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Krieg im Gazastreifen
Gaza-Verhandlungen zwischen Hamas und Israel: USA wollen Einigung in dieser Woche
Die indirekten Verhandlungen zwischen der Hamas und Israel über Trumps Gaza-Plan laufen. Außenminister Wadephul mahnt bei seiner Nahost-Reise zu Eile.
Update, 9.37 Uhr: Die Hamas hat die erste Verhandlungsrunde mit Israel in Ägypten als „positiv“ bezeichnet und will die indirekten Gespräche morgen (8. Oktober) fortsetzen. Die vierstündigen Verhandlungen in Scharm el-Scheich sollen gegen Mittag weitergehen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem Umfeld der Hamas-Delegation erfuhr.
Zum heutigen zweiten Jahrestag des Hamas-Großangriffs vom 7. Oktober forderte Israels Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, größeren Druck auf die Islamisten im Gaza-Krieg. „Der Hamas darf nicht erlaubt werden, diese Angelegenheit in die Länge zu ziehen“, sagte Prosor den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Israel werde alle erforderlichen Mittel einsetzen, um die Geiseln zu befreien und die Hamas zu entwaffnen.
Zweiter Jahrestag des Massakers der Hamas: Gedenken in Israel
Update 7. Oktober, 07:06 Uhr: Israel gedenkt am Dienstag (7. Oktober) der Opfer des Hamas-Angriffs vor zwei Jahren. Um 06.29 Uhr (Ortszeit, 05.29 Uhr MESZ) – dem Beginn des brutalen Hamas-Angriffs vor zwei Jahren – legten Familienangehörige am Ort des Nova-Musikfestivals, der mittlerweile eine Gedenkstätte ist, eine Schweigeminute ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Auch im weiteren Verlauf des Tages soll in Israel der Opfer gedacht werden.
Derweil sollten am Dienstag Gespräche über ein Ende des durch den Hamas-Überfall ausgelösten Gaza-Krieges fortgesetzt werden. US-Präsident Donald Trump, der zuletzt einen Friedensplan vorgestellt hatte, äußerte sich optimistisch über die Verhandlungen.
USA drängen auf Gaza-Abkommen noch in dieser Woche
Update, 19:17 Uhr: Die USA wollen wohl noch in dieser Woche ein Gaza-Abkommen erreichen: Das teilte ein hochrangiger US-Beamter laut Times of Israel dem Sender Channel 12 mit. Der US-Sonderbeauftragten Steve Witkoff und Jared Kushner würden Ägypten nicht ohne eine Einigung über Donald Trumps Vorschlag zur Beendigung des Krieges in Gaza verlassen, heißt es in dem Bericht.
Gaza-Verhandlungen in Ägypten: Wadephul mahnt zu Eile bei erster Phase des Trump-Plans
Update, 17:07 Uhr: Während die indirekten Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas in Ägypten laut Medienberichten bereits laufen, mahnt die Bundesregierung zu Eile. Außenminister Johann Wadephul erklärte bei seinem Besuch in Tel Aviv, dass die erste Phase des US-Plans zur Beendigung des Gaza-Kriegs noch diese Woche abgeschlossen werden müsse – allerspätestens Anfang der kommenden Woche, so die Nachrichtenagentur Reuters.
In dieser ersten Phase ginge es um einen Waffenstillstand, die Freilassung von Geiseln und Gefangenen, Zurückhaltung im militärischen Konflikt und die Lieferung von Hilfsgütern. Alle anderen Fragen seien sehr kompliziert und bräuchten Zeit, erklärte Wadephul. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, auf eine „schnelle Einigung“ bei den Gesprächen zu hoffen. Laut seinem Sprecher Stefan Kornelius sagte Merz in einem Telefonat mit dem israelischen Staatspräsidenten Isaac Herzog, dass alle Geiseln umgehend freikommen und die Kämpfe enden müssten – die Hamas müsse ihre Waffen strecken, berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Hamas und Israel ringen um Trumps Gaza-Friedensplan: Gespräche in Ägypten laufen
Update, 12:40 Uhr: Im ägyptischen Scharm El-Scheich, haben die Gespräche über den Gaza-Friedensplan von US-Präsident Donald Trump begonnen. Die Delegation um Chalil al-Haja, den ranghöchsten Vertreter der Hamas im Ausland, traf sich mit Vermittlern aus Katar und Ägypten, berichtet die dpa.
In den nächsten Stunden sollen auch Gespräche mit Beteiligung der USA und israelischen Vertretern stattfinden. Wie in früheren Runden werden die Vertreter Israels und der Hamas nicht direkt miteinander sprechen. Neben al-Haja traf auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff in dem Ort auf der Sinai-Halbinsel ein, wie aus Sicherheitskreisen bekannt wurde.
