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Nahost-Konflikt

Trumps Gaza-Deal: Geisel-Freilassung laut Vance „jeden Moment“ möglich

News zur Lage in Gaza: Donald Trump will angesichts der bevorstehenden Geiselfreilassung in den Nahen Osten reisen. Die Hamas lehnt derweil Teile seiner Pläne ab. Der Ticker.

Dieser Newsticker ist geschlossen. Aktuelle Entwicklungen können Sie in unserem neuen Ticker verfolgen.

Update, 15:02 Uhr: Gegenüber NBC News sagte US-Vizepräsident JD Vance am Sonntag, dass die verbleibenden israelischen Geiseln in Gaza „jederzeit“ als Teil der ersten Phase eines Friedensplans zwischen Israel und der Hamas freigelassen werden könnten. „Es müsste jetzt wirklich jeden Moment soweit sein“, sagte der Vizepräsident in der Sendung „Meet the Press“ und führte aus: „Der Präsident der Vereinigten Staaten plant, am Montagmorgen nahöstlicher Zeit in den Nahen Osten zu reisen, um die Geiseln zu begrüßen.“

Update, 13:35 Uhr: Israel ist nach Worten des Regierungschefs Benjamin Netanjahu zur sofortigen Aufnahme der Geiseln bereit, die von der islamistischen Hamas freigelassen werden sollen. Netanjahus Büro teilte mit, der Ministerpräsident habe in der Frage mit dem Geisel-Beauftragten Gal Hirsch gesprochen. „Israel ist vorbereitet und bereit, alle unsere Geiseln sofort in Empfang zu nehmen“, sagte Netanjahu demnach. Eine 72 Stunden lange Frist zur Freilassung der Geiseln im Rahmen des Gaza-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump läuft am Montagmittag aus.

Mitglieder der Hamas. (Archivbild)

Update, 10:58 Uhr: Die ägyptische Regierung erwartet bei dem Friedensgipfel zur Waffenruhe nach zwei Jahren Gaza-Krieg am Montag Staats- und Regierungschefs aus mehr als 20 Staaten. Das von US-Präsident Donald Trump und Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi organisierte Treffen soll nachmittags im Badeort Scharm el-Scheich stattfinden, wie das Präsidialamt in Kairo mitteilte. In einer Zeremonie soll dann der Friedensplan unterzeichnet werden, dem Israel und die islamistische Hamas Ende der Woche zugestimmt haben.

Ihre Teilnahme bereits bestätigt haben Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und UN-Generalsekretär António Guterres. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer wird an dem Treffen ebenfalls teilnehmen, wie die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf Regierungskreise meldete. Es wird erwartet, dass auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) anreist.

Update, 12. Oktober, 6:35 Uhr: US-Präsident Donald Trump fliegt heute für gleich mehrere Termine in den Nahen Osten. Die einzelnen Stationen seiner Reise stehen jetzt fest: Vor seiner Rede im israelischen Parlament am Montagvormittag (13. Oktober) wird sich Trump in der Knesset mit Angehörigen der Hamas-Geiseln treffen. Das teilte das Weiße Haus mit. Am Nachmittag werde Trump dann zu einer „Nahost-Friedenszeremonie“ anlässlich des von ihm vermittelten Abkommens zwischen Israel und der Palästinenserorganisation Hamas in den ägyptischen Küstenort Scharm el Scheich weiterreisen.

Update, 16.51 Uhr: Die Hamas lehnt offenbar die zweite Phase von Trumps Friedensplan für den Gaza-Krieg ab. Die dort festgelegte Niederlegung der Waffen durch die islamische Terrororganisation „kommt nicht in Frage und ist nicht verhandelbar“, sagte ein Hamas-Vertreter am Samstag der Nachrichtenagentur AFP. US-Präsident Trump hatte zuvor erklärt, eine Entwaffnung der Hamas sei Teil der zweiten Phase seines Friedensplans für den Gazastreifen.

Durchbruch bei Gaza-Verhandlungen: Gipfeltreffen in Ägypten geplant

Update, 15 Uhr: Nach dem Durchbruch in den Gaza-Verhandlungen ist ein internationales Gipfeltreffen im ägyptischen Scharm el Scheich geplant. Wie das ägyptische Außenministerium bekannt gab, werden US-Präsident Donald Trump und der ägyptische Staatschef Abdel Fattah al-Sisi gemeinsam den Vorsitz übernehmen. Die Außenminister Marco Rubio und Badr Abdel-Atti koordinierten bereits telefonisch die Planungen für das Treffen, dessen Termin noch nicht feststeht.

