Der Demokrat Mamdani will soziale Reformen in New York. Linke Parteigrößen wie Bernie Sanders und Alexandria Ocasio-Cortez gefällt das.
New York City – Der linke Bürgermeisterkandidat in New York, Zohran Mamdani , erhält im Wahl-Endspurt prominente Unterstützung. Bei einer Großkundgebung in Queens traten der linke Senator Bernie Sanders und die bekannte Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez an seiner Seite auf. Rund 13.000 Menschen kamen, um Mamdanis Botschaften zu hören: Der selbsternannte demokratische Sozialist steht für soziale Gerechtigkeit, bezahlbares Leben in der Stadt und ein Bruch mit politischen Machtstrukturen, die viele als festgefahren empfinden.
Namhafte Unterstützung zur Wahl in New York: Sanders (links) und Ocasio-Cortez (rechts) bei einer Versammlung des linken Kandidaten Mamdani.
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New York wird am 4. November 2025 über seinen neuen Bürgermeister entscheiden. Der 34-jährige Mamdani, politisch klar links positioniert und seit 2018 US-Bürger, führt in aktuellen Umfragen zur Wahl in New York vor den Konkurrenten Andrew Cuomo und Curtis Sliwa. Cuomo, einst Gouverneur, musste sich bereits in der demokratischen Vorwahl geschlagen geben und kandidiert nun unabhängig. Er liegt in den meisten Umfragen, zehn, teils sogar 20 Prozentpunkte hinter Mamdani. Sliwa bleibt als Republikaner in den Umfragen auf dem dritten Platz zurück. Der amtierende Bürgermeister Eric Adams (Demokrat) zog wegen Korruptionsvorwürfen eine erneute Kandidatur zurück . Das bot Mamdani eine Chance.
Bürgermeisterwahl in New York: Mamdani will Geschichte schreiben - Trump droht Am 4. November 2025 entscheiden die Wahlberechtigten in New York City darüber, wer die Ostküstenmetropole die nächsten vier Jahre als Bürgermeister regieren soll. Die Wahl in der Hochburg der Demokraten elektrisiert aber nicht nur die Menschen in Manhattan, Queens und den weiteren Stadtteilen, sondern strahlt über die Stadt hinaus in die ganzen USA. Das hat vor allem einen Grund. © Imago Dieser Grund trägt den Namen Zohran Mamdani. Der 34 Jahre alte Newcomer in der US-Politik tritt für die Demokraten bei der Wahl in New York an. Laut aktuellen Umfragen ist Mamdani der Favorit auf den Wahlsieg im Big Apple. © Imago Mamdani gilt als Vertreter des linken Flügels der Demokraten. Sollte er die Wahl in New York gewinnen, würde er der erste muslimische Bürgermeister der Stadt werden. Es wäre darüber hinaus auch das erste Mal, dass der in Uganda geborene Hobby-Rapper, der seine Kindheit in Südafrika verbrachte, ein politisches Amt bekleiden würde. © Imago Das politische Engagement wurde Mamdani offenbar schon in die Wiege gelegt. Sein Vater Mahmood Mamdani ist Politikwissenschaftler. Seine Mutter, Mira Nair (im Bild), ist als Filmregisseurin erfolgreich und unterrichtet nebenbei an der Columbia University in New York City. © Imago Wahlkampf in New York Zentrales Wahlkampfthema Mamdanis ist die Bezahlbarkeit des Lebens im immer teurer werdenden New York City. Der Kandidat der Demokraten will den Anstieg der Mietpreise stoppen und den öffentlichen Nahverkehr ausbauen und kostenlos machen. Damit kommt Mamdani im Wahlkampf vor der Bürgermeisterwahl gut an, wie ein dieser Mann per Schild auf einer Veranstaltung im New Yorker Stadtteil Queens belegt. © Imago Tatsächlich ist das Leben in New York City aktuell so teuer wie noch nie. Tatsächlich ist das Leben in New York City aktuell so teuer wie noch nie. Die Mieten in der Millionenmetropole erreichten im Februar 2025 einen neuen Rekord. Im New