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Ende des Gaza-Kriegs

Nach Gaza-Friedensdeal: Trump droht Hamas – „Wird rasch und vielleicht gewaltsam geschehen“

US-Präsident Trump lässt sich für das Friedensabkommen in Gaza feiern. Die CSU fordert ein sofortiges Ende der Sanktionen für Israel. Der News-Ticker.

Updates, 21:51 Uhr: Die islamistische Hamas hat die Leichen von vier weiteren getöteten Geiseln übergeben. Die israelische Armee teilte mit, vier Särge seien Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) ausgehändigt worden und diese seien auf dem Weg zur Übergabe an das Militär. 

„Die Hamas ist verpflichtet, das Abkommen einzuhalten und die notwendigen Schritte zur Rückführung der Geiseln zu unternehmen“, hieß es in der Mitteilung. Laut der Waffenruhe-Vereinbarung muss die Hamas insgesamt 28 Leichen übergeben. 20 von ihnen verbleiben noch im Gazastreifen. 

Update, 20:42 Uhr: Donald Trump hat der Hamas erneut gedroht. Sollte die Terrororganisation nicht freiwillig ihre Waffen abgeben, würden die USA sie „entwaffnen“. Es ist nicht das erste Mal, dass der US-Präsident den Islamisten mit militärischer Gewalt droht.

„Wenn sie die Waffen nicht niederlegen, werden wir sie entwaffnen“, sagte Trump am Dienstag vor Journalisten im Weißen Haus. „Und es wird rasch und vielleicht gewaltsam geschehen“, fügte er an.

US-Präsident Donald Trump spricht zu Reportern an Bord der Air Force One während eines Tankstopps bei RAF Mildenhall in der Nähe von Bury St. Edmunds in Ostengland, auf dem Weg zurück nach Washington.

Nach Friedensplan: Israel übergibt 45 Leichen in den Gazastreifen

Update, 18.46 Uhr: Israel hat im Rahmen der Vereinbarung mit der islamistischen Hamas die Leichen von 45 Palästinensern übergeben. Die sterblichen Überreste seien mithilfe des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) in den Gazastreifen gebracht worden, hieß es aus medizinischen Kreisen in dem Küstenstreifen. 

Im Nasser-Krankenhaus in Chan Junis im Süden des Gazastreifens sollen nun Gentests zur Identifizierung der Leichen vorgenommen werden. Danach sollen die Familien ihre toten Angehörigen beisetzen können. 

Berichte über Hamas-Exekutionen im Gazastreifen

Update, 15:43 Uhr: Die Hamas hat im Gazastreifen offenbar mehrere Menschen wegen angeblicher Kollaboration mit Israel hingerichtet. Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur von Gruppenerschießungen auf einem Platz südlich von Gaza-Stadt, ein entsprechendes Video kursiert in sozialen Medien. Es ist unbekannt, wie die Hamas Hinrichtungskandidaten auswählt. Faire Gerichtsverfahren gibt es nicht. In nicht unmittelbar überprüfbaren Videos ist zu sehen, dass einige der Opfer vor ihrer Erschießung offenbar gefoltert wurden. Unbestätigten Berichten zufolge soll es Schnellprozesse geben, bei denen Mitglieder des Hamas-Sicherheitsapparats die Todesurteile fällen. 

Nach dem Beginn der Waffenruhe im Gaza-Krieg kam es zudem zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Hamas-Einheiten und rivalisierenden Banden mit Dutzenden Toten. US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass Washington der Hamas vorübergehend den Waffengebrauch zur Wiederherstellung der Ordnung erlaubt habe. Die Hamas versuche, nach Monaten des Kriegs wieder Ordnung herzustellen, sagte Trump vor Journalisten.

Vorbereitung für Friedensabkommen im Gaza-Krieg – Berichte über Geheimtrefffen in Ägypten

Update, 12:55 Uhr: Ein außergewöhnliches Geheimtreffen zwischen US-Vertretern und Hamas-Führern hat die aktuelle Waffenruhe im Gaza-Krieg ermöglicht. Donald Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und Schwiegersohn Jared Kushner trafen vergangene Woche in einem Luxushotel in Scharm El-Scheich den höchsten Hamas-Vertreter im Ausland, Chalil al-Haja. Das berichtet Axios.

Das 45-minütige Treffen zielte darauf ab, der Hamas die Sorge zu nehmen, Israel könne den Krieg nach Freilassung der Geiseln fortsetzen. Nach dem Treffen habe sich die Hamas zurückgezogen zu Gesprächen mit den Vermittlern Katars, Ägyptens und der Türkei. Wenige Minuten später sei der ägyptische Geheimdienstchef Hassan Raschad dann zu Witkoff und Kushner gekommen und habe gesagt: „Beruhend auf dem Treffen, das soeben stattgefunden hat, haben wir einen Deal“.

