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News im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Russland erklärt ausländische Truppen in der Ukraine zu „legitimen Zielen“

Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Tote nach Angriff auf Häfen bei Odessa. Die USA beabsichtigen, den Kauf von billigem russischem Öl einzudämmen. Der News-Ticker.

Der Ticker ist beendet. Weitere Informationen finden Sie in unserem neuen Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 5:45 Uhr: Bei einem russischen Drohnenangriff auf Kiew sind ‍vier Menschen getötet und 19 weitere verletzt worden. Dies berichtet der Bürgermeister Kiews, Vitali Klitschko, auf Telegram. Der Angriff habe zudem erhebliche Schäden an Wohnhäusern und der Infrastruktur verursacht und in einigen Bezirken zu ⁠Unterbrechungen der Wasserversorgung ​geführt. Klitschko zufolge war eines der Todesopfer ein Rettungssanitäter. Er sei bei einem Einsatz an einem von Drohnen getroffenen Wohnhaus getötet worden. Vier ⁠weitere Mitglieder seines Teams seien bei dem Vorfall verletzt worden. Seit fünf Stunden heulen in ⁠Kiew die Alarmsirenen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland feuert ballistische Rakete auf Ukraine

Update, 9. Dezember, 5:10 Uhr: Ungeachtet laufender Friedensbemühungen hat Russland eine schwere ballistische Rakete auf die Westukraine an der Grenze zu EU- und NATO-Gebiet abgefeuert. Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, für das gesamte Land sei Luftalarm ausgelöst worden. Es habe die Gefahr des Starts einer ballistischen Waffe vom russischen Testgelände Kapustin Jar bestanden. Wenig später seien Einschläge im Gebiet Lwiw verzeichnet worden. Offizielle Bestätigungen, dass es sich um die neue russische Mittelstreckenrakete Oreschnik gehandelt hat, gab es nicht.

Update, 20:31 Uhr: Die Ukraine richtet sich nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf noch heftigere russische Luftangriffe in der gegenwärtigen Frostperiode ein. „Es gibt Informationen, dass es heute Nacht einen neuen massiven russischen Angriff geben könnte“, warnte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. Die Bürger sollten unbedingt auf Luftalarm achten und sich in Schutzräume flüchten.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

„Russland setzt derzeit mehr auf den Winter als auf Diplomatie, auf ballistische Raketen gegen unsere Energieversorgung und nicht auf Arbeit mit Amerika und Vereinbarungen mit Präsident Trump“, sagte Selenskyj. Die Temperaturen sollen in der Ukraine ab Freitag fast überall unter den Gefrierpunkt sinken. In Kiew und im nördlichen Teil des Landes werden auf Tage zehn Grad Frost und mehr herrschen. Damit wächst der Druck auf die ohnehin schwer angeschlagene Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser. Das Gebiet Dnipropetrowsk durchlebt nach einem Angriff aus der Nacht zum Donnerstag bereits den schlimmsten Blackout in fast vier Jahren Krieg.

Russland erklärt ausländische Truppen in der Ukraine zu „legitimen Zielen“

Update, 18:16 Uhr: Russland hat den Westen mit deutlichen Worten vor der Stationierung ausländischer Soldaten in der Ukraine gewarnt: Diese würden als „legitime militärische Ziele“ betrachtet, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag in Moskau. Sie reagierte damit auf die jüngsten Beratungen der Ukraine-Verbündeten in Paris, bei denen Frankreich und Großbritannien ihre Absicht bekräftigten, im Falle eines Waffenstillstands eine multinationale Truppe zu dessen Absicherung in die Ukraine zu schicken.

Die Außenamtssprecherin in Moskau bezichtigte die westlichen Verbündeten der Ukraine der Kriegstreiberei. „Die neuen militaristischen Erklärungen der sogenannten Koalition der Willigen und des Regimes in Kiew begründen eine echte ‚Kriegsachse‘“, erklärte Sacharowa. Die Pläne dieser Länder seien „gefährlich“ und „zerstörerisch“. Präsident Wladimir Putin hatte bereits im September gesagt, westliche Soldaten in der Ukraine nach einem Waffenstillstand seien „ein legitimes Ziel“.

