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Nach US-Angriff

US-Soldaten nehmen Maduro gefangen: Venezuela ermittelt jetzt gegen mögliche Kollaborateure

Nach Maduros Festnahme durch US-Soldaten richtet sich der Fokus der Behörden auf mutmaßliche Unterstützer in Venezuela. Welche Rolle spielte Rodríguez?

Caracas/New York City – Die Lage in Venezuela bleibt nach dem US-Angriff angespannt: Nach der Festnahme des Machthabers Nicolás Maduro durch US-Spezialeinheiten sucht die Polizei in dem südamerikanischen Land jetzt nach möglichen Helfern. In einem neuen Dekret ordnete die Regierung an, dass alle Polizeibehörden nach Personen fahnden sollen, die den Einsatz der USA unterstützt haben. Das Dekret wurde mit der Ausrufung des Ausnahmezustands veröffentlicht.

Der bislang autoritär herrschende Präsident Nicolás Maduro wurde nach Angaben von US-Präsident Donald Trump festgenommen. Er soll vor Gericht gestellt werden. (Archivbild)

Maduro hat sich währenddessen vor einem Gericht in New York für unschuldig erklärt. Der 63-Jährige erschien in Gefängniskleidung zu einer ersten Anhörung. Maduro bezeichnete sich selbst als rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas und sagte, er sei von den USA aus seinem Land entführt worden.

Festnahme von Maduro: Medien berichten über mögliche Unterstützung aus dem engeren Kreis Maduros

Mehrere US-Medien berichteten, dass das US-Militär bei dem Angriff auf Venezuela am Wochenende offenbar Hilfe aus Venezuela selbst erhielt. Demnach soll eine Person aus Maduros engem Umfeld regelmäßig Informationen über seinen aktuellen Aufenthaltsort weitergegeben haben. Nach Angaben des venezolanischen Journalistenverbands SNRP wurden zwischenzeitlich 14 Reporter festgenommen. Später wurden nach Angaben der Organisation alle Journalisten wieder freigelassen.

Nachdem Nicolás Maduro in die USA gebracht worden ist, stellen viele Menschen in Venezuela die offizielle Version eines rein ausländischen Militäreinsatzes infrage. Zunehmend wird darüber spekuliert, dass die Festnahme nur mit Hilfe aus den eigenen Reihen möglich war.

