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Lage im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Wichtiges Ölterminal getroffen – Russland dreht Krim den Sprit ab

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg: Die Ukraine attackiert Russlands Wirtschaft mit Drohnen. Selenskyj warnt vor einem russischen Großangriff. Der Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 13.04 Uhr: Bei neuen massiven ukrainischen Drohnenangriffen sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Behördenangaben im Raum Kertsch mindestens vier Menschen getötet worden. Nach den Attacken gebe es auch 28 Verletzte, teilte der von Moskau eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow bei Telegram mit. Details nannte er nicht.

Nach Berichten in sozialen Netzwerken gab es mehrere Explosionen und Brände in verschiedenen Regionen der Halbinsel. Im Kraftstoffterminal der Hafenstadt Kertsch sei ein Feuer ausgebrochen, eine große Rauchwolke liege über der Region, berichtete das Telegram-Portal Krymski Weter am Morgen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. 

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 10:05 Uhr: Auf der Krim haben Tankstellen den Verkauf von Kraftstoff an Privatpersonen und Unternehmen eingestellt. Der von Russland eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow gab den Stopp über Telegram bekannt.

Laut Aksjonow gilt die Maßnahme seit Sonntag, 09.00 Uhr Ortszeit. Im Ukraine-Krieg verschärft sich damit die Lage auf der Halbinsel weiter: Kraftstoff werde fortan „nur noch an staatliche Behörden abgegeben, die den Betrieb und die Sicherheit der Halbinsel gewährleisteten“, so Aksjonow laut Reuters.

