Nahost-Konflikt
Trumps Gaza-Deal: Geisel-Freilassung laut Vance „jeden Moment“ möglich
News zur Lage in Gaza: Donald Trump will angesichts der bevorstehenden Geiselfreilassung in den Nahen Osten reisen. Die Hamas lehnt derweil Teile seiner Pläne ab. Der Ticker.
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Update, 15:02 Uhr: Gegenüber NBC News sagte US-Vizepräsident JD Vance am Sonntag, dass die verbleibenden israelischen Geiseln in Gaza „jederzeit“ als Teil der ersten Phase eines Friedensplans zwischen Israel und der Hamas freigelassen werden könnten. „Es müsste jetzt wirklich jeden Moment soweit sein“, sagte der Vizepräsident in der Sendung „Meet the Press“ und führte aus: „Der Präsident der Vereinigten Staaten plant, am Montagmorgen nahöstlicher Zeit in den Nahen Osten zu reisen, um die Geiseln zu begrüßen.“
Update, 13:35 Uhr: Israel ist nach Worten des Regierungschefs Benjamin Netanjahu zur sofortigen Aufnahme der Geiseln bereit, die von der islamistischen Hamas freigelassen werden sollen. Netanjahus Büro teilte mit, der Ministerpräsident habe in der Frage mit dem Geisel-Beauftragten Gal Hirsch gesprochen. „Israel ist vorbereitet und bereit, alle unsere Geiseln sofort in Empfang zu nehmen“, sagte Netanjahu demnach. Eine 72 Stunden lange Frist zur Freilassung der Geiseln im Rahmen des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump läuft am Montagmittag aus.
Update, 10:58 Uhr: Die ägyptische Regierung erwartet bei dem Friedensgipfel zur Waffenruhe nach zwei Jahren Gaza-Krieg am Montag Staats- und Regierungschefs aus mehr als 20 Staaten. Das von US-Präsident Donald Trump und Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi organisierte Treffen soll nachmittags im Badeort Scharm el-Scheich stattfinden, wie das Präsidialamt in Kairo mitteilte. In einer Zeremonie soll dann der Friedensplan unterzeichnet werden, dem Israel und die islamistische Hamas Ende der Woche zugestimmt haben.
Ihre Teilnahme bereits bestätigt haben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und UN-Generalsekretär António Guterres. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer wird an dem Treffen ebenfalls teilnehmen, wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungskreise meldete. Es wird erwartet, dass auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) anreist.
Update, 12. Oktober, 6:35 Uhr: US-Präsident Donald Trump fliegt heute für gleich mehrere Termine in den Nahen Osten. Die einzelnen Stationen seiner Reise stehen jetzt fest: Vor seiner Rede im israelischen Parlament am Montagvormittag (13. Oktober) wird sich Trump in der Knesset mit Angehörigen der Hamas-Geiseln treffen. Das teilte das Weiße Haus mit. Am Nachmittag werde Trump dann zu einer „Nahost-Friedenszeremonie“ anlässlich des von ihm vermittelten Abkommens zwischen Israel und der Palästinenserorganisation Hamas in den ägyptischen Küstenort Scharm el Scheich weiterreisen.
Update, 16.51 Uhr: Die Hamas lehnt offenbar die zweite Phase von Trumps Friedensplan für den Gaza-Krieg ab. Die dort festgelegte Niederlegung der Waffen durch die islamische Terrororganisation „kommt nicht in Frage und ist nicht verhandelbar“, sagte ein Hamas-Vertreter am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. US-Präsident Trump hatte zuvor erklärt, eine Entwaffnung der Hamas sei Teil der zweiten Phase seines Friedensplans für den Gazastreifen.
Durchbruch bei Gaza-Verhandlungen: Gipfeltreffen in Ägypten geplant
Update, 15 Uhr: Nach dem Durchbruch in den Gaza-Verhandlungen ist ein internationales Gipfeltreffen im ägyptischen Scharm el Scheich geplant. Wie das ägyptische Außenministerium bekannt gab, werden US-Präsident Donald Trump und der ägyptische Staatschef Abdel Fattah al-Sisi gemeinsam den Vorsitz übernehmen. Die Außenminister Marco Rubio und Badr Abdel-Atti koordinierten bereits telefonisch die Planungen für das Treffen, dessen Termin noch nicht feststeht.
