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Politik
Kreml-Idee: Russische Atomraketen in Venezuela sollen Trump abschrecken
In Russland reagiert die Politik mit atomaren Gedankenspielen auf die Militärschläge der Trump-Regierung gegen Schiffe vor der Küste Venezuelas.
Moskau - Russland hat angedeutet, dass es seine fortschrittlichsten Hyperschallraketen nach Venezuela schicken könnte, da die Spannungen mit den Vereinigten Staaten zunehmen. Alexei Zhuravljow, stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses im russischen Parlament, sagte dem russischen Nachrichtenportal Gazeta.Ru, dass es „keine Hindernisse“ gebe, um die Oreschnik- oder Kalibr-Raketen an das „befreundete“ Land zu liefern.
„Russland ist tatsächlich einer der wichtigsten militärisch-technischen Partner Venezuelas. Wir liefern dem Land praktisch das gesamte Spektrum an Waffen, von Handfeuerwaffen bis hin zur Luftfahrt. Die Details und das Ausmaß der Lieferungen sind vertraulich, daher könnten die Amerikaner eine Überraschung erleben. Ich sehe keine Hinderungsgründe, unserem befreundeten Land neue Systeme wie die Oreschnik oder die bewährten Kalibr-Raketen bereitzustellen. Keine internationale Verpflichtung schränkt Russland hier ein“, so Zhuravljow.
Die Spannungen in der Region haben in den letzten Monaten zugenommen, da die USA ihre militärische Präsenz vor den venezolanischen Gewässern verstärkt haben. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat Kampfflugzeuge, Bomber, Drohnen, Spionageflugzeuge, Kriegsschiffe und Marinesoldaten in der Region eingesetzt, offiziell, um den Drogenhandel einzudämmen. Diese Operationen haben seit September zu mehr als einem Dutzend Angriffen und über 60 Toten geführt, wobei viele der mutmaßlichen Schmuggler aus Venezuela stammten.
Venezuela nimmt nach US-Angriffen Kontakt zu Russland und China auf
Als Reaktion darauf hat Venezuelas Präsident Nicolás Maduro Medienberichten zufolge Kontakt zu Russlands Regierung unter Präsident Wladimir Putin, zur Volksrepublik China und zum Mullah-Regime im Iran aufgenommen, um militärische Hilfe zu erbitten. Russland hat signalisiert, dass es dem Ersuchen offen gegenübersteht, und hat seine Rhetorik verschärft. Zhuravljow betonte, dass die USA mit dem Unerwarteten rechnen müssten: „Die Details und das Ausmaß der Lieferungen sind vertraulich, daher könnten die Amerikaner eine Überraschung erleben“, sagte er.
Comeback der Atomwaffen-Tests: die nukleare Bedrohung kehrt zurück
Laut Moskau handelt es sich bei der Oreschnik-Rakete um eine ballistische Mittelstreckenrakete, die Geschwindigkeiten von bis zu Mach 10 erreichen und sowohl konventionelle als auch nukleare Sprengköpfe transportieren kann. Russlands Präsident Wladimir Putin beschrieb die Rakete als IRBM (Intermediate Range Ballistic Missile), die in der Lage ist, große Distanzen mit der zehnfachen Schallgeschwindigkeit, also Mach 10, zurückzulegen.
Russland und Venezuela haben in den vergangenen Jahren mehrere Abkommen geschlossen, darunter einen strategischen Partnerschaftsvertrag zur Ausweitung der militärischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Die Vertiefung dieser Allianz findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem beide Länder versuchen, der US-Einflusszone in Lateinamerika und darüber hinaus entgegenzuwirken.
Die Drohung, mit nuklear bestückten Raketen auf der westlichen Hemisphäre zu operieren, könnte zu Spannungen führen, wie sie seit der Kubakrise nicht mehr gesehen wurden. Auch wenn noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen wurden, stellt das öffentliche Thematisieren eines solchen Szenarios eine Eskalation der Rhetorik dar.
Trump-Regierung soll weitere Angriffspläne gegen Ziele in und um Venezuela vorbereiten
Laut mehreren anonymen US-Beamten, die von The New York Times zitiert wurden, hat die Trump-Regierung eine Reihe militärischer Pläne vorbereitet, die sich gegen Venezuela richten. Zentrale Ziele dieser Pläne sind venezolanische Militäreinheiten, die Maduro schützen, sowie die Kontrolle über Ölfelder, die für die angeschlagene Wirtschaft des Landes von entscheidender Bedeutung sind.
Sowohl Präsident Donald Trump als auch Außenminister Marco Rubio spielten jedoch die Wahrscheinlichkeit herunter, dass die USA tatsächlich Krieg gegen Venezuela führen werden, ließen aber durchblicken, dass Maduros Zeit als Staatschef möglicherweise bald zu Ende gehen könnte. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)