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News im Ticker

Ukraine-Krieg aktuell: Debatte über NATO-Friedenstruppe läuft – Russland attackiert Odessa

Die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Selenskyj schließt ein baldiges Kriegsende nicht aus. Russland greift den Hafen von Odessa an. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 8. Januar, 5:33 Uhr: Russische Angriffe haben in der Südost-Ukraine zu großflächigen Strom- und Wasserausfällen geführt. In der Stadt Dnipro ist der Strom ausgefallen und die U-Bahn hat ihren Betrieb komplett eingestellt.

Auch Teile der Region Saporischschja sind von den Stromausfällen betroffen, wie der Energieversorger DTEK mitteilte. Über das Ausmaß der Schäden und die Dauer der Reparaturarbeiten machten die Behörden zunächst keine Angaben, wie Reuters berichtet.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 21:38 Uhr: Wolodymyr Selenskyj schließt angesichts von Fortschritten bei Friedensgesprächen ein Ende des Krieges in der ersten Jahreshälfte 2026 nicht aus. „Wir stellen fest, dass die Verhandlungen mit unseren europäischen Partnern und natürlich mit den USA und allen Mitgliedern der Koalition der Willigen einen neuen Meilenstein erreicht haben“, sagte der ukrainische Präsident bei einem Besuch in Zypern.

In der Hauptstadt Nikosia war die EU-Spitze zu Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Zyperns versammelt. „Wir sind uns bewusst, dass dieser Krieg noch während Ihrer Präsidentschaft beendet werden kann“, sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur Interfax Ukraina zufolge bei der Zeremonie. Gleichzeitig sagte Selenskyj, dass Putin durch Sanktionen weiter unter Druck gesetzt werden müsse, um einem Ende seines Angriffskriegs zuzustimmen. „Jeden Dollar, den Russland verliert, verliert es als Aggressor.“

