Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Washington Post

Demokratischer Sozialismus: Was Trumps neuster Gegenspieler für New York plant

Zohran Mamdani, der demokratische Kandidat für das Amt des Bürgermeisters von New York City (Symbolbild).
+
Zohran Mamdani, der demokratische Kandidat für das Amt des Bürgermeisters von New York City (Symbolbild).

Zohran Mamdani will als Bürgermeister in New York ein wenig Sozialismus wagen. Für Donald Trump und die Republikaner wird er dadurch zum roten Tuch.

New York – Zohran Mamdani, ein 33-jähriger demokratischer Sozialist, hat die demokratische Nominierung für das Amt des New Yorker Bürgermeisters errungen. Er setzte sich gegen ein großes Bewerberfeld durch, zu dem auch der ehemalige Gouverneur Andrew M. Cuomo gehörte.

Donald Trumps Milliardäre: Wie viel Geld geben Bezos und Co.?

Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Sundar Pichai, Elon Musk
Mark Zuckerberg, Jeff Bezos, Sundar Pichai, Elon Musk und viele mehr: Bei Donald Trumps Amtseinführung 2025 tummelten sich die Milliardäre in der Rotunde des US-Kapitols. Die Stimmung war bestens und dafür gab es bei vielen auch einen guten Grund: Immerhin hatte sie der Wahlerfolg Trumps eine gehörige Stange Geld gekostet. Doch wie viel zahlten Bezos und Co. an Trumps Kampagne? Und was bekamen sie dafür? Ein Überblick. © imago
Elon Musk und Donald Trump
Der reichste Mann der Welt war auch der größte Spender Donald Trumps. Elon Musk soll der Kampagne des Republikaners 359 Millionen US-Dollar gespendet haben. Für Musk ein überschaubares Investment: Sein Privatvermögen wird auf 378 Milliarden US-Dollar geschätzt. Musk unterstützte Trump aber nicht nur mit Geld, sondern wurde auch selbst im Wahlkampf aktiv. Nach Trumps Wahlsieg zog der Tesla-Chef vorübergehend mit ins Weiße Haus und wurde dort Chef des „Department of Government Efficiency“, abgekürzt DOGE, das die Ausgaben der Bundesregierung senken sollte. Doch die Freundschaft zwischen Musk und Trump hielt nicht lange und zerbrach in aller Öffentlichkeit, als beide sich im Streit über Trumps Haushaltsplan öffentlich beschimpften. © Francis Chung/Imago
Jeff Bezos und Lauren Sanchez in Venedig
imago823473659.jpg © imago
Ein echter Großspender Donald Trumps ist dafür Timothy Mellon.
Ein echter Großspender Donald Trumps ist dafür Timothy Mellon. Der Multimilliardär ist Erbe eines Familienvermögens, das über mehr als ein Jahrhundert zurückreicht und vor allem aus Finanzgeschäften stammt. Er tritt nur selten in der Öffentlichkeit auf, ist aber seit 2018 einer der größten Einzelspender der Republikanischen Partei. Vor der US-Wahl 2024 unterstützte Mellon sowohl die Kandidatur von Robert F. Kennedy Jr. mit 25 Millionen US-Dollar als auch die Kandidatur Trumps mit bis zu 100 Millionen US-Dollar – zu einem Zeitpunkt, als beide noch gegeneinander antraten. Ein Wahlplakat der Demokraten wies auf diesen Widerspruch hin, konnte aber den Sieg Trumps auch nicht verhindern. © afp
Trump Linda McMahon
Linda McMahon hat zusammen mit ihrem Ehemann Vince McMahon die Wrestling-Liga WWE groß gemacht. Sie ist seit Jahren politisch aktiv und versuchte 2010 und 2012 erfolglos, in den US-Senat gewählt zu werden. In der ersten Amtszeit von Donald Trump war sie Chefin einer für kleine Unternehmen zuständigen Behörde. Jetzt hat sie den Posten der Bildungsministerin inne. Sie hat etwa 20 Millionen US-Dollar an Trumps PACs gespendet.  © Samuel Corum/Imago