Trump kündigte bereits seine Nahost-Reise für Sonntag an, die ihn sowohl nach Ägypten als auch nach Israel führen wird. In Ägypten möchte er an der „offiziellen Unterzeichnung“ des Israel-Hamas-Abkommens teilnehmen, während in Israel eine Ansprache vor der Knesset vorgesehen ist. Die Rückkehr in die USA ist für Dienstagabend geplant. Zu den möglichen Teilnehmern des ägyptischen Gipfels zählt auch Bundeskanzler Friedrich Merz, der von al-Sisi zu der Zeremonie eingeladen wurde. Aus Berliner Regierungskreisen hieß es, dass Merz die Einladung positiv aufgenommen habe, eine offizielle Bestätigung seiner Teilnahme steht jedoch noch aus.
Update, 10:49 Uhr: Während im Gaza-Krieg eine Waffenruhe in Kraft getreten ist, greift das israelische Militär erneut Ziele im Libanon an. Bei den Angriffen im Süden des Landes wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut eine Person getötet und sieben weitere verletzt.
Bei dem Toten handelt es sich demnach um einen syrischen Staatsbürger. Unter den Verletzten seien auch zwei Frauen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA hatte zuvor gemeldet, dass ein Zivilist getötet und ein weiterer verletzt worden seien, als sie die angegriffene Straße passieren wollten. Bei den Angriffen seien mehrere Bulldozer getroffen worden. Einige seien in Flammen aufgegangen. Augenzeugen zufolge gab es mindestens 15 Luftangriffe.
Update, 11. Oktober, 6:10 Uhr: US-Präsident Donald Trump will nach der Einigung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der islamistischen Hamas eine Rede vor dem israelischen Parlament halten. Trump kündigte seinen dortigen Auftritt im Weißen Haus an, nachdem ihn der Knesset-Vorsitzende Amir Ohana offiziell ins Parlament eingeladen und auf der Plattform X geschrieben hatte: „Israel erwartet den Friedenspräsidenten.“ Zuvor hatten sich die Konfliktparteien auf die erste Phase von Trumps Friedensplan geeinigt und damit den Gaza-Krieg vorerst beendet.
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern




Ende des Gaza-Kriegs: Russland unterstützt Donald Trumps Friedensplan
Update, 15:18 Uhr: Auch Russland unterstützt den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump. Kreml-Chef Wladimir Putin erklärte, es könne eine Anfrage nach einer russischen Beteiligung am Friedensprozess geben, wie Reuters berichtet. Russland habe vertrauensvolle Beziehungen zu den arabischen Ländern und insbesondere zu den Palästinensern, erklärte Putin weiter.
Update, 12:49 Uhr: Im Gazastreifen sind nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch 20 der aus Israel verschleppten Geiseln am Leben. 28 Geiseln seien tot, erklärte Netanjahu am Freitag in einer Fernsehansprache. Er äußerte die Hoffnung, dass Israel ab Montagabend „einen Tag der nationalen Freude“ nach der Rückkehr aller lebenden und toten Geiseln aus dem Gazastreifen feiern könne.
Nach Waffenstillstand in Gaza: Merz schließt Beteiligung der Bundeswehr aus
Insgesamt listet der Bundeskanzler in der Erklärung eine Reihe von Punkten auf, wie sich Deutschland am Friedensprozess in Gaza beteiligen könnte. Darunter sind etwa:
- eine sofortige humanitäre Hilfe in Höhe von 29 Millionen Euro
- mit Ägypten zusammen die Einladung zu einer internationalen Wiederaufbaukonferenz für Gaza und
- die Beteiligung Deutschlands am von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Friedensrat
Bei diesen Punkten folge die Bundesregierung einem klaren Kompass, so Merz. „Deutschland tritt für die Existenz und die Sicherheit Israels ein. Das gehört zum unveränderlichen Wesenskern unserer Beziehungen.“ Die Bundesregierung sei zudem der festen Überzeugung, dass die Zwei-Staaten-Lösung die beste Aussicht auf eine friedliche Zukunft für Israelis und Palästinenser eröffne.