Yorker Stadtteil Manhattan lag der durchschnittliche Mietpreis bei mehr als 5300 US-Dollar. Laut einer Untersuchung des Maklerbüros Douglas Ellimann stiegen die Mieten in dem als teuerste Stadt der Welt berüchtigten New York im Jahresvergleich erneut um 6,4 Prozent. © Imago New Yorker Ubahn während der Comic Con Ein weiteres zentrales Thema im Wahlkampf von Zohran Mamdani ist der öffentliche Nahverkehr in New York. Der Kandidat für die Bürgermeister-Wahl will die U-Bahn, die hier vom Publikum der Comic Con genutzt wird, ausbauen. Der Busverkehr, der vor allem von Bürgerinnen und Bürgern mit niedrigem Einkommen genutzt wird, soll kostenlos werden. Finanziert werden sollen diese Vorhaben mit einer Erhöhung des kommunalen Spitzen- und des Unternehmenssteuersatzes. © AFP US-Präsident Donald Trump, hier als Gast bei den US Open Mit derartigen Plänen rief Zohran Mamdani vor der Bürgermeisterwahl New Yorks berühmtesten Sohn auf den Plan: US-Präsident Donald Trump, hier als Gast bei den US Open in der Ostküsten-Metropole. Trump nannte Mamdani einen „Kommunisten“ und drohte New York mit Konsequenzen, sollte der linke Kandidat der Demokraten die Wahl am 4. November 2025 gewinnen. © Imago Rudy Giuliani und Donald Trump Für Donald Trump ist die Bürgermeisterwahl in New York eine Herzensangelegenheit. Der US-Präsident ist gebürtiger New Yorker und langjähriger Vertrauter des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt, Rudy Giuliani. (Archivbild) © Imago Zohran Mamdani in New York Kontroversen löste Zohran Mamdani im Vorfeld der Bürgermeisterwahl in New York mit seiner Position im Gaza-Israel-Krieg aus. Bereits als Student engagierte sich Mamdani für die Rechte der Palästinenser. Auch im Wahlkampf hielt sich der Demokrat mit Israel-Kritik nicht zurück. Das wiederum rief einen Teil der großen jüdischen Community in New York auf den Plan. „Ich glaube, dass Zohran Mamdani eine Gefahr für die jüdische Gemeinde in New York darstellt“, sagte Rabbi Elliot Cosgro, der eine Synagoge im Stadtbezirk Upper East Side leitet, laut dem britischen Guardian in einer Predigt. © Imago Bürgermeisterwahl in New York Wahltag für die Bürgermeisterwahl in New York ist der 4. November. Die Stimmabgabe begannt aber bereits mehrere Tage zuvor. Mehr als 100.000 Menschen nutzten die Möglichkeit der vorzeitigen Stimmabgabe - mehr als je zuvor bei einer Wahl in New York. © imago Größter Konkurrent Mamdanis bei der Bürgermeisterwahl in New York City ist Andrew Cuomo. Größter Konkurrent Mamdanis bei der Bürgermeisterwahl in New York City ist Andrew Cuomo. Der 67-jährige Politik-Veteran war zehn Jahre Gouverneur des Bundesstaates New York, trat im August 2021 aber infolge einer Reihe von Skandalen und Vorwürfen zurück. 13 Frauen werfen Cuomo vor, er habe sie sexuell belästigt. Zahlreiche Demokraten, darunter auch der damalige Präsident Joe Biden, forderten Cuomo zum Rücktritt auf. © Imago Protest gegen Andrew Cuomo in New York Ebenfalls im Jahr 2021 sah sich Andrew Cuomo mit weiteren Vorwürfen konfrontiert. Dem damaligen Gouverneur wurde vorgeworfen, er und seine Regierung hätten im Zuge der Corona-Pandemie die Todeszahlen in New Yorker Seniorenheimen manipuliert, um Ermittlungen der Bundesregierung unter Donald Trump zu verhindern. © Imago Andrew Cuomo kündigt seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahlen in New York City an Doch vier Jahre versuchte Andrew Cuomo sich am politischen Comeback und kündigte seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahlen in New York City an. In den Vorwahlen der Demokraten unterlag