Russischer Angriff tötet vier Zivilisten

Update, 16:47 Uhr: Bei einem russischen Angriff im Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens vier Zivilisten getötet worden. Bei einem Drohnenangriff bei der Gemeinde Beryslaw im Gebiet Cherson kam demnach ein Mann ums Leben, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Ein weiterer sei verletzt worden. Drei weitere Menschen wurden bei einem russischen Angriff auf den zentralen Teil der Stadt Cherson getötet - zwei weitere Personen verletzt.

Update, 16:19 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sieht in der Diskussion um Sicherheitsgarantien für die Ukraine keinen Zeitdruck. Der Kanzler verwies am Donnerstag bei der Winterklausur der CSU-Landesgruppe im oberbayerischen Kloster Seeon darauf, dass davor ein langfristiges Abkommen mit Russland stehen müsse. Von einer Zustimmung Russlands zu solch einem Abkommen „sind wir vermutlich immer noch ziemlich weit entfernt“, sagte Merz.

Ein möglicher Bundeswehr-Einsatz in der Ukraine zur Absicherung des Friedens könnte erst nach einem Waffenstillstand und im Einvernehmen mit dem Koalitionspartner SPD abschließend entschieden werden. „Wie weit wir da insgesamt gehen können, das hängt nicht allein an mir“, sagte der Bundeskanzler weiter. Dafür brauche es eine Beschlussfassung der Bundesregierung und „gegebenenfalls“ auch die Zustimmung des Bundestags. „Ich möchte, dass wir in der Koalition uns darüber verständigen, welchen Weg wir bereit sind gegebenenfalls zu gehen“, betonte Merz. 

Großbritannien stärkt ukrainische Luftverteidigung mit Luftabwehrsystemen

Update, 15:56 Uhr: Großbritannien hat der Ukraine moderne Luftabwehrsysteme zur Stärkung gegen russische Angriffe im Ukraine-Krieg geliefert. Der britische Abgeordnete Al Carns bestätigte, dass bereits 13 Raven-Systeme bei ukrainischen Einheiten im Einsatz sind, wie das UK Defence Journal berichtet.

Die Raven-Systeme nutzen angepasste AIM-132 ASRAAM-Raketen gegen Drohnen und Flugzeuge an der Front. Zusätzlich erhielt die Ukraine zwei Prototypen des neuen Gravehawk-Systems zum Schutz kritischer Infrastruktur, weitere 15 Systeme sollen folgen. Die Lieferungen sind Teil eines 600 Millionen Pfund schweren Winter-Luftabwehrpakets als Antwort auf Russlands Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur.

Schlag gegen Putins Schattenflotte im Schwarzen Meer: Drohne trifft Tanker

Update, 15:29 Uhr: Ein russischer Öltanker ist im Schwarzen Meer von einer Drohne angegriffen worden. Der unter der Flagge Palaus fahrende Tanker „Elbus“ war auf dem Weg zum russischen Hafen Noworossiysk, als er von einer unbemannten Seedrohne attackiert wurde, wie Reuters unter Berufung auf Lloyd‘s List Intelligence berichtet.

Alle 25 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt, das Schiff suchte nach dem Angriff den türkischen Hafen İnebolu auf. Wer für die Attacke verantwortlich ist, bleibt unklar. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten jedoch mehrfach Schiffe der russischen Schattenflotte ins Visier genommen.

Update, 14:45 Uhr: Die Vereinbarung über Sicherheitsgarantien der USA für die Ukraine nach einem Ende des russischen Angriffskriegs ist laut Staatschef Wolodymyr Selenskyj praktisch „fertig“ für eine Absegnung durch US-Präsident Donald Trump. „Das bilaterale Dokument zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist jetzt im Grunde fertig zur Fertigstellung auf höchster Ebene mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten“, erklärte Selenskyj am Donnerstag im Onlinedienst X. Zuvor hatten Gesandte der USA und der Ukraine in Paris über die Regelungen im Falle einer Beendigung des Ukraine-Kriegs verhandelt.

