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Mit Tipps, wenn es Haustieren nicht gut geht

„Sind geschockt“: Kater Pauli tot in Rechtmehring gefunden – wurde das Tier vergiftet?

Kater Pauli aus Rechtmehring ist verstroben.
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Kater Pauli aus Rechtmehring wurde tot gefunden.

„Wir sind geschockt“, sagt Ana Vinogradac aus Rechtmehring. Als sie im Urlaub ist, findet ein Nachbar ihren Kater Pauli tot auf seiner Terrasse. Was passiert ist – und warum das Schicksal von Pauli in der Region kein Einzelfall ist.

Rechtmehring – Ana Vinogradacs Stimme ist noch ganz aufgewühlt, als sie von den jüngsten Ereignissen erzählt. Ihr Kater Pauli sei am Mittwoch (20. August) tot auf der Terrasse des Nachbarn gelegen – mit Schaum vor dem Mund, erzählt sie am Telefon. „Wir sind total geschockt“, erzählt Vinogradac, die in Holzkram in Rechtmehring wohnt.

„Wollen Katzenbesitzer warnen“

Sie und ihre Familie seien gerade noch im Urlaub und könnten nicht viel tun. „Aber wir wollen andere Katzenbesitzer darauf aufmerksam machen und warnen“, sagt die Rechtmehringerin. Die Familie wohnt im Weiler Holzkram. „In letzter Zeit sind bei uns mehrere Ratten tot gefunden worden“, erzählt Vinogradac. Ob Pauli Rattengift erwischt habe, könne sie nicht eindeutig sagen.

Hier schläft Pauli auf einer blauen Decke. Seine Augen hat der Kater nun leider für immer geschlossen.

Die Familie kümmere sich erst seit Kurzem um den rot-getigerten Kater. „Er ist uns im Juli zugelaufen“, sagt die Rechtmehringerin. Pauli sei weder gechippt noch tätowiert. Auch über einen Facebook-Aufruf habe Vinogradac die ursprünglichen Besitzer des rund zwei Jahre alten Katers nicht ausfindig machen können. Pauli sei zwar nur kurz bei der Rechtmehringer Familie gewesen, dennoch schmerze sein Tod sehr, so Vinogradac.

Weitere Fälle von toten Tieren in der Region

Pauli fügt sich so in eine Reihe von tragischen Tier-Schicksalen in der Region ein. Im Juni fand eine Passantin zwei Katzenbabys und ihre Mutter tot am Straßenrand in Unterreit. Im Juli sorgte ein weiterer Fall in Edling für Entsetzen. Hier wurde eine Katze wahrscheinlich mit einem Luftgewehr angeschossen. Auch hier waren die Besitzer zum Tatzeitpunkt im Urlaub und bemerkten bei der Rückkehr eine Schwellung am Fuß ihrer Katze. Ein Tierarzt stellte dann fest, dass im Bein ein sogenanntes Diabolo-Bleigeschoss, wie es bei Luftgewehren oder -pistolen verwendet wird.

Angeschossen wurde auch eine Taube in Wasserburg. Ihr steckte Ende Juli ein Pfeil, wie aus einem Blasrohr, im Hals. Auch einige Hunde traf es in den vergangenen Monaten. Im April starb ein Parson Russell Terrier aus Eiselfing qualvoll an einem Giftköder. Im März ist ein Berner Sennenhund aus Aschau am Inn vergiftet worden und im Februar musste eine Golden Retriever Hündin aus Engelsberg eingeschläfert werden, nachdem sie beim Gassi-Gehen nach einer Semmel geschnappt und sie teilweise gefressen hatte.

Was tun, wenn Tier in Not ist

Wenn sich das eigene Haustier in Not befindet, empfiehlt die Tierschutzorganisation Tasso erst einmal Ruhe zu bewahren, sich einen Überblick zu verschaffen und schnell, aber überlegt zu handeln. Dann sollten Besitzer oder Finder die Atmung, die Schleimhäute und den Puls des Tieres überprüfen. „Die Atmung sollte regelmäßig und gleichmäßig sein (20-30 Atemzüge pro Minute), die Schleimhäute rosa und feucht und der Puls gleichmäßig und kräftig (60-120 Schläge pro Minute)“, heißt es auf der Website der Organisation. Bei der Fahrt in eine Tierarztpraxis oder Klinik sollte das Tier möglichst stabil transportiert werden.

Kater Pauli sitzt im Gras: Nun ist das Tier tot.

„Blutende Wunden sollten inspiziert und wenn nötig mit einem Druckverband versorgt werden.“ Wichtig dabei ist laut Tasso, dass der Druck des Verbands stärker ist als der Blutdruck. Bei Biss- und Augenverletzungen benötige es immer einer tierärztlichen Behandlung, da deren Schwere oft unterschätzt werde. „Bisswunden sehen häufig sehr klein aus, doch Keime gelangen über die Zähne bis tief ins Gewebe“, so die Tierschutzorganisation. Von vorzeitigem Spülen sollten Tierbesitzer oder Finder absehen, um Keime nicht noch tiefer im Gewebe zu verteilen, heißt es von Tasso.

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