der ehemalige Gouverneur aber dem Newcomer Zohran Mamdani. Davon ließ sich Cuomo aber nicht entmutigen. Kurz darauf gab er bekannt, als unabhängiger Kandidat bei der Wahl in der Hochburg der Demokraten anzutreten. © Imago Der dritte im Bunde für die Bürgermeisterwahl in New York City ist Curtis Sliwa. Der Dritte im Bunde für die Bürgermeisterwahl in New York City ist Curtis Sliwa. Er tritt als Kandidat der Republikaner an. Der 71 Jahre alte Radiomoderator machte sich als Gründer der „Guardian Angels“ einen Namen – eine Bürgerwehr, die seit 1979 in New York gegen Kriminalität vorgehen will und sich seitdem auf 130 Städte in den USA und weltweit ausgebreitet hat. Bei der Bürgermeisterwahl im Big Apple gilt Sliwa aber als Außenseiter im Rennen gegen Mamdani und Cuomo. © Imago Wahlkampf in New York Für die Anhängerschaft von Curtis Sliwa in New York ist Zohran Mamdani Feindbild Nummer Eins. Das Schild dieser Frau macht deutlich, wovor die Republikaner sich fürchten: Eine Wahl Mamdanis würde Sozialismus, Enteignung und Gewalt versursachen, heißt es dort. © imago Amtsinhaber Eric Adams zog seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl in New York City zurück. Amtsinhaber Eric Adams zog seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl in New York City zurück. Er hatte 2021 die Wahl als Kandidat der Demokraten gewonnen. Doch Vorwürfe der Bestechlichkeit und der illegalen Wahlkampffinanzierung führten von 2024 an zum Bruch zwischen Adams und seiner Partei. Der ehemalige Polizist, der zeitweise von Donald Trump unterstützt wurde, verkündete im April 2025, dass er als unabhängiger Kandidat in New York antreten wolle. Im September zog er sich aus dem Wahlkampf zurück – wohl auch, um die Chancen Cuomos im Duell mit Mamdani zu erhöhen. © Imago Bei einer Wahlkampfveranstaltung vor der Bürgermeisterwahl in New York hielten sowohl Bernie Sanders als auch Alexandria Ocasio-Cortez Reden Während Andrew Cuomo auf die Unterstützung der Eliten in New York hofft, stellt sich der linke Flügel der Demokraten demonstrativ hinter Zohran Mamdani. Bei einer Wahlkampfveranstaltung vor der Bürgermeisterwahl in New York hielten sowohl Bernie Sanders als auch Alexandria Ocasio-Cortez Reden, in denen sie zur Wahl Mamdanis aufriefen. © dpa Die 36 Jahre alte Alexandria Ocasio-Cortez ist gebürtige New Yorkerin und vertritt den 14. Kongresswahlbezirk der Stadt im US-Repräsentantenhaus. Die 36 Jahre alte Alexandria Ocasio-Cortez ist gebürtige New Yorkerin und vertritt den 14. Kongresswahlbezirk der Stadt im US-Repräsentantenhaus. Wie Mamdani wird auch „AOC“ dem linken Parteiflügel der Demokraten zugerechnet. © Imago Chuck Schumer, Führer der Demokraten im US-Senat, und Hakeem Jeffries. Im Gegensatz zum linken Flügel tut sich die Führung der Demokraten in Washington DC weiter schwer mit der Kandidatur von Zohran Mamdani in New York City. Chuck Schumer, Führer der Demokraten im US-Senat, sprach sich im Vorfeld der Bürgermeisterwahl nicht für Mamdani aus. Hakeem Jeffries (r.), Sprecher der demokratischen Fraktion im US-Repräsentantenhaus, unterstützte Mamdani erst spät. © imago Comedian Andrew Schulz Doch nicht nur linke Demokraten finden an Zohran Mamdani Gefallen. Auch zahlreiche Prominente aus New York sprachen sich vor der Bürgermeisterwahl für Mamdani aus. Darunter der Comedian Andrew Schulz, der vor der US-Wahl noch als Unterstützer der Kampagne Donald Trumps gegolten hatte. © Imago Unterstützung erhält Zohran Mamdani vor der Wahl in New York City auch von Ava DuVernay Unterstützung erhält Zohran Mamdani vor der Wahl