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS). Die GUS besteht aus ehemaligen Staaten der Sowjetunion, die bis heute zum Großteil eng verbunden mit Russland geblieben sind. Doch Moskau-Machthaber Putin hat nicht nur in den Sowjet-Gebieten Freunde. Putin findet auch nach mehreren Jahren Angriffskrieg in der Ukraine noch immer fast weltweit Verbündete. Eine Übersicht: © Imago
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
Seit Beginn des Ukraine-Kriegs steht ein Mann eng an der Seite Wladimir Putins: Alexander Lukaschenko. Das von ihm autoritär beherrschte Belarus teilt sich eine mehr als tausend Kilometer lange Grenze mit der Ukraine. Lukaschenko unterstützte Putins Truppen logistisch bei ihrer Invasion des Nachbarlandes. © Imago
Kim Jong-un und Wladimir Putin
Ein weiterer enger Verbündeter Wladimir Putins ist Kim Jong-un. Der Machthaber regiert ein totalitäres Nordkorea, das als sozialistische Diktatur historisch enge Beziehungen zu Russland pflegt. © Gavriil Grigorov/Imago
russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
Im Lauf des Ukraine-Kriegs wurde aus der symbolischen Verbindung ein militärisches Bündnis. Kim Jong-un unterstützte Putins Feldzug mit Waffen, Munition und Soldaten. Laut Schätzungen könnten es mehr als 30.000 Mann aus Nordkorea sein, die an der Front im Ukraine-Krieg kämpfen. Auf dem Bild zu sehen ist ein russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist.  © Imago
Xi Jinping zu Gast bei Wladimir Putin
Die Volksrepublik China pflegt sowohl mit Nordkorea als auch mit Russland enge Beziehungen. Das bewies Präsident Xi Jinping zuletzt durch seinen Besuch Moskaus am „Tag des Sieges“. An der Seite Putins begutachte Xi als Gast auf der Ehrentribüne die große Militärparade, die durch Russlands Hauptstadt rollte. Doch China unterstützt Russland nicht nur symbolisch durch Besuche, sondern auch ganz praktisch mit Seltenen Erden und Devisen. Seit Beginn des Ukraine-Kriegs ist China der größte Importeur für russische Rohstoffe geworden. © Imago
Präsident Wladimir Putin mit To Lam
Der Dritte im Bunde der ostasiatischen Verbündeten Russlands ist Vietnam. Hier posiert Präsident Wladimir Putin mit Tô Lâm, Präsident Vietnams von Mai 2024 bis Oktober 2024, bei einem Besuch des russischen Staatschefs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi. © Kristina Kormilitsyna/Imago
Wladimir Putin und Narendra Modi
In Südasien, konkret auf dem indischen Subkontinent, findet sich mit Narendra Modi der nächste enge Verbündete Russlands. Indiens Premierminister pflegt ein enges Verhältnis zu Putin. Hier umarmen sich beide bei einem Treffen in Neu-Delhi im Jahr 2018. Indien ist durch mehrere internationale Organisationen und Bündnisse mit Russland verbandelt. Die wohl wichtigsten darunter sind die Zusammenkunft der sogenannten BRICS-Staaten und die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
König Ibrahim Ismail von Johor aus Malaysia beim Besuch Putins in Russland
Auch Malaysia ist wie Russland Mitglied des BRICS-Staatenbundes. In Begleitung seiner Frau Raja Zarith Sofia reiste König Ibrahim Ismail von Johor nach Russland, um Putin im Kreml zu besuchen. © Imago
Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Präsident Wladimir Putin eine gute Beziehung
Zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zählt neben Russland unter anderem die Ex-Sowjet-Republik Kasachstan. Das Land teilt sich mit 7644 Kilometern die längste Landgrenze der Welt mit Russland. Präsident Kassym-Schomart Tokajew unterhält zu Putin eine gute Beziehung. Kasachstan bezieht 90 Prozent seiner Waffenimporte aus Russland, das wiederum den in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Kosmodrom Baikonur mietet. Beide Länder sind außerdem Mitglied in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). © Imago
Putin und Traoré
Zu Putins engen Verbündeten gehört auch Burkina Fasos Regierungschef Inbrahim Traoré. Am 9. Mai 2025 besuchte er Putin in Moskau (im Bild). „Wir glauben, dass der Terrorismus, den wir heute erleben, vom Imperialismus herrührt, und wir bekämpfen ihn“, sagte er bei einem bilateralen Treffen. In Erinnerung geblieben ist auch eine virale Rede beim Afrika-Gipfel im Jahr 2023 in Russland. Im Beisein Putins machte er damals den Westen dafür verantwortlich, dass Afrika trotz seiner Rohstoffe der ärmste Kontinent sei.  © IMAGO/Mikhail Metzel/Kremlin Pool
Ägypten Militärband Moskau
Mehr als 80 Jahre Diplomatie verbinden Ägypten und Russland. Das Land am Nil ist wirtschaftlich von Moskau abhängig. Auch Putin profitiert von den Verbindungen nach Kairo. Der russische Präsident betrachtet Ägypten als Tor nach Afrika. Im August 2022 war eine ägyptische Militärband in Moskau zu Gast (im Bild). Auch bei der Militärparade zum 80. Jahrestag des Siegs über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 marschierte eine Einheit aus Ägypten über den Roten Platz.  © Sergei Bobylev/Imago
Laos-einheit in Moskau
Am „Tag des Sieges“ über Nazi-Deutschland am 9. Mai 2025 paradierte auch eine Einheit aus Laos durch Moskau. Angeblich arbeitet Putin derzeit intensiv daran, das Land in den Krieg gegen die Ukraine einzubinden. Im Sommer 2025 begrüßte er den laotischen Präsidenten Thongloun Sisoulith in Moskau. © Ricardo Stuckert/Imago
