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Hohe Gesundheitskosten

Krankenkassenbeiträge könnten 2026 steigen: Hier zahlen Sie am meisten

Die Bundesregierung will die Krankenkassenbeiträge im kommenden Jahr stabil halten. Die Krankenkassen hingegen rechnen mit steigenden Beiträgen.

Berlin – Beitragszahlern droht im kommenden Jahr eine Erhöhung der gesetzlichen Krankenkassenbeiträge. Das erwartet zumindest Jens Baas, Chef der Techniker Krankenkasse. „Realistisch müssen wir schon im nächsten Jahr leider mit der Beitragssatzerhöhung rechnen im Durchschnitt“, sagte er im „Bericht aus Berlin“. Im übernächsten Jahr werde es noch schlimmer weitergehen, so die ARD. Laut einer Modellrechnung könne der Beitragssatz von derzeit 17,5 Prozent inklusive Zusatzleistungen auf 21,2 Prozent bis 22,7 Prozent bis zum Jahr 2040 steigen. Die Bundesregierung hingegen geht von stabilen Beitragssätzen aus.

Der Bundesrat bremst das Sparpaket für stabile Krankenkassenbeiträge vorerst aus. (Archivbild)

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte dazu im Herbst ein Sparpaket von zwei Milliarden Euro vorgelegt, das vor allem die Krankenhäuser treffen würde. Die Bundesländer hatten das Gesetz jedoch Anfang Dezember in den Vermittlungsausschuss verwiesen und damit vorerst gestoppt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dringt darauf, dass Bund und Länder im Vermittlungsverfahren zu einer raschen Einigung kommen. „Wir wollen die Steigerung der Krankenversicherungsbeiträge verhindern“, sagte der CDU-Vorsitzende laut Reuters in der ARD

Krankenkassenbeiträge: Erste Erhöhung angekündigt

Laut dem Online-Portal t-online hat allerdings bereits die erste Krankenkasse eine Beitragserhöhung angekündigt. Dabei handele es sich um die energie-Betriebskrankenkasse. Dort soll der Zusatzbeitrag den Angaben zufolge künftig bei 3,98 Prozent liegen (2025: 2,98 Prozent). Eine Vielzahl weitere Krankenkassen hält die Beiträge laut t-online mit Stand vom 9. Dezember zunächst stabil. Dazu zählen unter anderem die AOK Bayern und die Barmer.

Der Zusatzbeitrag ist dazu gedacht, dass gesetzliche Krankenkassen ihren Finanzbedarf decken können, wenn die regulären Beitragseinnahmen nicht ausreichen, um die laufenden Ausgaben zu finanzieren. Die Höhe wird von jeder Kasse selbst festgelegt. Der Zusatzbeitrag ist einkommensabhängig und betrug im Januar 2025 nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums durchschnittlich 2,5 Prozent. Anfang 2026 soll er auf durchschnittlich 2,9 Prozent steigen. Der Chef der Techniker Krankenkasse, Baas, geht inzwischen allerdings von einem höheren Satz aus. „Ich glaube, wir werden leicht über drei sein zum Anfang des Jahres“, sagte er laut KNA. Neben dem Zusatzbeitrag fällt für die Beitragszahler der gesetzlich festgeschriebene allgemeine Beitragssatz an. Er liegt derzeit bei 14,6 Prozent. (Quellen: ARD, Reuters, KNA, t-online, Bundesgesundheitsministerium)

Rubriklistenbild: © dpa/GKV-Spitzenverband

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