in New York City auch von Ava DuVernay. Die US-amerikanische Filmregiesseurin sprach sich öffentlich für eine Wahl des Kandidaten der Demokraten bei der Bürgermeisterwahl aus. © Imago Emily Ratajowski. Das Supermodel, hier bei einem Formel 1 Rennen in Monte Carlo Gleiches gilt für Emily Ratajkowski. Das Supermodel, hier bei einem Formel-1-Rennen in Monte Carlo unterstützte die Wahlkampagne von Zohran Mamdani mehrfach in den sozialen Medien. © Imago Die Schauspielerin Cynthia Nixon Cynthia Nixon ist eine weitere prominente Vertreterin aus dem Lager Zohran Mamdanis. Die Schauspielerin wurde durch ihre Rolle in der Kult-Serie „Sex and the City“, die in New York spielt, berühmt. Nixon unterstütze im Vorfeld der dortigen Bürgermeisterwahl Mamdanis Kampagne durch Auftritt auf Wahlkampfveranstaltungen und durch Posts in sozialen Medien. © Imago Comedian Bowen Yang, hier auf dem New Yorker Empire State Building Comedian Bowen Yang, hier auf dem New Yorker Empire State Building, postete ein Video auf Instagram, in dem er sich als Unterstützer von Zohran Mamdani zeigte. Dessen Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl in New York bezeichnete Yang als „historischen Moment“. © Imago Sängerin Lorde stammt aus Neuseeland, lebt aber in New York. Sängerin Lorde stammt aus Neuseeland, lebt aber in New York. Dort engagierte sich der 28 Jahre alte Popstar vor der Bürgermeisterwahl für Zohran Mamdani und forderte ihre Fans auf, ihre Stimme am 4. November dem Kandidaten der Demokraten zu geben. © Imago New Yorker Rathaus Ob Zohran Mamdani wirklich der Einzug in das New Yorker Rathaus gelingen wird, entscheidet sich am Dienstag, dem 4. November 2025. Die Wahllokale in der Millionenmetropole werden bis 21 Uhr Ortszeit geöffnet bleiben. Ein Ergebnis dürfte also erst am Mittwoch in den frühen Morgenstunden deutscher Zeit bekannt sein. © Imago „Besteuert die Reichen!“: Mamdanis Programm zur Bürgermeisterwahl in New York ist klar – und begeistert Mamdani ist Teil des linken Flügels der Demokraten, dessen Mitglieder in den USA als „Democratic Socialists of America“ bezeichnet wrden. Auffällig fröhlich und bürgernah gibt Mamdani sich in seiner Kampagne vor der Bürgermeisterwahl in New York. Gleichzeitig sticht er auch mit seinen Forderungen heraus. Im Fokus stehen die enormen Lebenshaltungskosten in New York: Mamdani fordert Mietpreisbremsen, kostenlose Busse und kostenlose Kinderbetreuung — finanziert durch höhere Steuern für Wohlhabende und Unternehmen. Das Publikum in Queens machte unmissverständlich klar, was es erwartet: „Tax the Rich!“, also „Besteuert die Reichen!“, heißt es in Zurufen.
„Lasst unsere Worte so laut erklingen, dass Cuomo sie heute Abend in seiner 8.000 Dollar teuren Wohnung hören kann“, hieß es in einem Seitenhieb des Demokraten. Mamdani betonte in seiner Rede im Stadtteil Queens, die Wahl am 4. November sei eine Gelegenheit, autoritären Tendenzen unter US-Präsident Donald Trump etwas entgegenzusetzen. Man könne so ein Signal an das „Establishment“ senden. Viele Menschen hätten Trump aus wirtschaftlicher Hoffnung gewählt — doch nun sei deutlich geworden: „Trump hat gelogen.“