Israel fordert Rückgabe von toten Geiseln – Berichte über neue Deadline

Update, 10.45 Uhr: Trotz des Friedensdeals im Gaza-Krieg wächst in Israel offenbar der Unmut über die ausbleibende Rückgabe der getöteten Hamas-Geiseln. Es sei klar gewesen, dass die islamistische Hamas eventuell nicht alle 28 Toten innerhalb der dafür vereinbarten Frist sofort am Montag zurückgeben könne, schrieb das Nachrichtenportal ynet. Aber Regierungsvertreter hätten mit „Schock und Frustration“ reagiert, als nur vier Särge übergeben wurden.

Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern 

Vor 60. Gründungstag von Israel
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen entschied 1947 über die Teilung Palästinas in zwei Staaten, einen jüdischen und einen arabischen. Im Teilungsplan wurde auch festgelegt, dass die Briten ihr Mandat für Palästina bis August 1948 niederlegen. Großbritannien hatte nach dem Ersten Weltkrieg das Gebiet besetzt und war 1922 offiziell mit dem Mandat über Palästina beauftragt worden. Am 14. Mai 1948 wurde auf Grundlage des UN-Beschlusses der jüdische Staat gegründet. © dpa
Proklamation des Staates Israel
Nach der Unterzeichnung der Proklamationsurkunde am 14. Mai 1948 im Stadtmuseum von Tel Aviv hält eine nicht identifizierte Person das Schriftstück mit den Unterschriften in die Höhe. Links ist David Ben Gurion zu sehen, der erste Ministerpräsident Israels. © dpa
Israelischer Unabhängigkeitskrieg
Ein historisches Datum für den Staat Israel. Doch die arabischen Staaten Libanon, Syrien, Jordanien, Ägypten und Irak erkannten die Gründung nicht an und überschritten nur einen Tag später mit ihren Armeen die Grenzen. So begann der Palästina-Krieg, der im Januar 1949 mit dem Sieg Israels endete. Das Foto zeigt israelische Mitglieder der paramilitärischen Organisation Haganah im August 1948.  © AFP
Operation Yoav
Die israelische Armee konnte während des Krieges 40 Prozent des Gebiets erobern, das eigentlich laut dem ursprünglichen UN-Plan zur Teilung für die arabische Bevölkerung vorgesehen war. So wurde auch der westliche Teil von Jerusalem von Israel besetzt.  © Imago
Waffenstillstand Israel Palästina 1949
Die Vereinten Nationen vermittelten zwischen Israel und Ägypten, und so kam es zwischen den beiden Ländern am 24. Februar 1949 zu einem Waffenstillstandsvertrag. Andere arabische Kriegsgegner folgten mit Waffenstillständen bis Juli 1949. Laut Schätzungen starben bei dem Krieg, den die arabischen Länder gestartet hatten, mehr als 6000 Israelis und 6000 Araber.  © ACME Newspictures/afp
Arafat. Geschichte des Krieges in Israel
Jassir Arafat gründete 1959 die Fatah, eine Partei in den palästinensischen Autonomiegebieten. Laut ihrer Verfassung war ihr Ziel, auch mit terroristischen Mitteln die Israelis aus Palästina zu vertreiben und Jerusalem als Hauptstadt zu installieren. Ebenfalls als Ziel rief die Fatah die „Ausrottung der ökonomischen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz des Zionismus“ aus.  © PPO/afp
Arafat
1993 erkannte die Fatah mit ihrem Vorsitzenden Jassir Arafat das Existenzrecht Israels im Osloer-Friedensprozess an, und wollte den Terror als Waffe nicht mehr nutzen. Allerdings gab es immer wieder Bombenattentate in Israel. 2011 suchte Arafat den Schulterschluss mit der Hamas. Gemeinsam planten sie, eine Übergangsregierung zu bilden, was bis heute nicht umgesetzt wurde. Innerhalb der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) ist die Fatah die stärkste Fraktion. © Aleksander Nordahl/Imago
1974 Arafat vor UN
Im Oktober 1974 erkannte die Vollversammlung der Vereinten Nationen die PLO als Befreiungsbewegung an. Daraufhin wurde Arafat als Vertreter eingeladen. Am 13. November 1974 eröffnete Arafat die Debatte in der Vollversammlung. Er beendete die Rede mit dem Satz: „Ich bin mit einem Olivenzweig in der einen und dem Gewehr des Revolutionärs in der anderen Hand hierhergekommen. Lasst nicht zu, dass der grüne Zweig aus meiner Hand fällt!“ © dpa
Kampfflugzeug im Sechs-Tage Krieg