Turkmenistan Moskau Parade
Turkmenistan schickte ebenfalls eine Einheit nach Moskau. Die zentralasiatische Republik Turkmenistan am Kaspischen Meer gehört auch Jahrzehnte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion zu den am meisten abgeschotteten Staaten der Welt.  © Ricardo Stuckert/Imago
Aleksandar Vucic Putin Netanjahu
Auch der serbische Staatschef Aleksandar Vučić nahm 2025 – wie auch schon 2018 (im Bild) – in Moskau an der Parade vor rund 10.000 Soldaten teil. Die Beziehungen zwischen Serbien und Russland gelten als traditionell freundschaftlich. Belgrad verweigert sich den Sanktionen gegen Russland und hat den Westen für den Ukraine-Krieg verantwortlich gemacht. Zuletzt gab es trotzdem zwischen Moskau und Belgrad Verstimmungen, als der russische Auslandsgeheimdienst Serbien den Verkauf von Munition an die Ukraine vorwarf. © Mikhail Metzel/Imago
Milorad Dodik
Putins wichtigster Mann am Balkan heißt Milorad Dodik (2. von rechts). Der bosnisch-serbische Separatistenführer betreibt seit Jahren die Abspaltung des Landesteils Republika Srpska vom bosnischen Staat. Dodik stimmt sich dabei regelmäßig mit dem russischen Präsidenten ab. © Alexei Nikolsky/Imago
Salva Kiir Putin
Im September 2023 traf sich Putin mit Salva Kiir Mayardit, dem Präsidenten von Südsudan. „Die Welt diktiert, dass niemand allein überleben oder Erfolg haben kann“, sagte Salva Kiir. Zu Putin gewandt meinte er, dass sein Land starke Freunde brauche: „Sie sind einer von ihnen.“ © Valery Sharifulin/Imago
Orban Putin
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán ist Putin im Ukraine-Krieg stets treu geblieben. So hat er während der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft im zweiten Halbjahr 2024 den bis dahin weitgehend isolierten Kremlchef zum Ärger vieler EU-Länder überraschend in Moskau besucht und sich als Vermittler inszeniert (im Bild). Zugleich nutzt Orbán jede Gelegenheit, um gegen die Ukraine auszuteilen.  © Valeriy Sharifulin/Imago
Putin und Ramaphosa
Ende Juli 2023 war Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa bei Putin zu Gast. Der Kremlchef hatte seine Gäste zum Abschluss eines zweitägigen Afrika-Gipfels in St. Petersburg eingeladen, den er in der russischen Ostsee-Metropole veranstaltete. Südafrika, das mit Russland, China, Indien und Brasilien die Brics-Staatengruppe bildet, wird wegen seiner Russland-Nähe vom Westen mit Skepsis betrachtet.  © Sergei Bobylev/Imago
Peseschkian Putin
Im Januar 2025 war Massud Peseschkian in Moskau zu Besuch. Dabei unterzeichnete Irans Präsident gemeinsam mit Putin ein Abkommen über eine strategische Partnerschaft. Russland und der Iran vertieften damit ihre militärische und wirtschaftliche Zusammenarbeit für die nächsten 20 Jahre.  © Imago
Putin Ortega
Seit vielen Jahren steht Nicaragua an der Seite Putins. Nach dem Aufstand der russischen Privatarmee Wagner gegen die eigene Staatsführung im Juni 2023 schickte auch Präsident Daniel Ortega (hier ein Bild aus dem Jahr 2014) eine Botschaft nach Moskau. In der offiziellen Mitteilung hieß es, Ortega und seine Ehefrau sowie Vizepräsidentin Rosario Murillo übermittelten Putin „unsere Zuneigung in revolutionärer Bruderschaft“. © Cesar Perez/afp
Maduro
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro tat es ihm gleich. „Wir senden unsere Umarmung der Solidarität und der Unterstützung an den Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, dem es gelungen ist, einen Versuch des Verrats und des Bürgerkriegs zu bewältigen und seinem Volk den Sieg und den Frieden zu garantieren“, twitterte er damals. © Alexandr Kryazhev/Imago
Putin Goita
Im Juni 2025 verständigten sich Putin und Malis Militärmachthaber Assimi Goïta auf eine bilaterale Kooperation. Russland ist enger Verbündeter von Goïta, der gegen Terrormilizen in Mali auch auf russische Wagner-Söldner setzte. Das Militär hatte sich 2020 und 2021 an die Macht geputscht, die Zusammenarbeit mit Ex-Kolonialmacht Frankreich beendet und sich Moskau zugewandt. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Sassou Nguesso Afewerki
Ende Juli 2023 war Putin gemeinsam mit Denis Sassou Nguesso, dem Präsidenten der Republik Kongo (rechts), und dem eritreischen Präsidenten Isaias Afewerki (links) beim Tag der Marine auf der Newa in St. Petersburg unterwegs. Mit ihrem Besuch beim Russland-Afrika-Gipfel konnten die beiden Staatsmänner die Achse zwischen Russland und ihren Ländern noch einmal stärken. © Alexander Kazakov/Imago
Putin Raúl Castro
Ein besonders inniges Verhältnis pflegt Russland zu Kuba. Für die hoch verschuldete Karibikinsel ist Russland einer der engsten Verbündeten und wichtigsten Geldgeber. Der Kreml bezeichnete den sozialistischen Karibikstaat, der den Ukraine-Krieg nicht verurteilt hat, als „sehr wichtigen Partner“. Im Jahr 2014 war Putin beim vormaligen Präsidenten Raúl Castro zu Gast. © Imago
Putin
Der Kremlchef ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 im Westen weitestgehend isoliert. Umso wichtiger ist ihm der Kontakt zu seinen Verbündeten – den sucht er in vielen Fällen auch per Video. Im Mai 2025 nahm er an einer Sitzung der Kommission für militärisch-technische Zusammenarbeit mit ausländischen Staaten teil.  © Alexander Kazakov/Imago