Donald Trumps Skandale, Fehltritte und Eklats in der Übersicht Seit über 40 Jahren ist Provokation seine Spezialität: Donald Trump erregte die Gemüter, lange bevor er sich entschied, eine politische Karriere anzustreben. Ob als eiskalter Immobilienmakler in seiner Heimatstadt New York City oder wie hier als skrupelloser Chef in seiner eigenen Reality-TV-Serie „The Apprentice“ - Trump sorgte immer für Schlagzeilen. Ein Blick zurück erinnert an die größten Momente, die schließlich im Wahlsieg 2016 und dem Einzug ins Weiße Haus mündeten. © Imago Dabei hatte alles so harmonisch begonnen. Donald Trump, reicher Erbe, Liebling der Klatschspalten und ab 1986 auch noch als Retter der New Yorker Eislaufbahn bekannt geworden, heiratete 1977 Ivana Trump. Das ehemalige Model schenkte Donald seine ersten drei Kinder: Donald Jr., Ivanka und Eric. Doch die Ehe sollte das glamouröse Leben der Trumps nicht überstehen und im Jahr 1990 ein Ende in Scheidung finden. © imago stock&people Donald Trump ehelichte daraufhin die Frau, mit der er laut der Regenbogenpresse ohnehin schon seit längerem eine Affäre hatte: Marla Maples. Die damals 30 Jahre alte Schauspielerin gab Trump am 20. Dezember 1993 in New York das Ja-Wort. Kurz zuvor war Tiffany Trump, die gemeinsame Tochter der beiden, zur Welt gekommen. Die Ehe hielt respektable sechs Jahre. Marla Maples hätte über diese Zeit gerne ein Buch geschrieben. Das aber verhinderten laut Vanity Fair die Anwälte ihrer Stiefkinder Ivanka Trump und Donald Junior. © imago Es folgte Ehe Nummer Drei für Donald Trump, diesmal mit Melania Knauss. Das Topmodel aus Slowenien wurde als Kampagnengesicht der Zigarettenmarke Camel 1998 in den USA berühmt. Ihren späteren Ehemann lernte Melania im selben Jahr kennen. Im Jahr 2002 heiratete sie den 24 Jahre älteren Donald Trump. 2006 kam der gemeinsame Sohn des Glamour-Paares auf die Welt: Barron Trump. © Imago Im Jahr 2016 kam Donald Trump wie hier die goldene Rolltreppe seines Hochhauses in New York herab Im Jahr 2016 kam Donald Trump wie hier die goldene Rolltreppe seines Hochhauses in New York herab und erklärte seine Kandidatur für die US-Wahl 2016. Kaum jemand nahm die politischen Ambitionen des Fernsehstars zu diesem Zeitpunkt ernst. © Andrea Hanks/imago Donald Trump gegen Parteigrößen wie Jeb Bush In den Vorwahlen der Republikaner trat Donald Trump gegen Parteigrößen wie Jeb Bush (im Bild) an. Bei den TV-Debatten der Kandidaten machte er erstmals auf sich aufmerksam – indem er die alteingesessenen Politiker derbe attackierte. Trump sicherte sich so die Nominierung der Partei für die US-Wahl 2016. © imago Donald Trump und Hillary Clinton beim Wahlkampf 2016 Dort traf Donald Trump auf Hillary Clinton. Die Kandidatin der Demokraten galt als Favoritin - vor allem, nachdem ein Tonband aufgetaucht war, in dem Trump damit angab, Frauen ungestraft sexuell belästigen zu können. Doch es geschah, was kaum jemand für möglich hielt: Trump setzte sich durch und wurde zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt. © imago Barack Obama empfängt nach dessen Amtseinführung seinen Nachfolger Donald Trump im Weißen Haus in Washington DC, USA Barack Obama hatte sich bei der Wahl für Hillary Clinton, seine langjährige Außenministerin, eingesetzt und vor Trump gewarnt. Genutzt hatte es nichts. Wie üblich besuchte Obama zunächst die feierliche Amtseinführung und empfing anschließend seinen Nachfolger im Weißen Haus – eine Ehre, die Trump vier Jahre später Joe Biden verweigern sollte. © imago Donald Trump und Emmanuel Macron schütteln Hände Kaum in Amt und Würden, schlidderte Donald Trump von einer Peinlichkeit zum nächsten Affront. Mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron lieferte sich Trump auf Staatsbesuch in Frankreich einen Wettbewerb im Händedrücken, den am Ende Macron gewann. Das zumindest ließen die deutlichen Spuren vermuten, die die Finger des Franzosen auf der Hand des US-Präsidenten hinterlassen hatten. © Peter Dejone/dpa US-Präsident Donald