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Das planen die Molkerei-Unternehmen

Meggle und Bauer investieren in den Standort Wasserburg – Große Bauvorhaben

Die Privatmolkerei Bauer (linkes Bild mit Eingangsbereich in Wasserburg) und die Meggle Group (das Gelände am Stammsitz in Wasserburg) expandieren an ihren Traditionsstandorten.
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Die Privatmolkerei Bauer (Eingangsbereich in Wasserburg) und die Meggle Group (das Gelände am Stammsitz in Wasserburg) expandieren an ihren Traditionsstandorten.

Die Meggle-Butter kommt aus Wasserburg, der „Große Bauer“ auch. Zwei Marken-Produkte, die die Stadt weltweit bekannt gemacht haben. Das soll auch so bleiben: Denn beide Unternehmen investieren erneut in den Standort Wasserburg. Was Meggle und Bauer planen.

Wasserburg am Inn – Schon im Jahr 2020 hatte die Firma Meggle einen Bauantrag für ein neues Verwaltungsgebäude gestellt. Er ist bereits obsolet, das heißt: Das damals geplante Gebäude ist schon wieder zu klein. Dem Bauausschuss des Stadtrates lag nun ein neuer Antrag vor: für ein wesentlich größeres Objekt, mit Verbindung zum Empfangshaus und mit eigener Tiefgarage. Ein Sonderbau, den das Gremium ausschließlich baurechtliche zu beurteilen hatte: Passt er in das Gelände? Fügt er sich ein?

Der Entwurf für das neue Meggle-Verwaltungsgebäude, der im Bauausschuss vorgestellt wurde (die beiden Quader mit den grünen Dächern).

Ja, befand Stadtbaumeisterin Mechtild Herrmann. Geplant seien zwei ineinander geschobene Quader und ein Verbindungsbau, zweigeschossig, mit Lichthof und Terrasse, 42 Stellplätzen (36 davon in der Tiefgarage) sowie Ladestation für E-Fahrräder. Der Neubau direkt am Empfangsgebäude solle die auf verschiedenen Standorten verteilten Büros der Verwaltung an einem Platz vereinen.

Die Skyline von Meggle in Reitmehring.

Werkstatt im „Gleisdrei-Eck“

Meggle baut außerdem ein neues Ersatzteillager und eine Kfz-Werkstatt, auf der westlich des Firmengeländes gelegenen Grünflüche in Attel, im Volksmund „Gleisdrei-Eck“ genannt, weil es an zwei Gleissträngen liegt. Für dieses Projekt muss ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt werden, erklärte Bürgermeister Michael Kölbl (SPD) im Ausschuss. Auch diese Planung ist laut Herrmann unproblematisch. Es entstehe eine klassische Gewerbehalle mit zehn Metern Wandhöhe. „Absolut verträglich“, so Herrmanns Urteil. Die Wiese ist laut Flächennutzungsplan als Gewerbegrund ausgewiesen. Den notwendigen Bebauungsplan zahlt Meggle, erklärte die Stadtbaumeisterin.

Ob die Werkstatt die Wiederbelebung der Altstadtbahn beeinträchtigen könne, ein Projekt, das auf Eis liegt, aber nicht gänzlich vom Tisch ist, wollte Dr. Hermann Budenhofer (Freie Wähler Reitmehring-Wasserburg) wissen. Die Stadtbaumeisterin verneinte dies. Der Ausschuss befürwortete den Antrag von Meggle einstimmig (7:0).

Meggle investiert 120 Millionen

Damit stehen den Investitionen der weltweit aktiven Meggle Gruppe am Stammsitz in Wasserburg nichts mehr im Wege. Das Unternehmen hat hier in den vergangenen Jahren mehrere Produktionstürme hochgezogen. Bis einschließlich 2025 investierte die Meggle Gruppe nach eigenen Angaben etwa 120 Millionen Euro in den Ausbau. Im Fokus: der Geschäftsbereich „Contract Manufacturing“, das heißt: Lohnfertigung für Kunden. Das Verfahren: Sprühtrocknung, ein Wachstumsfeld. Mit Meggle verbinden Endverbraucher weltweit zwar vor allem die Kräuterbutter, doch auch dem Pulver gehört laut Unternehmensleitung die Zukunft: für die Pharmazie, die Lebens- und Futtermittelindustrie beispielsweise.

Eine Visualisierung der geplanten neuen Bauer-Halle, vorgestellt in öffentlicher Bauausschuss-Sitzung.

Bauer erweitert mit Halle

Eine Erweiterung plant am Stammsitz in Wasserburg auch die Bauer-Gruppe. Sie möchte in der nach ihr benannten Straße auf dem Firmengelände eine weitere Halle, Tanks und Silos erstellen.

Eingang der Molkerei Bauer am Stammsitz in Wasserburg.

Das Bauer-Gebäude besteht laut Antrag aus einem Erdgeschoss mit Produktionsanlage sowie darauf im Obergeschoss angesiedelten Büroflächen. Benötigt wird der Neubau laut Unternehmensleitung für Rohstoffe und die Herstellung von Halbfertigfabrikaten. Auch hierzu gab es keine Gegenstimme im Ausschuss (7:0).

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