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Nach US-Angriff
US-Soldaten nehmen Maduro gefangen: Venezuela ermittelt jetzt gegen mögliche Kollaborateure
Nach Maduros Festnahme durch US-Soldaten richtet sich der Fokus der Behörden auf mutmaßliche Unterstützer in Venezuela. Welche Rolle spielte Rodríguez?
Caracas/New York City – Die Lage in Venezuela bleibt nach dem US-Angriff angespannt: Nach der Festnahme des Machthabers Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten sucht die Polizei in dem südamerikanischen Land jetzt nach möglichen Helfern. In einem neuen Dekret ordnete die Regierung an, dass alle Polizeibehörden nach Personen fahnden sollen, die den Einsatz der USA unterstützt haben. Das Dekret wurde mit der Ausrufung des Ausnahmezustands veröffentlicht.
Der bislang autoritär herrschende Präsident Nicolás Maduro wurde nach Angaben von US-Präsident Donald Trump festgenommen. Er soll vor Gericht gestellt werden. (Archivbild)
Festnahme von Maduro: Medien berichten über mögliche Unterstützung aus dem engeren Kreis Maduros
Mehrere US-Medien berichteten, dass das US-Militär bei dem Angriff auf Venezuela am Wochenende offenbar Hilfe aus Venezuela selbst erhielt. Demnach soll eine Person aus Maduros engem Umfeld regelmäßig Informationen über seinen aktuellen Aufenthaltsort weitergegeben haben. Nach Angaben des venezolanischen Journalistenverbands SNRP wurden zwischenzeitlich 14 Reporter festgenommen. Später wurden nach Angaben der Organisation alle Journalisten wieder freigelassen.
Nachdem Nicolás Maduro in die USA gebracht worden ist, stellen viele Menschen in Venezuela die offizielle Version eines rein ausländischen Militäreinsatzes infrage. Zunehmend wird darüber spekuliert, dass die Festnahme nur mit Hilfe aus den eigenen Reihen möglich war.
USA greifen Venezuela an: Bilder zeigen Zerstörung und Maduro in Gefangenschaft
Nach einem Bericht des Miami Herald sollen bereits Monate zuvor geheime Gespräche mit Vertretern der USA geführt worden sein. Diese Treffen hätten in Doha stattgefunden – ohne Maduro selbst. Stattdessen sollen seine Vizepräsidentin Delcy Rodríguez und ihr Bruder Jorge Rodríguez, beide Teil seines engsten Machtzirkels, daran beteiligt gewesen sein.
Maduro bei US-Militäreinsatz festgenommen – Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin vereidigt
Maduro wurde in der Nacht zum Samstag gemeinsam mit seiner Frau bei einem Einsatz des US-Militärs gefangen genommen. Kurze Zeit später erklärte Trump, Maduro sei gemeinsam mit seiner Ehefrau aus Venezuela ausgeflogen worden. Zugleich bestätigte der US-Präsident einen militärischen Angriff auf das Land und sprach von einem erfolgreichen, umfassenden Einsatz der US-Streitkräfte. Maduros bisherige Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde am Montag als Übergangspräsidentin des südamerikanischen Landes vereidigt.
Die venezolanische Regierung hält Maduro weiter für den rechtmäßigen Präsidenten. Nach der Verfassung übernimmt bei dauerhafter Abwesenheit die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und muss binnen 30 Tagen Neuwahlen einberufen. Ob dies auf die aktuelle Situation zutrifft, ist unklar. US-Präsident Donald Trump geht jedoch nicht von Neuwahlen in den nächsten 30 Tagen aus.
Aktuell ist die Lage in Venezuela weiterhin unübersichtlich. Laut Berichten in sozialen Medien kam es in der Nacht zu Dienstag in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores zu heftigen Schusswechseln. In im Internet veröffentlichten Videos waren Schüsse zu hören und gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte in den Straßen der Hauptstadt Caracas zu sehen. Die Hintergründe blieben zunächst unklar, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.
In Venezuela gibt es eine Reihe bewaffneter Gruppen, darunter kriminelle Organisationen und der Regierung nahe stehende Paramilitärs, die sogenannten Colectivos. Schießereien sind zumindest in einigen Vierteln von Caracas nicht so ungewöhnlich.
UN-Sicherheitsrat diskutiert Maduros Festnahme: Russland, China und Venezuela verurteilen US-Einsatz
Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates kritisierten Venezuela, Russland und China das Vorgehen der USA scharf und forderten die sofortige Freilassung von Nicolás Maduro. Sie stuften den US-Einsatz als Verstoß gegen das Völkerrecht ein. Andere Staaten, darunter Großbritannien, mehrere EU-nahe Länder sowie Panama und Chile, erklärten hingegen, weder Maduro als Präsident noch den militärischen Eingriff der USA für rechtmäßig zu halten. (Quellen: dpa, afp, tagesschau, Miami Herald) (jal)