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Mehrheit gegen Trumps Politik

LA-Proteste und Iran-Krise lassen Trumps Umfragewerte abstürzen

Proteste gegen Donald Trump und ein drohender Militärschlag auf den Iran lassen Donald Trumps Umfragewerte fallen. Vielen erscheint seine Politik zu extrem.

Washington, D.C. – Landesweit gingen mehr als fünf Millionen Menschen in den USA am „No Kings Day“ auf die Straßen – die Proteste richteten sich gegen die Politik des US-Präsidenten. Gleichzeitig droht Donald Trump in die Nahost-Eskalation militärisch einzugreifen. Das hat Folgen: Trumps Zustimmungswerte erreichen einen Tiefstand seiner zweiten Amtszeit.

„No-Kings“-Proteste und Iran-Eskalation: Trumps Umfragewerte rauschen ab

Eine Umfrage von YouGov im Zeitraum vom 13. bis 16. Juni zeigt, dass nur 41 Prozent der Amerikanerinnen und Amerikaner der Arbeit von Trump als Präsident stark oder eher zustimmen – ein Tiefststand seiner zweiten Amtszeit. 54 Prozent lehnen seine Arbeit ab, hingegen ein Höchststand.

Die Meinungen über die Proteste gegen die US-Abschiebepolitik sind gespalten: Die YouGov-Umfrage zeigt, dass 45 Prozent die Proteste (stark oder eher) befürworten, 44 Prozent lehnen sie demnach ab.

Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert

Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv.
Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv. Ausgelöst werden sie vom Iron Dome, dem Raketenschutzschirm über Israel, der hier ballistische Geschosse aus dem Iran abfängt. © Ohad Zwigenberg/dpa
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran.
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran. © Ilia Yefimovich/dpa
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen.
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen. © IMAGO/FatemehBahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Iran von Raketen aus Israel angegriffen – Gebäude stark beschädigt. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Israelischer Angriff beschädigt Gebäude in Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff.
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff. © IMAGO/Samir Abdalhade
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Ariel Schalit/dpa
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Der Iron Dome in Aktion
Der Iron Dome in Aktion: Raketen aus dem Iran, die in Richtung Tel Aviv flogen, werden von dem Flugabwehrsystem Israels abgefangen.  © Oded Balilty/dpa
dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen.
Doch auch dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen. Immer wieder kommen ballistische Geschosse durch und richten wie hier in Tel Aviv große Schäden an. © Baz Ratner/dpa
Raketenangriffe aus dem Iran
Aufgrund der Raketenangriffe aus dem Iran müssen immer wieder Gebäude und Bezirke in Tel Aviv und anderen Teilen Israels evakuiert werden. Diese Personen mussten ihr Wohnhaus in der israelischen Millionenmetropole aufgrund eines Raketeneinschlags verlassen. © Baz Ratner/dpa
Israelische Sicherheitskräfte inspizieren zerstörte Gebäude, die von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurden.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz in offiziellen Bunkeranlagen, von denen es im ganzen Land mehrere gibt. In Tel Aviv wurde eine Tiefgarage zu einem Luftschutzbunker für die Bevölkerung umfunktioniert. Eine Frau hat sich ihr Kind umgebunden und kühlt den Nachwuchs mit einem Hand-Ventilator, während sie auf das Ende der Raketenangriffe aus dem Iran wartet. © Baz Ratner/dpa
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde.
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde. © Vahid Salemi/dpa
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf.
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf. © Vahid Salemi/dpa
Israelische Luftangriffe in Teheran
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Israelischer Luftangriff auf Treibstoffdepot im Teheraner Stadtteil Shahran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Flammen erleuchten die Skyline hinter dem ikonischen Milad Tower in Teheran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv.
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
Folgen des iranischen Raketenangriffs in Bat Yam, nahe Tel Aviv
Aufräumarbeiten nach iranischem Raketenangriff in Bat Yam – Nahe Tel Aviv, Israel. © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
ranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – Vorort von Tel Aviv
Bat Yam, Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt, als es von einer iranischen Rakete getroffen wurde © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – einem Vorort von Tel Aviv
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.  © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.
Ein Gebäude in der Stadt Bat Yam, einem Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde.
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde. © IMAGO/Iranian Red Crescent
Das iranische Luftabwehrsystem feuert in der Nähe des Milad Tower Schüsse ab, die auf israelische Drohnen gerichtet sind.
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde © Vahid Salemi/dpa

