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Weltpolitik am Genfer See

G7-Gipfel aktuell: Trump als „Game-Changer“ – Merz trommelt „E5“ zusammen

Donald Trump prägt den G7-Gipfel in Évian. Bestimmende Themen: das Abkommen mit dem Iran, aber auch der Ukraine-Krieg.

Update vom 18. Juni, 5:50 Uhr: Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine war am Dienstag und Mittwoch auch Thema des Gipfeltreffens der G7-Staats- und Regierungschefs im französischen Evian. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj nahm als Gast an den Beratungen teil und führte bilaterale Gespräche, unter anderem mit US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). 

Die G7-Staaten USA, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada und Japan bekräftigten bei dem Gipfel ihre „unerschütterliche Unterstützung der Ukraine“ im Krieg gegen Russland. Sie sagten zu, die Lieferung von Luftabwehrkapazitäten, zusätzlichen Systemen und Abfangraketen sowie von Langstreckenkapazitäten auszuweiten. Gleichzeitig wollen sie „den Druck auf die russische Kriegswirtschaft“ durch weitere Sanktionen erhöhen.

Update, 20:24 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat trotz des Streits über die israelischen Angriffe im Libanon beteuert, ein sehr gutes Verhältnis zum israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zu haben. „Bibi Netanjahu ist ein guter Mann, er ist nur manchmal etwas übereifrig“, sagte Trump am Mittwoch zum Abschluss des G7-Gipfels im französischen Evian. „Wir haben eine unglaubliche Partnerschaft, er ist ein unglaublicher Regierungschef.“

Es gebe lediglich einen „kleinen Streit“ über die israelischen Angriffe im Libanon, sagte Trump. Israel könne bei seinem Vorgehen gegen die von Teheran unterstützte Hisbollah-Miliz etwas zurückhaltender sein. Das harte Vorgehen Israels im Libanon gefährdet die Bemühungen Trumps, den Krieg gegen den Iran zu beenden.

Update, 15:31 Uhr: Um die Ergebnisse des G7-Gipfels und des Europäischen Rates in der Ukraine-Frage den wichtigsten Partnern zu erläutern, lädt Merz die Staats- und Regierungschefs von Frankreich, Großbritannien, Italien und Polen zu einem sogenannten E5-Treffen nach Berlin ein. Einen Tag nannte er nicht. 

Bei dem Treffen soll es um die Nachbereitung der beiden Gipfel in dieser Woche gehen. Die 27 EU-Staaten treffen sich am Donnerstag und Freitag in Brüssel. Außerdem soll der NATO-Gipfel in Ankara am 7. und 8. Juli vorbereitet werden. Polen war als einziges Land der E5 nicht beim G7-Gipfel vertreten. 

G7-Gipfel aktuell: Ukraine-Engpässe sollen mithilfe von Produktionslizenzen beseitigt werden

Update, 13:54 Uhr: Die G7-Staaten wollen Engpässe bei der Versorgung der Ukraine mit Waffen über die Vergabe von Produktionslizenzen beseitigen. Es gehe dabei „um umfassende Lizenzerteilungen, auch von amerikanischen Unternehmen“ an europäische und ukrainische Hersteller, sagte Bundeskanzler Merz beim G7-Gipfel in Evian. Er sei US-Präsident Trump „sehr dankbar“, der hier „wirklich ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft“ gezeigt habe.

Die Möglichkeit der Produktion von Waffen in Lizenz war schon in der während der Nacht veröffentlichten Gipfel-Erklärung zur Ukraine angesprochen worden. „Wir alle haben das Problem, dass wir zurzeit zu wenig produzieren und das kann durch Lizenzerteilungen an Unternehmen ausgeglichen werden, die diese Produktionskapazitäten haben“, erläuterte Merz. Dies seien „eben auch europäische und das sind auch ukrainische“.

Die Staats- und Regierungschefs der G7 haben sich auf eine gemeinsame Erklärung zu geopolitischen Fragen geeinigt.

Update, 10:55 Uhr: Kanadas Premierminister Mark Carney sieht im Auftritt von US-Präsident Donald Trump beim G7-Gipfel einen möglichen Wendepunkt. Das Treffen eröffne die Möglichkeit eines „Game-Changers“ mit Blick auf die Kriege in der Ukraine, aber auch im Libanon, sagte Carney am Mittwoch im französischen Evian. Es habe in den Gipfel-Diskussionen „einen veränderten Ton“ gegeben.

Bei der Ukraine hätten sich die Gipfel-Teilnehmer auf eine „realistischere Einschätzung des weiteren Verlaufs dieses Krieges“ sowie die Haltung gegenüber Russland und die Verschärfung der Sanktionen einigen können, sagte Carney. Zum Libanon, wo Israel mit massiven Angriffen gegen die dem Iran nahestehende Hisbollah-Miliz vorgeht, habe es eine „sehr detaillierte Diskussion“ der Gipfel-Teilnehmer gegeben und Gespräche über „die nächsten Schritte“.

Update, 6:50 Uhr: Die USA und die anderen G7-Staaten wollen mit zusätzlichem Druck auf Russland die Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Krieges intensivieren. In einer Erklärung der Staats- und Regierungschefs vom Gipfeltreffen im französischen Évian heißt es, man werde die Sanktionen verschärfen, auch im Öl- und Gassektor. Zudem habe man vereinbart, die Lieferung von weitreichenden Waffen und Luftverteidigungskapazitäten auszuweiten. 

Mit dem Ausbau der Unterstützung soll nach Angaben der G7 die neue Dynamik unterstützt werden, die in den vergangenen Monaten durch ukrainische Fortschritte an der Front entstanden ist. Zudem wird von einem „richtigen Zeitpunkt“ nach dem US-Deal mit dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus gesprochen.

Neben zusätzlichen Waffen versprechen die G7-Staaten der Ukraine in der Erklärung auch zusätzliche Unterstützung, um den kommenden Winter zu bewältigen. Darüber hinaus sichern sie dem Land zu, die Vergabe von Lizenzen für eine Steigerung der militärischen Produktion zu prüfen.

G7-Gipfel in Evian: Letzter Tag der Beratungen

Update vom 17. Juni, 5:55 Uhr: Im französischen Evian schließen die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten am Mittwoch ihren dreitägigen Gipfel ab (Beginn 09.30 Uhr). In einer Arbeitssitzung am Vormittag befassen sich Kanzler Friedrich Merz (CDU) und die anderen Vertreter der Gruppe aus sieben großen Industriestaaten mit Strategien, um das Wirtschaftswachstum nachhaltig zu stärken. An den Beratungen werden auch Partnerländer sowie Vertreter internationaler Wirtschaftsorganisationen teilnehmen.