Trump kündigte bereits seine Nahost-Reise für Sonntag an, die ihn sowohl nach Ägypten als auch nach Israel führen wird. In Ägypten möchte er an der „offiziellen Unterzeichnung“ des Israel-Hamas-Abkommens teilnehmen, während in Israel eine Ansprache vor der Knesset vorgesehen ist. Die Rückkehr in die USA ist für Dienstagabend geplant. Zu den möglichen Teilnehmern des ägyptischen Gipfels zählt auch Bundeskanzler Friedrich Merz, der von al-Sisi zu der Zeremonie eingeladen wurde. Aus Berliner Regierungskreisen hieß es, dass Merz die Einladung positiv aufgenommen habe, eine offizielle Bestätigung seiner Teilnahme steht jedoch noch aus.

Update, 10:49 Uhr: Während im Gaza-Krieg eine Waffenruhe in Kraft getreten ist, greift das israelische Militär erneut Ziele im Libanon an. Bei den Angriffen im Süden des Landes wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Beirut eine Person getötet und sieben weitere verletzt. 

Bei dem Toten handelt es sich demnach um einen syrischen Staatsbürger. Unter den Verletzten seien auch zwei Frauen. Die staatliche Nachrichtenagentur NNA hatte zuvor gemeldet, dass ein Zivilist getötet und ein weiterer verletzt worden seien, als sie die angegriffene Straße passieren wollten. Bei den Angriffen seien mehrere Bulldozer getroffen worden. Einige seien in Flammen aufgegangen. Augenzeugen zufolge gab es mindestens 15 Luftangriffe. 

Update, 11. Oktober, 6:10 Uhr: US-Präsident Donald Trump will nach der Einigung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der islamistischen Hamas eine Rede vor dem israelischen Parlament halten. Trump kündigte seinen dortigen Auftritt im Weißen Haus an, nachdem ihn der Knesset-Vorsitzende Amir Ohana offiziell ins Parlament eingeladen und auf der Plattform X geschrieben hatte: „Israel erwartet den Friedenspräsidenten.“ Zuvor hatten sich die Konfliktparteien auf die erste Phase von Trumps Friedensplan geeinigt und damit den Gaza-Krieg vorerst beendet.

Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern 

Vor 60. Gründungstag von Israel
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen entschied 1947 über die Teilung Palästinas in zwei Staaten, einen jüdischen und einen arabischen. Im Teilungsplan wurde auch festgelegt, dass die Briten ihr Mandat für Palästina bis August 1948 niederlegen. Großbritannien hatte nach dem Ersten Weltkrieg das Gebiet besetzt und war 1922 offiziell mit dem Mandat über Palästina beauftragt worden. Am 14. Mai 1948 wurde auf Grundlage des UN-Beschlusses der jüdische Staat gegründet. © dpa
Proklamation des Staates Israel
Nach der Unterzeichnung der Proklamationsurkunde am 14. Mai 1948 im Stadtmuseum von Tel Aviv hält eine nicht identifizierte Person das Schriftstück mit den Unterschriften in die Höhe. Links ist David Ben Gurion zu sehen, der erste Ministerpräsident Israels. © dpa
Israelischer Unabhängigkeitskrieg
Ein historisches Datum für den Staat Israel. Doch die arabischen Staaten Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten und Irak erkannten die Gründung nicht an und überschritten nur einen Tag später mit ihren Armeen die Grenzen. So begann der Palästina-Krieg, der im Januar 1949 mit dem Sieg Israels endete. Das Foto zeigt israelische Mitglieder der paramilitärischen Organisation Haganah im August 1948.  © AFP
Operation Yoav
Die israelische Armee konnte während des Krieges 40 Prozent des Gebiets erobern, das eigentlich laut dem ursprünglichen UN-Plan zur Teilung für die arabische Bevölkerung vorgesehen war. So wurde auch der westliche Teil von Jerusalem von Israel besetzt.  © Imago
Waffenstillstand Israel Palästina 1949
Die Vereinten Nationen vermittelten zwischen Israel und Ägypten, und so kam es zwischen den beiden Ländern am 24. Februar 1949 zu einem Waffenstillstandsvertrag. Andere arabische Kriegsgegner folgten mit Waffenstillständen bis Juli 1949. Laut Schätzungen starben bei dem Krieg, den die arabischen Länder gestartet hatten, mehr als 6000 Israelis und 6000 Araber.  © ACME Newspictures/afp
Arafat. Geschichte des Krieges in Israel
Jassir Arafat gründete 1959 die Fatah, eine Partei in den palästinensischen Autonomiegebieten. Laut ihrer Verfassung war ihr Ziel, auch mit terroristischen Mitteln die Israelis aus Palästina zu vertreiben und Jerusalem als Hauptstadt zu installieren. Ebenfalls als Ziel rief die Fatah die „Ausrottung der ökonomischen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz des Zionismus“ aus.  © PPO/afp
Arafat
1993 erkannte die Fatah mit ihrem Vorsitzenden Jassir Arafat das Existenzrecht Israels im Osloer-Friedensprozess an, und wollte den Terror als Waffe nicht mehr nutzen. Allerdings gab es immer wieder Bombenattentate in Israel. 2011 suchte Arafat den Schulterschluss mit der Hamas. Gemeinsam planten sie, eine Übergangsregierung zu bilden, was bis heute nicht umgesetzt wurde. Innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ist die Fatah die stärkste Fraktion. © Aleksander Nordahl/Imago
1974 Arafat vor UN
Im Oktober 1974 erkannte die Vollversammlung der Vereinten Nationen die PLO als Befreiungsbewegung an. Daraufhin wurde Arafat als Vertreter eingeladen. Am 13. November 1974 eröffnete Arafat die Debatte in der Vollversammlung. Er beendete die Rede mit dem Satz: „Ich bin mit einem Olivenzweig in der einen und dem Gewehr des Revolutionärs in der anderen Hand hierhergekommen. Lasst nicht zu, dass der grüne Zweig aus meiner Hand fällt!“ © dpa
Kampfflugzeug im Sechs-Tage Krieg
Vom 5. Juni bis 10. Juni 1967 fand der Sechstagekrieg zwischen Israel auf der einen und Ägypten, Jordanien und Syrien auf der anderen Seite statt. Auslöser war die ägyptische Blockade der Seestraße von Tiran für die Israelis, die so abgeschnitten waren. Außerdem hatte der ägyptische Präsident den Abzug der Blauhelme erzwungen, die die nördliche Grenze Israels sicherten. Als Drohung schickte Ägypten dann 1000 Panzer und 100.000 Soldaten an die Grenzen zu Israel. Als Reaktion auf die Bedrohung flogen die Israelis einen Präventiv-Schlag. Auf dem Foto sieht man ein ägyptisches Kampfflugzeug. Während des Krieges konnte Israel die Kontrolle über den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen, das Westjordanland und Ostjerusalem erlangen. Weil Israel seine Angreifer besiegen konnte, machte der Staat am 19. Juni 1967, neun Tage nach seinem Sieg, Ägypten und Syrien ein Friedensangebot. Darin enthalten die Aufforderung, Israel als Staat anzuerkennen. © AP/dpa
Arabisch-israelischer Krieg
Am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, startete eine arabische Militärkoalition unter Führung Ägyptens und Syriens einen Überraschungsangriff, gleichzeitig auf die Sinai-Halbinsel und die Golanhöhen. Nach anfänglichem Erfolg der arabischen Kriegsparteien gelang es Israel, sich zu behaupten. Erst mit dem Friedensvertrag sechs Jahre später am 26. März 1979, normalisierten sich die Beziehungen zwischen Ägypten und Israel. Ägypten war der erste arabische Staat, der das Existenzrecht Israels anerkannte. © afp
Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten, Jimmy Carter schüttelt dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat die Hand.
Das Friedensabkommen vom 26. März. 1979 war ein wichtiger Meilenstein. US-Präsident Jimmy Carter gratulierte damals dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat und dem israelischen Premierminister Menachem Begin vor dem Weißen Haus. Nach den Camp-David-Verhandlungen unterzeichneten sie den Friedensvertrag zwischen den beiden Ländern dort. © Consolidated News Pictures/afp
Beschuss im Libanonkrieg
