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Explosionen und Großbrand
Drohnenangriff trifft Russland: Putins Raffinerie geht in Flammen auf
Ukrainische Drohnen greifen eine russische Raffinerie an: Explosionen und ein Großbrand entstehen – die wirtschaftlichen Folgen könnten schwerwiegend sein.
Das russische Militär zeigt sich erneut überraschend machtlos gegen ukrainische Drohnenangriffe. Für Wladimir Putins Wirtschaft dürfte der jüngste Schlag besonders verheerend sein. (Montage)
Ölraffinerie in Flammen – Drohnenangriff trifft Russland hart
Am 10. August griffen ukrainische Drohnen eine Ölraffinerie in Saratow an, der Ort liegt etwa 900 Kilometer von der ukrainisch-russischen Grenze entfernt. In den russischen sozialen Medien wurden Aufnahmen veröffentlicht, welche offenbar Drohnen am Himmel und die Aktivierung von Luftabwehrsystemen zeigen.
Anwohner berichten in Videos, dass sie eine laute Explosion gehört hätten, bevor die Anlage in Flammen aufging. Wie das Onlinemedium Kyiv Independent berichtet, bestätigte der Gouverneur von Saratow, Roman Busargin, Schäden an einem der Industriegelände der Region. Bei dem Angriff soll russischen Angaben zufolge eine Person getötet und weitere verletzt worden sein. Die Informationen stammen aus Telegram-Kanälen und konnten nicht unabhängig überprüft werden. Bislang äußerten sich ukrainische Beamte zu dem Vorfall nicht.
Wie die Kyiv Independent weiter berichtet, gab es auch Luftabwehrmaßnahmen und Explosionen in den Städten Lipezk und Woronesch. Zuvor waren Dutzende Flüge am russischen Flughafen Sotschi aufgrund gemeldeter Drohnenangriffe verspätet. Ukrainische Drohnen griffen auch ein Lager in der russischen Republik Tatarstan an, in dem Drohnen vom Typ Shahed gelagert waren.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland
Ukraine greift an: Drohnen treffen Putins Flugzeuge und Infrastruktur
Es ist nicht das erste Mal im Ukraine-Krieg, dass Russland durch ukrainische Drohnen einen harten Schlag einstecken musste: Zuletzt sorgte die „Operation Spinnennetz“ vom 1. Juni dieses Jahres für Aufsehen: Nachdem etwa anderthalb Jahre lang spezielle Drohnen für den Großangriff gebaut wurden, gelang es der Ukraine laut Sicherheitsbeamten, 12 russische Flugzeuge zu zerstören, und 41 Flugzeuge zu treffen.
Darunter befanden sich auch Tu-95-Langstreckenbomber, die der Putin für Angriffe auf ukrainische Städte nutzt. Laut analysierten Satellitenbildern der Washington Post, wurden selbst Flugzeuge zerstört, welche sich 5500 Kilometer östlich der Ukraine in Sibirien befanden.
Eine Reaktion des Kremls ließ lange auf sich warten: Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, habe der Großangriff die russische Regierung in Wut und einen Alarmzustand versetzt. Jedoch stellten Quellen gegenüber der Nachrichtenagentur auch klar, dass Russland nur wenige dieser Bomber benötige, um die nächtlichen Angriffe gegen die Ukraine durchführen zu können.
Drohnenangriff auf Saratow – Selenskyj steigert die wirtschaftlichen Sorgen Putins
Frieden oder Krieg: Alaska-Treffen zwischen Trump und Putin wird entscheidend
Eine wirtschaftliche Hoffnung, die der russische Präsident sich derzeit wohl verspricht, sind mögliche Gebietsabtretungen der Ukraine an Russland. Das Wall Street Journal und die New York Times berichten, dass Putin bei einem Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff eine Einstellung der Kämpfe angeboten haben soll. Wohl unter der Bedingung, dass Russland unter anderem die Kontrolle über den gesamten Donbass erhält. Inwieweit dieser Vorschlag beim Alaska-Treffen zwischen Trump und Putin werden könnte, erscheint derzeit fraglich.
Für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kommt dieser Vorschlag jedoch nicht infrage. Er weist den Vorschlag zurück, und stellt klar: „Natürlich werden wir Russland für seine Taten keine Belohnung geben“. Die Donbass-Region in der Ostukraine wäre für die wirtschaftlich angeschlagene russische Regierung wohl durchaus ein Geschenk.
Die Region ist industriell, und für die Ukraine ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Gleichzeitig besteht die Befürchtung, das russische Militär könnte ein Einstellen der Kämpfe dazu ausnutzen, sich neu zu formieren, und einen nächsten Angriff zu wagen. In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sich aktuell Frankreich, Italien, Deutschland, Polen, Großbritannien, Finnland und die EU-Kommission klar gegen Gebietsabtretungen der Ukraine aus. (kox)