Zusätzlich zur israelischen Delegation unter der Leitung von Minister Ron Dermer wurden auch Regierungsvertreter der Türkei erwartet. Die führenden Hamas-Mitglieder außerhalb Gazas leben meist in Katar oder der Türkei. Laut Sicherheitskreisen seien die Hamas-Vertreter „in deutlichem Maß empfänglich“ für die Bemühungen Ägyptens und Katars, eine Einigung zu erreichen. Sie hätten „ehrlichen Willen“ gezeigt, die Situation im aktuellen Gaza-Konflikt im Einklang mit Trumps Plan zu verbessern. Ägypten und Katar vermitteln gemeinsam mit den USA in dem seit zwei Jahren andauernden Krieg.
Laschet über die Verhandlungen für ein Ende des Gaza-Kriegs: Europa hat sich als Vermittler disqualifiziert
Update, 11:51 Uhr: Armin Laschet, Vorsitzender im Auswärtigen Ausschuss im Deutschen Bundestag, hat die EU mit Blick auf die Verhandlungen zwischen der Hamas und Israel scharf kritisiert. Auf X erklärte Laschet, ihn schmerze „die Irrelevanz der EU bei der Beendigung des Gaza-Krieges. Mit Sanktionsdrohungen der Kommissionspräsidentin und einseitigen Deklarationen einiger Mitgliedsstaaten hat sich Europa als Vermittler selbst disqualifiziert.“ Erst der Trump-Plan mit Unterstützung der Arabischen Welt habe die Möglichkeit für eine baldige Geiselfreilassung und einen Waffenstillstand geschaffen, „während auf den Straßen Europas die antisemitischen Hamas-Unterstützer den Terror der Terroristen bejubeln.“
Erstmeldung: Kairo – Die Hoffnung auf ein Ende des Gaza-Krieges wächst: Heute beginnen in Ägypten die mit Spannung erwarteten Verhandlungen zwischen Israel und der radikal-islamistischen Terrororganisation Hamas. Die indirekten Gespräche sollen auf Basis des 20-Punkte-Friedensplans von US-Präsident Donald Trump eine Waffenruhe und die Freilassung der verbliebenen Geiseln ermöglichen. Gesandte aus den USA, Ägypten und Katar werden zwischen beiden Konfliktparteien vermitteln.
Im Zentrum der Verhandlungen steht zunächst ein Geiselaustausch: Die Hamas soll die noch lebenden 20 Geiseln sowie die sterblichen Überreste von 28 weiteren Gefangenen freigeben. Im Gegenzug würden Hunderte palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen. Doch die Verhandlungen versprechen schwierig zu werden – die Entwaffnung der Hamas und der Rückzug israelischer Truppen aus dem Gazastreifen bleiben hochumstrittene Punkte.
Vor den Verhandlungen um einen Frieden in Gaza: Donald Trump erhöht den Druck auf die Hamas
Donald Trump zeigte sich im Vorfeld optimistisch, erhöht aber gleichzeitig den Druck auf alle Beteiligten. Der US-Präsident schrieb auf seiner Plattform Truth Social: „Mir wurde gesagt, dass die erste Phase diese Woche abgeschlossen sein sollte, und ich bitte alle, SICH ZU BEEILEN.“ Trump droht mit drastischen Konsequenzen, sollten die Verhandlungen scheitern: „SONST WIRD ES ZU MASSIVEM BLUTVERGIESSEN KOMMEN – ETWAS, DAS NIEMAND SEHEN MÖCHTE!“
Donald Trumps Orbit: Einflüsterer, Berater und Vertraute des Präsidenten
Die Hamas hatte Trumps Friedensplan am Freitag in Teilen zugestimmt, die geforderte Niederlegung der Waffen aber nicht ausdrücklich akzeptiert. Gegenüber CNN sagte der US-Präsident, der Hamas würde bei einer Weigerung, die Macht im Gazastreifen abzugeben, „komplette Vernichtung“ drohen.
Hamas-Delegation in Kairo für Verhandlungen um einen Frieden im Gazastreifen
Eine Hamas-Delegation unter Führung von Chalil al-Haja reiste bereits am Sonntag nach Kairo. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu teilte mit, eine israelische Delegation unter Aufsicht von Minister Ron Dermer werde heute zu den Verhandlungsgesprächen im Touristenort Scharm El-Scheich aufbrechen. Auch der US-Sondergesandter Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner werden bei den Gesprächen erwartet.