1982 begann mit dem Libanonkrieg der erste große israelisch-arabische Konflikt, der von Israel gestartet wurde. Die Kriegsparteien waren die israelische Armee und verbündete Milizen auf der einen, die PLO und Syrien auf der anderen Seite. Israel besetzte im Rahmen des Krieges zwischen 1982 und 1985 den Süden Libanons. Später richtete Israel daraufhin dort eine „Sicherheitszone“ ein, die aber Angriffe der Hisbollah aus dem Libanon auf nordisraelische Städte nicht verhindern konnte. Am 25. Mai 2000 zog die israelische Armee aus dem Südlibanon ab.  © Dominique Faget/afp
Soldaten und Kinder bei der Intifada 1987
Am 8. Dezember 1987 brach im Westjordanland und im Gazastreifen ein gewaltsamer Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung aus. Diesen Aufstand nennt man Intifada. Auf dem Foto ist zu sehen, wie israelische Soldaten Kinder anweisen, das Gebiet zu verlassen, als Hunderte von Demonstranten Steine und Flaschen schleudern.  © Esaias Baitel/afp
Hamas-Kundgebung im Gaza-Streifen
Die PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation), die ihre Zentrale in Tunis hatte, wollte einen eigenen palästinensischen Staat ausrufen, hatte aber keine Kontrolle über die entsprechenden Gebiete. Im Zuge dessen kam es zu einem Gewaltausbruch, der erst 1991 abnahm. 1993 wurde schließlich mit dem Osloer Abkommen die erste Intifada beendet. © Ali Ali/dpa
Der PLO-Führer Yasser Arafat und der israelischen Premierminister Yitzahk Rabin schütteln sich 1993 die Hände.
Nach Jahrzehnten von Gewalt und Konflikten unterschrieben am 13. September 1993 Israels Außenminister Shimon Peres und Mahmoud Abbas, Verhandlungsführer der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), unter Aufsicht der russischen und amerikanischen Außenminister die „Osloer Verträge“. Das Foto des Händedrucks zwischen Palästinenservertreter Jassir Arafat und dem israelischen Ministerpräsident Yitzhak Rabin und US-Präsident Bill Clinton wurde weltberühmt. © J. David Ake/afp
Yasir Arafat, Shimon Peres und Yitzhak Rabin erhalten den Friedensnobelpreis
Nach der Unterzeichnung der Osloer Verträge bekamen Jassir Arafat, Schimon Peres und Yitzhak Rabin den Friedensnobelpreis für 1994. Hier die Preisträger zusammen mit ihrer Medaille und ihrem Diplom im Osloer Rathaus. Die Friedensverträge wurden damals als wichtiger Startpunkt für Frieden in der Region gesehen. © Aleksander Nordahl/Imago
Bill Clinton, König Hussein und Rabin bei der Friedenssitzung
1994 folgten Friedensverhandlungen zwischen Jordanien und Israel 1994 im Weißen Haus. Auf dem Foto ist zu sehen, wie der jordanische König Hussein und der israelische Premierminister Yitzahk Rabin bei der Friedenssitzung sich die Hände schütteln. © Imago/ ZUMA Press
Sarg von Yitzhak Rabin, Geschichte des Kriegs in Israel
Mit der Hoffnung auf Frieden in der Region wurde der Hass von israelischen Extremisten größer. Diese wollten Abkommen mit den arabischen Staaten und der PLO nicht akzeptieren. So wurde Yitzhak Rabin zur Zielscheibe und wurde 1995 im Anschluss an eine große Friedenskundgebung in Tel Aviv von einem rechtsextremen Juden ermordet. Das Foto zeigt den Sarg des Premierministers in Jerusalem bei seiner Beerdigung.  © Jim Hollander/dpa
Junge schießt mit Katapult bei der zweiten Intifada, Geschichte des Krieges in Israel
Obwohl es in den 1990er Jahren mit den Osloer Verträgen große Hoffnung auf Frieden gab, hatte sich die Situation nach der Ermordung von Yitzhak Rabin massiv aufgeheizt. 2000 kam es zur zweiten Intifada, dem gewaltvollen Aufstand der Palästinenser mit Straßenschlachten. Die zweite Intifada dauerte bis 2005. © Imago/UPI Photo
Israelische Soldaten 2006, Geschichte des Krieges in Israel
2006 kam es wieder zwischen Israel und dem Libanon zum Krieg. Die Auseinandersetzung wird auch 33-Tage-Krieg oder zweiter Libanon-Krieg genannt, weil sie nach gut einem Monat am 14. August 2006 mit einem Waffenstillstand endete. Das Foto zeigt einen israelischen Soldaten im Libanon-Krieg im Jahr 2006. Eine israelische Artillerieeinheit hatte soeben an der libanesisch-israelischen Grenze in den Libanon gefeuert. Fast 10.000 israelische Soldaten kämpften in der Nähe von etwa einem Dutzend Dörfern im Südlibanon gegen Hisbollah-Kämpfer.  © Menahem Kahana/afp
Israelisches Militär feuert auf Ziele im Libanon
Auslöser des Libanon-Kriegs waren anhaltende Konflikte zwischen der Terrororganisation Hisbollah und der israelischen Armee. Um die Angriffe zu stoppen, bombardierte die israelische Luftwaffe die Miliz aus der Luft und verhängte eine Seeblockade. Die Hisbollah antwortete mit Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Später schickte Israel auch Bodentruppen in den Süden von Libanon.  © Atef Safadi/dpa
Angriff im Süden von Beirut
Die libanesische Regierung verurteilte die Angriffe der Hisbollah und forderte internationale Friedenstruppen, um den Konflikt zu beenden. Am 14. August 2006 stimmten schließlich nach einer UN-Resolution die Konfliktparteien einem Waffenstillstand zu. Sowohl die Hisbollah als auch Israel sahen sich als Sieger.  © Wael Hamzeh/dpa
Krieg in Israel
2014 startete die israelische Armee (IDF) mit der Operation Protective Edge am 8. Juli eine Militäroperation, weil die Hamas aus dem Gazastreifen immer wieder Israel beschoss. Ab dem 26. Juli 2014 folgte eine unbefristete Waffenruhe, die kanpp neun jahre währte.  © Abir Sultan/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas einen Überraschungsangriff auf Israel mit Raketenbeschuss und Bodeninfiltrationen aus dem Gazastreifen, was zu schweren Verlusten und der Entführung zahlreicher Geiseln führte. Hier ist eine Gesamtansicht der zerstörten Polizeistation in Sderot nach den Angriffen der Hamas-Terroristen zu sehen.  © Ilia Yefimovich/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Bei dem Überfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen auf Israel wurden rund 1200 Menschen getötet und mehr als 250 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Seitdem wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen Zehntausende Menschen getötet, darunter auch viele Frauen und Minderjährige. © Ilia Yefimovich/dpa