Vom 5. Juni bis 10. Juni 1967 fand der Sechstagekrieg zwischen Israel auf der einen und Ägypten, Jordanien und Syrien auf der anderen Seite statt. Auslöser war die ägyptische Blockade der Seestraße von Tiran für die Israelis, die so abgeschnitten waren. Außerdem hatte der ägyptische Präsident den Abzug der Blauhelme erzwungen, die die nördliche Grenze Israels sicherten. Als Drohung schickte Ägypten dann 1000 Panzer und 100.000 Soldaten an die Grenzen zu Israel. Als Reaktion auf die Bedrohung flogen die Israelis einen Präventiv-Schlag. Auf dem Foto sieht man ein ägyptisches Kampfflugzeug. Während des Krieges konnte Israel die Kontrolle über den Gazastreifen, die Sinai-Halbinsel, die Golanhöhen, das Westjordanland und Ostjerusalem erlangen. Weil Israel seine Angreifer besiegen konnte, machte der Staat am 19. Juni 1967, neun Tage nach seinem Sieg, Ägypten und Syrien ein Friedensangebot. Darin enthalten die Aufforderung, Israel als Staat anzuerkennen. © AP/dpa
Arabisch-israelischer Krieg
Am 6. Oktober 1973, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, startete eine arabische Militärkoalition unter Führung Ägyptens und Syriens einen Überraschungsangriff, gleichzeitig auf die Sinai-Halbinsel und die Golanhöhen. Nach anfänglichem Erfolg der arabischen Kriegsparteien gelang es Israel, sich zu behaupten. Erst mit dem Friedensvertrag sechs Jahre später am 26. März 1979, normalisierten sich die Beziehungen zwischen Ägypten und Israel. Ägypten war der erste arabische Staat, der das Existenzrecht Israels anerkannte. © afp
Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten, Jimmy Carter schüttelt dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat die Hand.
Das Friedensabkommen vom 26. März. 1979 war ein wichtiger Meilenstein. US-Präsident Jimmy Carter gratulierte damals dem ägyptischen Präsidenten Anwar al-Sadat und dem israelischen Premierminister Menachem Begin vor dem Weißen Haus. Nach den Camp-David-Verhandlungen unterzeichneten sie den Friedensvertrag zwischen den beiden Ländern dort. © Consolidated News Pictures/afp
Beschuss im Libanonkrieg
1982 begann mit dem Libanonkrieg der erste große israelisch-arabische Konflikt, der von Israel gestartet wurde. Die Kriegsparteien waren die israelische Armee und verbündete Milizen auf der einen, die PLO und Syrien auf der anderen Seite. Israel besetzte im Rahmen des Krieges zwischen 1982 und 1985 den Süden Libanons. Später richtete Israel daraufhin dort eine „Sicherheitszone“ ein, die aber Angriffe der Hisbollah aus dem Libanon auf nordisraelische Städte nicht verhindern konnte. Am 25. Mai 2000 zog die israelische Armee aus dem Südlibanon ab.  © Dominique Faget/afp
Soldaten und Kinder bei der Intifada 1987
Am 8. Dezember 1987 brach im Westjordanland und im Gazastreifen ein gewaltsamer Aufstand der Palästinenser gegen die israelische Besatzung aus. Diesen Aufstand nennt man Intifada. Auf dem Foto ist zu sehen, wie israelische Soldaten Kinder anweisen, das Gebiet zu verlassen, als Hunderte von Demonstranten Steine und Flaschen schleudern.  © Esaias Baitel/afp
Hamas-Kundgebung im Gaza-Streifen
Die PLO (Palästinensische Befreiungsorganisation), die ihre Zentrale in Tunis hatte, wollte einen eigenen palästinensischen Staat ausrufen, hatte aber keine Kontrolle über die entsprechenden Gebiete. Im Zuge dessen kam es zu einem Gewaltausbruch, der erst 1991 abnahm. 1993 wurde schließlich mit dem Osloer Abkommen die erste Intifada beendet. © Ali Ali/dpa
Der PLO-Führer Yasser Arafat und der israelischen Premierminister Yitzahk Rabin schütteln sich 1993 die Hände.
Nach Jahrzehnten von Gewalt und Konflikten unterschrieben am 13. September 1993 Israels Außenminister Shimon Peres und Mahmoud Abbas, Verhandlungsführer der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), unter Aufsicht der russischen und amerikanischen Außenminister die „Osloer Verträge“. Das Foto des Händedrucks zwischen Palästinenservertreter Jassir Arafat und dem israelischen Ministerpräsident Yitzhak Rabin und US-Präsident Bill Clinton wurde weltberühmt. © J. David Ake/afp
Yasir Arafat, Shimon Peres und Yitzhak Rabin erhalten den Friedensnobelpreis