Anthony Pratt
Anthony Joseph Pratt ist ein australischer Geschäftsmann. Er ist Vorstandsvorsitzender von Pratt Industries und Visy, dem weltweit größten privaten Verpackungs- und Papierunternehmen. Er hat Trump mit etwa 10 Millionen US-Dollar unterstützt. © Darren England/Imago
Donald Trump Medal of Freedom Miriam Adelson
Miriam Adelson ist die Witwe des Casino-Magnaten und langjährigen republikanischen Großspenders Sheldon Adelson. Die Adelsons spendeten allein im Jahr 2020 satte 220 Millionen Dollar für republikanische Zwecke. Miriam Adelson spendet auch nach dem Tod ihres Ehemanns 2021 weiterhin hohe Summen. So steuerte sie 2024 eine dreistellige Millionensumme zum Wahlkampf bei (111 Millionen US-Dollar). Bereits 2018 hatte Trump sie mit der Presidential Medal Of Freedom geehrt, der höchsten zivilen Auszeichnung der USA.  © Kevon Dietsch/Imago
Demo DAPL
Ein Top-Spender ist auch Kelcy Warren. Dessen börsennotiertes Unternehmen Energy Transfer ist vor allem für die höchst umstrittene Dakota Access Pipeline (DAPL) bekannt, deren Bau Trump in einer seiner ersten Amtshandlungen vorangetrieben hat. Schon 2016 hatte Warren 100.000 Dollar für Trump gespendet. Vier Jahre später waren es mehr als 11 Millionen Dollar, 2024 erhöhte er die Summe auf 13 Millionen Dollar. © Lenin Nolly/Imago
Oil Well Pumpjack Operating in Industrial Field
Der Ölmanager Timothy Dunn stellte Trumps Super-PAC bereits im Dezember 2023 einen Scheck über fünf Millionen Dollar aus. Dunns Ölförderunternehmen CrownQuest mit Sitz in Westtexas ist eines der größten privaten Ölunternehmen des Landes.  © Paul Giamou/Imago
Cameron Winklevoss, Tyler Winklevoss
Die eineiigen Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss sind vor allem für ihre Behauptung bekannt, Mark Zuckerberg habe ihre Idee für Facebook gestohlen. Im Rahmen eines Vergleichs im Jahr 2008 erhielten sie 65 Millionen Dollar. Einige ihrer Spenden in Höhe von jeweils 1,3 Millionen Dollar gingen an America PAC, das Elon Musk nach eigenen Angaben mitgegründet hat. © Imago
Don Ahern
verdankt einen Großteil seines geschätzten Vermögens von einer Milliarde Dollar der Miete von Baumaschinen. Er besitzt außerdem ein Hotel abseits des Strips in Las Vegas, das zu einem beliebten Treffpunkt konservativer Politiker geworden ist. Er ist ein überzeugter Trump-Anhänger. Anders als einige Großspender hat Ahern auch im Vorwahlkampf nur Trump unterstützt. © Etahn Miller/AFP
Trump Penske
Roger Penske baute ein milliardenschweres Automobilimperium auf und hat als Besitzer des Teams Penske das berühmte Rennen Indianapolis 500 insgesamt 20 Mal gewonnen. Kurz nachdem er 2019 seinen ersten Scheck zur Unterstützung von Trumps Wiederwahl ausgestellt hatte, ehrte ihn Trump mit der Freiheitsmedaille. © Shawn Thew/Imago
Andrea and Steve Wynn
Der Nachname von Steve Wynn prangt auf den Fassaden der Casinos in Las Vegas und Macau. Wynn hat 2024 mehr als eine Million Dollar an Gruppen gespendet, die Trump unterstützen. Auch seine Frau Andrea stellt der Republikanischen Partei gerne hohe Schecks aus. © Meghan McCarthy/Imago
Richard Kurtz, Jeff Kurtz, Danny Rubin