Trump auf Staatsbesuch in Schanghai, China. Doch Donald Trump polarisiert nicht nur mit seinen Taten, auch Spekulationen rund um sein Aussehen sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Warum ist seine Haut orange, was schmiert er sich ins Gesicht, kann sich ein Milliardär kein besseres Toupet leisten? Das verweigert nämlich regelmäßig, ordentlich auf dem Kopf liegen zu blieben – wie hier zum Beispiel auf dem Flughafen in Schanghai zu sehen. © Jim Watson/imago Angela Merkel, Emannuel Macron, Shinzo Abe und Donald Trump auf dem G7-Gipfel in Kanada Vor allem die Verbündeten brachte Donald Trump mit seinem Wankelmut auf die Palme. Die schwierige Beziehung zwischen den USA unter seiner Regentschaft und dem Rest der westlichen Welt wird durch dieses Foto zusammengefasst, das auf dem G7-Gipfel in Kanada im Jahr 2018 entstand. Angela Merkel, damals noch Bundeskanzlerin, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Japans Premierminister Shinzo Abe reden auf Trump ein. Der sitzt da, mit trotzigem Gesichtsausdruck und verschränkten Armen. Vor allem Merkel ist die Frustration über einen derartigen Verhandlungspartner deutlich anzusehen. © Jesco Denzel/dpa US-Präsident Donald Trump und Erotikdarstellerin Stormy Daniels Wer glaubte, dass Donald Trump als Präsident zumindest nur noch politische Skandale produziert, wurde bald eines Besseren belehrt. Erotikdarstellerin Stormy Daniels machte ihre Affäre mit dem US-Präsidenten öffentlich. Beide trafen sich, während Trump schon mit Melania verheiratet war. Pikant: Melania war wohl damals gerade mit dem gemeinsamen Kind schwanger. Trump befahl seinem damaligen Anwalt Michael Cohen, Stormy Daniels Schweigegeld zu zahlen, damit alles geheim bleibe. Doch weil das Geld angeblich nie bei ihr ankam, schrieb Daniels ein Buch. Nun wissen wir alle, ob wir wollen oder nicht, wie Trumps Penis aussieht. © Mandel Ngan/afp Donald Trumps legendärer Tweet mit Covfefe in einer Kunstausstellung in New York Doch weder mit Bettgeschichten noch mit politischen Skandalen erzeugte Donald Trump derart viel Aufmerksamkeit wie mit seinem Twitter-Kanal. Als @realdonaldtrump twitterte Donald, bis sich die Balken bogen: mitten in der Nacht, voll Rechtschreibfehler und am liebsten in Großbuchstaben. Legendär ist sein „Covfefe“-Tweet vom 31. Mai 2017 (im Bild). Zeitweise folgten ihm fast 89 Millionen Accounts. Doch im Januar 2021 war auf einmal Schluss. Im Zuge der Attacke auf das Kapitol sperrte Twitter den Account des damals noch amtierenden US-Präsidenten. Grund: Er habe den Mob zur Gewalt ermutigt. © Christina Horsten/dpa Neonazis marschieren durch Charlottesville (USA) In welche Richtung Donald Trump innenpolitisch steuerte, wurde spätestens 2017 klar. Eine Horde Neonazis marschierte damals mit Fackeln durch die Stadt Charlottesville. Uniformierte Männer brüllten im Chor: „Juden werden uns nicht ersetzen.“ Ein Mann raste mit seinem Auto in eine Gruppe Gegendemonstranten, eine 30 Jahre alte Frau starb infolgedessen. Die ganzen USA waren schockiert. Doch das Staatsoberhaupt weigerte sich, den Neonazi-Aufmarsch zu verurteilen. Stattdessen sprach Donald Trump von „sehr guten Leuten auf beiden Seiten“. © Zach D Roberts/imago Donald Trump besucht Puerto Rico Als der Hurrikan „Florence“ im September 2018 die Insel Puerto Rico verwüstete, interessierte das Donald Trump zunächst wenig. Nach politischem Druck schickte er jedoch Hilfe und reiste sogar selbst auf die Insel, die zu den USA gehört, aber kein offizieller Bundesstaat ist. Dort angekommen bewarf Trump die Menschen mit Klopapierrollen. Die Tragweite der Katastrophe schien ihm zu keinem Zeitpunkt bewusst. Star-Koch José Andrés, selbst aus Puerto Rico und bei besagter Situation anwesend, sagte einige Zeit später zur Washington Post: „Es war ein Beweis für seine Unfähigkeit zur Empathie.