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Fitness, Mehrzweckhalle und 22 Zentimeter: Grassau berät über Sportbau der Hotel-Legenden Müller

So sieht die Baustelle für das große Sport-Hallenprojekt in Grassau momentan aus.
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In der Bauphase: Das große Sportprojekt der bekannten Hoteliers Müller in Grassau

Die weltweit bekannten Hoteliers Dieter Müller und Ursula Schelle-Müller bauen in Grassau ein Sportzentrum mit 48 Mitarbeiter-Wohnungen. Werden ihre Wünsche vom Gemeinderat erfüllt?

Grassau – Die weltweit bekannten Hotel-Milliardäre Dieter Müller und Ursula Schelle-Müller treiben ihr neues Großprojekt an der Mietenkamer Straße, in dem viele Wohnungen sowie ein Sport Campus mit Tennishallen entstehen, zügig voran. Der Rohbau in Grassau steht und es wird an dem Innenausbau gearbeitet. Die Fertigstellung ist laut OVB-Anfrage bei Schelle-Müller Ende 2025 geplant. Im Zuge der Bauarbeiten wurde nun ein Ausbau der Mehrzweckhalle mit Einbau mehrere Räume, einer Empore und der Anbau eines Balkons beantragt.

Als Ersatzbau für die an dieser Stelle einst stehenden Tennishallen wird dieser Gebäudekomplex mit Raum für 48 Mitarbeiter-Wohnungen geschaffen. Wohnen sollen dort künftig Angestellte des naheliegenden Golf-und Wellness-Hotels „Das Achental“ und aus dem 15 Fahrminuten entfernten Chiemgauhof, dem zweiten Luxushotel der Müllers in der Chiemsee-Region. In dem großen Bau werden zudem Tennishallen integriert. Auch eine Mehrzweckhalle ist geplant.

Das Hoteliers-Ehepaar Müller.

Die Müllers sind die in der Hotelszene weltweit angesehen, weil sie die innovative Kette „Motel One“ mit inzwischen 100 Hotels quasi aus dem Nichts zu einem europaweiten Erfolg gemacht haben. Der Großteil des Unternehmens wurde gerade für eine Milliardensumme verkauft.

Müller: Herzenprojekte im Chiemgau

Ursula Schelle-Müller hat deshalb noch mehr Zeit, sich um die beiden Herzensprojekte im Chiemgau zu kümmern. Neben dem gerade neueröffneten Chiemgauhof in Übersee ist das die Weiterentwicklung des Achental-Resorts, das durch die drei Michelin-Sterne für das Restaurant es:senz mit Chefkoch Edip Sigl weltweit bekannt ist.

Für das neueste Bauprojekt der Unternehmer, so Bürgermeister Stefan Kattari, werde der Einbau von weiteren Räumen in die Mehrzweckhalle beantragt. Hierzu wird ein weiteres Geschoss in den Raum eingefügt. Auch eine Galerie soll noch eingebaut werden. Für diese Räume im oberen Geschoss sei zudem ein Balkon geplant. Nach Prüfung der Unterlagen kommt die Verwaltung zum Schluss, dass diese Änderungen dem Bebauungsplan nicht widerspreche und eine Mehrzwecknutzung möglich sei,

Anzahl der Stellplätze festgelegt

Der Balkon-Anbau jedoch sei so nicht möglich. Zulässig wäre ein Balkon mit einer Breite von maximal 1,50 Metern und maximaler Länge von fünf Metern. Beantragt wurde ein Balkon mit 24 Metern Länge. Zudem schrumpft der Abstand zum Nachbargrundstück dann auf zwei Meter, was eine Abstandsflächenübernahme auslösen würde. Vor dem Bau wurde mit der Gemeinde ein Durchführungsvertrag abgeschlossen. Dieser, so erinnerte sich Sepp Grießenböck (FW), regelt jedoch nur die Durchführung des Baus bis zur Fertigstellung und nicht die Stellplatzfrage. Laut Bürgermeister ist die Anzahl der Stellplätze festgelegt.

Auch nach einer Möblierung der Mehrzweckhalle sei diese weiterhin als Mehrzweckhalle nutzbar, so Kattari. So war im Verlauf der Sitzung zu erfahren, dass in der Mehrzweckhalle Fitnessgeräte untergebracht werden sollen. Für ihn, Thomas Göls (CSU) sehe die Einrichtung wie ein klassisches Fitnessstudio aus. Wenn eine weitere Gewerbeeinheit einzieht, müsse es auch einen zweiten Rettungsweg geben, gab Göls zu bedenken. Über eine Nutzungsänderung sei nichts bekannt, so die Leiterin der Bauabteilung Andrea Hausotter.

Mehrzweckhalle oder Fitnessstudio?

Göls wollte wissen, ob das Landratsamt abgelehnt habe. Kattari erklärte, dass das Landratsamt der Auffassung sei, dass nach diesem Ausbau eine Mehrzweckhallennutzung nicht mehr möglich sei. Laut Andrea Hausotter sei das Landratsamt von einem Fitnessstudio ausgegangen. Nach Auskunft des Antragsstellers bleibe es aber bei einer Mehrzweckhalle. Daniela Ludwig geht von einem Fitnessstudio aus. Auch der Name des künftigen Betreibers sei bereits bekannt, sagte sie. Sie möchte geklärt haben, ob es sich hier um eine gewerbliche Nutzung als Fitnessstudio handle.

Weiter interessierte Grießenböck, warum der Balkon 1,96 breit sein müsse und nicht wie möglich 1,74 Meter. Er fragte, ob der Balkon durch die Nutzungsänderung zum zweiten Rettungsweg werde. Der Wunsch auf Anbau eines Balkons wurde schon früher eingebracht. Der Antrag sollte aber erst zu einem Zeitpunkt, in dem das Gebäude gut sichtbar ist, eingereicht werden, so Kattari. Das Brandschutzkonzept gehöre zu jeder Genehmigung, betonte Daniela Ludwig.

Ob beim Betrieb eines Fitnessstudios mehr Parkplätze benötigt werden, fragte Dr. Winfried Drost. Bei unterschiedlichen Nutzungen, werden unterschiedlich viele Stellplätze gefordert, so Kattari. Als Bedingung für einen positiven Bescheid, sollte, so Manfred Huber aufgenommen werden, dass die Stellplatzanzahl zur Nutzung passt. Andrea Hausotter verwies darauf, dass die Stellplätze im Durchführungsvertrag bereits verankert seien und auch keine Nutzungsänderung beantragt wurde.

So wurde entschieden

Zunächst entschied der Rat mit drei Gegenstimmen dem Einbau weiterer Räume in die Mehrzweckhalle wie auch dem Anbau eines Balkons zugestimmt. Mit neun Stimmen wurde eine Abstandsflächenübernahme abgelehnt. Folglich muss der Balkon auch 22 Zentimeter schmäler gebaut werden.

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