Wladimir Putin: Der Aufstieg von Russlands Machthaber in Bildern

Wladimir Putin ist seit dem 24. Februar 2022 auch Kriegsherr – auch wenn in Russland nach offizieller Lesart nur von einer militärischen „Spezialoperation“ in der Ukraine gesprochen wird.
Am 24. Februar 2022 befahl Wladimir Putin den Angriff russischer Truppen auf die Ukraine. Setdem ist er nicht nur Präsident Russlands, sondern Kriegsherr – auch wenn in Russland der Ukraine-Krieg nach offizieller Lesart nur eine militärische „Spezialoperation“ genannt wird. © Mikhail Klimentyev/Imago
Wladmir Putin mit Flottenchef Kurojedow
Von 1975 bis 1982 war der am 7. Oktober 1952 geborene Putin KGB-Offizier, von 1984 bis 1985 besuchte er die KGB-Hochschule in Moskau. Ab 1985 war er in der DDR tätig, hauptsächlich in Dresden. Danach ging es wieder zurück nach St. Petersburg. Vom 25. Juli 1998 bis August 1999 war Putin Direktor des Inlandsgeheimdienstes FSB. In dieser Eigenschaft traf er sich im November 1998 mit Flottenchef Wladmir Kurojedow (rechts). © Stringer/dpa
So sah Wladimir Putin im Alter von 40 Jahren aus, als er an der Eröffnung der Honda Motor Show 1992 in St. Petersburg teilnahm.
Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme zeigt Wladimir Putin im Jahr 1992 im Alter von 40 Jahren, als er an der Eröffnung der Honda Motor Show 1992 in St. Petersburg teilnahm. Zwei Jahre später wurde er von einem der Vizebürgermeister zum ersten Vizebürgermeister der Stadt ernannt. Sein politischer Aufstieg nahm Formen an. © Russian Look/IMAGO
Dieses Foto zeigt den russischen Präsidenten Wladimir Putin im Jahr 1994 in seinem Büro. Damals war er 42 Jahre alt und Vizebürgermeister von St. Petersburg.
In seinem ersten Jahr als erster Vizebürgermeister der Stadt St. Petersburg im Jahr 1994 wurde Wladimir Putin in seinem Büro fotografiert. Damals war er 42 Jahre alt. Von körperlichen Beschwerden aus dieser Zeit ist nichts bekannt. Putin war zudem bereits seit seiner Jugend sportlich und ging unter anderem dem Kampfsport Judo nach, in dem er sich einen Schwarzen Gurt verdiente. © Russian Look/IMAGO
Drei Jahre später enstand dieses Foto von Wladimir Putin zusammen mit Anatoly Sobchak, ehemaliger Bürgermeister von St. Petersburg.
Dieses Foto entstand drei Jahre später, 1997, und zeigt Wladimir Putin – damals 45 Jahre alt – zusammen mit Anatoly Sobchak, dem ehemaligen Bürgermeister von St. Petersburg. © Russian Look/IMAGO
Wladimir Putin mit Boris Jelzin im Kreml.
Im Jahr 1999 übernahm Putin zum ersten Mal das Amt des Ministerpräsidenten – mit Option auf die Nachfolge von Präsident Boris Jelzin (links). Als Jelzin am 31. Dezember 1999 sein Amt niederlegte, übernahm Putin kommissarisch auch die Amtsgeschäfte des Präsidenten. Im Mai 2000 wurde Putin dann regulär zum Präsidenten Russlands gewählt. © dpa
Im Jahr 2000 wurde Putin zum ersten Mal Präsident der Russichen Föderation. Das Foto zeigt den damals 48-Jährigen zusammen mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder in Berlin.
Im Jahr 2000 wurde Wladimir Putin erstmals zum Präsidenten der Russischen Föderation gewählt. Das Foto zeigt den damals 48-Jährigen zusammen mit Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) in Berlin. Die Beiden sollte im weiteren Verlauf eine innige Freundschaft verbinden, die auch über Schröders politische Karriere hinaus Bestand hatte. © Thomas Imo/IMAGO
Wladimir Putin während einer Trainingssession in Sotschi im Jahr 2019. Der russische Präsident gilt als großer Judo-Fan und hat im Jahr 2000 in Tokio den Titel des sechsten Dan des „Kodokan-Judo“ verliehen bekommen.
Wladimir Putin während einer Trainingssession in Sotschi im Jahr 2019. Der russische Präsident gilt als großer Judo-Fan und hat im Jahr 2000 in Tokio den Titel des sechsten Dan des „Kodokan-Judo“ verliehen bekommen. © Mikhail Metzel/Imago
Am 7. Mai 2000 legte Putin seinen Amtseid ab.
Am 7. Mai 2000 legte Putin unter den Augen von Boris Jelzin seinen Amtseid ab. Mit einer Ausnahme einer Zeit als Regierungschef von 2008 bis 2012 hat Putin seither das Amt des Präsidenten der Russischen Föderation inne.  © Imago
Wladimir Putin und Bill Clinton bei der Unterzeichnung eines Vertrages in New York.
Im September 2000 führte Putin der Weg in die USA. Bill Clinton (rechts) war der erste US-Präsident, mit dem er es in den kommenden Jahren zu tun bekam. in seiner Mit dem damals noch amtierenden US-Präsidenten B © Imago
Mit einer Umarmung begrüßen sich Gerhard Schröder und Wladmir Putin im Foyer des Taschenbergpalais in Dresden.
Als Russlands Präsident reiste Putin im September 2001 zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Deutschland. Im Foyer des Taschenbergpalais in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden begrüßte ihn auch der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (links). Die beiden verstanden sich offensichtlich schon damals ausnehmend gut. Die Freundschaft hat auch heute noch Bestand. © Jan-Peter Kasper/dpa
Der schwarze Labrador von Wladimir Putin läuft beim Treffen seines Herrchens mit Angela Merkel durchs Zimmer.