“ © Evan Vucci/dpa Donald Trump und das Sharpie Gate Was nicht passt, wird manipuliert. Kein Moment charakterisiert dieses Credo von Donald Trump so eindrücklich wie das „Sharpie-Gate“. Als der Hurrikan Dorian die USA bedrohte, twitterte Trump, man müsse sich in den Bundesstaaten Florida, Georgia und Alabama in Acht nehmen. Das Problem: laut der offiziellen Karte des nationalen Wetterdienstes war Alabama nicht betroffen. Statt zuzugeben, dass er sich geirrt hatte, schmierte Trump mit einem Sharpie-Filzstift (das amerikanische Pendant zum Edding) einfach auf der Karte rum, erweiterte so das Gefahrengebiet und schwupps: schon war auch Alabama betroffen - zumindest in der Welt von Donald Trump, in der Fakten beliebig austauschbar sind. © JIM WATSON/afp Trump-Anhänger stürmern das Kapitol in Washington DC Wie sie begann, so endete Donald Trumps Zeit als Präsident: mit einem Skandal. Wochenlang schürte Trump mit seinen Behauptungen vom Wahlbetrug („The Big Lie“) die Aggressionen seiner Anhänger. Am 6. Januar 2021, der Tag, an dem Joe Biden offiziell zum Präsidenten ernannt werden sollte, entlud sich die Wut. Nachdem Trump seine Anhänger aufforderte, zum Kapitol zu marschieren, eskaliert dort die Situation. Der Mob überwindet die Absperrungen der völlig überforderten und unterbesetzten Polizei und dringt in das Parlamentsgebäude ein. Fünf Menschen sterben infolge des Aufruhrs. Für Donald Trump ändert das kaum etwas. Bis heute hat er seine Niederlage öffentlich nicht eingestanden. © Lev Radin/imago 2024, als die Kolumnistin und Autorin E. Jean Carroll (Mitte) ein Prozess gegen den Ex-Präsidenten wegen sexuellem Missbrauch und Verleumdung gewann. Bis heute hat Donald Trump seine Niederlage bei der US-Wahl nicht 2020 eingestanden. Skandale produzierte er aber auch nach seiner Amtszeit weiter. So im Jahr 2024, als die Kolumnistin und Autorin E. Jean Carroll (Mitte) einen Prozess gegen den Ex-Präsidenten wegen sexuellem Missbrauch und Verleumdung gewann. Ein New Yorker Gericht sprach Caroll Schadensersatz in Höhe von 84 Millionen Dollar zu. © IMAGO/Mary Crane Donald Trump, hier mit seiner Anwältin Alina Habba Noch heftiger fiel das Urteil in einem anderen Prozess gegen Donald Trump, hier mit seiner Anwältin Alina Habba aus. Ebenfalls in New York wurde der Ex-Präsident wegen Verschleierung von Schweigegeldzahlungen an die Erotikdarstellerin Stormy Daniels schuldig gesprochen - in insgesamt 34 Fällen. © imago Bis heute hat Donald Trump seine Niederlage bei der US-Wahl 2020 nicht eingestanden. Trotz aller Skandale tritt Donald Trump auch 2024 erneut zur US-Wahl an. Seine Kandidatur verkündete er in seinem neuen Wohnsitz, dem Luxus-Ressort Mar-a-Lago. © IMAGO/C-Span Donald Trump und Kamala Harris Nach dem Rückzug der Kandidatur Joe Bidens hatte Donald Trump im Wahlkampf für die US-Wahl 2024 eine neue Gegnerin: Vizepräsidentin Kamala Harris. Im ersten und einzigen TV-Duell produzierte Trump dann auch den nächsten Eklat. „Sie essen Katzen und Hunde“, sagte der Kandidat der Republikaner über Einwanderer aus Haiti, die sich im Bundesstaat Ohio angeblich über Haustiere der US-Bürgerinnen und Bürger hermachen würden. © SAUL LOEB/AFP Donald Trump gewann die US-Wahl 2024 Donald Trump gewann die US-Wahl 2024 und zog mit seinem neuen Vizepräsident JD Vance ins Weiße Haus