabgefallene Blätter, Schnee oder Staunässe haben das Gras gezeichnet, stellenweise zeigt es gelbe Flecken oder matschiges Grau. Noch gibt es keinen Grund zur Sorge, nicht immer ist das Gras abgestorben. Wie Sie erkennen, ob die Graswurzeln noch leben und wie Sie einen verfärbten Rasen wieder grün bekommen, erklärt Agrarwissenschaftler Dr. Harald Nonn von der Deutschen Rasengesellschaft e.V. (DRG) gegenüber 24garten.de von IPPEN.MEDIA.
Gelber Rasen: Grund zu Besorgnis oder einfach in Ruhe lassen?
Der Winter ist kein überraschendes Ereignis. Wer seinen Rasen über das Jahr hinweg und vor allem im Herbst gut pflegt, hat gute Chancen, dass die Wiese dieses frostige Naturereignis gut übersteht und sich selbst regeneriert. Nichtsdestotrotz sind die Rasenflächen im Frühling in den meisten Gärten von saftigem Grün weit entfernt. Gelbe Flecken im Rasen sind kein schöner Anblick und können auf abgestorbene Graswurzeln hindeuten.
Rasenexperte Dr. Harald Nonn rät, das Gras im Frühjahr gut im Auge zu behalten. Denn mit einsetzender Vegetation zeigen die Gräser schnell, ob sie noch regenerationsfähig sind oder nicht: „Meist kommen selbst aus einer abgestorben wirkenden Rasenfläche zarte, grüne Triebe, die innerhalb weniger Wochen wieder eine dichte Grasnarbe bilden. Auch lohnt ein Blick in den Boden: Sind dort weiße Wurzeln zu finden, wird das Gras wieder von selbst wachsen.“
So retten und pflegen Sie den Rasen im Frühjahr
Eine der wichtigsten Pflegemaßnahmen für den Rasen ist im Frühling eine stickstoffbetonte Düngung. Der richtige Zeitpunkt hierfür: sobald die Forsythie blüht, die Temperaturen steigen und die Vegetationsperiode beginnt. Im Idealfall verschwinden damit nach einiger Zeit die gelben Verfärbungen.
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Falls die Graswurzeln tatsächlich abgestorben sind oder die Lücken im Rasen nicht wieder ergrünen, bleibt nur die Nachsaat. Hierfür empfiehlt Dr. Harald Nonn, kleinere Stellen mit einer Handharke oder dem Rechen aufzukratzen, das Saatgut auszubringen und wieder leicht in die Erde einzurechen. „Bei größeren Flächen kann diese Arbeit der Vertikutierer erledigen, der dann etwas tiefer in den Boden, circa fünf Millimeter, eingreifen darf. Somit wird der Boden geöffnet und das Saatgut erhält nach dem Einrechen guten Bodenschluss“, so der Experte.
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