Der Immobilientycoon Richard Kurtz (links neben Jeff Kurtz und Danny Rubin) ist seit 2022 als Spender in Erscheinung getreten. 2024 hat er für Trumps Kandidatur gespendet, 2022 war er auch einer der größten Spender für die Senatskandidatur des heutigen Vizepräsidenten JD Vance. Gern brüstet er sich damit, Vance die Tür ins Weiße Haus geöffnet zu haben. Bei einem privaten Abendessen mit Trump habe er Vance als Vize empfohlen, sagte er gegenüber Forbes. © Jeremy Smith/Imago
Antonio Gracias
Antonio Gracias hat sein Vermögen mit einer frühen Investition in Tesla aufgebaut. Als Freund von Elon Musk ist er tief in die Geschäftstätigkeit des Automobilherstellers eingebunden. Gracias saß jahrelang im Vorstand von Tesla und SpaceX. Ähnlich wie Musk hat Gracias einen rasanten politischen Wandel durchgemacht: 2020 gehörte Gracias noch zu den Großspender von Joe Biden. Im Jahr 2024 spendete er ausschließlich an Republikaner. © Scott Olson/AFP
Doug Leone
Im Gegensatz zu vielen anderen rechten Kräften im Silicon Valley, die sich erst kürzlich der Republikanischen Partei angeschlossen haben, spendet Douglas Leone seit Jahren an republikanische Kandidaten. Er leitete die Risikokapitalfirma Sequoia Capital, die ihm half, ein Vermögen von geschätzten 7,8 Milliarden Dollar anzuhäufen.  © Marco Destefanis/Imago
Zuckerberg Chan
Mark Zuckerberg, Chef des Facebook-Konzerns Meta, hat nach der US-Wahl 2024 mit der Abkehr vom bisherigen Moderationsmodell auf seinen sozialen Plattformen einen Kurswechsel und damit auch eine klare Annäherung an Trump und die Republikanische Partei eingeleitet. So spendete Meta eine Million Dollar für die Zeremonie zu dessen Vereidigung als Präsident am 20. Januar. Zudem lud Zuckerberg, begleitet von seiner Ehefrau Priscilla Chan, zusammen mit republikanischen Großspendern zu einem Empfang. © Chip Somodevilla/Imago
Diane Hendricks
Diane Hendricks feierte sich während des Wahlkampfs gerne als reichste Selfmade-Frau Amerikas. Ihr Baustoffunternehmen ABC Supply erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 20 Milliarden Dollar. Hendricks pumpte mehr als 26 Millionen Dollar in Gruppen, die Trump bei der US-Wahl 2024 unterstützten. © Mike De Sisti/Imago
Devon Energy Editorial
George Bishop gründete 1981 den Öl- und Gasproduzenten GeoSouthern Energy und verkaufte 2013 Vermögenswerte im Wert von 6 Milliarden Dollar an Devon Energy. 2016 und 2020 spendete Bishop sechsstellige Beträge an Trump. 2024 erhöhte er seine Spenden um ein weiteres Komma: 1,5 Millionen Dollar flossen an Trumps PACs und Komitees. Seine Frau Kathy steuerte 500.000 Dollar bei.  © Imago
Joe Ricketts
Joe Ricketts ist Gründer, ehemaliger CEO und ehemaliger Vorsitzender des Finanzdienstleisters TD Ameritrade. Er und seine Frau Marlene hatten 2016 eine republikanische Anti-Trump-Gruppe gepumpt. 2024 war das anders. Diesmal unterstützten sie Trump mit mehreren Millionen Dollar. Dagegen ist ihre Tochter Laura als prominente demokratische Spenderin in Erscheinung getreten.  © John J. Kim/Imago
DICK UIHLEIN
Richard Uihlein gehört zusammen mit seiner Ehefrau Elizabeth zu den großzügigsten Spendern der Republikaner. Sie gründeten 1980 das Verpackungsmaterialunternehmen Uline in ihrem Keller. Die Uihleins besitzen mittlerweile 100 Prozent ihres Unternehmens und machen ihre politischen Ansichten gerne öffentlich – unter anderem auch im Firmenkatalog. Die Uihleins haben im Wahlkampf etwa 93 Millionen in republikanische Kampagnen gesteckt. © Mark Hertzberg/Imago