Russland kritisiert Sicherheitsgarantien für Ukraine scharf und sprechen von „Achse des Krieges“

Update, 14:24 Uhr: Russland hat die Sicherheitsgarantien für die Ukraine, die bei dem Pariser Gipfel vereinbart wurden, scharf kritisiert. Das russische Außenministerium warnte, dass alle Friedenstruppen als legitime militärische Ziele betrachtet würden. Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa bezeichnete die Ukraine und ihre europäischen Unterstützer als „Achse des Krieges“ und nannte die Pläne „gefährlich“ und „destruktiv“. Die Sicherheitsgarantien sehen einen US-geführten Überwachungsmechanismus und eine europäische multinationale Truppe vor, die im Falle eines Waffenstillstands im Ukraine-Krieg eingesetzt werden könnte.

Update, 13:43 Uhr: Laut dem republikanischen Senator Lindsey Graham könnte der US-Senat bereits kommende Woche über russische Sanktionen abstimmen. Graham erklärte am Mittwoch (7. Januar) der US-Präsident habe den Republikanern das grüne Licht gegeben. „Nach einem sehr produktiven Treffen mit Präsident Trump heute, bei dem wir verschiedene Themen besprochen haben, hat er grünes Licht für den parteiübergreifenden Gesetzentwurf zu Sanktionen gegen Russland gegeben, an dem ich seit Monaten gemeinsam mit Senator Blumenthal und vielen anderen gearbeitet habe.“

Verfassungsschutz warnt vor verdeckter Rüstungsbeschaffung Russlands in Deutschland

Update, 12:48 Uhr: Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat vor einer verdeckten Rüstungsbeschaffung Russlands in Deutschland gewarnt. In einer am Donnerstag veröffentlichten Analyse schlägt der Verfassungsschutz Alarm wegen verstärkter russischer Aktivitäten zum Erwerb militärisch nutzbarer Technik in Deutschland: Der Angriffskrieg gegen die Ukraine habe in Russland den Bedarf an Rüstungsgütern sowie an so genannten „proliferationsrelevanten Produkten“ – also Technologien für Massenvernichtungswaffen – erhöht, und Russland umgehe dabei EU-Sanktionen.

Trotz der Sanktionen und umfassender Exportkontrollen suche Russland immer wieder neue Wege, die Schutzmechanismen zu umgehen – häufig verdeckt, über verborgene Netzwerke und mithilfe der Nachrichtendienste, analysierte die Behörde. Als weitere Staaten, die so vorgehen, nennt der Verfassungsschutz China, Iran, Nordkorea und Pakistan.

Update, 12:09 Uhr: Russland hat eindringlich vor der Stationierung ausländischer Soldaten in der Ukraine gewarnt. In diesem Fall würden die ausländischen Truppen und ihre Ausrüstung als „legitime militärische Ziele“ der russischen Armee betrachtet, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, laut AFP am heutigen Donnerstag (8. Januar) in Moskau. Die Ukraine und ihre europäischen Unterstützer wurden in der Erklärung als „Kriegsachse“ und „militaristisch“ kritisiert.

Aktuelle Folgen der russischen Angriffe im Ukraine-Krieg: Saporischschja ohne Strom

Update, 11:45 Uhr: Mittlerweile liegen zusätzliche Details zu den neuesten Folgen der russischen Angriffe im Ukraine-Konflikt vor. Laut ukrainischem Energieministerium waren die Regionen Dnipropetrowsk und Saporischschja nahezu komplett vom Stromnetz abgetrennt. Etwa 800.000 Haushalte im Gebiet Dnipropetrowsk blieben den Angaben zufolge am Vormittag weiterhin ohne Elektrizität. Die Instandsetzungsmaßnahmen für die Versorgung mit Elektrizität und Heizung hielten den Berichten nach an. Borys Filatow, der Bürgermeister von Dnipro, verlängerte wegen der Lage die Schulferien um zwei weitere Tage.

Zusätzlich zu den russischen Attacken erschweren auch die Witterungsbedingungen die Energieversorgung der Ukraine. Dadurch seien Ortschaften in den Regionen Tschernihiw, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien vollständig oder partiell ohne Elektrizität, so das Energieministerium.