Im Anschluss wird Kanzler Merz vor die Presse treten (11.35 Uhr), bevor die letzte Arbeitssitzung bei einem Mittagessen zu Künstlicher Intelligenz (KI) stattfindet. Dabei soll es um Lösungen gehen, um die Technologie „sicher, schnell und effizient“ zur Anwendung zu bringen. Teilnehmen werden auch mehrere Chefs großer Technologieunternehmen. Zum Abschluss treten dann Gastgeber Emmanuel Macron, US-Präsident Donald Trump sowie weitere Staats- und Regierungschefs vor die Presse.

Update, 20:01 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz zeigt sich nach Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump und den übrigen G7-Staats- und Regierungschefs zuversichtlich mit Blick auf ein gemeinsames Vorgehen im Ukraine-Krieg. Er empfinde einen „gewissen Grad des Optimismus, dass wir als Europäer und Amerikaner gemeinsam den Krieg beenden“, sagte er am Dienstag am Rand des G7-Gipfels im französischen Evian. Er habe Trump „aufmerksam und kooperativ“ zuhören sehen.

Alle G7-Partner seien sich einig, den „Druck auf Moskau zu erhöhen, um Russland an den Verhandlungstisch zu bringen“, erklärte Merz. „Wir sind bereit zu Friedensgesprächen.“ Die Gespräche müssten jedoch an einem bestimmten Punkt ansetzen, sagte der Kanzler. Dazu zähle etwa, dass Russland die Forderung aufgebe, dass die Ukraine den freien Teil des Donbass aufgeben müsse. Mit Blick auf das Iran-Abkommen bekräftigte Merz seine Forderung nach einer zügigen Umsetzung. Jetzt komme es darauf an, wie stabil das Abkommen sei. „Ich bin zuversichtlich, dass das trägt“, sagte Merz.

G7-Gipfel aktuell: Putin lädt zur Parallelveranstaltung in Kasan ein

Update, 19:10 Uhr: Parallel zum G7-Gipfel lädt Kremlchef Wladimir Putin in der Millionenstadt Kasan an der Wolga am Mittwoch Staats- und Regierungschefs aus Südostasien zum zweitägigen Russland-ASEAN-Gipfel. Für Russland geht es vor allem darum, die politischen und wirtschaftlichen Kontakte zu anderen Weltregionen zu stärken – nachdem die Beziehungen zum Westen wegen des von Putin begonnenen Ukraine-Kriegs zerbrochen sind. Ihr Kommen zugesagt haben bereits die Präsidenten von Vietnam und den Philippinen, To Lam und Ferdinand Marcos Jr., sowie die Regierungschefs von Thailand und Kambodscha, Arnutin Charnvirakul und Hun Manet. Als wahrscheinlich gilt zudem die Teilnahme des malaysischen Ministerpräsidenten Anwar Ibrahim und des Präsidenten von Laos, Thongloun Sisoulith. 

G7-Gipfel aktuell: Trump begeistert über Einladung ins Schloss von Versailles

Update, 17:15 Uhr: Donald Trump hat sich begeistert von der Aussicht auf ein Abendessen im Schloss von Versailles nach dem G7-Gipfel gezeigt. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron sei „ein sehr netter Mann“, der ihn dazu eingeladen habe, sagte Trump am Dienstag in Evian. Der US-Präsident, der eine bekannte Schwäche für Gold hat, fügte mit Blick auf das prunkvolle Königsschloss hinzu: „Versailles, das ist kein Blattgold, das ist das Original.“

Dass er durch das Abendessen am Mittwoch nach dem Ende des G7-Gipfels im französischen Evian später nach Washington zurückkehre, sei nicht schlimm, sagte Trump. „Ich möchte das machen.“ Statt abends wieder in Washington zu sein, werde er morgens ankommen und früh im Oval Office sein. Er sei „ohnehin kein großer Schläfer“. Kritiker Macrons werfen den französischen Präsidenten vor, er habe Trump nur in das Schloss des „Sonnenkönigs“ eingeladen, um dessen Vorliebe für prunkvolle Empfänge zu bedienen – und ihn daran zu hindern, vor Ende des G7-Treffens abzureisen, wie im vergangenen Jahr in Kanada.

Update, 15:09 Uhr: Peinlicher Patzer auf dem G7-Gipfel: Trump hat den Staat Katar am Persischen Golf erneut fälschlicherweise als ein Nachbarland des Irans mit gemeinsamer Grenze bezeichnet. Der US-Präsident sagte zu Katars Emir Tamim bin Hamad Al Thani: „Sie können direkt über die Grenze gehen, also sind Sie in einer viel gefährlicheren Position.“ Von Katar aus könnte er in den Iran „buchstäblich laufen“, betonte Trump. Von „jedem anderen Ort“ müsse man in den Iran fliegen, nur von Katar aus sei der Fußweg möglich. Katars Emir schwieg und behielt seine Gedanken dazu für sich.

Katar ist eine Halbinsel am Persischen Golf, die nur an Saudi-Arabien grenzt. Die Luftlinie zum Iran beträgt an der schmalsten Stelle, getrennt vom Persischen Golf, etwa 200 Kilometer. Trump hatte sich ähnlich schon im Oktober geäußert. Man könnte vom Iran „in einer Sekunde“ nach Katar laufen, sagte er damals. 

Update, 12 Uhr: Weitere Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran soll es nach iranischen Angaben am Freitag geben. Sie sollen direkt nach Unterzeichnung des verhandelten Abkommens in der Schweiz beginnen. Die weiteren Gespräche sollten dann innerhalb von 60 Tagen abgeschlossen werden, sagte Außenminister Abbas Araghtschi nach Angaben der Agentur Tasnim.

Zunächst habe man sich auf eine Beendigung des Kriegs, die Öffnung der Straße von Hormus, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und den Wiederaufbau konzentriert, sagte Araghtschi laut den Angaben.

Ein Ende des Iran-Kriegs schließe ein Ende der israelischen Besetzung von Gebieten im Libanon mit ein, sagte Araghtschi demnach auch. Jegliche neuen Angriffe Israels auf den Libanon und eine weitere Besetzung der Gebiete betrachte der Iran als Verstoß gegen die getroffene Vereinbarung.