Proteste in Kalifornien
In Los Angeles formierte sich Anfang Juni er erste große Anti-Trump-Protest in den USA. In der Stadt ist auch ein einflussreicher Trump-Spender aktiv. Geoffrey Palmers Immobilienfirma besitzt mehr als 11.000 Wohnungen im Großraum Los Angeles und ist damit einer der größten Vermieter der Stadt. Palmer engagiert sich seit Jahrzehnten politisch – in Kalifornien und anderswo. Zwischen 2016 und 2024 spendete er bis zu 10 Millionen Dollar an Trump-nahe PACs. © Maximilian Haupt/dpa
BERNARD BERNIE MARCUS
Bernard Marcus gründete 1978 zusammen mit Arthur Blank Home Depot. Im Laufe der Jahre lieferten sich die Gründer bei Bundeswahlen einen harten Kampf: Blank spendete Millionen an die Demokraten, Marcus an die Republikaner. Gemeinsam mit seiner Frau Billi spendete Marcus etwa 2,7 Millionen Dollar, um Trump 2024 zur Wahl zu verhelfen. © Michael Brochstein/Imago
Robert „Woody“ Johnson
Robert „Woody“ Johnson diente Trump als Botschafter in Großbritannien. Während seiner Amtszeit bat Trump ihn Berichten zufolge um Mithilfe bei der Organisation der British Open für sein schottisches Golfresort. Der ehemalige Botschafter konnte dies zwar nicht tun, erwies sich aber als zuverlässiger Spendensammler: Gemeinsam mit seiner Frau Suzanne spendete er 2,7 Millionen Dollar und half laut CNBC, republikanische Großspender zu umwerben, die sich nach dem 6. Januar von der Partei abwandten . © Ron Sachs/Imago
Horse Racing: 150th Belmont Stakes,
Kenny Troutt (2. von rechts) investiert sein Vermögen in zwei Bereiche: Pferde und Republikaner. 2018 spendeten er und seine Frau Lisa 1,3 Millionen Dollar für die republikanischen Halbzeitwahlen – und sein Pferd Justify gewann als erst zweites Pferd im 21. Jahrhundert die Triple Crown und brachte ihm fast 4 Millionen Dollar ein (hier feiert er den Sieg bei den Belmont Stakes). Das Paar unterstützt Trump seit 2016. © Matt Stone/Imago
Sen. Kelly Loeffler
Kelly Loeffler weiß, wie teuer Wahlkämpfe sein können: Bei ihrer Kandidatur für den Senat in Georgia 2020 sammelte sie 92 Millionen Dollar, verlor aber trotzdem gegen Raphael Warnock. Loeffler spendet schon seit mehr als einem Jahrzehnt hohe Summen an die Republikaner. Ihr Ehemann Jeff Sprecher ist Gründer der Intercontinental Exchange, der die New Yorker Börse gehört, wo Loeffler einst als Führungskraft tätig war. Zusammen haben sie fast 5 Millionen Dollar zur Unterstützung von Trump gespendet.  © Bill Clark/Imago
Phil Ruffin
Phil Ruffin ist eng mit Donald Trump verbunden, als Freund, Geschäftspartner und Spender. Beide sind Miteigentümer des Trump International Hotels in Las Vegas. Als Ruffin seine Frau Oleksandra in Mar-a-Lago heiratete, war Trump sein Trauzeuge. Ruffin unterstützt Trump seit 2016, hat aber für 2024 noch einmal nachgelegt. Seine 3,3 Millionen Dollar an Spenden waren mehr als bei den letzten beiden Wahlen zusammen. © Imago
JIMMY JOHN LIAUTAUD,
Jimmy John Liautaud hat sein Geld mit einer Sandwichkette gemacht. Große Kasse machte er 2016, als er den Großteil seines Unternehmens an eine Private-Equity-Firma verkaufte. Seitdem engagiert er sich stärker in der Politik, ebenso wie seine Frau Leslie. Sie unterstützte Trump 2016 und 2020, ihr Mann schloss sich ihr jedoch erst jetzt mit Spenden in Höhe von 2,8 Millionen Dollar an. © Brian Cahn/Imago