Putin spielt gerne psychologische Spielchen – so auch 2007 mit Kanzlerin Angela Merkel. Bei ihrem Treffen in Sotschi am Schwarzen Meer ließ Putin während einer gemeinsamen Pressekonferenz eine Labradorhündin ohne Leine herumlaufen. Merkel, einst in ihrer Jugend von einem Hund gebissen worden, fühlte sich sichtlich unwohl.  © Dmitry Astakhov/dpa
George Bush und Wladimir Putin spazieren auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei.
George W. Bush (rechts) war der zweite US-Präsident, mit dem es Putin zu tun bekam. Im April 2008 trafen sich beiden Staatschefs auf dem Gelände von Putins Sommerresidenz Bocharov Ruchei. © Imago
Wladimir Putin neuer russischer Regierungschef.
Am 7. Mai 2008 löste Dmitri Medwedew nach zwei Amtszeiten Putin im Amt des russischen Präsidenten ab. Einen Tag danach wählte die Duma Putin auf Vorschlag des neuen Präsidenten zum neuen Regierungschef. Putin blieb auch in dieser Position der starke Mann. © dpa
Im Jahr 2009 ließ sich Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend zur Demonstration von Macht fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt.
Im Jahr 2009 ließ sich Wladimir Putin mit freiem Oberkörper auf einem Pferd sitzend fotografieren, als er durch die südsibirische Republik Tuwa ritt. Mit solchen Fotos pflegte Putin sein Macho-Image. Er wollte er laut Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ Wirkung in der russischen Bevölkerung erzielen und auch international demonstrieren, dass er ein starker Gegner ist. © epa Alexey Druzhinyn
Bekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben.
Bekleidet mit olivgrüner Jagdhose und einem dazu passenden Sonnenhut präsentiert sich Wladimir Putin beim Angeln in den sibirischen Bergen im Jahr 2017. Geht es nach dem russischen Präsidenten, hat der Oberkörper aber freizubleiben. Das gilt für Reiten wie offenbar auch fürs Angeln. © Aleksey Nikolskyi/Imago
Putin und Obama stoßen miteinander an.
Am 7. Mai 2012 wurde Putin erneut zum Präsidenten gewählt. Sein Verhältnis zu US-Präsident Barack Obama war von Distanz geprägt. Das war auch im September 2015 bei einer Veranstaltung der Vereinten Nationen in New York der Fall.  © Amanda Voisard/dpa
Wladimir Putin in einem camouflage-farbendem Tauchanzug während eines Ausflugs in der russischen Republik Tuwa in Sibirien im Jahr 2017. Das Foto zeigt den russischen Präsidenten während einer Verschnaufpause.
Wladimir Putin in einem camouflage-farbendem Tauchanzug während eines Ausflugs in der russischen Republik Tuwa in Sibirien im Jahr 2017. Das Foto zeigt den russischen Präsidenten während einer Verschnaufpause. © Alexei Nikolsky/Imago
Putin trifft Trump beim Apec-Gipfel in Vietnam.
Als Donald Trump die US-Wahl 2016 gegen Hillary Clinton gewann, hatte Russland wohl seine Hände mit im Spiel. Putin hatte sicher seinen Grund. Mit Donald Trump kam er jedenfalls gut zurecht. Im November 2017 begrüßten sie sich Familienfoto im Rahmen des Gipfeltreffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Da Nang (Vietnam) herzlich.  © Mikhail Klimentyev/dpa
Der chinesische Präsident Xi Jinping (r) und der russische Präsident Wladimir Putin (l) geben sich am 04.07.2017 im Kreml in Moskau (Russland) bei einem Gespräch die Hände
Unter Putin sind sich Russland und China zuletzt immer nähergekommen. Ein wichtiger Termin war der 4. Juli 2017, als der chinesische Präsident Xi Jiping im Kreml in Moskau zu Besuch war. Damals wurden mehrere Verträge und Wirtschaftsabkommen unterzeichnet. © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin und Olaf Scholz am Tisch im Kreml.
So pflegt Putin inzwischen seine Gäste zu empfangen – vor allem die aus dem Westen. Am 15. Februar 2022 reiste Kanzler Olaf Scholz nach Moskau. Damals hatte der Ukraine-Krieg noch nicht begonnen. Putin ließ sich von Scholz aber nicht beeindrucken. © Kremlin Pool/Imago
Wladimir Putin im Kreml.
Putin forcierte in seiner dritten Amtszeit die kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit dem 21. März 2014 betrachtet Russland die Krim als Teil des eigenen Staatsgebiets, seit September 2015 unterstützt die russische Luftwaffe im Militäreinsatz in Syrien den syrischen Präsidenten Assad im dortigen Bürgerkrieg.  © Sergei Ilnitsky/dpa
Wladimir Putin (links) und Joe Biden schütteln sich bei ihrem Treffen in der „Villa la Grange“ die Hand.
Anlässlich der Genfer Gipfelkonferenz traf sich Putin am 16. Juni 2021 mit US-Präsident Joe Biden zu einem Gespräch. Schon damals waren die russischen Truppenaufmärsche an der Grenze zur Ukraine ein Thema. © Denis Balibouse/dpa
Wladimir Putin lacht
Genutzt hat das Gipfelgespräch wenig. Am 24. Februar 2022 begann mit dem Einmarsch der russischen Truppen ins Nachbarland der Ukraine-Krieg. Putin wusste es wohl schon in Genf.  © Denis Balibouse/dpa
Selbst wenn sich der Kreml-Chef nahe den Gewässern Russlands erholt, sind die Kameras der russischen Staatspresse nicht weit entfernt. Schnappschüsse von einem schwimmenden Wladimir Putin, wie hier im Jahr 2017, würde ihnen sonst glatt entgehen.
Selbst wenn sich der Kreml-Chef nahe den Gewässern Russlands erholt, sind die Kameras der russischen Staatspresse nicht weit entfernt. Schnappschüsse von einem schwimmenden Wladimir Putin, wie hier im Jahr 2017, würde ihnen sonst glatt entgehen. © Alexei Nikolsky/Imago

