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Schaden in Millionenhöhe

Brandanschlag auf die Geothermie in Polling – was die Ermittler jetzt verraten

Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
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In der Nacht des 2. Oktober 2023 brannte es auf der Geothermie-Baustelle. Die Täter werden im extremistischen Milieu vermutet.

Im Oktober 2023 brannten Baumaschinen auf der Baustelle der Geothermie in Polling. Die Feuer richteten einen Sachschaden von rund 2,5 Millionen Euro an. Seither wird nach den Tätern gesucht. Jetzt gibt es Neuigkeiten dazu.

Polling/München – In der Nacht zum 2. Oktober 2023 verübten Unbekannte den Brandanschlag auf die Baustelle der Geothermieanlage in Polling. Es wurden über zehn Baumaschinen zerstört oder beschädigt. Außerdem war der Zugverkehr zwischen Tüßling und Mühldorf wegen eines angezündeten Kabelschachts an der Bahnlinie über Stunden lahmgelegt. Der angerichtete Sachschaden wurde mit rund 2,5 Millionen Euro beziffert.

Ermittlungen gegen Extremisten

Brandfahnder der Kriminalpolizeistation Mühldorf hatten am Tatort die ersten polizeilichen Untersuchungen wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung übernommen. Noch am selben Tag zog die Generalstaatsanwaltschaft München den Fall an sich. Die Ermittlungen führt die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET), denn es wurde von einem extremistischen Hintergrund ausgegangen. „Die Professionalität und die Vielzahl der Anschläge sowie die Höhe des Schadens“ ließen einen extremistischen politischen Hintergrund nicht ausschließen, erklärte Dr. Klaus Ruhland, Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft damals gegenüber dem OVB. Die Anschläge von Polling reihen sich in eine Serie ähnlicher Anschläge in ganz Bayern ein. Im April 2024 wurde bereits in 29 gleich gelagerten Brandfällen ermittelt.

Im Fall des Brandanschlags auf eine Erdgasleitung und einen 110 kV-Strommasten nahe der Wacker Chemie in Burghausen im August 2024 wurden die Täter nicht gefunden. Hier hat die Generalstaatsanwaltschaft München die Ermittlungen eingestellt.

Deshalb sind die OVB Heimatzeitungen der Frage nachgegangen, wie es um die Aufklärung der Brände von Polling steht. „Die Ermittlungen der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus, dauern in dem Verfahren wegen des Verdachts der Brandstiftung an“, teilt Oberstaatsanwalt Thomas Hörmann aus München mit. „Sie richten sich aufgrund eines bestehenden Anfangsverdachts gegen zwei Personen“, erklärt der Pressesprecher.

Zwei Verdächtige im Visier der Staatsanwaltschaft

Gegen die beiden hatte die Generalstaatsanwaltschaft München bereits in einem anderen Verfahren ermittelt: „Im Zusammenhang mit der Anfertigung und des Vertriebs eines anarchistischen Wochenblattes mit dem Namen ‚Zündlumpen‘, unter anderem wegen des Verdachts der Gründung einer kriminellen Vereinigung.“ Wegen dieser Sache wurden die beiden im Februar 2025 verhaftet und sitzen seither in U-Haft.

Laut Hörmann könne bei dem Brandanschlag in Polling aufgrund des Tatobjekts eine linksextremistische Tatmotivation nicht ausgeschlossen werden. Trotz des Verdachts betont er ausdrücklich die Unschuldsvermutung zu Gunsten der beiden Verdächtigen. Weitergehende Auskünfte seien wegen der laufenden Ermittlungen derzeit nicht möglich.

Über die Verhaftung der beiden Verdächtigen im Fall Polling berichtet am 10. Juni 2025 die linke Internetseite „knack.news“. „Seit dem 26.2. sind unsere beiden Gefährt*innen N. und M. eingeknastet“, heißt es da. Zum einen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung. Zum anderen „besteht gegen die beiden der ‚Anfangsverdacht‘ von Brandstiftung“. Auch der Ablauf der Verhaftung durch Zivilfahnder in der öffentlichen Stadtbibliothek HP8 in München wird ausführlich beschrieben. M. sei in die Männer-JVA Stadelheim gebracht worden, N. in die Frauen-JVA Aichach.

Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)

Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober)
Großeinsatz nach Brand auf Geothermie-Bauplatz in Polling am Montag (2. Oktober) © fib/MK

Schon im April 2022 hatte die ZET Hausdurchsuchungen wegen der Herausgabe des „Zündlumpen“ in München durchgeführt. Die drei Verdächtigen – zwei Männer und eine Frau, alle damals Ende 20 – sollen darin zu schweren Straftaten aufgerufen und verherrlichend über derartige Straftaten berichtet haben. Dazu gehörten Brandanschläge auf Funkmasten, Polizeifahrzeuge und Datenkabel.

„Die veröffentlichten Texte sind anti-staatlich und befürworten den Einsatz von Gewalt“, heißt es von der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus (BIGE). Der Name „Zündlumpen“ spiele „auf die Funktionsweise von Molotow-Cocktails an“.

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