Nach der Unterzeichnung der Osloer Verträge bekamen Jassir Arafat, Schimon Peres und Yitzhak Rabin den Friedensnobelpreis für 1994. Hier die Preisträger zusammen mit ihrer Medaille und ihrem Diplom im Osloer Rathaus. Die Friedensverträge wurden damals als wichtiger Startpunkt für Frieden in der Region gesehen. © Aleksander Nordahl/Imago
Bill Clinton, König Hussein und Rabin bei der Friedenssitzung
1994 folgten Friedensverhandlungen zwischen Jordanien und Israel 1994 im Weißen Haus. Auf dem Foto ist zu sehen, wie der jordanische König Hussein und der israelische Premierminister Yitzahk Rabin bei der Friedenssitzung sich die Hände schütteln. © Imago/ ZUMA Press
Sarg von Yitzhak Rabin, Geschichte des Kriegs in Israel
Mit der Hoffnung auf Frieden in der Region wurde der Hass von israelischen Extremisten größer. Diese wollten Abkommen mit den arabischen Staaten und der PLO nicht akzeptieren. So wurde Yitzhak Rabin zur Zielscheibe und wurde 1995 im Anschluss an eine große Friedenskundgebung in Tel Aviv von einem rechtsextremen Juden ermordet. Das Foto zeigt den Sarg des Premierministers in Jerusalem bei seiner Beerdigung.  © Jim Hollander/dpa
Junge schießt mit Katapult bei der zweiten Intifada, Geschichte des Krieges in Israel
Obwohl es in den 1990er Jahren mit den Osloer Verträgen große Hoffnung auf Frieden gab, hatte sich die Situation nach der Ermordung von Yitzhak Rabin massiv aufgeheizt. 2000 kam es zur zweiten Intifada, dem gewaltvollen Aufstand der Palästinenser mit Straßenschlachten. Die zweite Intifada dauerte bis 2005. © Imago/UPI Photo
Israelische Soldaten 2006, Geschichte des Krieges in Israel
2006 kam es wieder zwischen Israel und dem Libanon zum Krieg. Die Auseinandersetzung wird auch 33-Tage-Krieg oder zweiter Libanon-Krieg genannt, weil sie nach gut einem Monat am 14. August 2006 mit einem Waffenstillstand endete. Das Foto zeigt einen israelischen Soldaten im Libanon-Krieg im Jahr 2006. Eine israelische Artillerieeinheit hatte soeben an der libanesisch-israelischen Grenze in den Libanon gefeuert. Fast 10.000 israelische Soldaten kämpften in der Nähe von etwa einem Dutzend Dörfern im Südlibanon gegen Hisbollah-Kämpfer.  © Menahem Kahana/afp
Israelisches Militär feuert auf Ziele im Libanon
Auslöser des Libanon-Kriegs waren anhaltende Konflikte zwischen der Terrororganisation Hisbollah und der israelischen Armee. Um die Angriffe zu stoppen, bombardierte die israelische Luftwaffe die Miliz aus der Luft und verhängte eine Seeblockade. Die Hisbollah antwortete mit Raketenbeschuss auf den Norden Israels. Später schickte Israel auch Bodentruppen in den Süden von Libanon.  © Atef Safadi/dpa
Angriff im Süden von Beirut
Die libanesische Regierung verurteilte die Angriffe der Hisbollah und forderte internationale Friedenstruppen, um den Konflikt zu beenden. Am 14. August 2006 stimmten schließlich nach einer UN-Resolution die Konfliktparteien einem Waffenstillstand zu. Sowohl die Hisbollah als auch Israel sahen sich als Sieger.  © Wael Hamzeh/dpa
Krieg in Israel
2014 startete die israelische Armee (IDF) mit der Operation Protective Edge am 8. Juli eine Militäroperation, weil die Hamas aus dem Gazastreifen immer wieder Israel beschoss. Ab dem 26. Juli 2014 folgte eine unbefristete Waffenruhe, die kanpp neun jahre währte.  © Abir Sultan/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Am 7. Oktober 2023 startete die Hamas einen Überraschungsangriff auf Israel mit Raketenbeschuss und Bodeninfiltrationen aus dem Gazastreifen, was zu schweren Verlusten und der Entführung zahlreicher Geiseln führte. Hier ist eine Gesamtansicht der zerstörten Polizeistation in Sderot nach den Angriffen der Hamas-Terroristen zu sehen.  © Ilia Yefimovich/dpa
Jahrestag der Angriffe auf Israel am 7. Oktober
Bei dem Überfall der Hamas und anderer extremistischer Gruppierungen auf Israel wurden rund 1200 Menschen getötet und mehr als 250 Israelis als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Seitdem wurden laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen Zehntausende Menschen getötet, darunter auch viele Frauen und Minderjährige. © Ilia Yefimovich/dpa