Beschuss im Osten der Ukraine: Drei Tote, mehr als 20 Verletzte – darunter sechs Kinder

Update, 8:38 Uhr: Der russische Beschuss im Osten der Ukraine fordert erneut einen schmerzhaften zivilen Preis – darunter auch Kinder. Bei neuen Angriffen in den Regionen Dnipropetrowsk und Poltawa kamen mindestens drei Menschen ums Leben, mehr als 20 weitere erlitten Verletzungen.

Besonders dramatisch waren die Folgen eines Angriffs auf die Region Poltawa am Samstagabend: Dort wurden neben zwei Todesopfern auch 13 Verletzte gemeldet – unter ihnen sechs Kinder. Auch in der ostukrainischen Region Dnipropetrowsk schlugen russische Geschosse ein. Laut dem örtlichen Gouverneur Oleksandr Hanscha forderte der Beschuss im Bezirk Nikopol das Leben einer 70-jährigen Frau, neun weitere Zivilisten wurden verletzt.

Während die Ukraine den erneuten Verlust von Zivilisten beklagt, eskaliert offenbar auch der ukrainische Gegenschlag aus der Luft massiv. Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Sonntag, die Luftabwehr habe im eigenen Luftraum allein in der vergangenen Nacht einen beispiellosen Schwarm von 239 ukrainischen Drohnen vom Himmel geholt.

Update, 21. Juni, 6.45 Uhr: In der Nacht zu heute haben ukrainische Streitkräfte offenbar ein strategisch wichtiges Ölterminal in der Hafenstadt Kertsch auf der besetzten Halbinsel Krim angegriffen. Übereinstimmenden Berichten lokaler Anwohner und auf Telegram geteilten Aufnahmen zufolge brach auf dem Gelände des Treibstoffunternehmens TES, das primär Erdölprodukte und Flüssiggas umschlägt, ein massives Feuer aus. Das berichtet unter anderem der Kyiv Independent.

Ukrainische Drohnen setzen Russlands Luftabwehr und Nachschub unter Druck.

Dieser Vorfall reiht sich in eine laufende militärische Kampagne der Ukraine ein, bei der mittels Mittelstreckendrohnen gezielt russische Logistik- und Energieinfrastruktur weit hinter den Frontlinien ins Visier genommen wird. Am selben Tag wurden Berichten zufolge auch Gaskompressoren auf der Krim sowie eine Ölraffinerie im sibirischen Tjumen getroffen, während in weiteren Städten der Halbinsel wie Simferopol und Sewastopol ebenfalls Explosionen gemeldet wurden.

Die gezielten Angriffe auf die Energieversorgung zielen laut Beobachtern darauf ab, die Krim weiter zu isolieren und den russischen Energiesektor nachhaltig zu schwächen. Die Auswirkungen dieser Taktik sind in der Region bereits deutlich spürbar: Wegen akuter Treibstoffengpässe sahen sich die pro-russischen Behörden vor Ort unlängst gezwungen, Tankgutscheine und strenge Kauflimits für die lokale Bevölkerung einzuführen.

Während eine offizielle Bestätigung der ukrainischen Militärführung zu den genauen Waffensystemen und dem Ausmaß der Schäden in Kertsch noch aussteht, unterstreichen die jüngsten Entwicklungen die zunehmende Verwundbarkeit der russischen Infrastruktur auf der besetzten Halbinsel.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj befürchtet massive Angriffe heute Nacht – bereits mehrere Tote

Update, 21 Uhr: Selenskyj hat seine Landsleute vor neuen massiven russischen Angriffen gewarnt. Nach den heutigen massiven Attacken auf Dnipro und Saporischschja mit mehreren Toten bereite sich Russland auf weitere Angriffe in der Nacht vor, sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. „Bitte passt gut auf euch auf.“

Selenskyj sagte weiter: „Die Russen stellen den Krieg nicht ein, obwohl alle diesbezüglichen Vorschläge konkrete Formate und realistische Möglichkeiten darstellen“, sagte Selenskyj. „Alles liegt ihnen schon lange auf dem Tisch.“ Putin müsse sich für Diplomatie und Frieden entscheiden. Das Angebot Kiews für direkte Gespräche im Format Ukraine–Russland mit Unterstützung der ukrainischen Partner bleibe gültig.

Ukraine-Krieg aktuell: Fliegerbomben treffen Saporischschja – mehrere tote Zivilisten

Update, 19:05 Uhr: Bei einem russischen Luftangriff auf Saporischschja sind mindestens vier Menschen getötet und sechs verletzt worden. Laut dem regionalen Militärverwalter Iwan Fedorow trafen neun Fliegerbomben das Stadtzentrum. Unter einem zerstörten Gebäude werden weitere Opfer vermutet.