USA greifen Venezuela an: Bilder zeigen Zerstörung und Maduro in Gefangenschaft

Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Rauch steigt am Flughafen La Carlota auf, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Matias Delacroix/dpa
Soldaten bewachen die Gegend um den Präsidentenpalast Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Soldaten bewachen die Gegend um den Präsidentenpalast Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Das Feuer im Fuerte Tiuna, Venezuelas größtem Militärkomplex, ist nach einer Reihe von Explosionen in Caracas am 3. Januar 2026 aus der Ferne zu sehen.
Das Feuer im Fuerte Tiuna, Venezuelas größtem Militärkomplex, ist nach einer Reihe von Explosionen in Caracas am 3. Januar 2026 aus der Ferne zu sehen. © STR / AFP
Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas.
Explosionen erschüttern die venezolanische Hauptstadt Caracas.  © IMAGO/Stringer
Menschen gehen am Präsidentenpalast Miraflores vorbei, nachdem in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, Explosionen und tieffliegende Flugzeuge zu hören waren.
Menschen gehen am Präsidentenpalast Miraflores vorbei, nachdem in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, Explosionen und tieffliegende Flugzeuge zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Anwohner verlassen ein Gebäude in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Anwohner verlassen ein Gebäude in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Fußgänger rennen, nachdem Explosionen in Caracas zu hören waren.
Fußgänger rennen, nachdem Explosionen in Caracas zu hören waren. © Matias Delacroix/dpa
Anwohner aus einem Gebäude, das evakuiert wurde, stehen in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren.
Anwohner aus einem Gebäude, das evakuiert wurde, stehen in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores, nachdem Explosionen und tieffliegende Flugzeuge in Caracas, Venezuela, am Samstag, 3. Januar 2026, zu hören waren. © Cristian Hernandez/dpa
Eine Frau verfolgt die Nachrichten im Fernsehen, nachdem es in Caracas zu mehreren Explosionen gekommen war.
Eine Frau verfolgt die Nachrichten im Fernsehen, nachdem es in Caracas zu mehreren Explosionen gekommen war.  © IMAGO/Boris Vergara
Schäden nach der US-Attacke auf den Hafen La Guaira in Venezuela.
Schäden nach der US-Attacke auf den Hafen La Guaira in Venezuela. © Pedro Mattey/imago
Blick auf Caracas bei Nacht, aufgenommen nach einer Reihe von Explosionen am 3. Januar 2026.
Blick auf Caracas bei Nacht, aufgenommen nach einer Reihe von Explosionen am 3. Januar 2026. © Federico Parra/afp
Menschen versammeln sich in einem Einkaufszentrum in der Nähe eines großen Bildschirms, auf dem der US-Angriff auf Venezuela überträgt und über den gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seine Frau berichtet wird.
Menschen versammeln sich in einem Einkaufszentrum in der Nähe eines großen Bildschirms, auf dem der US-Angriff auf Venezuela überträgt und über den gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seine Frau berichtet wird.  © Andy Wong/dpa
Das Foto soll den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in US-Gewahrsam zeigen. Er trägt einen Jogginganzug, einen Gehörschutz, eine Brille und Handschellen.
Das Foto soll den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro in US-Gewahrsam zeigen. Er trägt einen Jogginganzug, einen Gehörschutz, eine Brille und Handschellen. © @realDonaldTrump/Truth Social
Ein Flugzeug, in dem der gefangene venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro an Bord sein soll, landet auf der Stewart Air National Guard Base.
Ein Flugzeug, in dem der gefangene venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro an Bord sein soll, landet auf der Stewart Air National Guard Base. © Noah K. Murray/dpa
Eine Wagenkolonne mit dem gefangenen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau Cilia Flores fährt vom West 30th Street Heliport ab.
Eine Wagenkolonne mit dem gefangenen venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro und seiner Frau Cilia Flores fährt vom West 30th Street Heliport ab. © Stefan Jeremiah/dpa
Bundespolizisten stehen vor dem Metropolitan Detention Center Wache, während sie auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro warten.
Bundespolizisten stehen vor dem Metropolitan Detention Center Wache, während sie auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro warten. © Yuki Iwamura/dpa
New Yorker Polizeibeamte versammeln sich vor dem Metropolitan Detention Center kurz nach der Ankunft des festgenommenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Frau Cilia.
New Yorker Polizeibeamte versammeln sich vor dem Metropolitan Detention Center kurz nach der Ankunft des festgenommenen venezolanischen Präsidenten Maduro und seiner Frau Cilia. © Yuki Iwamura/dpa
Beamte warten vor dem Hubschrauberlandeplatz in der West 30th Street auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro.
Beamte warten vor dem Hubschrauberlandeplatz in der West 30th Street auf die Ankunft des gefangenen venezolanischen Präsidenten Maduro. © Stefan Jeremiah/dpa
Präsident Donald Trump spricht in seinem Club Mar-a-Lago nach dem Angriff auf Venezuela.
Präsident Donald Trump spricht in seinem Club Mar-a-Lago nach dem Angriff auf Venezuela. © Alex Brandon/dpa
US-Präsident Donald Trump, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Chef John Ratcliffe überwachen die Militäroperation in Venezuela.
US-Präsident Donald Trump, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Chef John Ratcliffe überwachen die Militäroperation in Venezuela. © Donald Trump's Truth Social Account/imago
Eine Frau sitzt vor einem Gebäude, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.
Nach dem US-Militäreinsatz: Eine Frau sitzt vor einem Gebäude, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.  © Javier Campos/dpa
Ein Mann schaut sich die Schäden an einem Apartmentgebäude an, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde.
Ein Mann schaut sich die Schäden an einem Apartmentgebäude an, das bei der Bombardierung durch die Vereinigten Staaten in Venezuela zerstört wurde. © Javier Campos/dpa
Bewaffnete Zivilisten, die der Regierung nahestehen, stoppen Motorradfahrer in Caracas nach US-Angriffen auf Venezuela.
Bewaffnete Zivilisten, die der Regierung nahestehen, stoppen Motorradfahrer in Caracas nach US-Angriffen auf Venezuela.  © Ariana Cubillos/dpa
Ein Anhänger der Regierung hält eine Actionfigur von Super Bigote während einer Demonstration, bei der die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro gefordert wird.
Protest in Caracas: Ein Anhänger der Regierung hält eine Actionfigur von Super Bigote während einer Demonstration, bei der die Freilassung von Präsident Nicolás Maduro gefordert wird. © Ariana Cubillos/dpa
Demonstranten verbrennen in der Nähe der US-Botschaft in Manila eine US-Flagge.
Protest auch auf den Philippinen: Demonstranten verbrennen in der Nähe der US-Botschaft in Manila eine US-Flagge. © Aaron Favila/dpa