Update, 11:45 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj, US-Präsident Trump und Frankreichs Staatschef Macron haben auf dem G7-Gipfel in Évian ein Dreier-Treffen hinter geschlossenen Türen abgehalten. Darüber berichtet das ukrainische Portal Kijv Independent und beruft sich auf zwei anonyme Quellen. Aktuell läuft eine Arbeitssitzung auf dem G7-Gipfel zum Ukraine-Krieg.

Update, 10:25 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hat Donald Trump auf dem G7-Gipfel in Évian ein Geschenk gemacht: Er überreichte dem US-Präsidenten ein Deutschland-Trikot mit dessen Namen und der Rückennummer 47. Es stellt wohl ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk des deutschen Kanzlers zum 80. Geburtstag von Trump dar. Die Rückennummer 47 steht wohl dafür, dass der Republikaner der 47. Präsident der USA ist. Das Verhältnis der beiden Regierungschefs galt zuletzt wegen unterschiedlicher Haltungen im Iran-Krieg als angespannt.

G7-Gipfel aktuell: Selenskyj von Macron empfangen – Hoffnung auf Ende des Ukraine-Kriegs

Update, 10 Uhr: Der ukrainische Präsident Selenskyj ist beim G7-Gipfel im französischen Évian eingetroffen. Macron empfing Selenskyj nicht direkt vor dem Gipfelgebäude, sondern lief ihm durch einen Park entgegen. Beide Staatschefs stellten sich für ein gemeinsames Foto auf. Fragen der Presse beantworteten Selenskyj und Macron nicht. Nach Angaben der französischen Präsidentschaft führten beide zunächst ein bilaterales Gespräch

Beim G7-Gipfel wollen die Staats- und Regierungschefs besprechen, wie die Verhandlungen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin für ein Ende des Ukraine-Kriegs wieder aufgenommen werden können. Selenskyj will dazu ein persönliches Gespräch mit Trump führen. Vor dem Gipfeltreffen hatte Trump getrennte Telefonate mit Putin und Selenskyj geführt, die er als „sehr gut“ bezeichnete.

G7-Gipfel aktuell: Iran-Deal von Trump virtuell unterzeichnet – Rätselraten über Inhalt

Update, 9:25 Uhr: Unter den G7-Staatschefs, die sich aktuell in Évian zum Gipfel treffen, herrscht Rätselraten darüber, was der Deal von US-Präsident Trump mit dem Iran genau beinhaltet. Darüber berichtet CNN unter Berufung auf zwei Beamte, die mit der Angelegenheit vertraut seien, aber anonym bleiben. Die genauen Bedingungen des Iran-Abkommens seien „nur wenigen bekannt“, heißt es. Macron und andere Staats- und Regierungschefs der G7 wie Kanzler Merz hätten ihn offenbar bisher nicht zu Gesicht bekommen.

Klar sei nur, dass es sich um einen eineinhalb Seiten langen Text handle, der virtuell unterzeichnet worden sei. „Selbst innerhalb von Trumps Regierung äußerten sich Beamte unterschiedlich dazu, wie der Plan funktionieren sollte“, schreibt CNN.

Update, 9.05 Uhr: Donald Trump hat beim G7-Gipfel in Évian wieder einmal zu einer bekannten Machtgeste gegriffen: Sein Händedruck mit Brigitte Macron, der Ehefrau des französischen Präsidenten, fiel lang und fest aus. Trump und Macron sind seit Jahren für intensive, teils wie ein Tauziehen wirkende Händedrücke bekannt. Doch es ist das erste Mal, dass Trump diese Form der Begrüßung für Frankreichs First Lady wählte.

Ukraine und Iran: Fahrplan beim G7-Gipfel mit Trump

Update, 8:21 Uhr: Der Fahrplan des G7-Gipfels in Évian heute, es ist Tag zwei des Arbeitstreffens:

  • Ab 9 Uhr steht zunächst der Ukraine-Krieg auf der Agenda. Dazu wird auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet. Im Zentrum dürften Gespräche über mögliche Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts mit Russland stehen.
  • Ab Mittag folgt dann eine zweite Arbeitssitzung zum Iran-Krieg und dem Nahost-Konflikt. An ihr nehmen auch die Präsidenten Ägyptens, der Vereinigten Arabischen Emirate sowie der Emir von Katar teil. In einer dritten Sitzung geht es dann um die Entwicklungspolitik und Afrika.
  • Bei einem Abendessen sind dann weitere Partnerländer der G7 vertreten.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will im Verlauf des zweiten Gipfeltags auch mehrere bilaterale Gespräche führen.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Der Iran-Krieg beginnt am 28. Februar 2026 mit Angriffen aus Israel und den USA auf Teheran. Noch am ersten Tag wird auch Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei getötet. Seit dem Angriff hat sich der Konflikt auf die gesamte Golfregion ausgeweitet. © AFP
Iran-Krieg - Iran
Immer wieder schlagen Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran und der Umgebung ein. Die Menschen vor Ort berichten von zitternden Fenstern, in sozialen Medien kursieren Bilder von Rauchschwaden. In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen.  © Vahid Salemi/dpa
Angriff auf den Iran - Iran
Präzisionsschläge auf relevante militärische Ziele – erstmals auch mit Drohnen, die von den Shaheds kopiert worden sind: „LUCAS kostet etwa 35.000 US-Dollar pro Plattform und ist ein kostengünstiges, skalierbares System, das modernste Fähigkeiten zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher US-Langstreckensysteme mit vergleichbarer Wirkung bietet“, sagt der Marineoffizier Tim Hawkins gegenüber dem Magazin The War Zone (TWZ). US-Präsident Trump hat sich für den Angriff gegen den Iran vermutlich von den Waffen seines Gegners inspirieren lassen: Erstmals haben die USA Kamikaze-Drohnen eingesetzt, veröffentlicht das „US Central Command“ (CENTCOM).  © dpa
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Die Angriffe gehen ohne Unterlass weiter. Dieses Standbild aus einem vom U.S. Central Command zur Verfügung gestellten Video zeigt den Start einer Rakete von einem Schiff der U.S. Navy zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“. © dpa
Raketenabwehrsystem Iron Dome
Der Iran antwortet mit Gegenangriffen auf Israel. Das israelische Raketenabwehrsystem Iron Dome fängt zahlreiche Geschosse ab. Über Tel Aviv kommt es zu entsprechenden Explosionen. © Jack Guez/AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Auch am Tag feuert das israelische Luftabwehrsystem, um Raketen während eines iranischen Angriffs abzufangen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
Dennoch kommt Israel nicht ungeschoren davon. Hier verbinden Rettungskräfte einen verwundeten Mann und leisten erste Hilfe am Ort eines direkten Einschlags einer iranischen Rakete in Tel Aviv. © Tomer Neuberg/dpa
Angriff auf den Iran - Tel Aviv
An einer anderen Stelle in Tel Aviv ist ein Feuerwehrmann dabei, ein brennendes Auto zu löschen. © Tomer Neuberg/dpa
USA Iran
Dieses offizielle Foto des Weißen Hauses, veröffentlicht am 28. Februar 2026 auf dem Account „White House X“, zeigt US-Vizepräsident JD Vance (Mitte), die Direktorin des Nationalen Nachrichtendienstes, Tulsi Gabbard (zweite von links), und US-Finanzminister Scott Bessent (rechts) im Lagezentrum in Washington, D.C. © AFP
Trump Iran
Ein weiteres offizielles Foto des Weißen Hauses zeigt Donald Trump im Gespräch mit Stabschefin Susie Wiles (rechts), während US-Außenminister Marco Rubio (Mitte) die Aktivitäten der „Operation Epic Fury“ gegen den Iran von einem nicht genannten Ort aus überwacht. „Chamenei, einer der bösartigsten Menschen der Geschichte, ist tot“, schrieb Trump später auf „Truth Social“. © AFP
Angriff auf den Iran - Israel
Was ist das Ziel der Operation Epic Fury (Einsatz Gewaltiger Zorn)? US-Präsident Trump begründet die Luftangriffe mit dem iranischen Atom- und Raketenprogramm und mit der iranischen Unterstützung für bewaffnete Milizen, wie etwa die Hisbollah im Libanon. Durch beides sieht Israel seine Existenz bedroht. Daneben will Trump aber auch die USA vor „direkten Bedrohungen“ durch den Iran schützen. © Leo Correa/dpa
Un-Sicherheitsrat
Der US-Angriff ruft die Vereinten Nationen auf den Plan: Der Sicherheitsrat ist zu einer Notfall-Sitzung zusammengekommen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte die Botschafter, die Aktion berge die Gefahr, „eine Kette von Ereignissen auszulösen, die in der instabilsten Region der Welt niemand mehr kontrollieren kann“, wie die UN berichten. Israels Botschafter Danny Danon hatte die Angriffe als gerechtfertigt dargestellt und als einen notwendigen Akt, um eine existenzielle Bedrohung abzuwehren. © Spencer Platt/AFP
Minab-Mädchenschule
Das UN-Menschenrechtsbüro hat nach den Berichten über einen Angriff auf eine Mädchenschule im Iran mit fast 200 Toten eine umfassende Untersuchung verlangt. Nach Angaben einer Sprecherin könne es sich um ein Kriegsverbrechen handeln. Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt.  © Ali Najafi/AFP
Proteste in London
Weltweit gehen noch am ersten Abend des Iran-Kriegs Exil-Iranerinnen und -Iraner auf die Straßen und feiern den Tod von Ajatollah Chamenei. Dieses Bild zeigt eine Demonstration vor der iranischen botschaft in London. © Vuk Valcic/Imago
Angriff auf den Iran - Berlin
Auch auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor in Berlin gehen die Menschen spontan auf die Straße. © Christophe Gateau/dpa
Demo in der Türkei
Anders sieht es in der Türkei aus: Vor dem israelischen Konsulat in Istanbul machen Demonstranten Donald Trump und Israel für die Eskalation verantwortlich. Sie protestierten gegen den Angriff auf den Iran und die Tötung von Ajatollah Chamenei, indem sie eine US-Flagge verbrennen. © Ozan Kose/AFP
Angriff auf den Iran - Indien
578889050.jpg © Mukhtar Khan/dpa
Angriff auf den Iran - Dubai
Der Iran-Krieg zieht auch die arabischen Länder mit in den Konflikt hinein. Mit Hunderten Raketen und Drohnen greift der Iran seit Ende Februar unter anderem Kuwait, Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate an. Hier steigt Rauch nach einem iranischen Drohnenangriff im Hafengebiet von Dubai auf. © Fatima Shbair/dpa
Angriff auf den Iran – Katar
Folgen der Rache des Iran: Die USA betreiben in al-Udeid eine Militärbasis. Die liegt im Fokus des Iran – allerdings befindet sich rund 30 Kilometer entfernt die Stadt Doha; und die wird kaum durch die Luftabwehr der US-Basis abgedeckt.  © dpa
Iran-Krieg - reaktionen
US-amerikanisch-israelische Luftschläge – Schockwellen in der gesamten Welt: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet hätten Demonstranten im pakistanischen Karatschi vor dem Konsulat „Tod Amerika! Tod Israel!“ skandiert; Reuters-Reporter hätten Schüsse gehört und in den umliegenden Straßen Tränengas wahrgenommen. Die Nachrichtenagentur spricht von mindestens 23 getöteten Demonstranten; davon zehn im Hafen von Karatschi, wo Sicherheitskräfte des US-Konsulats gefeuert hätten auf Demonstrierende nach deren Durchbruch durch die äußere Mauer. Elf Menschen seien demnach in der nördlichen Stadt Skardu ums Leben gekommen – die Menge soll ein UN-Büro in Brand gesetzt haben; zwei Tote verzeichnet Reuters in Pakistans Hauptstadt Islamabad. © Imago
Weitere Bilder der Straßenschlachten, die sich in Teilen Pakistans nach dem US-Angriff auf den Iran ereigneten.
Explosionen im Iran, Beben in Pakistan: „Pakistans Westgrenzen befinden sich im Kriegszustand“, sagt Muzzammil Aslam gegenüber Arab News. Der Finanzminister der nordwestlichen Provinz Khyber Pakhtunkhwa an der Grenze zu Afghanistan fürchtet wirtschaftliche Verwerfungen, sollte der Iran seine Rachegelüste gegenüber dem Westen ausleben und damit den gesamten Nahen Osten in den Abgrund reißen. Die Wirtschaftskraft des Landes hängt an den Arbeitern in den Golfstaaten, die im Visier des Iran liegen und Anschläge auf ihre Energieindustrie befürchten müssen.  © dpa
Angriff auf den Iran - Irak
578899115.jpg © Hadi Mizban/dpa
Beirut
Der Iran-Krieg führt auch zu einer neuen Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah. Die Schiiten-Miliz feuert als Reaktion auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei Raketen in Richtung Israel ab. Daraufhin greift das israelische Militär zahlreiche Ziele im Libanon an, vor allem im Süden des Landes und in den Vororten der Hauptstadt Beirut (im Bild). Diese Gebiete gehören zum Einflussgebiet der Hisbollah. © AFP
Angriff gegen den Iran - Luftverkehr
Der Iran-Krieg legt zu Beginn auch den Flugverkehr teilweise lahm. Hier prüft ein Reisender die Abflugzeiten am internationalen Flughafen Beirut Rafik Hariri, da viele Fluggesellschaften nach den Angriffen auf den Iran ihre Flüge gestrichen haben.  © Hassan Ammar/dpa
Stra0ße von Hormus
Dieses Satellitenbild, aufgenommen von 2026 Planet Labs PBC am 2. März 2026, zeigt Rauchwolken, die nach einer Explosion im Hafen von Bandar Abbas an der Straße von Hormus von einem Schiff aufsteigen. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels läuft, ist weitgehend zum Erliegen gekommen.  © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Iran-Deal am G7-Gipfel: Trump kündigt offene Hormus-Straße an – Teheran widerspricht