Auch die Region Dnipro griff Russland zuvor mit Kampfdrohnen und weitreichender Artillerie an. Dabei wurden mindestens neun Menschen verletzt, wie Militärverwalter Olexander Ganscha auf Telegram mitteilte. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Update, 16:30 Uhr: Die deutsche Regierung unter Kanzler Merz hat ausweichend auf Polens Forderung nach einem Platz bei den Verhandlungen über einen Frieden im Ukraine-Krieg reagiert. „Wir halten den Zeitpunkt momentan nicht für geeignet, um Formate oder Teilnehmerschaften zu diskutieren“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Die Frage des Verhandlungsformats stelle sich momentan nicht. Er fügte aber hinzu: „Natürlich werden europäische Verhandlungsschritte stets aufs Engste mit der polnischen Regierung abgestimmt.“

Polens Außenminister Radosław Sikorski hatte zuvor die Führungsrolle von Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei den Gesprächen zum Ukraine-Krieg kritisiert. Polen befinde sich an vorderster Front, sagte er.

Ukraine-Krieg aktuell: Lage an der Front bleibt angespannt

Update, 14:20 Uhr: Die Lage an der Ukraine-Front bleibt angespannt: Im Kampf um die Stadt Prokowsk konnte die ukrainische Armee offenbar einen Teilerfolg erzielen. Das 7. Schnellreaktionskorps der Luftlandetruppen hätte einen strategisch wichtigen Sammelpunkt der russischen Truppen in einem Haus zerstört, berichtet der Nachrichtensender ntv. In dem mehrstöckigen Betonbau seien Truppen, Kommunikationsmittel und Drohnensteuerpulte versteckt gewesen, hieß es. Die ukrainische Aufklärung habe den Sammelpunkt identifiziert und aus der Luft angegriffen. Es seien etwa zehn russische Soldaten ausgeschaltet worden. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Offensive im Ukraine-Krieg: Kiew-Truppen legen Brücke zur Krim in Schutt und Asche

Update, 13:27 Uhr: Erneuter Rückschlag für Russland im Kampf um die Krim: Im Ukraine-Krieg haben Kiews Truppen eine wichtige Brückenverbindung zu der von Putins Armee besetzten Insel attackiert. Wie der ukrainische Generalstab mitteilte, beschossen Einheiten der ukrainischen Streitkräfte in der Nacht eine Straßenbrücke über die Meerenge von Henichesk nahe der gleichnamigen Stadt in der Oblast Cherson. Das Bauwerk verbindet Henichesk mit der Arabat-Nehrung und gilt als wichtige Versorgungsroute zwischen der von Russland besetzten Krim und dem ukrainischen Festland. Laut Ukrainska Pravda wurde zudem ein russisches Flugabwehrsystem vom Typ Pantsir-S in der Oblast Saporischschja getroffen. Zuletzt hatte die Ukraine wiederholt die wirtschaftliche Infrastruktur auf der Krim unter Beschuss genommen, weswegen es in der Region bereits zu massivem Treibstoffmangel kommt.

Update, 12:34 Uhr: Großbritannien hat im Ukraine-Krieg ein geheimes Rüstungsprogramm namens „Project Brakestop“ gestartet, um kostengünstige Langstreckenraketen für Kiew zu entwickeln. Die Waffen sollen einen Gefechtskopf von mindestens 225 Kilogramm tragen und Ziele in über 500 Kilometern Entfernung treffen. Wie Bloomberg berichtet, entwickeln die Rüstungsunternehmen MBDA, MGI Engineering und Rotron Aerospace drei konkurrierende Waffensysteme. Eine zentrale Vorgabe Londons: Die Raketen dürfen keinerlei US-amerikanische Bauteile enthalten und keine US-Daten nutzen – um vollständige operative Unabhängigkeit zu gewährleisten. Der Stückpreis soll bei rund 400.000 Pfund liegen, etwa halb so viel wie eine Storm-Shadow-Rakete.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland feuert Gleitbombe auf Charkiw – ein Toter

Update, 11:06 Uhr: Tote nach russischer Offensive im Ukraine-Krieg: In der ostukrainischen Stadt Charkiw ist bei einem Raketenangriff mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Die Leiche werde aus den Trümmern geborgen, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow bei Telegram mit. Zuvor schrieb er von neun Verletzten infolge eines Gleitbombenangriffs. Ein zweistöckiges Wohnhaus sei beschädigt worden, hieß es weiter.

Update, 9:58 Uhr: Ärger über Missachtung bei den Verhandlungen: Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hat die Führungsrolle von Deutschland, Frankreich und Großbritannien bei den Gesprächen zum Ukraine-Krieg kritisiert. „Zwischen dem Schwarzen Meer, der Ostsee und der Adria leben 120 Millionen Menschen in der EU, zusammen mit Skandinavien sind es 150 Millionen Menschen, die von Russlands Aggression viel direkter bedroht sind als Deutschland“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Im Gegensatz zu den anderen drei Ländern liege Polen bei einer Aggression aus Russland an vorderster Front. Daher müsse Polen mit am Verhandlungstisch sitzen, forderte er. Zuletzt hatten Deutschland, Frankreich und Großbritannien wiederholt alleine mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über die aktuelle Lage gesprochen.