Update, 8:35 Uhr: Nach der Zustimmung der israelischen Regierung zu dem Abkommen mit der Hamas ist der Weg für ein Ende der Kämpfe sowie eine zügige Rückkehr der Geiseln frei. So sieht der Fahrplan Nahost jetzt aus:
- Laut dem vom Fernsehsender Kan veröffentlichten Vertragstext sollen die Militäreinsätze unverzüglich eingestellt werden. Binnen 24 Stunden nach dem Beschluss sollen sich die israelischen Streitkräfte auf eine vereinbarte Linie zurückziehen.
- Hilfslieferungen sollen umgehend ermöglicht werden.
- Binnen 72 Stunden sollen alle Geiseln in der Gewalt der Hamas und anderer Terroristen freigelassen und die Leichen toter Geiseln übergeben werden.
- Israel soll rund 250 wegen schwerer Straftaten zu lebenslanger Haft verurteilte Palästinenser und etwa 1700 weitere Palästinenser freilassen, die nach dem 7. Oktober 2023 inhaftiert wurden.
Update, 6:25 Uhr: Das Abkommen zwischen Israel und der Hamas sieht laut einem Bericht des Fernsehsenders Kan ein sofortiges Ende des Gaza-Kriegs nach der – inzwischen erfolgten – Zustimmung der israelischen Regierung vor. Alle militärischen Einsätze, einschließlich Luftangriffen und Artilleriebeschuss sowie gezielter Operationen, seien einzustellen, heißt es in dem unterzeichneten Abkommen, das Kan auf der Plattform X veröffentlichte. Zudem sind demnach unverzüglich Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu bringen.
US-Truppen sollen die Einhaltung der angestrebten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas unterstützen
Update, 5:05 Uhr: Die USA wollen die Einhaltung der angestrebten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas mit eigenen Truppen unterstützen. Die für die Region zuständige Kommandozentrale des US-Militärs (Centcom) werde 200 Soldaten bereitstellen, die allerdings nicht im Gazastreifen eingesetzt würden, erklärten hochrangige US-Regierungsbeamte in einem Telefonat mit Journalisten.
Update, 10. Oktober, 5:00 Uhr: Nach dem Durchbruch bei den Verhandlungen über eine Beilegung des Gaza-Kriegs hat auch das israelische Kabinett dem Abkommen mit der islamistischen Hamas zugestimmt. Das teilte das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu nach einer mehrstündigen Sitzung in der Nacht zu Freitag mit. Trotz des Widerstands einiger rechtsextremer Regierungsmitglieder war mit dem Mehrheitsbeschluss des Kabinetts gerechnet worden.
Update, 20:43 Uhr: Nach der Einigung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erneut den Friedensnobelpreis für US-Präsident Donald Trump gefordert. „Gebt Donald Trump den Friedensnobelpreis – er verdient ihn!“, erklärte Netanjahus Büro auf X. Auch Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi betonte während eines Telefonats mit Trump, er verdiene für das Erreichen der Einigung den Friedensnobelpreis.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte unterdessen in der ARD auf die Frage, ob Trump den Friedensnobelpreis, der am Freitag bekannt gegeben wird, verdient hätte, dass das Nobelkomitee „längst entschieden“ habe. „Ich würde Donald Trump auch einladen, das, was er jetzt erfolgreich – möglicherweise erfolgreich – in Israel gemacht hat, mit uns zusammen auch gemeinsam erfolgreich in der Ukraine hinzubekommen“. Wenn er das hinbekomme, „dann hat er wirklich große Verdienste“, sagte Merz.
Nach Gaza-Verhandlungen: Hamas erklärt Krieg für beendet
Update, 20.19 Uhr: Die Hamas erklärt den Gaza-Krieg für beendet. Dies verkündete der im Exil lebende Hamas-Chef Khalil al-Hayya, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Entsprechende Garantien habe man von den USA, den arabischen Vermittlern und der Türkei erhalten. Israel hat nur indirekt an den Verhandlungen teilgenommen.