Update, 6:53 Uhr: Der Iran-Deal ist eines der bestimmenden Themen des aktuell laufenden G7-Gipfels mit Donald Trump. Was wird aus der Hormus-Straße? „Sie wird offen sein und gebührenfrei“, hatte der US-Präsident gestern (15. Juni) angekündigt. Es bleiben aber Fragen offen: Das iranische Außenministerium erklärte, es sollten durchaus Gebühren für maritime Dienstleistungen erhoben werden.

US-Vizepräsident JD Vance sagte indes im Interview mit dem US-Sender CNBC, die Straße von Hormus werde „langfristig gebührenfrei“ wieder geöffnet werden. Trump zufolge begannen bereits gestern Schiffe, „viele voll beladen mit Öl, aus der Straße von Hormus zu fahren“.

UFC Freedom 250: Trumps Kampfsportspektakel am Weißen Haus in Bildern

Trump lässt Kampf-Arena bauen – Startschuss vor dem Weißen Haus
Seit Wochen gleicht das Areal um das Weiße Haus in Washington DC einer Großbaustelle. Riesige Kräne errichten auf dem südlich gelegenen Rasen vor dem Amtssitz des US-Präsidenten ein gigantisches Gestell mit einer Höhe von etwa 25 Metern. Darunter werden Bodenplatten verlegt, Tribünen errichtet, Scheinwerfer festgeschraubt und jede Menge Technik verkabelt. © © IMAGO / ZUMA Press
Szene aus dem Oval Office: US-Präsident Trump bei einem Pressetermin mit Mixed-Martial-Arts-Kämpfern (6. Mai 2026)
Der Grund für den Trubel im Herzen der US-Politik ist das Spektakel mit dem Namen „UFC Freedom 250“: Am 14. Juni 2026 lädt Donald Trump die Kampfsportorganisation „Ultimate Fighting Championship“ (UFC) nach Washington, DC, ein. Vor dem Weißen Haus sollen sieben Kämpfe im Mixed Martial Arts (MMA) stattfinden – darunter zwei Titelkämpfe. Die Kontrahenten der beiden Hauptkämpfe besuchten zur offiziellen Bekanntgabe Trump im Weißen Haus. © Kent Nishimura/AFP
Der Weltmeisterschaftsgürtel der UFC für UFC Freedom 250
Die UFC erwartet laut eigener Promo von dem „historisch einmaligen“ Event nicht weniger als „das größte Sportereignis in der Geschichte der USA“, das sogar den Super Bowl im American Football in den Schatten stellen soll. Dafür wurde sogar ein eigener Weltmeisterschaftsgürtel gestaltet, der am Abend den jeweils siegreichen Athleten der Titelkämpfe umgelegt werden soll. © afp
Das Logo für das Kampfsportspektakel UFC Freedom 250 ist bereits entworfen und wird hier vor dem Weißen Haus installiert.
Das Logo für das Kampfsportspektakel UFC Freedom 250 ist bereits entworfen und wird hier vor dem Weißen Haus installiert. Bei der Farbgebung orientierten sich die Macher an den Nationalfarben der USA: rot, weiß und blau. © afp
Eine Visualisierung soll zeigen, wie sich Trump „UFC Freedom 250“ vorstellt.
Die MMA-Kämpfe der UFC werden in einem rund 70 Quadratmeter großen Oktagon ausgetragen. Wegen des etwa 1,80 Meter hohen Zauns wird der achteckige Ring auch als „Käfig“ bezeichnet. Eine Visualisierung, die Trump beim Treffen mit den UFC-Athleten präsentierte, zeigt, wie sich der Präsident und die UFC die Sache vorstellen: Tribünen für das Publikum und im Hintergrund ein freier Blick aufs Weiße Haus. © afp
Ein Gestell namens „The Claw“ (die Klaue), das die UFC-Organisatoren in Belgien entdeckten
Möglich machen soll das ein Gestell namens „The Claw“ (die Klaue), das die UFC-Organisatoren in Belgien entdeckten. Die Höhe von fast 26 Metern und die Breite von etwa 88 Metern sollen den TV-Kameras und dem Publikum von UFC Freedom 250 einen uneingeschränkten Blick aufs Weiße Haus ermöglichen. An den Bögen sollen Kameras und über 800 Lichtmodule befestigt werden. © afp
Wenige Tage vor dem Beginn von UFC Freedom 250 strahlt „The Claw“ in den Nachthimmer von Washington DC.
Wenige Tage vor dem Beginn von UFC Freedom 250 strahlt „The Claw“ in den Nachthimmer von Washington DC. © afp
Bereits vor UFC Freedom 250 steigt in Washington DC die große Party.
Bereits vor UFC Freedom 250 steigt in Washington DC die große Party. © afp
Ein so genanntes „Ring Girl“ der UFC nimmt an den Vorfeierlichkeiten für UFC Freedom 250 anlässlich Donald Trumps Geburtstags in Washington DC teil.
Ein so genanntes „Ring Girl“ der UFC nimmt an den Vorfeierlichkeiten für UFC Freedom 250 anlässlich Donald Trumps Geburtstags in Washington DC teil. © afp
In einem Park nahe dem Weißen Haus hat die UFC ein Public Viewing für UFC Freedom 250 organisiert.
In einem Park nahe dem Weißen Haus hat die UFC ein Public Viewing für UFC Freedom 250 organisiert. Bis zu 100.000 Menschen sollen dort die Kämpfe verfolgen können. Wie viele erscheinen, dürfte auch vom Wetter abhängen. Die Vorhersage sieht schlecht aus: für Washington sind niedrige Temperaturen, Regen und möglicherweise ein schweres Gewitter angesagt. © afp
Donald Trump als Gast der UFC und im Gespräch mit Dana White. (Archivbild)