Update, 08:08 Uhr: Angespannte Lage an der Ukraine-Front: Russland bezahlt seinen Angriffskrieg weiterhin mit hohen Verlusten. Binnen eines Tages soll die Armee von Präsident Wladimir Putin 1240 Soldaten verloren haben. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des ukrainischen Generalstabs hervor. Demnach wurden zudem 88 Artilleriesysteme sowie vier Schützenpanzer und ein Kampfpanzer vernichtet. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar 2022 belaufen sich die Gesamtverluste Russlands laut Ukrainska Pravda auf rund 1.390.660 Soldaten sowie über 44.000 zerstörte Artilleriesysteme.

  • Soldaten: 1.390.660 (+1.240)
  • Panzer: 12.041 (+1) 
  • Artilleriesysteme: 44.386 (+88) 
  • Mehrfachstartraketensysteme: 1.883 (+2) 
  • Drohnen: 361.803 (+2.246) 
  • Schiffe/Boote: 33 (+0)

Angriff auf Russlands Wirtschaft: Ukraine-Drohnen treffen Gasspeicher auf der Krim

Update, 6.09 Uhr: Die Ukraine hat ihre Drohnenkampagne gegen die besetzte Krim im Ukraine-Krieg konsequent fortgesetzt und dabei gezielt Energieinfrastruktur ins Visier genommen. Wie der Kyiv Independent berichtet, trafen die Raketen ein unterirdisches Gasspeicherlager in Hlibiwka im Westen der von Russland besetzten Halbinsel Krim. Kommandeur Robert Brovdi, bekannt als „Madyar“, veröffentlichte entsprechendes Videomaterial in sozialen Netzwerken. Zudem wurden auch ein Luftverteidigungsradar sowie eine Lokomotive auf der Halbinsel beschossen. In der Nacht zum 20. Juni wurden darüber hinaus Explosionen in der Nähe des Wärmekraftwerks Tawrijska in Simferopol gemeldet – eine schwarze Rauchsäule stieg über dem Gelände auf.

Streit um Weltkrieg-Gedenken: Polen entzieht Selenskyj den Weißen-Adler-Orden

Update, 22:41 Uhr: Nach einem Streit um die Weltkriegs-Vergangenheit entzieht der polnische Präsident Karol Nawrocki dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj die höchste Ehrung des Landes. Nawrocki verkündete die Aberkennung des Weißer-Adler-Ordens am Freitagabend in einer Videobotschaft. Die ukrainische Regierung verurteilte den Schritt umgehend als „strategischen Fehler“ und „respektlos“. Polen gehört bislang zu den wichtigsten militärischen und humanitären Unterstützern der Ukraine im Verteidigungskrieg gegen Russland.

Mit der Benennung einer ukrainischen Armeeeinheit nach der berüchtigten Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) hatte Selenskyj Ende Mai einen diplomatischen Eklat mit Polen ausgelöst. Die UPA war im Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet der heutigen Ukraine für Massaker an Polen verantwortlich.

Ukraine-Krieg: Tote nach russischen Angriffen im Kreis Nikopol

Update, 21:42 Uhr: Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind bei russischen Angriffen mindestens zwei Menschen getötet worden. Acht weitere seien verletzt worden, teilte Militärgouverneur Olexander Hanscha mit. Russland attackierte demnach die Stadt Nikopol, mehrere Gemeinden im Kreis Nikopol und eine im Kreis Krywyj Rih. Insgesamt habe Moskaus Militär mehr als 30 Mal mit Drohnen und Artillerie angegriffen. 

Update, 14:42 Uhr: Nach den bislang schwersten ukrainischen Drohnenangriffen auf Moskau hat Russland seinerseits die Ukraine erneut mit Drohnen attackiert und dabei laut ukrainischen Angaben mindestens drei Menschen getötet, darunter ein achtjähriges Mädchen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte am Freitag, Russland werde damit „fortfahren“, die Ukraine anzugreifen. Die ukrainische Armee hatte am Donnerstag eine wichtige Ölraffinerie in Moskau und weitere Ziele getroffen. Der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, teilte am Freitag mit, dass dabei ein ebenfalls acht Jahre altes Mädchen bei einem Brand in ihrem Haus in der südöstlich von Moskau gelegenen Stadt Schukowski getötet worden war.