Aktuelle Vorstöße im Ukraine-Krieg: Verteidiger halten weiter Andriivka

Update, 11:06 Uhr: „Offiziell und mit voller Verantwortung können wir bestätigen, dass Andriivka vollständig unter der Kontrolle der Kursker Streitkräftegruppe [der Ukraine] steht und steht. Eine Besetzung zu irgendeinem Zeitpunkt ist ausgeschlossen“, teilte die Kursker Streitkräftegruppe auf Facebook mit. Das Dorf in der Oblast Sumy könne trotz russischer Vorstöße gehalten werden. DeepState berichtete Ende Dezember, dass die Truppen von Wladimir Putin drei Siedlungen im Bezirk Bachmut in der Oblast Donezk besetzt und in der Nähe von Andrijiwka und in Myrnohrad vorgerückt seien.

Update, 10:27 Uhr: Wie die Kyiv Post berichtet, laufen in Kiew Ermittlungen gegen eine „geheime“ prorussische Schule, die Lehrbücher aus der Sowjetzeit verwendet haben soll. Die Institution, die mit der Moskauer ukrainisch-orthodoxen Kirche verbunden ist, wurde von investigativen Journalisten des ukrainischen Portals Slidstvo.info in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht entlarvt. Den Informationen nach ermittelt nun der oberste Sicherheitsdienst der Ukraine in dem Fall.

„Wir müssen die Untersuchung des ukrainischen Sicherheitsdienstes abwarten, um alle relevanten Fakten zu ermitteln, die Umstände des Falles zu verstehen, was an diesem Ort geschehen ist, wer dies zugelassen hat, um seitens des Staates eine begründete Entscheidung treffen zu können“, teilte Tetiana Berezhna, die stellvertretende Ministerpräsidentin der Ukraine für humanitäre Politik, mit. „Wenn dies geschehen würde, dann wären solche Auswirkungen auf ukrainische Kinder, auf die junge Generation der Ukraine eine große Bedrohung für unseren Staat, für die Menschen in unserem Staat.“ Die ukrainische Bildungsbeauftragte Nadia Leshchyk sagte: „Die Existenz einer derart illegalen Schule in der ukrainischen Hauptstadt ist ein Zeichen für die Zerstörung der ukrainischen Identität.“

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: 275 Kampfhandlungen gemeldet

Update, 9:16 Uhr: Im Verlauf des vergangenen Tages kam es im Ukraine-Krieg zu 275 Kampfhandlungen, wie der ukrainische Generalstab mitteilt. An zwei Fronten waren die Angriffe am häufigsten: in Pokrowsk und in Huliaipole. Zudem griffen russische Streitkräfte in der Nacht zum 8. Januar mit knapp 100 Drohnen an. Die ukrainische Luftwaffe meldete den Abschuss von 70 Drohnen, während 27 unbemannte Luftfahrzeuge ihre Ziele trafen.

Update, 9:01 Uhr: Die Ukraine und ihre Unterstützer klären immer mehr Details einer möglichen Nachkriegsordnung. Mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs betonte Präsident Wolodymyr Selenskyj gestern allerdings, er warte noch immer auf eine klare Garantie der europäischen Verbündeten, dass sie eingreifen würden, sollte Russland gegen die Bestimmungen eines Friedensabkommens verstoßen.

Während des Ukraine-Gipfels in Paris der „Koalition der Willigen“ unterzeichneten Großbritannien und Frankreich am Dienstag (6. Januar) eine Absichtserklärung zur Entsendung von Truppen in die Ukraine im Falle eines Friedensabkommens mit Russland. Auch The Telegraph zum Beispiel bemängelte, dass entscheidende Aspekte noch unklar seien. Der Bericht unter Friedenspläne in der Schwebe – Details fehlen.

Update, 8. Januar, 8:25 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat gefordert, dass der tschetschenische Führer Ramsan Kadyrow das gleiche Schicksal erleiden solle wie der gefangengenommene venezolanische Führer Nicolás Maduro. „Sie haben es schnell gemacht“, sagte Selenskyj gestern vor Journalisten mit Blick auf den US-Einsatz gegen Maduro und fügte laut der AFP an: „Mögen Sie einen ähnlichen Einsatz gegen, wie heißt er noch, Kadyrow, ausführen.“

Die Kyiv Post zitierte Selenskyj noch weiter: „Mit diesem Mörder. Vielleicht sieht Putin das dann und überlegt es sich zweimal.“ Selenskyj meinte, das Vorgehen zur Absetzung Maduros habe bewiesen, dass Washington die Macht habe, Moskau zu beeinflussen, wenn es dies wirklich wolle.