Eigentlich sollte UFC Freedom 250, dessen Name an den 250. Geburtstag der USA im Jahr 2026 erinnern soll, am 4. Juli stattfinden, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag. Offiziell aus logistischen Gründen entschied man sich für den 14. Juni 2026. An diesem Tag feiern die USA den „Flaggentag“ zu Ehren des Sternenbanners – und Donald Trump, hier als Ehrengast bei UFC-Kämpfen, begeht seinen 80. Geburtstag. © imago
UFC-Präsident Dana White allerdings dämpfte die Erwartungen. Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen, die auf dem Gelände des Weißen Hauses gelten
Als Donald Trump erstmals im Sommer 2025 von seinem Plan eines UFC-Events am Weißen Haus erzählte, sprach er von bis zu 30.000 Zuschauerinnen und Zuschauern. UFC-Präsident Dana White allerdings dämpfte die Erwartungen. Aufgrund der Sicherheitsbestimmungen, die auf dem Gelände des Weißen Hauses gelten und logistischen Problemen werde die Zahl deutlich unter den Träumen Trumps liegen. Aktuell ist von etwa 4300 Plätzen vor Ort die Rede. © afp
Der heute 56 Jahre alte White (hier im Jahr 2006), stieg Anfang der 2000er in die UFC ein.
Für Dana White ist UFC Freedom 250 der Höhepunkt einer steilen Karriere als Kampfsport-Promoter. Der heute 56 Jahre alte White (hier im Jahr 2006) stieg Anfang der 2000er in die UFC ein. Deren Veranstaltung galten damals noch als blutrünstige Gewaltorgien ohne jeglichen sportlichen Wert. White machte die UFC zu einer ernstzunehmenden Organisation, die mittlerweile Milliarden umsetzt, mit ihrem Erfolg MMA zum Breitensport macht und den alteingessenenen US-Sportarten wie American Football, Basketball und Baseball in Sachen Einschaltquote auf die Pelle rückt.  © imago
Dana White mit der Hilfe seines alten Freundes Donald Trump.
Das gelang Dana White mit der Hilfe seines alten Freundes Donald Trump. Lange vor dessen politischer Karriere öffnete Trump der UFC die Tore seiner Casinos in Atlantic City. Zu dieser Zeit hatte White große Probleme, Veranstaltungsorte für die UFC zu finden. Deren MMA-Kämpfe hatten einen schlechten Ruf. Der ehemalige Präsidentschaftskandidat der Republikaner, John McCain, bezeichnete sie als „menschliche Hahnenkämpfe“. In vielen Bundesstaaten waren UFC-Events gänzlich verboten. © imago
Acht Jahre später stellte sich White vor der US-WAhl 2024 erneut öffentlichkeitswirksam hinter Trump.
White blieb Trump in der Folge treu. Als Trump 2016 zur US-Wahl antrat, hielt der UFC-Präsident eine flammende Rede auf dem Nominierungsparteitag der Republikaner, in der er Trump in den höchsten Tönen lobte und als einen seiner engsten Freunde bezeichnete. Acht Jahre später stellte sich White vor der US-WAhl 2024 erneut öffentlichkeitswirksam hinter Trump. © afp
FBI-Agenten lernen Kampftechniken von MMA-Stars
Seit seinem Sieg bei der US-Wahl 2024 ist Donald Trump regelmäßig Ehrengast bei UFC-Veranstaltungen. Während der US-Präsident bei Basketball-, Baseball- oder Football-Spielen immer wieder ausgebuht wird, ist ihm der Applaus des UFC-Publikums in der Regel sicher. Und die Organisation rollt Trump und seinem Anhang bereitwillig den roten Teppich aus.  © Frank Franklin II/AP/dpa
Ivanka Trump bei der UFC
Doch nicht nur der Präsident, sondern auch seine Familie und sein Umfeld tauchen immer wieder im Rampenlicht der UFC-Events auf. Das gilt für Tochter Ivanka Trump. © afp
ebenso wie für seinen ältesten Sohn Donald Trump Jr. Hier begleitet den 48-Jährigen seine damalige Freundin und heutige Ehefrau Bettina Anderson.
Und es gilt für seinen ältesten Sohn Donald Trump Jr. Hier begleitet den 48-Jährigen seine damalige Freundin und heutige Ehefrau Bettina Anderson. © afp
Donald Trump Juniors älteste Tochter, Kai Trump, ist offenbar auch schon UFC-Fan.
Donald Trump Juniors älteste Tochter, Kai Trump, ist offenbar auch schon UFC-Fan. Die 19-jährige und damit älteste Enkelin des US-Präsidenten arbeitet bereits an ihrer Karriere in den sozialen Medien. Da kommt das Rampenlicht der UFC gerade recht. © afp
Bereits einen Tag vor UFC Freedom 250 ist auf dem Gelände vor dem Weißen Haus in Washington DC die Hölle los.
Bereits einen Tag vor UFC Freedom 250 ist auf dem Gelände vor dem Weißen Haus in Washington DC die Hölle los. Motorräder fliegen durch die Luft, Konfetti und Rauch steigen auf. Soldaten in Paradeuniform stehen Spalier und Militärfahrzeuge runden den martialischen Look, den Donald Trump der Hauptstadt zu seinem Geburtstag verpasst hat, ab. © afp
Donald Trumps Enkeltochter Kai Trump und UFC-Präsident Dana White genießen die offensichtlich die Show vor dem Weißen Haus.
Donald Trumps Enkeltochter Kai Trump und UFC-Präsident Dana White genießen die offensichtlich die Show vor dem Weißen Haus. White trägt das Logo von UFC Freedom 250 auf der Brust und hält einen Becher mit dem Schriftzug seiner anderen Kampfsportorganisation in der Hand: „Power Slap“ - ein Ohrfeigenwettbewerb. © afp
UFC-Chef Dana White
UFC-Chef Dana White beobachtet in Washington einen Übungsüberflug von US-Militärjets vor dem „UFC Freedom 250“-Event am Weißen Haus. © Brendan Smialowski/AFP