Update, 13:54 Uhr: Ein wegen Spionage für die Ukraine in Russland festgenommener Rumäne ist nach Angaben des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB zu 15 Jahren Straflager verurteilt worden. Der 2002 geborene Mann habe im Auftrag der Ukraine Standorte der russischen Flugabwehr im Schwarzmeerkurort Sotschi erkundet, hieß es in einer Pressemitteilung des FSB. Das vor einem Gericht in der südrussischen Region Krasnodar gefällte Urteil trat in Kraft, wie der FSB mitteilte. Der russische Geheimdienst meldet immer wieder Festnahmen und angebliche Erfolge im Kampf gegen Spionage. Ins Visier geraten dabei häufig auch ausländische Staatsbürger. 

Update, 12:29 Uhr: Beim ukrainischen Drohnenangriff auf die Kapotnja-Ölraffinerie in Moskau kam es offenbar zu einer folgenschweren Fehlfunktion der russischen Luftabwehr. Zwei Videos, die von einem lokalen Telegram-Kanal veröffentlicht und auf X verbreitet wurden, zeigen, wie eine russische Luftabwehrrakete zunächst eine ukrainische Drohne verfehlt, anschließend eine scharfe Linkskurve vollzieht und schließlich in einen Öltank der Raffinerie einschlägt. Die Ursache der gravierenden Fehlfunktion ist bislang unklar.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj buhlt um Finanzspritze aus dem Westen

Update, 11:25 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bei einer Sitzung des Europäischen Rates die Mitgliedstaaten der Koalition der Willigen aufgerufen, Mechanismen zur verlässlichen Finanzierung der ukrainischen Streitkräfte zu entwickeln. Das berichtete die Europäische Prawda.

Selenskyj betonte, die Ukraine leiste durch ihren Kampf gegen die russische Aggression einen realen Beitrag zur Sicherheit Europas und habe einzigartige Erfahrungen in der modernen Kriegsführung gesammelt. Zugleich machte er deutlich: „Eine Armee ohne Finanzierung gibt es nicht.“ „Viele fragen, welche konkreten Entscheidungen die Koalition der Willigen bereits jetzt treffen kann. Konzentrieren wir uns auf finanzielle Stabilität als Teil unserer Sicherheit. Wir müssen langfristige Sicherheitsgarantien für Europa bereitstellen, und das bedeutet langfristige Garantien – auch finanzielle Garantien – für Sicherheit, für Stabilität und für die ukrainische Armee.“

Update, 10:03 Uhr: Russland hat die Ukraine seit dem Abend des 18. Juni mit 90 Drohnen verschiedener Typen angegriffen. Die ukrainische Luftwaffe teilte auf Telegram mit, dass die Luftverteidigung bis zum Morgen des 19. Juni 79 Drohnen abgeschossen oder durch elektronische Kampfführung außer Gefecht gesetzt habe. Der Angriff dauerte zum Zeitpunkt der Meldung noch an.

„Ersten Berichten zufolge haben die Luftverteidigungskräfte bis 08:30 Uhr 79 Drohnen der Typen Schahed, Gerbera, Italmas, Banderol und weitere im Norden, Süden und Osten des Landes zerstört oder durch Störmaßnahmen ausgeschaltet. Einschläge von neun Drohnen wurden an acht Orten registriert, der Absturz abgeschossener Flugobjekte (Trümmer) an weiteren acht Orten.“

Ukraine-Krieg aktuell: Handelsschiffe im Schwarzen Meer angegriffen

Update, 8:23 Uhr: Russische Drohnen haben im Schwarzen Meer zwei Handelsschiffe angegriffen. Dabei kam ein Besatzungsmitglied ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Das teilten der ukrainische Vize-Premierminister Oleksii Kuleba, der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Odessa, Oleh Kiper, sowie die ukrainische Seehafenbehörde mit.

„Ein Besatzungsmitglied eines unter panamaischer Flagge fahrenden Schiffes wurde infolge eines russischen Drohnenangriffs auf zivile Schiffe im Schwarzen Meer getötet“, erklärte Kuleba. Zwei weitere Matrosen seien verletzt worden, einer davon schwer. Kuleba sprach der Familie und den Angehörigen des Getöteten sein Beileid aus. Ein weiteres Schiff unter der Flagge von St. Kitts und Nevis wurde ebenfalls angegriffen, wobei drei Besatzungsmitglieder leichte Verletzungen erlitten.