Auch eine neue Umfrage im Zeitraum vom 11. bis 16. Juni – also nach den Protesten in Los Angeles und unmittelbar vor den „No Kings“-Demonstrationen – von Reuters/Ipsos zeigt, dass Trumps Zustimmung in der Einwanderungspolitik von 47 Prozent Mitte Mai auf 44 Prozent gesunken ist. Die generelle Zustimmung bleibt demnach bei 42 Prozent.

Eine weitere aktuelle Umfrage von CBS News, die vergangene Woche veröffentlicht wurde, bestätigt dieses Bild: Zwar unterstützen 55 Prozent der US-Erwachsenen grundsätzlich Trumps Ziel, mehr Menschen abzuschieben, aber nur 44 Prozent befürworten seine konkrete Vorgehensweise.

Schlechte Umfragewerte: Mehrheit gegen Trumps Handeln bei LA-Protesten

Laut YouGov-Umfrage lehnen 48 Prozent es ab (stark oder eher), dass ein Präsident gegen den Willen eines Gouverneurs Nationalgardisten zu einem Protest entsendet – wie Trump es bei den LA-Protesten tat. Nur 41 Prozent befürworten dieses Vorgehen.

Institut (Zeitraum)Zustimmung Ablehnung
Yougov (13.6.-16.6.)41 %54 %
Reuters/Ipsos (11.6.-16.6.)42 %56 %

Demnach sagen 60 Prozent der Amerikanerinnen und Amerikaner, dass die Reaktion auf die Proteste von lokalen und bundesstaatlichen Behörden und nicht vom Bund geleitet werden sollte. 43 Prozent sagen, dass die Reaktion der Bundesregierung auf die Anti-ICE-Proteste zu aggressiv war. Dabei handelt es sich mit 76 Prozent hauptsächlich um Demokraten, nur neun Prozent der Republikanerinnen und Republikaner sagen, die Reaktion sei zu hart gewesen. Insgesamt finden 25 Prozent sie angemessen und 17 Prozent nicht aggressiv genug.

Laut Umfragewerten ist die US-Mehrheit nicht mit Trumps Politik zufrieden.

Nahost-Konflikt: Möglicher Militärschlag kann Trumps Zustimmung beeinflussen

Gleichzeitig eskaliert der Nahost-Konflikt weiter. Ein US-Militärschlag auf den Iran wird zunehmend wahrscheinlicher. Laut einem Medienbericht der US-Nachrichtenagentur Bloomberg könnte ein Angriff bereits in den nächsten Tagen bevorstehen. Wall Street Journal berichtete zudem, dass Trump einem entsprechenden Angriffsplan gegen den Iran bereits zugestimmt hat, den endgültigen Befehl zur Durchführung jedoch bislang noch nicht erteilt. Auch diese Entwicklungen haben anscheinend Einfluss auf die Umfragewerte.

Die Hälfte der Amerikanerinnen und Amerikaner (50 Prozent) betrachtet Iran als Feind der USA, heißt es laut YouGov. 25 Prozent halten das Land für „unfreundlich“, 5 Prozent sehen es als Verbündeten oder freundlich gesinnt.

Thema (YouGov)Stimmen zuStimmen dagegen
Iran als Feind der USA50 Prozentinsgesamt 30 Prozent
Militärische Beteiligung der USA16 Prozent60 Prozent
Verhandlungen mit dem Iran56 Prozent18 Prozent

Nur 16 Prozent befürworten jedoch eine militärische Beteiligung der USA am Konflikt zwischen Israel und der Islamischen Republik Iran. 60 Prozent sind dagegen, 24 Prozent sind unentschlossen. 56 Prozent sind dafür, dass die USA Verhandlungen mit dem Iran aufnehmen – nur 18 Prozent sind dagegen. Die Entwicklungen der nächsten Tage könnten Trumps Zustimmung also weiter schrumpfen lassen. (hk)

Rubriklistenbild: © IMAGO/CNP / MediaPunch

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