„Wir haben Zusicherungen von den brüderlichen Vermittlern und der US-Regierung erhalten, die bestätigt haben, dass der Krieg vollständig beendet ist“, zitiert auch Al Jazeera al-Hayya.
Update, 18:59 Uhr: US-Präsident Donald Trump rechnet damit, dass die im Gazastreifen von der islamistischen Hamas festgehaltenen Geiseln Anfang nächster Woche freikommen. Man freue sich darauf, die Geiseln bei ihren Familien willkommen zu heißen – „und das wird Anfang nächster Woche geschehen. Wir hoffen, dass es Montag oder Dienstag sein wird“, sagte er bei einer im Fernsehen übertragenen Sitzung seines Kabinetts in Washington. Sie zu befreien sei ein komplizierter Prozess. Im Gazastreifen befinden sich noch 48 Geiseln, von denen nach israelischen Informationen noch 20 am Leben sind.
Trump stellte auch in Aussicht, dass er „recht bald“ aufbrechen wolle Richtung Nahost. Einen genauen Zeitpunkt nannte er nicht. Bereits am Vortag hatte er eine Reise rund um das Wochenende erwogen.
Update, 9. Oktober, 7:19 Uhr: Die israelische Armee hat mit den Vorbereitungen für die Aufnahme der Geiseln der Hamas begonnen. Nach der Einigung zwischen Israel und der Hamas ordnete der Stabschef an, „die Ausführung der Operation zur Rückkehr der Geiseln vorzubereiten“, wie die Armee heute auf X mitteilte.
Gleichzeitig solle man „auf alle Szenarien vorbereitet“ sein, hieß es weiter. Die Armee begrüßte die Vereinbarung über die Freilassung der Geiseln, wie AFP berichtet.
Erstmeldung: Washington – Israel und die islamistische Hamas haben nach übereinstimmenden Angaben der Vermittler USA und Katar der ersten Phase des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump zugestimmt. „Ich bin sehr stolz, bekannt geben zu können, dass Israel und die Hamas der ersten Phase unseres Friedensplans zugestimmt haben“, erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social.
„Das bedeutet, dass alle Geiseln sehr bald freigelassen werden und Israel seine Truppen auf eine vereinbarte Linie zurückziehen wird.“ Dies sei ein „erster Schritt hin zu einem starken, dauerhaften und ewigen Frieden“.
US-Präsident Trump: Israel und Hamas stimmen Geiselfreilassung zu
Die Einigung umfasse „alle Bestimmungen und Umsetzungsmechanismen der ersten Phase des Gaza-Waffenruheabkommens“, das zur Beendigung des Krieges, zur Freilassung israelischer Geiseln und palästinensischer Gefangener und Bereitstellung von Hilfsgütern führen werde, erklärte ein katarischer Außenamtssprecher. Auch die dem ägyptischen Geheimdienst nahestehende TV-Sendergruppe Al-Kahera News meldete, dass eine Einigung erzielt worden sei.
Krieg in Nahost: Netanjahu kündigt Bestätigung von Gaza-Abkommen an
Die Hamas, die den Krieg vor zwei Jahren mit ihrem Angriff auf Israel ausgelöst hatte, gab in der Nacht zum Donnerstag (9. Oktober) bekannt, dass beide Seiten eine „Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs im Gazastreifen“ erzielt hätten. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte eine Regierungssitzung zu Bestätigung des Gaza-Abkommens an.
Israel und die Hamas hatten in Ägypten indirekt über Trumps Friedensplan verhandelt. Zuletzt hatten sich die Anzeichen für Fortschritte bei den Verhandlungen gemehrt.
Hamas-Geiseln im Gazastreifen: 20 von ihnen sollen noch am Leben sein
Trumps Friedensplan sieht vor, dass alle israelischen und ausländischen Geiseln in der Gewalt der Hamas und anderer Terrororganisationen freikommen. Im Gegenzug dafür soll Israel rund 250 zu lebenslanger Haft verurteilte palästinensische Häftlinge freilassen sowie etwa 1.700 nach dem 7. Oktober 2023 Inhaftierte.
Im Gazastreifen befinden sich noch 48 Geiseln, von denen nach israelischen Informationen noch 20 am Leben sind. (Quellen: AFP, dpa) (frs)
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