Donald Trumps Gaza Friedensplan im Überblick:
Donald Trumps Gaza-Friedensplan vom September 2025 ist ein umfassender Vorschlag zur Beendigung des Gaza-Krieges und zur langfristigen Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts. Der Plan wurde von US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu vorgestellt und umfasst 20 detaillierte Punkte zur Konfliktlösung.
Der Friedensplan gliedert sich in vier Hauptkomponenten: einen sofortigen Waffenstillstand mit humanitären Maßnahmen, umfassende Entmilitarisierung der Hamas und Sicherheitsvorkehrungen, neue Governance-Strukturen für den Wiederaufbau sowie einen bedingten Weg zur palästinensischen Eigenstaatlichkeit. Die wichtigsten Punkte beinhalten die vollständige Demilitarisierung des Gazastreifens, die Freilassung aller Geiseln, humanitäre Hilfe und den schrittweisen Wiederaufbau der zerstörten Infrastruktur unter internationaler Aufsicht.
Angesichts der Gespräche in Kairo hatte der deutsche Außenminister Johann Wadephul seine Nahost-Reise kurzfristig verlängert. Am Rande eines Treffens von EU-Außenministern mit dem Golf-Kooperationsrat im Emirat Kuwait sagte Wadephul: „Diese Woche ist die entscheidende Woche dafür, dass die erste Phase (des Friedensplans) gelingen kann, dass die Geiseln freikommen, dass humanitäre Hilfe in den Gazastreifen kommt und dass wirklich ein Waffenstillstand abgemacht wird.“ Dafür lohne sich jeder Einsatz, so der Außenminister.
Wadephul verlängert seine Nahost-Reise wegen der Verhandlungen um einen Frieden im Gazastreifen
Er gehe davon aus, dass alle Beteiligten den Friedensplan unterstützen würden – auch aus der Golfregion habe er nur entsprechende Stimmen gehört, sagte Wadephul. „Das sind gute Vorzeichen, aber es muss jetzt Handwerksarbeit geleistet werden. Dazu möchte ich meine Beiträge leisten.“ Deswegen treffe er sich mit seinem Kollegen Gideon Saar und vor dem Jahrestag des Hamas-Überfalls auf Israel am 7. Oktober mit Angehörigen von Geiseln. Die Geiseln stünden „nach wie vor im Zentrum unserer außenpolitischen Bemühungen“.
Trotz der Verhandlungen gehen die Kämpfe weiter. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden seit Trumps Aufruf an Israel, die Bombardierungen sofort zu stoppen, dennoch Dutzende Palästinenser getötet. Netanjahu kündigte an, die israelische Armee werde strategisch wichtige Gebiete im Gazastreifen so lange kontrollieren, bis die Hamas entwaffnet sei.
Verhandlungen um ein Ende des Krieges im Gazastreifen: Die Fakten in der Übersicht
Ereignis: Indirekte Verhandlungen zwischen Israel und Hamas über Waffenruhe
Datum: Montag, 6. Oktober 2025
Uhrzeit: Ganztägig
Personen: Hamas-Delegation (Chalil al-Haja), israelische Delegation (Ron Dermer), US-Sondergesandter Steve Witkoff, Jared Kushner
Sonstiges: 20 Geiseln sollen freigelassen werden, weitere 28 Leichen sollen übergeben werden
Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern
Kanzler Merz will beim Wiederaufbau Gazas eine führende Rolle einnehmen
Außenminister Wadephul war zuvor bereits in Doha mit seinem katarischen Kollegen Mohammed bin Abdulrahman Al Thani zusammengetroffen. Wie der Spiegel berichtet, sieht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine führende Rolle für Deutschland beim späteren Wiederaufbau des Gazastreifens vor. Man werde so schnell wie möglich dafür sorgen müssen, dass der Hunger nicht weiter um sich greife und wieder aufgebaut werde. Wadephul betonte bei seiner Abreise in Doha: „Jeder weiß, dass wir auf der Seite Israels stehen, dass wir eine besondere Verantwortung für Israel haben, aber natürlich auch für die Geiseln.“ Deutschland unterstützt Trumps Plan und will sich bei einer möglichen Stabilisierung der Region „entscheidend engagieren“.
Die Verhandlungen könnten den Wendepunkt im fast zwei Jahre andauernden Gaza-Krieg markieren. Ob Trump mit seinem ultimativen Zeitdruck und der Drohung mit „massivem Blutvergießen“ tatsächlich beide Seiten zu Kompromissen bewegen kann, wird sich in den kommenden Tagen zeigen. Die internationale Gemeinschaft blickt gespannt nach Kairo – und hofft auf ein Ende des Leids im Gazastreifen. (Quellen: BBC, CNN, dpa, Spiegel) (sischr)