Israel soll deswegen nun „Fortschritte“ bis Dienstagabend gefordert haben, wie das Portal The Times of Israel meldet. Offizielle Angaben wurden dazu zunächst nicht bekannt. Auch die Hamas gab keine Erklärung ab. Die Regierung in Jerusalem glaube der Hamas jedoch nicht, wenn sie behaupte, nicht zu wissen, wo die Toten seien oder diese in dem schwer zerstörten Gazastreifen nicht bergen zu können. Israel gehe vielmehr davon aus, dass die Terrororganisation die Toten als Druckmittel für weitere Verhandlungen zurückhalte, berichteten mehrere israelische Medien.

Nach Friedensdeal im Gaza-Krieg: CSU fordert Ende aller Israel-Sanktionen

Update, 9:51 Uhr: Die CSU hat nach dem Ende der Kampfhandlungen im Gaza-Krieg die sofortige Aufhebung aller Sanktionen gegen Israel gefordert. „Die Sanktionen müssen fallen, die Lieferbeschränkungen müssen fallen, die Reisewarnung muss fallen – und das alles unverzüglich“, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann der Bild.

Hoffmann warnte zugleich vor einer Wiederholung vergangener Fehler beim Wiederaufbau, als Hilfsgelder für den Gazastreifen in Hamas-Hände gelangt seien. Am Montag hatten die Staatschefs der USA, Ägyptens, der Türkei und Katars in Scharm el-Scheich eine Friedenserklärung für Gaza unterzeichnet – nachdem die letzten 20 Hamas-Geiseln infolge des von Donald Trump vorgeschlagenen Friedensplans nach Israel zurückgekehrt waren.

Ende des Gaza-Kriegs: Trump erhält ungewöhnliches Lob von Biden und Clinton

Update, 14. Oktober, 6.32 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat ungewöhnliches Lob von seinen demokratischen Amtsvorgängern erhalten. Joe Biden und Bill Clinton würdigten dessen Rolle bei der Erreichung des Gaza-Abkommens. „Ich lobe Präsident Trump und sein Team für ihre Arbeit, mit der sie ein neues Waffenruhe-Abkommen über die Ziellinie gebracht haben“, schrieb Biden auf der Plattform X.

Bill Clinton schrieb auf X. „Präsident Trump und seine Regierung, Katar und andere regionale Akteure verdienen große Anerkennung dafür, dass sie es geschafft haben, dass alle bis zum Abschluss des Abkommens engagiert dabei geblieben sind.“ 

Update, 19.47 Uhr: Die Vereinbarung, die am Montag von den Regierungschefs der USA, Katars, Ägyptens und der Türkei unterzeichnet wurde, soll laut Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi den bestehenden Waffenstillstand stärken. Das Schriftstück lege „eine ganze Reihe von Regeln und Bestimmungen“ fest und sei „sehr umfassend“, erklärte US-Präsident Donald Trump. Der detaillierte Wortlaut blieb vorerst unbekannt.

Trump war kurz davor bei einem Auftritt in der israelischen Knesset für seine Vermittlerrolle zwischen Israelis und Palästinensern bejubelt worden. Es herrscht jedoch Zweifel daran, ob sein 20-Punkte-Programm dauerhaft Erfolg haben wird. Die Terrororganisation Hamas hat bereits angekündigt, ihren Kampf gegen Israel weiterzuführen.

Durch die Befreiung der letzten 20 von ursprünglich 250 Gefangenen setzte die Hamas rechtzeitig einen der Hauptpunkte der Abmachungen aus der vorigen Woche um. Nach insgesamt 738 Tagen in Gefangenschaft wurden sie am Vormittag in zwei Gruppen erst an das Rote Kreuz übergeben und anschließend nach Israel transportiert, wo sie sich nun in Kliniken erholen. Unter ihnen befinden sich auch vier Israelis mit deutscher Staatsangehörigkeit.

Trump nimmt an Unterzeichnungszeremonie für Abkommen zwischen der Hamas und Israel teil

Update, 19.10 Uhr: Während der Zeremonie zur Unterzeichnung der Friedensvereinbarung zwischen Hamas und Israel betont Ägyptens Staatschef al-Sisi, dass der Waffenstillstand nun stabilisiert und die Bereitstellung zusätzlicher Hilfslieferungen möglich gemacht werden müsse. Er wendet sich an Trump: „Sie sind der Einzige, der in der Lage ist, Frieden in dieser Region zu erreichen.“ Außerdem ersucht al-Sisi Trump um Beistand für eine vorgesehene Tagung zum Neuaufbau des größtenteils verwüsteten Gazastreifens. Trump selbst hebt bei der Zusammenkunft hervor: „Jetzt ist die Zeit des Wiederaufbaus.“

Update, 18.30 Uhr: Trump nimmt an Unterzeichnungszeremonie für Friedensabkommen zwischen der Hamas und Israel in Ägypten teil. In einem auf Fox News live übertragenen Video sieht man den US-Präsidenten, wie er mehrere Dokumente unterschreibt. Dabei sagte er: „Das ist der größte Deal, den ich je erreicht habe“ und kündigte an: „Das wird halten.“

Update, 15.14 Uhr: In seiner Rede vor dem israelischen Parlament hat US-Präsident Donald Trump am Montag die kürzlich erreichte Waffenruhe im Gazastreifen und die Freilassung der dort festgehaltenen Geiseln als bedeutenden Erfolg bezeichnet. „Es ist ein unglaublicher Triumph für Israel und die Welt, dass all diese Nationen als Partner für den Frieden zusammenarbeiten“, erklärte Trump vor den versammelten Abgeordneten der Knesset in Jerusalem.