Ende des Gaza-Kriegs: Russland unterstützt Donald Trumps Friedensplan

Update, 15:18 Uhr: Auch Russland unterstützt den Friedensplan von US-Präsident Donald Trump. Kreml-Chef Wladimir Putin erklärte, es könne eine Anfrage nach einer russischen Beteiligung am Friedensprozess geben, wie Reuters berichtet. Russland habe vertrauensvolle Beziehungen zu den arabischen Ländern und insbesondere zu den Palästinensern, erklärte Putin weiter.

Update, 12:49 Uhr: Im Gazastreifen sind nach Angaben des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu noch 20 der aus Israel verschleppten Geiseln am Leben. 28 Geiseln seien tot, erklärte Netanjahu am Freitag in einer Fernsehansprache. Er äußerte die Hoffnung, dass Israel ab Montagabend „einen Tag der nationalen Freude“ nach der Rückkehr aller lebenden und toten Geiseln aus dem Gazastreifen feiern könne.

Nach Waffenstillstand in Gaza: Merz schließt Beteiligung der Bundeswehr aus

Insgesamt listet der Bundeskanzler in der Erklärung eine Reihe von Punkten auf, wie sich Deutschland am Friedensprozess in Gaza beteiligen könnte. Darunter sind etwa:

  • eine sofortige humanitäre Hilfe in Höhe von 29 Millionen Euro
  • mit Ägypten zusammen die Einladung zu einer internationalen Wiederaufbaukonferenz für Gaza und
  • die Beteiligung Deutschlands am von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Friedensrat

Bei diesen Punkten folge die Bundesregierung einem klaren Kompass, so Merz. „Deutschland tritt für die Existenz und die Sicherheit Israels ein. Das gehört zum unveränderlichen Wesenskern unserer Beziehungen.“ Die Bundesregierung sei zudem der festen Überzeugung, dass die Zwei-Staaten-Lösung die beste Aussicht auf eine friedliche Zukunft für Israelis und Palästinenser eröffne. 