Einige prominente linke Politiker, darunter Senator Bernie Sanders (Unabhängiger, Vermont) und die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez (Demokratin, New York), bezeichnen sich als demokratische Sozialisten - ein polarisierender Begriff in der US-Politik. Hier die wichtigsten Fakten dazu.

Was ist demokratischer Sozialismus?

Die kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an, wen man fragt.

Demokratischer Sozialismus verbindet laut Robert Lieberman, Professor für Politikwissenschaft an der Johns Hopkins University, ein „Bekenntnis zur Demokratie“ mit einer „Skepsis gegenüber der Vereinbarkeit von Kapitalismus und Demokratie“.

The Washington Post vier Wochen gratis lesen

Ihr Qualitäts-Ticket der washingtonpost.com: Holen Sie sich exklusive Recherchen und 200+ Geschichten vier Wochen gratis.

Der Ansatz zur Lösung dieser Unvereinbarkeit „ist der Punkt, an dem es kompliziert wird, denn Skepsis gibt es in vielen verschiedenen Ausprägungen“, fügte er hinzu.

Demokratische Regierung soll Verteilung kontrollieren

Echter demokratischer Sozialismus bedeutet laut Michael Kazin, Geschichtsprofessor an der Georgetown University, eine demokratisch gewählte Regierung, die alle Produktionsmittel, Dienstleistungen und die Verteilung kontrolliert.

„Aber das ist nicht das, wovon die meisten Menschen sprechen, die sich als demokratische Sozialisten bezeichnen, zumindest nicht die Politiker, die gewählt werden“, ergänzte er. „Sie sprechen von einem Wohlfahrtsstaat ... mit stärkeren Gewerkschaften und höheren Steuern für die Reichen.“

Bernie Sanders als Vorreiter für demokratischen Sozialismus

Sanders, der profilierteste US-Politiker, der sich in den letzten Jahren als demokratischer Sozialist bezeichnet hat, sieht seine politischen Überzeugungen als die „unerledigte Aufgabe“ der von Präsident Franklin D. Roosevelt vorangetriebenen wirtschaftlichen New-Deal-Initiative. „Demokratischer Sozialismus bedeutet für mich, politische und wirtschaftliche Freiheit in jeder Gemeinschaft dieses Landes zu fordern und zu erreichen“, sagte Sanders 2019.

Mamdani hat sich für mehrere Maßnahmen eingesetzt, die darauf abzielen, die hohen Lebenshaltungskosten für New Yorker zu senken. Dazu gehören das Einfrieren der Mieten für stabilisierte Mieter, kostenlose Stadtbusse, öffentliche Kinderbetreuung, die Erhöhung des Mindestlohns auf 30 Dollar pro Stunde bis 2030 und die Einrichtung städtischer Lebensmittelgeschäfte, die zu Großhandelspreisen einkaufen und verkaufen. Er will seine Pläne durch eine Erhöhung des Unternehmenssteuersatzes und eine pauschale Besteuerung von 2 Prozent für New Yorker, die mehr als 1 Million Dollar jährlich verdienen, finanzieren.

Demokratischer Sozialismus und Sozialdemokratie

„Wenn wir über meine Politik sprechen, bezeichne ich mich in vielerlei Hinsicht als demokratischen Sozialisten, inspiriert von den Worten von Dr. [Martin Luther] King [Jr.] vor Jahrzehnten, der sagte: ‚Nennt es Demokratie oder nennt es demokratischen Sozialismus. Es muss eine bessere Verteilung des Wohlstands für alle Kinder Gottes in diesem Land geben‘“, sagte Mamdani kürzlich in einem Interview mit NBCs „Meet the Press“.