Der amerikanische Präsident hob in seiner Ansprache besonders die Rolle arabischer und muslimischer Staaten hervor. Diese hätten sich zusammengeschlossen, um die Hamas zur Freilassung der Geiseln zu bewegen. „Wir haben viel Hilfe bekommen, wir haben viel Hilfe von vielen Menschen bekommen, von denen man das nicht erwarten würde, und dafür möchte ich ihnen ganz herzlich danken“, sagte er. Bei dem Gaza-Abkommen handle es sich laut Trump „nicht nur um das Ende eines Kriegs“, sondern vielmehr um die „historische Morgenröte eines neuen Nahen Ostens“. Weiter sagte er: „Die Sonne geht über einem heiligen Land auf, das endlich Frieden gefunden hat.“

Update, 12.24 Uhr: Laut einem Medienbericht hat das Büro des israelischen Präsidenten einen Besuch nach Ägypten dementiert. Der Ministerpräsident dankte Präsident Trump für die Einladung, erklärte jedoch, dass er aufgrund des bevorstehenden Feiertagsbeginns nicht teilnehmen könne. Der Ministerpräsident dankte Präsident Trump für seine Bemühungen, den Kreis des Friedens zu erweitern – „Frieden durch Stärke“, so die Mitteilung.

Update, 09.56 Uhr: Laut der AFP wurde die zweite Gruppe der Hamas-Geiseln freigelassen. Mehrere israelische Medien berichteten, dass 13 der aus Israel entführten Menschen dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) übergeben worden seien. Somit seien nun alle lebenden Geiseln von der Hamas freigelassen worden. Die Geiseln werden jetzt einem Medizin-Check unterzogen. Die 28 getöteten Geiseln sollen am Nachmittag von der Hamas an Israel übergeben werden.

Update, 09.21 Uhr: Die Freilassung weiterer Hamas-Geiseln steht kurz bevor. Laut Angaben der israelischen Armee ist das Rote Kreuz auf dem Weg zu einem weiteren Treffpunkt im südlichen Teil des von Israel abgeriegelten Küstengebiets, um weitere Befreite einzusammeln.

Update, 06.57 Uhr: Berichten zufolge wurden die ersten sechs Geiseln im Norden des Gazastreifens freigelassen. Es soll sich laut Angaben der hebräischsprachigen Medienberichten, die von der Times of Israel zitiert werden, um die Geiseln Hamas Matan Angrest, die Brüder Gali und Ziv Berman, Alon Ohel, Eitan Mor und Omri Miran handeln.

Trump spricht von „Frieden“ im Gaza-Krieg – Geiselübernahme steht kurz bevor

Update vom 13. Oktober, 5.29 Uhr: Ungeachtet der noch ausstehenden Verhandlungen, geht US-Präsident Donald Trump von einem Frieden im Gaza-Krieg aus. „Der Krieg ist zu Ende“, sagte der Republikaner an Bord der Air Force One zu Journalisten auf dem Weg nach Israel. Trump zeigt sich zuversichtlich, dass die Waffenruhe hält.

In Israel haben sich in Erwartung der letzten Geiseln aus dem Gazastreifen Hunderte Menschen in den frühen Morgenstunden auf dem „Platz der Geiseln“ im Zentrum der Küstenmetropole Tel Aviv versammelt. Laut der „Times of Israel“ wird erwartet, dass die islamistische Hamas gegen 08.00 Uhr Ortszeit (07.00 Uhr MESZ) mit der Freilassung der lebenden Geiseln beginnt. 

Erstmeldung vom 12. Oktober, 17.34 Uhr: Kairo – Am Montag sollen die israelischen Geiseln von der Hamas an Ägypten übergeben werden. Die Übergabe ist ein wichtiger Teil der ersten Phase von Donald Trumps Friedensplan für Gaza und Israel. Die EU, die UN und internationale Regierungschefs setzen viel Hoffnung in diesen Plan. Der Verlauf der nächsten Tage entscheidet darüber, ob der Frieden hält.

Zwischen Sonntag und Montagmorgen 06:00 (05:00 Uhr deutscher Zeit) will die Hamas schrittweise die lebenden und toten israelischen Geiseln in Ägypten übergeben. Das berichtet die dpa. Nach israelischen Informationen befinden sich noch 48 Geiseln im Gazastreifen, 20 davon sind noch am Leben. Eine Liste der noch lebenden Geiseln finden Sie unten im Text.

Friedensplan in Gaza: Bundeskanzler Merz reist zu Feierlichkeiten nach Ägypten

US-Präsident Trump will nach Berichten der Süddeutschen Zeitung (SZ) am Montag nach Israel und Ägypten reisen. Er wird eine Rede vor dem israelischen Parlament halten, sich mit den Geiselfamilien treffen und dann am Nachmittag der feierlichen Unterzeichnung des Friedensplans im ägyptischen Badeort Scharm el-Scheich beiwohnen. Auch zahlreiche internationale Regierungschefs sind zu dem Gipfel eingeladen. Unter anderem wollen Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Keir Starmer aus Großbritannien kommen. Auch UN-Generalsekretär António Guterres hat seine Teilnahme angekündigt. Vertreter der Terrororganisation Hamas werden nicht anwesend sein.