Update, 8:35 Uhr:  Nach der Zustimmung der israelischen Regierung zu dem Abkommen mit der Hamas ist der Weg für ein Ende der Kämpfe sowie eine zügige Rückkehr der Geiseln frei. So sieht der Fahrplan Nahost jetzt aus:

  • Laut dem vom Fernsehsender Kan veröffentlichten Vertragstext sollen die Militäreinsätze unverzüglich eingestellt werden. Binnen 24 Stunden nach dem Beschluss sollen sich die israelischen Streitkräfte auf eine vereinbarte Linie zurückziehen.
  • Hilfslieferungen sollen umgehend ermöglicht werden.
  • Binnen 72 Stunden sollen alle Geiseln in der Gewalt der Hamas und anderer Terroristen freigelassen und die Leichen toter Geiseln übergeben werden.
  • Israel soll rund 250 wegen schwerer Straftaten zu lebenslanger Haft verurteilte Palästinenser und etwa 1700 weitere Palästinenser freilassen, die nach dem 7. Oktober 2023 inhaftiert wurden.

Update, 6:25 Uhr: Das Abkommen zwischen Israel und der Hamas sieht laut einem Bericht des Fernsehsenders Kan ein sofortiges Ende des Gaza-Kriegs nach der – inzwischen erfolgten – Zustimmung der israelischen Regierung vor. Alle militärischen Einsätze, einschließlich Luftangriffen und Artilleriebeschuss sowie gezielter Operationen, seien einzustellen, heißt es in dem unterzeichneten Abkommen, das Kan auf der Plattform X veröffentlichte. Zudem sind demnach unverzüglich Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu bringen.

US-Truppen sollen die Einhaltung der angestrebten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas unterstützen

Update, 5:05 Uhr: Die USA wollen die Einhaltung der angestrebten Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas mit eigenen Truppen unterstützen. Die für die Region zuständige Kommandozentrale des US-Militärs (Centcom) werde 200 Soldaten bereitstellen, die allerdings nicht im Gazastreifen eingesetzt würden, erklärten hochrangige US-Regierungsbeamte in einem Telefonat mit Journalisten.

Update, 10. Oktober, 5:00 Uhr: Nach dem Durchbruch bei den Verhandlungen über eine Beilegung des Gaza-Kriegs hat auch das israelische Kabinett dem Abkommen mit der islamistischen Hamas zugestimmt. Das teilte das Büro von Regierungschef Benjamin Netanjahu nach einer mehrstündigen Sitzung in der Nacht zu Freitag mit. Trotz des Widerstands einiger rechtsextremer Regierungsmitglieder war mit dem Mehrheitsbeschluss des Kabinetts gerechnet worden.

Update, 20:43 Uhr: Nach der Einigung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erneut den Friedensnobelpreis für US-Präsident Donald Trump gefordert. „Gebt Donald Trump den Friedensnobelpreis – er verdient ihn!“, erklärte Netanjahus Büro auf X. Auch Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi betonte während eines Telefonats mit Trump, er verdiene für das Erreichen der Einigung den Friedensnobelpreis.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte unterdessen in der ARD auf die Frage, ob Trump den Friedensnobelpreis, der am Freitag bekannt gegeben wird, verdient hätte, dass das Nobelkomitee „längst entschieden“ habe. „Ich würde Donald Trump auch einladen, das, was er jetzt erfolgreich – möglicherweise erfolgreich – in Israel gemacht hat, mit uns zusammen auch gemeinsam erfolgreich in der Ukraine hinzubekommen“. Wenn er das hinbekomme, „dann hat er wirklich große Verdienste“, sagte Merz.

Nach Gaza-Verhandlungen: Hamas erklärt Krieg für beendet

Update, 20.19 Uhr: Die Hamas erklärt den Gaza-Krieg für beendet. Dies verkündete der im Exil lebende Hamas-Chef Khalil al-Hayya, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Entsprechende Garantien habe man von den USA, den arabischen Vermittlern und der Türkei erhalten. Israel hat nur indirekt an den Verhandlungen teilgenommen.

