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Droht in der Karibik eine Eskalation?
Venezuela-Konflikt: Trump bot Maduro offenbar Exil in Russland an
In der angespannten Situation zwischen den USA und Venezuela wurde Maduro wohl vorgeschlagen, sein Land zu verlassen. Unterkommen könne er in Moskau.
Caracas/Washington D.C. – Die Situation für den linksgerichteten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat sich verschärft, nachdem die US-Regierung ihm eine direkte Verwicklung in den Drogenhandel vorwirft und ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt hat. Die US-Regierung unter US-Präsident Donald Trump soll Maduro jetzt sogar vorgeschlagen haben, sein Land zu verlassen.
„Übrigens, wir haben Maduro die Möglichkeit gegeben, zu gehen“, sagte der republikanische US-Senator Markwayne Mullin dem US-Sender CNN. „Wir haben gesagt, er könne nach Russland oder in ein anderes Land gehen“, fügte er hinzu. Russland unter Präsident Wladimir Putin und Venezuela haben im Mai 2024 ein strategisches Partnerschaftsabkommen unterzeichnet, das im Oktober von beiden Ländern ratifiziert wurde.
Spannungen zwischen USA und Venezuela: Trump kündigt Untersuchung von Militäreinsatz an
Schon seit Monaten verschärfen sich die Spannungen zwischen Washington und Caracas, eine Eskalation wird befürchtet. Nach eigenen Angaben führte US-Präsident Donald Trump ein Telefongespräch mit Maduro. Das bestätigte Trump am Sonntag (30. November) gegenüber Journalisten an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.
Einzelheiten über das Telefonat mit dem venezolanischen Präsidenten verriet Trump nicht. Auf Nachfragen von Journalisten zu Berichten darüber, dass in dem Telefonat ein mögliches Treffen der Staatschefs oder Bedingungen einer Amnestie für Maduro besprochen worden seien, antwortete er lediglich: „Ich würde nicht sagen, dass es gut oder schlecht gelaufen ist. Es war ein Telefonat.“
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Trump bedauert US-Angriff auf Drogenschmuggler in Venezuela: Tote „nicht gewollt“
Der US-Präsident äußerte sich zudem über das Vorgehen der US-Armee gegen mutmaßliche Drogenschmuggelboote aus Venezuela. Medien hatten berichtet, dass US-Soldaten bei einem Raketenangriff auf ein Boot am 2. September überlebende Bootsinsassen mit einem zweiten Angriff getötet hätten. Ein solches Vorgehen „hätte ich nicht gewollt“, sagte Trump jetzt dazu.
Die Washington Post und CNN berichteten, US-Verteidigungsminister Pete Hegseth habe vor dem Einsatz den Befehl gegeben, alle an Bord des Bootes zu töten. Nach einem ersten Raketenangriff hätten sich zwei Überlebende an das brennende Boot geklammert, schrieb die Washington Post. Die Armee habe daraufhin erneut auf sie geschossen.
Nachdem aber kein Krieg erklärt worden ist, kann das, was passiert ist, nur als Mord oder als außergerichtliche Hinrichtungen beschrieben werden.
Hegseth hatte die Berichte zuvor als „Fake News“ abgetan und versichert, die Einsätze in der Karibik seien „rechtmäßig sowohl nach US– als auch nach internationalem Recht“. Trump nahm seinen Pentagon-Chef in Schutz. „Ich werde das herausfinden, aber Pete hat gesagt, er habe den Tod dieser beiden Männer nicht angeordnet“, sagte Trump. Er glaube Hegseth, fügte er hinzu.
Wegen Angriffen in der Karibik: Präsident des Parlaments in Venezuela beschuldigt Hegseth
Der Präsident des venezolanischen Parlaments, Jorge Rodríguez, verurteilte den angeblichen Befehl Hegseths zum Töten aller Bootsinsassen. „Wenn es eine Kriegserklärung gegeben hätte, würden wir von Kriegsverbrechen sprechen“, sagte er bei einem Treffen mit Familienangehörigen von bei den Angriffen getöteten Venezolanern. „Nachdem aber kein Krieg erklärt worden ist, kann das, was passiert ist, nur als Mord oder als außergerichtliche Hinrichtungen beschrieben werden.“
Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden nach US-Angaben bislang mindestens 83 Menschen getötet und mehr als 20 Schiffe getroffen. Am Donnerstag (27. November) hatte Trump zudem angekündigt, in Kürze auch an Land gegen mutmaßliche venezolanische Drogenhändler vorzugehen. „Wir werden damit beginnen, sie auf dem Landweg zu stoppen“, sagte Trump. Dies werde „sehr bald“ beginnen.
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Caracas rief unterdessen die Organisation erdölexportierender Länder (Opec), der Venezuela angehört, um Hilfe an. In einem Brief an die Organisation drängte Maduro die Mitgliedstaaten, „diese Aggression aufzuhalten, die mit immer mehr Kraft vorbereitet wird“. Die USA versuche, „sich mithilfe militärischer Gewalt Venezuelas riesige Ölreserven, die größten der Welt, anzueignen“, schrieb Maduro weiter.
Am Samstag (29. November) hatten die seit Wochen anhaltenden Spannungen zwischen Washington und Caracas ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht, als US-Präsident Trump den Luftraum über dem südamerikanischen Land für „geschlossen“ erklärt hatte. Davor hatten die USA bereits mehrere Kriegsschiffe und den größten Flugzeugträger der Welt in die Karibik entsandt – nach eigenen Angaben, um den Drogenhandel zu bekämpfen. (Quellen: Washington Post, CNN, dpa) (bg)