Ein Regierungssprecher erklärte in Berlin: „Deutschland wird sich bei der Umsetzung des Friedensplans engagieren, zunächst vor allem für die Einhaltung eines stabilen Waffenstillstands und für humanitäre Hilfe.“ Friedrich Merz unterstreiche mit der morgigen Reise dieses Engagement. Die Bundesregierung will zusätzliche 29 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereitstellen. Außerdem hat Merz einen Sieben-Punkte-Plan für Gaza verkündet.

Das geschieht in den nächsten Tagen laut Donald Trumps Plänen für Gaza und Israel

Donald Trump hat seinen Friedensplan für Gaza vorletzte Woche (29. September) gemeinsam mit Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in Washington vorgestellt. Daraufhin gab es indirekte Verhandlungen zwischen Israels Regierung und Vertretern der Hamas in Ägypten. Letzte Woche am Freitag (03. Oktober) hat die Hamas dann der ersten Phase des Friedensplans zugestimmt. Am Freitag, dem 10. Oktober, folgte dann die Zustimmung durch die Knesset, Israels Parlament. Daraufhin sollen nun die nächsten Schritte in Trumps Friedensplan folgen. Auf diese Punkte haben sich die Hamas und Israels Regierung bereits geeinigt:

ZeitpunktMaßnahme
24 Stunden nach beidseitiger Annahme (Samstag)Waffenruhe: Keine Kampfhandlungen mehr, das israelische Militär soll sich auf die zuvor in den Verhandlungen vereinbarte Frontlinie zurückziehen.
72 Stunden nach beidseitiger Annahme (Montag)Übergabe der israelischen Geiseln in Ägypten.
Ab SonntagHilfslieferungen in den Gazastreifen der UN und anderer internationaler Organisationen sollen wieder aufgenommen werden. Nach Berichten der Nachrichtenagentur AP fuhren am Sonntag erste Laster in den Gazastreifen. Nach israelischen Angaben sollen 600 Laster pro Tag einfahren.
Vermutlich DienstagÖffnung des Grenzübergangs Rafah zwischen Gazastreifen und Ägypten. Die SZ berichtet unter Berufung auf ägyptische, israelische und palästinensische Quellen. Die Verwaltung des Grenzübergangs werde gemeinsam von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), die eigentlich nur im Westjordanland regiert, und einer EU-Mission übernommen.
unbekanntIsrael lässt etwa 2.000 Gefangene frei, darunter Iebenslänglich Verurteilte und nach dem 07. Oktober festgenommene Palästinenser. Die genaue Anzahl und Zusammensetzung der Gefangenen steht offenbar noch nicht abschließend fest.
unbekanntEinsetzung einer Übergangsregierung aus „a-politischen Technokraten“, die von Donald Trumps „Board of Peace“ kontrolliert und überwacht wird .

Nach Übergabe der Geiseln soll in Ägypten weiter über die zweite Phase von Trumps Friedensplan verhandelt werden. Die Hamas hat ihrer Entwaffnung bisher noch nicht zugestimmt. Es ist außerdem unklar, ob sich die israelische Armee schon vollständig auf die vereinbarte Linie zurückgezogen hat. In Abwesenheit der israelischen Armee soll nach Trumps Plan eine „internationale Stabilisierungstruppe“ die Kontrolle über Gaza übernehmen. Für diese Truppe wollen nach Angaben der Tagesschau die Türkei, Ägypten, Katar und die USA Streitkräfte bereitstellen.

Friedensplan für Hamas und Israel: Diese Geiseln sollen freikommen

28 der sich noch im Gazastreifen befindlichen Geiseln sind tot. 20 sollen noch am Leben sein. Über ihren Zustand nach zwei Jahren in den Händen der Hamas ist nichts bekannt. Die veröffentlichten Geiselvideos lassen allerdings auf Schlimmes schließen. Freigelassene Geiseln berichteten von Folter, schweren Misshandlungen, Hunger und schlimmen hygienischen Bedingungen. Diese 20 Männer sollen nach einer Übersicht des Stern noch am Leben sein und am Montag übergeben werden:

  • Gali und Ziv Berman: Die heute 28 Jahre alten Zwillingsbrüder, die auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, wurden aus einem israelischen Kibbuz verschleppt. Sie sollen getrennt voneinander festgehalten werden.
  • Alon Ohel: Der Deutsch-Israeli floh vom Nova-Festival und wurde dann in einem Schutzraum von Hamas-Terroristen verletzt und könnte deswegen auf einem Auge blind sein. Der inzwischen 24-Jährige soll während seiner Geiselhaft angekettet worden sein.
  • Matan Zangauker: Matan wurde mit seiner Partnerin verschleppt. Während sie bereits freikam, ist der heute 25-Jährige immer noch gefangen. Seine Mutter ist eine der bekanntesten Geisel-Angehörigen und scharfe Kritikerin der Netanjahu-Regierung.
  • Ariel und David Cunio: Die beiden Brüder wurden gemeinsam mit ihren Familien entführt. Darunter waren auch Davids inzwischen fünf Jahre alten Töchter. Der Rest der Familie ist inzwischen frei. David Cunio ist in Deutschland als Schauspieler bekannt.
  • Omri Miran:  Der inzwischen 48 Jahre alte Familienvater wurde vor den Augen seiner Kinder verschleppt. Seine Frau und seine Kinder hoffen laut der Familie „von ganzem Herzen darauf“, ihren Vater wieder in die Arme schließen zu können.
  • Eitan Horn: Eitan besuchte zum Zeitpunkt des Hamas-Massakers seinen älteren Bruder im Kibbuz Nir Oz. Beide Männer wurden entführt. Iair Horn wurde Anfang des Jahres freigelassen. Der heute 39-jährige Eitan gilt als großer Fußballfan.
  • Guy Gilboa-Dalal: Guy wurde gemeinsam mit seinem besten Freund Evyatar David vom Nova-Festival entführt. Anfang des Jahres veröffentlichte die Hamas Videos, die die beiden Männer zeigen, wie sie die Freilassung anderer Geiseln beobachten mussten. In den Aufnahmen flehen sie die israelische Regierung verzweifelt an, sich auch für ihre eigene Freilassung einzusetzen.
  • Evyatar David: David wurde gemeinsam mit Guy Gilboa-Dalal vom Nova-Festival entführt. Im Sommer veröffentlichte die Hamas ein Video, das den 24-Jährigen bis auf die Knochen abgemagert zeigt, wie er in einem engen Tunnel offenbar sein eigenes Grab schaufelt.
  • Avinatan Or: Avinatan und seine Freundin Noa Argamani wurden ebenfalls vom Nova-Festival entführt. Seine Freundin wurde inzwischen von der israelischen Armee befreit. Avinatan ist inzwischen 32 Jahre alt.
  • Bar Kupershtein: Bar war am Nova-Festival als Sicherheitskraft beschäftigt und half Medien zufolge Anderen, sich in Sicherheit zu bringen. Er ist 23 Jahre alt.
  • Eitan Mor: Eitan war genau wie Bar Sicherheitskraft auf dem Nova-Festival. Er soll sich nach dem Angriff der Hamas zunächst um verletzte Festivalbesucher gekümmert haben. Er ist 25 Jahre alt.
  • Rom Braslavski: Auch Rom war Sicherheitskraft beim Nova-Festival und versuchte wohl Menschen zu retten. Zum Zeitpunkt seiner Entführung war der Deutsch-Israeli 19 Jahre alt. Ein Propagandavideo der Terrororganisation Palästinensischer Islamischer Dschihad (PIJ) zeigte den mittlerweile 21-Jährigen vor einigen Monaten abgemagert und blass.
  • Yosef-Chaim Ohana: Der 25 Jahre alte Yosef-Chaim half während des Massakers auf dem Nova-Festival wohl ebenfalls anderen Besuchern des Musik-Events. In einem von der Hamas im Mai veröffentlichten Video sagte er: „Ein ganzes Land will, dass dieser Albtraum aufhört.“
  • Elkana Bohbot: Auch Elkana wurde vom Nova-Festival entführt. Elkana ist 36 Jahre alt und Vater eines kleinen Jungen. In dem im Mai veröffentlichten Propagandavideo der Hamas mit Yosef-Chaim Ohana berichtete dieser, dass Elkana abgemagert sei und apathisch wirke. Er habe mehrfach versucht, sich selbst zu verletzen.
  • Nimrod Cohen: Nimrod Cohen hielt zum Zeitpunkt des Massakers im Rahmen seines Wehrdienstes Wache in der Nähe des Gazastreifens. Nach Medienberichten soll eine freigelassene Geisel seinen Eltern ausgerichtet haben, dass er sie liebe und sie sich keine Sorgen machen sollten. Der heute 21-Jährige war zum Zeitpunkt der Entführung 19 Jahre alt.
  • Maksym Harkin: Der 37 Jahre alte Maxim wurde ebenfalls vom Nova-Festival entführt. Er stammt ursprünglich aus der Ukraine und ist Vater einer kleinen Tochter. In einem von der Hamas im Sommer veröffentlichten Video sagte er, die Geiseln fühlten sich „nicht wie Menschen“.
  • Matan Angrest: Matan ist israelischer Soldat und wurde nach Angaben israelischer Medien aus einem brennenden Panzer entführt. Der heute 22-Jährige soll während seiner Gefangenschaft angekettet und geschlagen worden sein.
  • Segev Kalfon: Segev war auch auf dem Nova-Festival und wurde während seiner Flucht entführt. Im Februar berichteten freigelassene Geiseln von Begegnungen mit ihm – das war das erste Lebenszeichen, das Sergevs Familie seit der Entführung des 27-Jährigen erhielt.

Quellen: tagesschau, WELT, Stern, BBC, Süddeutsche Zeitung, eigene Recherche (cdz)

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