Außenminister Marco Rubio, der statt dem Spektakel zu folgen Trump lieber etwas auf seinem Handy zeigt.
In letzter Zeit wurden Trumps UFC-Besuche auch für sein Kabinett zu Pflichveranstaltungen – egal, ob sich die Betroffenen bis dato für Kampfsport interessierten oder nicht. Hier zu sehen ist Außenminister Marco Rubio, der statt dem Spektakel zu folgen Trump lieber etwas auf seinem Handy zeigt. © afp
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy begleitete Trump ebenso zu UFC-Veranstaltungen wie CIA-Direktorin Tulsi Gabbard.
Gesundheitsminister Robert F. Kennedy begleitete Trump ebenso zu UFC-Veranstaltungen wie die noch bis zum 30. Juni 2026 amtierende Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard. © afp
Rockstar und MAGA-Ikone Kid Rock und einst auch Tesla-Chef Elon Musk
Bei der UFC trifft Trump darüber hinaus jede Menge weiterer Freunde und Verbündete. Darunter befinden sich unter anderem Rockstar und MAGA-Ikone Kid Rock und einst auch Tesla-Chef Elon Musk. Der reichste Mann der Welt nahm sogar seinen jüngsten Sohn X Æ A-XII mit. Seit Musk mit dem US-Präsidenten brach, sind seine Aufritte in Trumps Nähe aber deutlich seltener geworden. © KENA BETANCUR
Im ersten Hauptkampf verteidigt Ilia Topuira den Weltmeistertitel im Leichtgewicht.
Damit sich der ganze Aufwand lohnt, bringt Dana White so gut wie jeden UFC-Star mit, den er zur Verfügung hat. Im ersten Hauptkampf verteidigt Ilia Topuira den Weltmeistertitel im Leichtgewicht. Der Spanier war bereits Weltmeister im Bantamgewicht der UFC, wechselte die Gewichtsklasse und holte den Titel im Leichtgewicht. Hier lässt sich Topuira als Ehrengast bei seinem Lieblingsverein Real Madrid in der spanischen Hauptstadt feiern. © afp
Topuira wird bei UFC Freedom 250 auf Justin Gaethje treffen, hier bei der Pressekonferenz im Vorfeld des Events.
Topuira wird bei UFC Freedom 250 auf Justin Gaethje treffen, hier bei der Pressekonferenz im Vorfeld des Events. Der US-Amerikaner war bereits zweimal Interimsweltmeister im Leichtgewicht der UFC. Gaethje, Spitzname „The Highlight“ gilt als spektakulärer Kämpfer und Publikumsliebling. Bei seinem dritten Versuch, UFC-Weltmeister zu werden, gilt er im Duell mit Topuira aber als Außenseiter. © afp
Cyril Gane bei der UFC
Im zweiten Titelkampf des Abends bei UFC Freedom 250 treffen die Schwergewichte aufeinander. Auf der einen Seite steht dann Cyril Gane. Der Franzose war Interimsweltmeister seiner Gewichtsklasse. Den anschließenden Titelkampf verlor Ganze aber gegen Jon Jones. Gane bekommt nun die zweite Chance auf Gold. © imago
Ganes Gegner bei UFC Freedom 250 heißt Alex Pereira.
Ganes Gegner bei UFC Freedom 250 heißt Alex Pereira. Es ist der erste Kampf des Brasilianers im Schwergewicht der UFC. Dabei geht es aber direkt um den Interimstitel. Sollte er gewinnen, wäre es ein historischer Erfolg. Pereira wäre nach Titeln im Mittel- und Halbschwergewicht dann der Erste in der Geschichte der UFC, der Weltmeistertitel in drei verschiedenen Gewichtsklassen gewinnen konnte. © afp
Derrik LEwis bei der UFC
Neben den Titelkämpfen freut sich Donald Trump bei UFC Freedom 250 wohl vor allem auf Derrick Lewis. Der US-Amerikaner aus Texas hält den Rekord für die meisten KOs im UFC-Schwergewicht. Eigentlich war Lewis laut UFC-Chef Dana White nicht im Programm vorgesehen. Nachdem sich Trump persönlich einen Auftritt seines Lieblingskämpfers wünschte, war White kurzerhand die Planung um. „Man sagt in so einem Fall nicht Nein zum Präsidenten“, so White im Anschluss. © afp
Ein Gegner für Lewis war in Josh Hokit schnell gefunden.
Ein Gegner für Lewis war in Josh Hokit schnell gefunden. Der in Kalifornien geborene Ex-Footballer hat seine bisherigen drei Kämpfe in der UFC gewonnen und gilt als Shootingstar der Organisation. Das liegt weniger an seinen Fähigkeiten und mehr an seiner Art. Hokit inszeniert sich vor und während den Kämpfen als patriotischer „Redneck“ mit Hang zum Chaos. © afp
Die UFC macht auch aus dem Wiegen für UFC Freedom 250 in Washington DC ein Spektakel.
Die UFC macht auch aus dem Wiegen für UFC Freedom 250 in Washington DC ein Spektakel. Hier zu sehen ist Diego Lopes, UFC-Kämpfer aus Brasilien. Im Hintergrund stehen Kommentator Joe Rogan, ein Ring-Girl der UFC und US-Soldaten in Paradeuniform. © imago
Sean Strickland dagegen wird nicht bei UFC Freedom 250 dabei sein.
Sean Strickland dagegen wird nicht bei UFC Freedom 250 dabei sein. Der frisch gekürte Weltmeister im Mittelgewicht wollte die Veranstaltung in Washington, DC, eigentlich als Gast besuchen. Doch eine Einladung Stricklands wurde von der UFC wieder zurückgezogen. Nach eigenen Ausagen hatte Strickland vor dem Event per Telefon erfahren, dass seine Anwesenheit nicht erwünscht sei. Laut Strickland lag das an seinen kritischen Äußerungen über den Iran-Krieg und den US-Verbündeten Israel. © af