Was viele US-Politiker als ihre Auffassung von demokratischem Sozialismus dargelegt haben, stimmt laut Lieberman manchmal eher mit dem überein, „was in Europa oft als Sozialdemokratie bezeichnet wurde“. „Das ist ein Bekenntnis zur demokratischen Herrschaft ... mit einer Politik, die darauf abzielte, die rauen Kanten des Kapitalismus abzuschleifen, die Industriewirtschaft für die Arbeiter besser funktionieren zu lassen und Ungleichheit abzumildern, anstatt eines gewaltsameren, oft undemokratischen Drängens auf die Kontrolle der Regierung durch die Arbeiter“, erklärte er.

Welche prominenten Politiker betrachten sich als demokratische Sozialisten?

Bernie Sanders, Ocasio-Cortez und die Abgeordnete Rashida Tlaib (Demokratin, Michigan) haben alle erklärt, dass sie sich als demokratische Sozialisten verstehen. Der Abgeordnete Greg Casar (Demokrat, Texas) bezeichnete sich 2020 als „stolzes Mitglied“ des Austin-Chapters der Democratic Socialists of America (DSA), beendete seine Mitgliedschaft bei der DSA aber etwa zwei Jahre später.

Wofür steht die Democratic Socialists of America?

Die Gruppe beschreibt sich als „die größte sozialistische Organisation in den Vereinigten Staaten“. Es handelt sich um eine gemeinnützige Organisation, die erklärt, der Kapitalismus müsse durch demokratischen Sozialismus ersetzt werden, „ein System, in dem gewöhnliche Menschen eine echte Stimme an unseren Arbeitsplätzen, in unseren Nachbarschaften und in der Gesellschaft haben“.

„Wir wollen die wichtigsten wirtschaftlichen Triebkräfte, die unser Leben bestimmen, wie Energieproduktion und Verkehr, kollektiv besitzen“, sagt die DSA über ihre Ziele.

Die DSA versucht sich auch vom Sozialismus, der mit Autoritarismus in Verbindung gebracht wird, abzugrenzen und erklärt: „Unsere Vision geht weiter als die historische Sozialdemokratie und lässt autoritäre Vorstellungen von Sozialismus auf dem Müllhaufen der Geschichte zurück.“

Wie unterscheidet sich demokratischer Sozialismus von anderen Formen des Sozialismus?

Der autoritäre Sozialismus, der mit Ländern wie der Sowjetunion, Kuba und Nordkorea in Verbindung gebracht wird, unterscheidet sich laut Lieberman vom demokratischen Sozialismus, weil er „in dem Glauben verwurzelt ist, dass jeder Weg, auf dem die Arbeiterklasse an die Macht kommen kann, legitim ist, ob er nun demokratisch ist oder nicht“.

Die Ablehnung der Demokratie kann zu Scheinwahlen, streng kontrollierter Meinungsäußerung und der Beschlagnahme von Eigentum führen, die „im Namen des sozialistischen Projekts gerechtfertigt wird“, sagte er.

Welche Maßnahmen werden in Sozialdemokratien umgesetzt?

Länder mit sozialdemokratischen Merkmalen wie Schweden, Finnland und Dänemark haben in der Regel kapitalistische Wirtschaftssysteme mit umfangreichen Sozialprogrammen.

„Jeder ist krankenversichert. ... Es gibt Wohnbeihilfen, manchmal viel sozialen Wohnungsbau. ... Wenn man arbeitslos wird, gibt es eine lange Umschulungsphase, in der man fast so viel bezahlt bekommt wie im anderen Job“, zählte Kazin Beispiele für Maßnahmen in Sozialdemokratien auf.