„Wir haben Zusicherungen von den brüderlichen Vermittlern und der US-Regierung erhalten, die bestätigt haben, dass der Krieg vollständig beendet ist“, zitiert auch Al Jazeera al-Hayya.

Update, 18:59 Uhr: US-Präsident Donald Trump rechnet damit, dass die im Gazastreifen von der islamistischen Hamas festgehaltenen Geiseln Anfang nächster Woche freikommen. Man freue sich darauf, die Geiseln bei ihren Familien willkommen zu heißen – „und das wird Anfang nächster Woche geschehen. Wir hoffen, dass es Montag oder Dienstag sein wird“, sagte er bei einer im Fernsehen übertragenen Sitzung seines Kabinetts in Washington. Sie zu befreien sei ein komplizierter Prozess. Im Gazastreifen befinden sich noch 48 Geiseln, von denen nach israelischen Informationen noch 20 am Leben sind. 

Trump stellte auch in Aussicht, dass er „recht bald“ aufbrechen wolle Richtung Nahost. Einen genauen Zeitpunkt nannte er nicht. Bereits am Vortag hatte er eine Reise rund um das Wochenende erwogen.

Update, 9. Oktober, 7:19 Uhr: Die israelische Armee hat mit den Vorbereitungen für die Aufnahme der Geiseln der Hamas begonnen. Nach der Einigung zwischen Israel und der Hamas ordnete der Stabschef an, „die Ausführung der Operation zur Rückkehr der Geiseln vorzubereiten“, wie die Armee heute auf X mitteilte.


Gleichzeitig solle man „auf alle Szenarien vorbereitet“ sein, hieß es weiter. Die Armee begrüßte die Vereinbarung über die Freilassung der Geiseln, wie AFP berichtet.

Erstmeldung: Washington – Israel und die islamistische Hamas haben nach übereinstimmenden Angaben der Vermittler USA und Katar der ersten Phase des Friedensplans von US-Präsident Donald Trump zugestimmt. „Ich bin sehr stolz, bekannt geben zu können, dass Israel und die Hamas der ersten Phase unseres Friedensplans zugestimmt haben“, erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social.

„Das bedeutet, dass alle Geiseln sehr bald freigelassen werden und Israel seine Truppen auf eine vereinbarte Linie zurückziehen wird.“ Dies sei ein „erster Schritt hin zu einem starken, dauerhaften und ewigen Frieden“.

US-Präsident Trump: Israel und Hamas stimmen Geiselfreilassung zu

Die Einigung umfasse „alle Bestimmungen und Umsetzungsmechanismen der ersten Phase des Gaza-Waffenruheabkommens“, das zur Beendigung des Krieges, zur Freilassung israelischer Geiseln und palästinensischer Gefangener und Bereitstellung von Hilfsgütern führen werde, erklärte ein katarischer Außenamtssprecher. Auch die dem ägyptischen Geheimdienst nahestehende TV-Sendergruppe Al-Kahera News meldete, dass eine Einigung erzielt worden sei.

Krieg in Nahost: Netanjahu kündigt Bestätigung von Gaza-Abkommen an

Die Hamas, die den Krieg vor zwei Jahren mit ihrem Angriff auf Israel ausgelöst hatte, gab in der Nacht zum Donnerstag (9. Oktober) bekannt, dass beide Seiten eine „Vereinbarung zur Beendigung des Kriegs im Gazastreifen“ erzielt hätten. Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte eine Regierungssitzung zu Bestätigung des Gaza-Abkommens an.

Israel und die Hamas hatten in Ägypten indirekt über Trumps Friedensplan verhandelt. Zuletzt hatten sich die Anzeichen für Fortschritte bei den Verhandlungen gemehrt.

Hamas-Geiseln im Gazastreifen: 20 von ihnen sollen noch am Leben sein

Trumps Friedensplan sieht vor, dass alle israelischen und ausländischen Geiseln in der Gewalt der Hamas und anderer Terrororganisationen freikommen. Im Gegenzug dafür soll Israel rund 250 zu lebenslanger Haft verurteilte palästinensische Häftlinge freilassen sowie etwa 1.700 nach dem 7. Oktober 2023 Inhaftierte.

Im Gazastreifen befinden sich noch 48 Geiseln, von denen nach israelischen Informationen noch 20 am Leben sind. (Quellen: AFP, dpa) (frs)

Rubriklistenbild: © Abdel Kareem Hana/AP/dpa

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