ein. Am Tag der Amtseinführung unterzeichnete Trump in der Mehrzweckhalle Capital One Arena in Washington DC unter dem Applaus seiner Anhängerschaft dutzende präsidentielle Dekrete. © JIM WATSON/AFP Per Dekret benannte der neue US-Präsident den Golf von Mexiko in Golf von Amerika um Kaum angekommen im Oval Office sorgte Donald Trump für den nächsten Eklat. Per Dekret benannte der neue US-Präsident den Golf von Mexiko in Golf von Amerika um. Weil die Nachrichtenagentur AP diese Umbenennung nicht mitmachen wollte, verbannte die Trump-Administration ihre Vertreterinnen und Vertreter von den Pressekonferenzen des Weißen Hauses. © imago Donald Trump beim Interview im Oval Office Ebenfalls im Oval Office kam es zu einem weiteren Eklat, an dem Donald Trump maßgeblich beteiligt war. Während eines Fernsehinterviews behauptete der US-Präsident, man habe die Tättowierung „MS13“ auf den Knöcheln eines abgeschobenen Südamerikaners gefunden, was wiederum dessen Mitgliedschaft in der gleichnamigen Kriminellen-Gang beweisen würde. Mehrfach wies der Reporter Trump daraufhin, dass es sich bei seinem angeblichen Beweisfoto um eine mit Photoshop bearbeitete Aufnahme handle. Trump wiederum ließ sich davon aber nicht stören. © IMAGO/White House Trump auf der Beerdigung des Papstes in Rom Doch nicht nur in Washington DC sorgte Donald Trump nach Amtsübernahme für Eklats und Kopfschütteln. Das gelang dem neuen Präsidenten auch in Rom. Bei der Beerdigung von Papst Franziskus im Vatikan brach Trump mit seiner Anzugfarbe das Protokoll. Statt in Schwarz erschien der US-Präsident in Begleitung von First Lady Melania Trump in blauem Anzug. © ISABELLA BONOTTO/AFP Sein Versprechen lautet daher, die Arbeiterklasse zu schützen, „die er zurückgelassen hat“. Alt und jung kamen zu der Versammlung in Queens, aus ganz verschiedenen Hintergründen. Stimmen aus dem Publikum, die The Guardian zitierte, einte der Frust über Trump, die Lebenserhaltungskosten – und die Hoffnung, dass mit Mamdani endlich jemand die Wahrheit spricht und die Probleme angeht.„Unsere Arbeit hat gerade erst begonnen. Am 4. November befreien wir uns“, sagte Mamdani in seinen Schlussworten.
Bürgermeisterwahl mit US-weiten Auswirkungen: Laut Sanders zittert Trump-Team vor Wahl in New York Ocasio-Cortez unterstrich, dass Forderungen nach fairen Löhnen, Wohnraum und Gesundheitsversorgung nicht radikal seien, sondern schlicht „grundlegende Menschlichkeit“. „Wir sind nicht die Verrückten“, sagte die Abgeordnete im US-Kongress.
Sanders wiederum sprach von einem Signal weit über New York hinaus: Ein Erfolg Mamdanis könne Menschen im ganzen Land und weltweit ermutigen. Auch im Trump-Lager werde genau hingeschaut. Der Demokrat gilt als einer der prominentesten Gegenspieler des US-Präsidenten Donald Trump, der Mamdani mehrfach einen „Kommunisten“ nannte und mit finanziellen Sanktionen drohte. Ein Bürgermeister Mamdani wäre nicht nur ein politischer Einschnitt für die Stadt — sondern eine direkte Herausforderung für jene, die mit großem Geld politischen Einfluss sichern wollen.
Sanders und Ocasio-Cortez hatten die Kampagne von Mamdani bereits seit einigen Monaten unterstützt. Laut AP News fing dies bereits vor den demokratischen Vorwahlen im Juni an. Nach den Wahlen am 4. November wird sich zeigen, ob die Kampagne Erfolg hatte. Sanders zeigte sich optimistisch. Auf die rhetorische Frage, ob die Arbeiterklasse auch im Jahr 2025 zusammenkommen und kämpfen könnte, sagte er: „Da habt ihr verdammt recht, das können wir.“ (Quellen: dpa, The Guardian, AP News, eigene Recherche) (lismah)