„Es wird versucht, viele öffentliche Güter zu dekommodifizieren - das heißt, sicherzustellen, dass sich die Menschen keine Sorgen darüber machen müssen, wie viel Gesundheitsversorgung, Wohnraum oder Verkehr kosten“, fügte er hinzu. „Es sind keine Waren mehr, die gekauft und verkauft werden. ... Es sind Güter, bei denen die Regierung im Grunde dafür sorgt, dass jeder sie hat, ob er sie sich leisten kann oder nicht.“

Wie nimmt die amerikanische Öffentlichkeit Sozialismus und demokratischen Sozialismus wahr?

Eine NBC-News-Umfrage vom September ergab, dass die Mehrheit der registrierten Wähler, 55 Prozent, „eher negative“ oder „sehr negative“ Gefühle gegenüber dem Sozialismus hatte. Etwa 18 Prozent gaben an, eine „positive“ oder „eher positive“ Sicht auf den Sozialismus zu haben.

Eine Umfrage des Pew Research Center aus dem Jahr 2022 ergab, dass 36 Prozent der US-Erwachsenen den Sozialismus eher oder sehr positiv sahen, gegenüber 42 Prozent im Jahr 2019. Zudem zeigte die Umfrage, dass Demokraten eine viel positivere Sicht auf demokratisch-sozialistische politische Führungspersönlichkeiten haben als die Gesamtheit der Befragten.

Etwa 33 Prozent der befragten Demokraten gaben an, dass sie politische Führungspersönlichkeiten mögen, die sich als demokratische Sozialisten bezeichnen, während 18 Prozent Führungspersönlichkeiten mit dieser Beschreibung nicht mochten. Unter den US-Erwachsenen sagten 18 Prozent, dass sie Führungspersönlichkeiten mögen, die sich so bezeichnen, verglichen mit 45 Prozent, die sagten, dass sie sie nicht mögen.

Was sagen Kritiker zum demokratischen Sozialismus?

Republikanische Kritiker, darunter Präsident Donald Trump, haben versucht, Mamdanis politische Ansichten mit dem Kommunismus gleichzusetzen. Sie haben auch versucht, Befürworter sozialistischer Ideen innerhalb der Demokratischen Partei mit wirtschaftlich ruinierten, autoritär-sozialistischen Ländern wie Venezuela in Verbindung zu bringen.

„Der sogenannte ‚demokratische Sozialismus‘ ist nichts anderes als ein trojanisches Pferd, und er würde unser Land und unsere Lebensweise zerstören“, warnte Senator John Cornyn (Republikaner, Texas) 2019 in einer Rede im Senat.

Joe Biden bezeichnet sich als Kapitalist

Kritik am Sozialismus kommt nicht nur von den Republikanern. Im Jahr 2023 verabschiedete das Repräsentantenhaus mit überparteilicher Unterstützung eine Resolution zur „Verurteilung der Schrecken des Sozialismus“, die sich gegen „den Sozialismus in all seinen Formen“ richtete, ohne den demokratischen Sozialismus speziell zu erwähnen. Die Maßnahme kam im Senat nie voran. Viele prominente Demokraten lehnen die sozialistische Bezeichnung ebenfalls ab.

Der ehemalige Präsident Joe Biden hat sich wiederholt als Kapitalist bezeichnet. Senatorin Elizabeth Warren (Massachusetts) hat sich für eine stärkere Regulierung des Wirtschaftssystems eingesetzt, bezeichnet sich aber auch weiterhin als Kapitalistin.

Zur Autorin

Maegan Vazquez ist Reporterin für politische Nachrichten. Sie kam 2023 zur Washington Post.

Wir testen zurzeit maschinelle Übersetzungen. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen automatisiert ins Deutsche übersetzt.

Dieser Artikel war zuerst am 3. Juli 2025 in englischer Sprache bei der „Washingtonpost.com“ erschienen – im Zuge einer Kooperation steht er nun in Übersetzung auch den Lesern der IPPEN.MEDIA-Portale zur Verfügung.

Kommentare