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Krim leidet unter Ölmangel
Putins Öl-Markt in „nie dagewesener Krise“ – wie Selenskyj Russlands Wirtschaft dezimiert
Die Ukraine greift beständig russische Öl-Raffinerien an. Das führt zur Treibstoffkrise. Wladimir Putin steckt in der Klemme.
Moskau – Eine weitere Ölraffinerie in Russland brennt. Laut russischen Offiziellen soll die Raffinerie im russischen Jaroslawl (300 Kilometer nordöstlich von Moskau) durch einen technischen Fehler in Brand geraten sein, aber der Brand reiht sich in eine ganze Serie an Bränden und Beschädigungen, unter denen Russlands Wirtschaft derzeit leidet. Seit Monaten greift die Ukraine unter Präsident Wolodymyr Selenskyj gezielt russische Infrastruktur an und hat so einen größeren Teil der Raffineriekapazität im Land beschädigt. Die Lage für den russischen Ölmarkt wird zunehmend ernst.
Ukraine-Angriffe gegen Russlands Wirtschaft – „noch nie dagewesene Krise“ für Öl-Markt
Wolodymyr Selenskyj bei einer Pressekonferenz in Kiew (Symbolfoto). Die Ukraine greift beständig russische Öl-Raffinerien an. Das führt zur Treibstoffkrise. Wladimir Putin steckt in der Klemme.
Vor allem seien von der jetzt herrschenden Treibstoffkrise der Osten Russlands und die besetzte ukrainische Region Krim betroffen. Hier hatte die Führung den Verkauf von einer Benzinmenge über 30 Liter Benzin pro Kunde verboten. Noch vor ein paar Tagen hatte der Befehlshaber über die Krim noch um Geduld gebeten und versprochen, dass es bald wieder mehr Öl geben würde.
West-Sanktionen verhindern wichtigen Handel für Putin – Öl-Raffinerien gehen die Ersatzteile aus
Besonders gravierend für den russischen Ölsektor: Seit den 2010er-Jahren war die Modernisierung von Ölraffinerien verstärkt mit westlicher Technologie vonstattengegangen. Diese Technologie – Bauteile und Ausrüstung, die jetzt für die Reparaturen benötigt werden – ist wegen der westlichen Sanktionspolitik nur schwerlich importierbar. Der Ökonom Wladislaw Inosemtsew gab gegenüber der Moscow Times an, dass diese Teile auch nicht einfach mit chinesischen Pendants ersetzt werden können.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands
Zwar hatte der Ölsektor (im Gegensatz zu Gas) schnell reagiert und sich stattdessen asiatischen Ländern wie Indien zugewandt, allerdings kostet allein der Transport von Russland nach Indien deutlich mehr als von Russland nach Europa. Der Thinktank Atlantic Council geht von Mehrkosten zwischen zehn und 15 US-Dollar pro Barrel aus, wenn ein Schiff in Primorsk ablegt und nach Indien fährt – mal ganz davon abgesehen, dass Indien und China genau um Russlands Situation Bescheid wussten und hohe Rabatte heraushandeln konnten.
Massive Verluste für Russlands Wirtschaft – Putins Öl-Riesen verlieren Geld
Im August gingen Russlands Einnahmen aus dem Ölverkauf um zwei Prozent zurück, verglichen mit Juli. Pro Tag spülten die Exporte 564 Millionen Euro in die Kriegskasse des Kremls. Das zeigen Zahlen des Center for Research on Energy and Clean Air (CREA).
Inflationsgefahr durch Treibstoffkrise – Öl-Markt in Aufruhr
Russlands Wirtschaft steckt wegen der Entwicklung am Ölmarkt doppelt in der Klemme. Nicht nur gehören die Ölexporte traditionell zu einer der wichtigsten Einkommensquellen für den Kreml (um die Exporte zu sichern, hat die Regierung extra für viel Geld die berüchtigte Schattenflotte aufgebaut), die Verfügbarkeit von Öl beeinflusst die gesamte Wirtschaft. Aktuell steigen die Großhandelspreise für Treibstoff, was wiederum Kosten in der Landwirtschaft, im Transport und in der Logistik hochtreibt. Wladimir Chernow, Analyst bei Freedom Finance Global, sieht eine verstärkte Inflation nahen.