 Vance: Iran-Deal ist virtuell unterzeichnet

Update, 16. Juni, 5:09 Uhr: US-Präsident ⁠Trump veröffentlicht das Abkommen mit dem Iran nach Angaben seines Vizepräsidenten JD Vance womöglich noch vor Freitag (19. Juni). Dies sagte Vance dem Sender ​Fox News. Die ⁠Vereinbarung sei bereits elektronisch unterzeichnet worden, zitierte ihn Reuters. Die persönliche Vertragsunterzeichnung werde für Freitag erwartet.

G7-Gipfel 2026 in Évian: Trump nennt möglichen Ort für Unterzeichnung des Iran-Abkommens

Update, 20:30 Uhr: Die Straße von Hormus soll nach Angaben von Donald Trump bereits am Freitag „vollständig“ geöffnet sein. „Der Iran-Deal, den wir geschlossen haben, wird der Welt eine Menge Erfolg bringen“, sagte Trump am Montag kurz vor Beginn des G7-Gipfels im französischen Evian. Das Abkommen solle am Freitag von Vizepräsident JD Vance persönlich unterzeichnet werden, sagte Trump. Ob er selbst dabei sein werde, ließ er offen. „Ich könnte involviert sein“, sagte Trump. Als Unterzeichnungsort ist Genf im Gespräch. 

Ein hochrangiger US-Vertreter in Washington sagte derweil, dass Trump und Vance sowie der iranische Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf die Vereinbarung bereits digital signiert hätten. Eine Bestätigung aus Teheran gab es dafür vorerst nicht.

Update vom 15. Juni, 18:00 Uhr: Trump ist am Montag zum G7-Gipfel im französischen Evian eingetroffen. Trumps Airforce One landete auf dem Flughafen in Genf, von wo aus der Präsident per Hubschrauber in das 40 Kilometer entfernte Evian flog. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wollte Trump zunächst zu einem Zweiergespräch treffen. Der Termin verzögerte sich aber, weil sich Macrons Treffen mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva länger hinzog als geplant.

Macron kündigte an, er wolle das Gespräch mit Trump „respektvoll und standhaft“ führen. Der US-Präsident hatte zuvor mit einem 100-Prozent-Zoll auf Wein und Champagner aus Frankreich gedroht. Die Strafzölle seien unvermeidbar, wenn Frankreich seine Digitalsteuer nicht zurücknehme, sagte der US-Präsident in einem Interview mit der New York Post. Er brachte damit ein Thema wieder auf, das in Frankreich als abgeschlossen galt.

Erstmeldung: Wenn sich die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen von Montag bis Mittwoch (15. bis 17. Juni) im französischen Évian-les-Bains treffen, geht es um Krieg und Frieden, Wirtschaft und Künstliche Intelligenz. Doch schon vor Beginn zeichnet sich ab, dass vor allem US-Präsident Donald Trump und die internationalen Krisen den Gipfel prägen werden. Auch die Erinnerung an die Ausschreitungen beim G8-Gipfel 2003 sorgt rund um den Genfer See für besondere Aufmerksamkeit.

Neben Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und den USA nimmt auch die Europäische Union teil. Gastgeber Emmanuel Macron hat darüber hinaus mehrere Staaten eingeladen, darunter Indien, Brasilien, Ägypten und Südkorea. Wie der Europäische Rat auf seiner Homepage mitteilt, stehen geopolitische Krisen, die Ukraine, die Lage im Nahen Osten, wirtschaftliche Stabilität und Künstliche Intelligenz auf der Tagesordnung.

Trump beim G7-Gipfel: Warum sich vieles um den US-Präsidenten dreht

Offiziell stehen zahlreiche Themen auf der Tagesordnung. Doch vieles dreht sich um Donald Trump. Wie die AFP berichtet, wurden einige Reizthemen bewusst entschärft, um neue Spannungen mit Washington zu vermeiden. Schon beim vergangenen Gipfel in Kanada war Trump vorzeitig abgereist.

Nach Informationen von Bloomberg und Radio Free Europe wollen Deutschland, Frankreich und Großbritannien den US-Präsidenten für neue Friedensbemühungen im Ukraine-Krieg gewinnen. Gleichzeitig plant Trump bilaterale Gespräche mit mehreren Partnern aus dem Nahen Osten. Die Beziehungen zwischen Europa und den USA gelten dabei als angespannter als noch vor einigen Jahren.

Ukraine-Krieg und Iran-Konflikt: Krisen dominieren G7-Gipfel dominieren

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj will die kommende Gipfelwoche nutzen, um für weitere Unterstützung zu werben. Nach Angaben der dpa hofft Kiew auf zusätzliche Sanktionen gegen Russland sowie auf neue Waffen und Flugabwehrsysteme. Der G7-Gipfel gilt deshalb auch als Vorbereitung auf den NATO-Gipfel im Juli.

Noch stärker könnte allerdings die Lage im Nahen Osten die Gespräche beeinflussen. Trump machte bekannt, dass ein Abkommen zwischen dem Iran und der USA unterzeichnet worden ist. ABC News berichtet zudem über Überlegungen, die Straße von Hormus nach einer möglichen Einigung wieder vollständig für den internationalen Schiffsverkehr zu öffnen. Irans Führung gab sich noch kurz vor dem G7-Gipfel-Start skeptisch.

G7-Gipfel aktuell: KI und China als wichtige Themen neben Iran-Deal und Ukraine

Neben den geopolitischen Krisen wird auch über Künstliche Intelligenz beraten. Wie AFP schreibt, werden mehrere Vertreter der Technologiebranche erwartet. Dazu gehört auch OpenAI-Chef Sam Altman. Diskutiert werden sollen unter anderem Chancen und Risiken neuer Technologien sowie der Schutz von Kindern im Internet.

China sitzt zwar nicht mit am Tisch, spielt aber dennoch eine wichtige Rolle. Politico berichtet, dass es unter anderem um seltene Erden, Handelsfragen und wirtschaftliche Ungleichgewichte gehen soll. Nach Informationen der japanischen Zeitung Mainichi will Tokio zudem Vorschläge zur Energiesicherheit und zum Schutz wichtiger Handelswege vorstellen.

G7-Gipfel 2026 aktuell: Was vom Treffen in Évian zu erwarten ist

Große Durchbrüche sind eher unwahrscheinlich. Mehrere gemeinsame Erklärungen gelten jedoch als wahrscheinlich. Nach Angaben des Europäischen Rates stehen die Ukraine, die Lage im Nahen Osten, wirtschaftliche Stabilität und Künstliche Intelligenz im Mittelpunkt. Auch die Beziehungen zwischen Europa und den USA dürften viele Gespräche prägen.

Vor allem aber wird sich zeigen, wie eng Europa und die Vereinigten Staaten noch zusammenstehen. Denn viele Beobachter sind sich einig: Beim G7-Gipfel 2026 in Évian geht es zwar offiziell um zahlreiche Themen. Tatsächlich dreht sich vieles um Donald Trump und die Frage, wie geschlossen der Westen in einer zunehmend unruhigen Welt noch auftreten kann. (Quellen: Europäischer Rat, AFP, dpa, Bloomberg, Radio Free Europe, ABC News, Politico, Mainichi, SRF, Le Monde, Schweizer Verteidigungsministerium) (chnnn)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa

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