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So ist der aktuelle Stand

Windräder in Schönberg - Segen oder Fluch? So ist der aktuelle Stand

Windanlagen in Schönberg. Der Bürgermeister findet diese Idee gut, die Nachbarschaft auf Neumarkter Grund und Boden weniger.
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Windanlagen in Schönberg: Der Bürgermeister findet diese Idee gut, die Nachbarschaft auf Neumarkter Grund und Boden weniger.

Die Gemeinde Schönberg will vermehrt auf erneuerbare Energien setzen. Den Fokus legt sie dabei auf Windräder und Agri PV. Das stößt aber nicht überall auf Zustimmung.

Schönberg/Neumarkt-St. Veit – In Schönberg sollen Windräder entstehen; wenn es nach dem Willen des Gemeinderates und Bürgermeister Alfred Lantenhammer geht. Das ist allerdings erst einmal noch Zukunftsmusik. Die Umsetzung wird sich wohl noch einige Jahre hinziehen.

Gemeinde Schönberg setzt vermehrt auf regenerative Energien

Die Gemeinde Schönberg will in Zukunft vermehrt auf regenerative Energien setzen. Dazu gehören für Bürgermeister Lantenhammer zum einen die sogenannten Agri-PV-Anlagen, sprich PV-Anlagen, die auf einer landwirtschaftlichen Fläche aufgestellt werden. Im besten Fall kann der Boden unter der PV-Anlage weiterhin von dem Landwirt, dem das Feld gehört, landwirtschaftlich genutzt werden. Der Gemeinderat habe beschlossen, auf einer Fläche von circa 32 Hektar solche Freiflächenanlagen im Gemeindegebiet zuzulassen, sagt Bürgermeister Lantenhammer.

Schönberg möchte zum anderen aber auch im sogenannten „Bernloher Holz“ Windräder bauen. Bürger aus Fraßbach und Teising sind alles andere als glücklich über die Schönberger Pläne. Sie argumentieren, dass die geplanten Windräder nur rund 500 Meter von ihren Wohnhäusern entfernt entstehen sollen. Ihr Problem ist, dass sie zur Stadt Neumarkt-St. Veit gehören, die Windräder aber von der Gemeinde Schönberg gebaut werden sollen. Die Windräder werden also direkt an der Gemeindegrenze zwischen Schönberg und Neumarkt-St. Veit entstehen. Deshalb bemängeln die Bürger von Teising und Fraßbach auch, dass sie bisher „immer noch keine Informationen bekommen haben“, wie es Franz Heigl beschreibt.

Bürger aus Fraßbach und Teising sind nicht glücklich über die Windkraftpläne in Schönberg. Hauptkritikpunkt: Bis zu 300 Meter hohe Windräder vor der Haustür, ohne an den Plänen beteiligt zu werden.

Sie erfahren viel Zuspruch und sammeln auch Unterschriften gegen die Windräder, verrät er. Aktuell planen sie eine Informationsveranstaltung, zu der sie auch Bürgermeister Lantenhammer einladen wollen. Der wiederum plant seinerseits noch einmal ein Gespräch mit den Grundstückseigentümern. „Wir brauchen die Windräder“, macht er klar und dabei sei die Gemeinde „natürlich auf die Grundstückseigentümer angewiesen“. Grundsätzlich hat er auch kein Problem, mit der Bürgerinitiative zu sprechen. Er sieht hier allerdings den Bürgermeister von Neumarkt-St. in der Pflicht. „Ich bin nur für die 25 Grundstückseigentümer in Schönberg verantwortlich. Auf Neumarkter Seite müsste deren Bürgermeister Erwin Baumgartner aktiv werden. Das liegt im Kompetenzbereich der Stadt Neumarkt“, sagte er in einem früheren Gespräch mit den OVB Heimatzeitungen.

Grundsätzlich sieht Bürgermeister Lantenhammer gute Voraussetzungen für die Windräder im „Bernloher Holz“. Zum einen, weil dort laut Energie-Atlas eine Windvorrangfläche vorliegt. Zum anderen, weil das Bayernwerk im Bereich von Schönberg ein Umspannwerk bauen will. Dort kann dann eine Leistung von 80 Megawatt (MW) direkt eingespeist werden.

Schönberg will Zügel in der Hand behalten

Die Gemeinde Schönberg geht bei der Versorgung mit regenerativen Energien ihren ganz eigenen Weg: Sie ist aus dem sogenannten Landkreiswerk ausgestiegen. „Gemeinsam die Energiewende im Landkreis Mühldorf vorantreiben – und alle sollen davon profitieren. Die Gewinnung von Photovoltaikstrom und die Nutzung von Windenergie stehen dabei ganz oben auf der Agenda“. Das ist die Idee des Landkreiswerkes. Doch Bürgermeister Lantenhammer und sein Gemeinderat sind überzeugt, dass es besser ist, die Zügel selbst in der Hand zu behalten. Sie versprechen sich bessere Konditionen bei Vertragsverhandlungen, eine bessere Einbindung der Bürger und einen billigeren Strom für Schönberg.

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