Update, 20:20 Uhr: Russische Streitkräfte haben bei einem Luftangriff auf Häfen bei Odessa mindestens zwei Menschen getötet und acht weitere verletzt. Die russische Armee setzte dabei Drohnen und Raketen gegen die strategisch wichtigen Hafenanlagen Piwdennyj und Tschornomorsk ein, wie der Gouverneur des Gebietes Odessa, Oleh Kiper, auf Telegram mitteilte.

Der Angriff richtete erhebliche Schäden an der Hafeninfrastruktur an, über die die Ukraine ihre wichtigen Getreide- und Agrarexporte abwickelt. Kiper veröffentlichte Bilder von zerstörten Containern und beschädigten Lastwagen. In der Stadt Odessa selbst waren Explosionen zu hören. Russland beschießt im Ukraine-Krieg die Hafenanlagen, aber auch die Stadt Odessa selbst immer wieder.

Ukraine-Krieg aktuell: Polen offen für Stationierung deutscher Soldaten im Grenzgebiet zur Ukraine

Update, 19:15 Uhr: Polens Außenminister Radosław Sikorski hat sich offen für eine mögliche Entsendung deutscher Soldaten zur Absicherung eines Ukraine-Waffenstillstands gezeigt. Eine Präsenz von Bundeswehrsoldaten auf polnischem Boden wäre insofern keine Neuigkeit, sagte Sikorski nach Beratungen in Paris mit Blick auf bereits bestehende militärische Kooperation zwischen beiden Ländern. Bei gemeinsamen Übungen hätten deutsche Generäle polnische Panzerbrigaden befehligt und umgekehrt. Sikorski dankte Deutschland ausdrücklich für die Präsenz deutscher Soldaten zur Absicherung des Flughafens Rzeszów, der für die Ukraine-Unterstützung wichtig ist.

Kanzler Merz stellt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj weitreichende deutsche Unterstützung in Aussicht.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Dienstag erstmals die Beteiligung der Bundeswehr an einer Friedenssicherung in Aussicht gestellt – nicht in der Ukraine selbst, aber auf NATO-Boden nahe der Grenze.

Ukraine-Krieg aktuell: Pistorius fordert konkrete Pläne für militärischen Schutz nach Friedenslösung

Update, 17:45 Uhr: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat konkrete Planungen für den militärischen Schutz bei einer Friedenslösung im Ukraine-Krieg gefordert. „Mir ist wichtig, dass die Unterstützerländer der Ukraine konkrete Beiträge für die Absicherung einer möglichen politischen Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine erarbeiten“, sagte Pistorius der Deutschen Presse-Agentur.

Bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris hatte eine internationale Schutztruppe zur militärischen Absicherung eines möglichen Waffenstillstands Form angenommen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stellte dabei auch eine Beteiligung der Bundeswehr in Aussicht – nicht in der Ukraine selbst, aber auf NATO-Boden nahe der Grenze. „Voraussetzung dafür ist, dass Putin endlich ernsthaft zu einem Waffenstillstand bereit ist und das brutale Töten beendet“, betonte der Verteidigungsminister.

Ukraine-Krieg aktuell: Bundesregierung hofft auf anhaltende US-Unterstützung

Update, 16:35 Uhr: Die Bundesregierung hat ihre Hoffnungen auf eine anhaltende US-Unterstützung bei der Friedenssuche im Ukraine-Krieg bekräftigt. Regierungssprecher Stefan Kornelius erklärte nach dem Pariser Treffen der „Koalition der Willigen“: „Wir gehen davon aus, dass die Zusagen der USA stark sind.“ Ohne amerikanischen Druck sei ein Fortschritt im politischen Prozess kaum vorstellbar, betonte der Sprecher weiter. „Wir sind in diesem politischen Prozess nur deswegen an dieser Stelle, weil die Vereinigten Staaten nun bereit sind, diesen Druck auszuüben und diese Kaskade an politischen, militärischen und wirtschaftlichen Maßnahmen in Aussicht zu stellen.“

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj hofft auf neues Treffen mit Trump in Washington

Update, 15:15 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seine Hoffnung auf ein baldiges Treffen mit US-Präsident Donald Trump geäußert und Washington als möglichen Ort genannt. Gleichzeitig kritisierte er, von seinen Verbündeten noch keine klare Antwort darauf erhalten zu haben, ob sie die Ukraine bei weiterer russischer Aggression beschützen würden.