Nach einem Bericht des Miami Herald sollen bereits Monate zuvor geheime Gespräche mit Vertretern der USA geführt worden sein. Diese Treffen hätten in Doha stattgefunden – ohne Maduro selbst. Stattdessen sollen seine Vizepräsidentin Delcy Rodríguez und ihr Bruder Jorge Rodríguez, beide Teil seines engsten Machtzirkels, daran beteiligt gewesen sein.

Maduro bei US-Militäreinsatz festgenommen – Delcy Rodríguez als Übergangspräsidentin vereidigt

Maduro wurde in der Nacht zum Samstag gemeinsam mit seiner Frau bei einem Einsatz des US-Militärs gefangen genommen. Kurze Zeit später erklärte Trump, Maduro sei gemeinsam mit seiner Ehefrau aus Venezuela ausgeflogen worden. Zugleich bestätigte der US-Präsident einen militärischen Angriff auf das Land und sprach von einem erfolgreichen, umfassenden Einsatz der US-Streitkräfte. Maduros bisherige Stellvertreterin Delcy Rodríguez wurde am Montag als Übergangspräsidentin des südamerikanischen Landes vereidigt.

Die venezolanische Regierung hält Maduro weiter für den rechtmäßigen Präsidenten. Nach der Verfassung übernimmt bei dauerhafter Abwesenheit die Vizepräsidentin die Amtsgeschäfte und muss binnen 30 Tagen Neuwahlen einberufen. Ob dies auf die aktuelle Situation zutrifft, ist unklar. US-Präsident Donald Trump geht jedoch nicht von Neuwahlen in den nächsten 30 Tagen aus.

Aktuell ist die Lage in Venezuela weiterhin unübersichtlich. Laut Berichten in sozialen Medien kam es in der Nacht zu Dienstag in der Nähe des Präsidentenpalastes Miraflores zu heftigen Schusswechseln. In im Internet veröffentlichten Videos waren Schüsse zu hören und gepanzerte Fahrzeuge der Sicherheitskräfte in den Straßen der Hauptstadt Caracas zu sehen. Die Hintergründe blieben zunächst unklar, berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

In Venezuela gibt es eine Reihe bewaffneter Gruppen, darunter kriminelle Organisationen und der Regierung nahe stehende Paramilitärs, die sogenannten Colectivos. Schießereien sind zumindest in einigen Vierteln von Caracas nicht so ungewöhnlich. 

UN-Sicherheitsrat diskutiert Maduros Festnahme: Russland, China und Venezuela verurteilen US-Einsatz

Bei einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates kritisierten Venezuela, Russland und China das Vorgehen der USA scharf und forderten die sofortige Freilassung von Nicolás Maduro. Sie stuften den US-Einsatz als Verstoß gegen das Völkerrecht ein. Andere Staaten, darunter Großbritannien, mehrere EU-nahe Länder sowie Panama und Chile, erklärten hingegen, weder Maduro als Präsident noch den militärischen Eingriff der USA für rechtmäßig zu halten. (Quellen: dpa, afp, tagesschau, Miami Herald) (jal)

Rubriklistenbild: © Matias Delacroix/AP/dpa

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