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Fokus auf kritische Energieinfrastruktur
Ukraine-Offensive gegen Russland – Folgen für globalen Öl-Kurs deutlich
Ukraine-Drohnen zerstören russische Öl-Infrastruktur gezielt. Die Ölpreise erhöhen sich. Weltweite Märkte reagieren auf Versorgungsängste.
Kiew – Nach Angaben von MarketPulse haben ukrainische Streitkräfte behauptet, zwei wichtige russische Ölzentren in der Ostsee getroffen zu haben. Diese Angriffe führten zu einer vorübergehenden Einstellung der Rohöllieferungen im Hafen Primorsk, Russlands größtem Ölhafen. Zusätzlich wurden drei Pumpstationen angegriffen, die Öl zum Hafen Ust-Luga transportieren. Jetzt zeigt sich, dass die ukrainischen Angriffe immer weitere Wellen schlagen – sowohl für Russlands Ölsektor als auch global.
Kampagne gegen russische Energieinfrastruktur: Marktentwicklung zeigt anhaltende Volatilität
Die internationalen Ölmärkte zeigten deutliche Reaktionen auf die jüngsten ukrainischen Drohnenangriffe gegen russische Energieinfrastruktur. Laut Reuters stiegen die Brent-Rohöl-Futures zeitweise auf 68,47 Dollar pro Barrel, während US-West Texas Intermediate auf 64,52 Dollar pro Barrel kletterte. Die Märkte reagierten damit auf Befürchtungen möglicher Versorgungsunterbrechungen bei russischen Öllieferungen.
Seit den initialen Preisanstiegen Mitte September haben sich die Ölmärkte in einer volatilen Seitwärtsbewegung entwickelt. Laut aktuellen Marktdaten von Esyoilvom 24. September 2025 notiert Brent-Öl bei 67,70 Dollar pro Barrel, während WTI bei 63,51 Dollar steht. Nach Angaben der Wiener Wirtschaftskammer fielen die Ölpreise am 23. September weiter, wobei Brent bei 66,54 Dollar und WTI bei 62,34 Dollar schloss. Die Preise bewegen sich damit seit Anfang August in einer Handelsspanne zwischen 65 und 70 Dollar je Barrel (159 Liter).
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands
Mittlerweile ist das wiederholte Angreifen russischer Energieinfrastruktur zu einer Konfliktstrategie der Ukraine geworden. Die Ukraine hatte ihre Angriffe auf russische Energieanlagen erheblich intensiviert. Erst Mitte August mussten zwei große Ölraffinerien wegen Beschädigungen vom Netz gehen. An einem großen Flughafen kam es wegen Drohnenangriffen zu Verspätungen. Ukrainische Angriffe auf eine Öl-Pipeline sorgten für einen Lieferstopp. Russland ist für neun Prozent der weltweiten Ölförderung verantwortlich und könnte durch die kontinuierlichen Angriffe zu Produktionskürzungen gezwungen werden.
Wirkungsvolle Strategie mit messbaren Folgen: Konkrete Auswirkungen auf russische Ölexporte
Besonders betroffen sind die wichtigen Ostseehäfen. Das russische Öl-Exportterminal Ust-Luga arbeitet nach ukrainischen Drohnenangriffen nur noch mit halber Kapazität. Grund sind Schäden an der Pipeline-Infrastruktur nach Angriffen auf Pumpstationen in der russischen Region Brjansk. Die ausfallenden Ölmengen müssen zu anderen Häfen wie Primorsk und Noworossijsk umgeleitet werden. Täglich können lediglich rund 350.000 Barrel Öl verarbeitet werden.
Die ukrainischen Attacken auf russische Raffinerien beurteilte der US-Thinktank Institute for the Study of War (ISW) als besonders wirkungsvoll. Diese würden zur Benzinknappheit in ganz Russland beitragen und damit die Inflation anheizen sowie „weitere makroökonomische Instabilität“ in Putins Reich verursachen. Die Effektivität der ukrainischen Angriffe wird durch konkrete Zahlen belegt. Ukrainische Drohnen haben allein in diesem Monat mindestens zehn wichtige russische Energieanlagen getroffen.
Ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölinfrastruktur treiben die Ölpreise nach oben und verstärken die Unsicherheit an den internationalen Energiemärkten.
Die Großhandelspreise für Benzin an der Petersburger Börse sind allein in diesem Monat um fast zehn Prozent gestiegen, seit Jahresbeginn um etwa 50 Prozent. Wie effektiv das ist, zeigte sich erst kürzlich, als die Ukraine in schneller Folge mehrfach die wichtige Ölraffinerie im russischen Nowoschachtinsk angriff. Die Anlage gehört zu den größten im Süden des Landes und kann pro Tag rund 100.000 Barrel Rohöl verarbeiten. Im Jahr macht das 5,8 Millionen Tonnen. Ukrainische Angaben zu Angriffen auf russische Infrastruktur lassen sich dabei jedoch nicht unabhängig verifizieren.
Globale Marktauswirkungen und Sanktionsdrohungen: Chinesische Nachfrage stützt Ölpreise
Die anhaltenden ukrainischen Angriffe setzen die Märkte weiter unter Druck. Russland erwägt nun ein Dieselexportverbot für einige Unternehmen, wie Getoilberichtet, was die Benzin- und Dieselpreise an der russischen Spimex-Rohstoffbörse in die Höhe trieb. Die Preisberichtsagentur Argus Media teilte mit, dass Russland mehr Rohöl für den Export zur Verfügung stellt, während die Drohnenkampagne der Ukraine Auswirkungen auf den weltweiten Großmarkt für Diesel hat.
Parallel zu den ukrainischen Angriffen wächst der Druck auf Russland. Der US-Präsident kündigte am Samstag, dem 20. September 2025, an, dass die USA bereit seien, neue Sanktionen gegen Russlands Energiesektor zu verhängen. Doch trotz der geopolitischen Spannungen zeigt sich die chinesische Ölnachfrage robust. Laut MarketPulse verarbeiteten chinesische Ölraffinerien im August fast 15 Millionen Barrel Rohöl pro Tag – ein Anstieg von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die scheinbare Nachfrage nach Öl in China stieg auf 14,53 Millionen Barrel pro Tag, was einem Anstieg von 4,9 Prozent entspricht. (ls)