Obwohl Selenskyj einen politischen Willen seiner Partner erkenne, forderte er rechtlich bindende Verpflichtungen für Sicherheitsgarantien. Diese gelten als zentraler Streitpunkt bei den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs, wie der Präsident vor Journalisten erklärte.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew gelingt erneuter Schlag gegen Russlands Wirtschaft

Update, 14:20 Uhr: Die ukrainischen Streitkräfte haben ein russisches Treibstoffdepot im Gebiet Belgorod erfolgreich angegriffen. Der Generalstab der Ukraine bestätigte, dass ukrainische Drohnen das Oskolneftesnab-Depot nahe dem Dorf Kotel direkt getroffen und einen Großbrand ausgelöst hätten. „Das Öldepot ist an der Treibstoffversorgung der Besatzungsarmee beteiligt“, erklärte der Generalstab in einer Telegram-Mitteilung.

Gleichzeitig griffen ukrainische Kräfte ein Logistiklager der 20. motorisierten Schützendivision Russlands in der besetzten Donezk-Region an. Der Gouverneur von Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, bestätigte den Brand mehrerer Tanks, meldete aber keine Opfer. Die Angriffe sind Teil der ukrainischen Strategie zur Schwächung der russischen Militär- und Wirtschaftskapazitäten im Ukraine-Krieg.

Update, 13:50 Uhr: Auf dem Atlantik spielt sich zurzeit offenbar eine spektakuläre Verfolgungsjagd ab. US-Spezialkräfte versuchen offenbar, den unter russischer Fahne fahrenden Tanker „Marinera“ zu entern und zu beschlagnahmen. Das Schiff soll Verbindungen zu Venezuela haben und Teil der russischen Schattenflotte sein. Russland hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters bereits  ein U-Boot und weitere Schiffe zum Schutz des Tankers entsendet.

Ukraine-Krieg aktuell: Budanow rechnet mit konkreten Fortschritten bei Friedensverhandlungen

Update, 12:56 Uhr: Der neue ukrainische Präsidialamtschef Kyrylo Budanow hat am zweiten Tag der Pariser Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg weitere konkrete Fortschritte angekündigt. „Nicht alle Informationen können öffentlich gemacht werden, aber es gibt bereits konkrete Ergebnisse, und unsere Arbeit geht weiter“, teilte der Berater von Präsident Wolodymyr Selenskyj über Telegram mit.

Die Ukraine sucht Unterstützung ihrer Verbündeten für einen möglichen Waffenstillstand, lehnt jedoch Russlands Forderung nach der Abtretung des Donbass ab. Laut ukrainischen Angaben brachten die USA eine freie Wirtschaftszone in Teilen der Region ins Spiel, aus denen sich die Ukraine zurückziehen würde.

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew erhält täglich 1.500 Abfangdrohnen

Update, 12 Uhr: Laut dem Verteidigungsministerium der Ukraine haben die Truppen von Selenskyj täglich im Schnitt über 1.500 Abfangdrohnen erhalten. Mit dieser Schlagkraft würden russische Angriffe erfolgreich bekämpft werden. Der Vorteil von den kostengünstigen Drohnen ist unter anderem, dass die Bestände an Luftverteidigungsraketen geschont werden können. Zudem können Drohnen dafür sorgen, dass die Luftverteidigung im Ukraine-Krieg nicht überlastet wird.

Update, 10:19 Uhr: In einem Interview mit dem Sender France 2 hat der französische Präsident Emmanuel Macron erklärt, er werde möglicherweise bald mit Wladimir Putin in Kontakt treten. „Ich treffe derzeit Vorkehrungen, um in den kommenden Wochen Kontakt aufzunehmen“, führte er aus. Er betonte, sein Ziel sei Frieden in der Ukraine, jedoch nicht um den Preis ihrer Kapitulation. Macron und Putin hatten zuletzt im Juli vergangenen Jahres telefoniert.

Ringen um Ende des Ukraine-Kriegs: Selenskyj in Zypern eingetroffen

Update, 9:42 Uhr: Wie das Büro des Präsidenten der Ukraine mitteilt, ist Selenskyj in Zypern eingetroffen. Um 11:15 Uhr ist ein Treffen zwischen Selenskyj und dem zyprischen Präsidenten Nikos Christodoulides geplant, gefolgt von einem Treffen mit Erzbischof Georg III. von Zypern, wie es weiter heißt. Der Inselstaat hat seit dem 1. Januar den Vorsitz im Europäischen Rat inne. Unter dem Motto „Eine autonome Union – offen für die Welt“ wird Zypern auf eine eigenständigere Union hinarbeiten. 