Ukraine-Krieg aktuell: Putin-Verbündeter Kadyrow nennt Selenskyj einen „Mistkerl“

Kadyrow, der die russische Teilrepublik Tschetschenien seit fast 20 Jahren mit harter Hand regiert, gilt als loyaler Unterstützer von Kremlchef Wladimir Putin. Kadyrow hat tausende Soldaten zur Unterstützung der russischen Offensive in die Ukraine geschickt. Kadyrow reagierte auf Telegram auf Selenskyjs Äußerungen. Er beschimpfte den ukrainischen Staatschef als „Mistkerl“ und bezeichnete Selenskyjs Bitte um „Hilfe“ bei den USA als „erniedrigend“ für ihn selbst.

Ukraine-Krieg aktuell: Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Odessa

Erstmeldung: Kiew – Die wichtige Getreideausfuhr der Ukraine läuft über die Häfen am Schwarzen Meer. Deshalb werden die Kaianlagen immer wieder zum Ziel russischer Angriffe. Durch einen russischen Luftangriff auf Häfen bei Odessa sind am Mittwoch (7. Januar) nach ukrainischen Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden.

Die russische Armee habe Drohnen und Raketen eingesetzt, teilte der Gouverneur des Gebietes Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mit. Es gebe außerdem acht Verletzte. Es habe Schäden an der Infrastruktur der Häfen Piwdennyj und Tschornomorsk gegeben. Kiper veröffentlichte Fotos mit zerstörten Containern und beschädigten Lkw. In Odessa selbst waren nach Medienberichten Explosionen zu hören.

US-Präsident Donald Trump hat derweil offiziell grünes Licht für ein lange blockiertes, parteiübergreifendes Sanktionsgesetz gegeben. Das berichten US-Medien übereinstimmend unter Berufung auf Aussagen des republikanischen Senators Lindsey Graham vom Mittwoch (7. Januar).

Trump hat nach Meinung einiger Beobachter damit die Tür für das geöffnet, was nach Ansicht der Abgeordneten die bisher aggressivste Kampagne wirtschaftlichen Drucks gegen Kremlchef Wladimir Putin sein könnte. „Das war kein Zufall und es war auch nicht symbolisch“, sagte ein republikanischer Senatsmitarbeiter, der anonym bleiben wollte, der Kyiv Post.

Ukraine-Krieg aktuell: Trump soll Russland-Sanktionsgesetz sein „Okay“ gegeben haben

Wie die Ukrajinska Prawda berichtet, sagte Graham auch, dass dieses Gesetz es Trump ermöglichen würde, jene Länder zu bestrafen, die billiges russisches Öl kaufen, welches Putins Kriegsmaschinerie antreibt.

Auf Grahams Äußerungen angesprochen, erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses, Trump unterstütze das Gesetz. Graham sagte laut Politico, eine Abstimmung im Senat werde „hoffentlich schon nächste Woche“ stattfinden.

Ukraine-Krieg aktuell: Putins Truppen rücken in Sumy und Donzek vor

Das Analyseprojekt DeepState teilte unterdessen mit, dass die russische Armee den Ort Andrijiwka in der Region Sumy und das Dorf Nowomarkowo in der Region Donezk besetzt habe. Außerdem würden die Truppen in der Nähe von Maiske vorrücken. Das berichtet aktuell die Ukrajinska Prawda.

Russische Soldaten im Frontabschnitt Pokrowsk (Archivbild).

Auf den Schlachtfeldern des Konflikts steigen derweil Russlands Verluste weiter. Binnen eines Tages hat Putins Armee laut Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte etwa 1400 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Damit steigt die Zahl der gesamten Verluste im Ukraine-Krieg seit Beginn der Kampfhandlungen auf etwa 1.215.900 Soldaten. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Stanislav Krasilnikov

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