Ukraine-Krieg aktuell: Lawrow kündigt nach Moskau-Angriff Vergeltung an

Update, 16:42 Uhr: Nach dem ukrainischen Großangriff auf Ziele in Moskau hat Russland mit Vergeltung gedroht. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte am Donnerstag zu Journalisten in Moskau, Kreml-Chef Wladimir Putin habe bereits angekündigt, dass Russland weitere „massive Angriffe“ gegen die Ukraine ausführen werde. Die russische Armee „setzt dies um und wird das auch weiterhin tun.“

Update, 14:11 Uhr: Wolodymyr Selenskyj nannte die Angriffe auf Moskau in Onlinediensten eine „völlig gerechtfertigte Antwort“ auf die russischen Angriffe auf die Ukraine. Zuletzt hatte eine russische Attacke auf die weltberühmte Höhlenkloster-Anlage in Kiew große Zerstörungen an der Unesco-Welterbestätte verursacht. Die ukrainischen Drohnenangriffe seien „Langstrecken-Sanktionen“, bekräftigte Selenskyj. Nun sei es an der Zeit, den Krieg zu beenden, wofür Russland die nötigen diplomatischen Schritte unternehmen müsse. Die Russen müssten anfangen zu spüren, dass „ein Mann, Putin, diesen Krieg führt“, sagte er am Donnerstag gegenüber der Presse.

Die Attacken auf Moskau erfolgten wenige Stunden vor Beginn eines Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der südostasiatischen Asean-Staaten in Kasan, das etwa 700 Kilometer östlich von Moskau liegt. Gastgeber war Putin. In seiner Eröffnungsrede erwähnte er die Angriffe mit keinem Wort.

Ukraine-Krieg: Massive Angriffe nehmen Moskau ins Visier

Update, 10:04 Uhr: Bei einem schweren ukrainischen Drohnenangriff auf Moskau ist eine Raffinerie in Brand geraten. Die Flugabwehr der russischen Hauptstadt habe rund 180 Drohnen abgefangen, teilte Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. „Mehreren Drohnen ist es gelungen, die Moskauer Ölverarbeitungsanlage zu erreichen“, räumte er zugleich auf seinem Telegramkanal ein. Laut dem unabhängigen Internetportal Astra gibt es mindestens fünf Brandherde in der Raffinerie. Auf in sozialen Medien geteilten Videos sind eine starke Explosion und mehrere Feuer zu sehen.

Den offiziellen Angaben zufolge wurden auch ein Wohnhaus und ein großer Gartenfachmarkt in Moskau getroffen. Im Umland sei ebenfalls ein Hochhaus beschädigt worden, teilte der Gouverneur der Region Andrej Worobjow mit. Über Verletzte in Moskau und Umgebung ist bislang nichts bekannt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte in sozialen Netzwerken die Attacke auf die Raffinerie. Er bezeichnete den Angriff als Teil der ukrainischen „Langstrecken-Sanktionen“. Das sei die gerechte Antwort auf die ständigen russischen Schläge gegen ukrainische Städte und Gemeinden, schrieb er.

Explosionen in Moskau nach Drohnenangriff: Es ist der seit Jahren schwerste ukrainische Angriff

Update, 8:15 Uhr: Die russische Hauptstadt Moskau hat sich am Donnerstag gegen einen „großangelegten“ Drohnenangriff aus der Ukraine verteidigen müssen. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte im Onlinedienst Telegram mit, mehrere Drohnen hätten eine Ölraffinerie getroffen. „Die Luftverteidigung wehrt weiter eine großangelegte Attacke ab. Mehrere Drohnen konnten das MNPZ erreichen“, erklärte der Bürgermeister mit Verweis auf eine große Raffinerie in der Hauptstadt.

Es würden „Maßnahmen ergriffen, um mit den Konsequenzen umzugehen“, sagte Sobjanin weiter, ohne mitzuteilen, ob die Raffinerie beschädigt wurde. Um kurz vor 07.00 Uhr (Ortszeit, 06.00 MESZ) teilte er mit, dass die russische Luftabwehr in der Nacht 43 Drohnen zerstört habe. Am Dienstag hatte ein ukrainischer Drohnenangriff ein Feuer in einer großen Ölraffinerie am Stadtrand von Moskau ausgelöst und Schäden verursacht. Es war zunächst unklar, ob am Donnerstag dieselbe Raffinerie erneut angegriffen wurde.

Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Gegenangriffe auf russisches Staatsgebiet verstärkt und trifft regelmäßig Anlagen der Ölindustrie und deren Exportzentren. Kiew will die für Moskau wichtigen Einnahmen aus dem Ölexport minimieren, mit denen der Krieg gegen die Ukraine finanziert wird. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren fast täglich mit Raketen- und Drohnenangriffen.

Rubriklistenbild: © © IMAGO / NurPhoto / Symbolbild

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