Update, 9:06 Uhr: Die Friedensgespräche zum Ukraine-Konflikt haben seit November deutlich an Fahrt aufgenommen. Allerdings zeigt sich Russland weiterhin ablehnend gegenüber den bisher vorgelegten Vorschlägen zur Konfliktlösung.

Besonders problematisch bleibt die NATO-Frage: Da Moskau den Überfall auf die Ukraine unter anderem mit dem Ziel einer Verhinderung der NATO-Osterweiterung begründet hatte, ist höchst fraglich, ob der Kreml nun die Stationierung britischer oder französischer Soldaten in der Ukraine akzeptieren würde, wie etwa die Nachrichtenagentur Reuters die Lage einschätzt.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj sieht „90 Prozent“ für eine Friedenslösung

Update, 7. Januar, 8:26 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Ergebnis internationaler Friedensgespräche als „sehr gut“ bezeichnet und erklärt, man habe nun „90 Prozent für eine Friedenslösung erreicht“. Allerdings fehlten noch entscheidende Punkte, wie Reuters berichtet.

Selenskyj warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, keinen Frieden zu wollen. Die wichtigste Absicherung gegen künftige russische Angriffe sei eine starke ukrainische Armee an der Grenze, erklärte er weiter. Positiv bewertete der Staatschef die geplante zweite Verteidigungslinie mit französischen und britischen Soldaten.

Merz bereit zu deutscher Beteiligung an Ukraine-Sicherung – jenseits der Grenze

Erstmeldung: Kiew – Die Bundeswehr soll einen möglichen Waffenstillstand im Ukraine-Krieg mit absichern. Damit vollzieht Kanzler Friedrich Merz (CDU) einen Kurswechsel zur bisherigen deutschen Position, wonach sich die Truppenfrage erst nach Klärung der Waffenstillstandsbedingungen stelle.

Ukraine-Krieg aktuell: Schutztruppe für Ukraine nimmt Form an – Deutschland dabei

Bei einem Treffen der „Koalition der Willigen“ in Paris unterzeichneten Frankreich, Großbritannien und die Ukraine eine Erklärung, die dem Einsatz ausländischer Truppen in dem von Russland angegriffenen Land eine Grundlage gibt. Für Deutschland stellte Merz erstmals die Beteiligung der Bundeswehr an einer Friedenssicherung in Aussicht – nicht in der Ukraine selbst, aber auf NATO-Boden nahe der Grenze.

Merz appellierte in Paris an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, er möge dafür sorgen, dass sich junge Ukrainer künftig „in den Dienst einer sicheren und wirtschaftlich gesundenden Ukraine stellen, statt nach Deutschland, Polen oder Frankreich auszureisen, so wie wir es gegenwärtig erleben“.

Bei einem weiteren Treffen in Paris am heutigen Mittwoch (7. Januar) zwischen Außenminister Johann Wadephul (CDU) und seinen Amtskollegen aus Frankreich und Polen soll es ebenfalls um die Unterstützung der Ukraine gehen. 

Großbritannien und Frankreich wollen nach den Worten des britischen Premierministers Keir Starmer im Falle einer Waffenruhe Militärstützpunkte in der Ukraine errichten. Geplant seien „geschützte Einrichtungen für Waffen und militärische Ausrüstung“, um die „Verteidigungsbedürfnisse der Ukraine“ zu unterstützen, sagte Starmer in Paris.

Beobachter werten das Ergebnis des Treffens in Paris als Erfolg für die Ukraine. Die Zusagen blieben zwar weit hinter Artikel 5 des NATO-Vertrags zurück. „Aber sie sind viel mehr als das, was die Ukraine je hatte“, sagte Daniel Fried, ehemaliger US-Staatssekretär und langjähriger Russland-Experte, zur Kyiv Post.

Auf den Schlachtfeldern des Konflikts steigen derweil Russlands Verluste weiter. Binnen eines Tages hat Putins Armee laut Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte 1040 Soldaten verloren. Die Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet. Damit steigt die Zahl der gesamten Verluste im Ukraine-Krieg seit Beginn der Kampfhandlungen auf etwa 1.213.460 Soldaten. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Tom Nicholson/PA Wire/dpa

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