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Eskalation befürchtet

US-Militärschlag auf den Iran: Trump bewilligt Angriffsplan – und stellt Ultimatum

Im Israel-Iran-Krieg droht eine weitere Eskalation: ein US-Militärschlag. Trump hat den Angriffsplan bewilligt und lässt eine Nachricht übermitteln.

Update, 20.15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seiner Regierung eine zweiwöchige Frist gesetzt, in der die Entscheidung über einen möglichen Angriff der USA auf Atomanlagen der Islamischen Republik Iran fallen soll. Das gab die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bekannt. „Ich habe eine Nachricht des Präsidenten“, sagte Leavitt und las folgende Worte Trumps vor: „In Anbetracht der Tatsache, dass es in naher Zukunft zu Verhandlungen mit dem Iran kommen kann oder auch nicht, werde ich in den nächsten zwei Wochen entscheiden, ob wir mitgehen oder nicht.“

Erstmeldung vom 19. Juni 2025: Teheran/Washington, DC – Ein Militärschlag der USA gegen den Iran inmitten des Nahost-Konflikts wird immer wahrscheinlicher. Einem Medienbericht zufolge könnte ein Angriff bereits in den kommenden Tagen drohen. Als mögliches Zeitfenster wird das kommende Wochenende genannt. Dennoch gibt es einen Ausweg: US-Präsident Donald Trump will dem Regime in Teheran eine letzte Chance geben, um eine weitere Eskalation abzuwenden. Seit vergangenen Freitag ist Israel im Krieg mit dem Iran.

US-Militärschlag auf den Iran: Trump segnet Angriffsplan ab – und zögert

Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg schreibt, dass in den USA mehrere Führungskräfte diverser Regierungsbehörden damit begonnen hätten, sich auf einen Angriff im Israel-Iran-Krieg vorzubereiten. Auch andere US-Medien berichten über die jüngsten Entwicklungen im Zusammenhang mit der Nahost-Eskalation. Dem Wall Street Journal zufolge hat Trump einen entsprechenden Angriffsplan auf den Iran inzwischen gebilligt, den finalen Befehl aber bislang zurückgehalten. „Vielleicht tue ich es, vielleicht tue ich es auch nicht“, blockte der Republikaner Fragen nach dem US-Vorgehen ab und beharrte erneut auf der bedingungslosen Kapitulation Irans: „Die nächste Woche wird sehr wichtig sein, vielleicht weniger als eine Woche.“

Israel im Krieg mit Iran: Raketen fliegen, Menschen werden evakuiert

Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv.
Lichtblitze durchzucken den nächtlichen Himmel über Tel Aviv. Ausgelöst werden sie vom Iron Dome, dem Raketenschutzschirm über Israel, der hier ballistische Geschosse aus dem Iran abfängt. © Ohad Zwigenberg/dpa
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran.
Ein israelischer Soldat überwacht die Evakuierung der nahe Tel Aviv gelegenen Stadt Ramat-Gan nach einem Raketenangriff aus dem Iran. © Ilia Yefimovich/dpa
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen.
Erdölanlage in Teheran von Israel angegriffen. © IMAGO/FatemehBahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Iran von Raketen aus Israel angegriffen – Gebäude stark beschädigt. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Gebäude, das bei einem israelischen Angriff auf den Bezirk Narmak im Osten Teherans schwer beschädigt wurde.
Israelischer Angriff beschädigt Gebäude in Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff.
Tote und Verletzte in Nordisrael nach iranischem Raketenangriff. © IMAGO/Samir Abdalhade
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde
Eine stark beschädigte Wohnung in einem Wohnhaus, das von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurde. © Ariel Schalit/dpa
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Der Iron Dome in Aktion
Der Iron Dome in Aktion: Raketen aus dem Iran, die in Richtung Tel Aviv flogen, werden von dem Flugabwehrsystem Israels abgefangen.  © Oded Balilty/dpa
dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen.
Doch auch dem Iron Dome gelingt es offenbar nicht, alle Raketen aus dem Iran abzufangen. Immer wieder kommen ballistische Geschosse durch und richten wie hier in Tel Aviv große Schäden an. © Baz Ratner/dpa
Raketenangriffe aus dem Iran
Aufgrund der Raketenangriffe aus dem Iran müssen immer wieder Gebäude und Bezirke in Tel Aviv und anderen Teilen Israels evakuiert werden. Diese Personen mussten ihr Wohnhaus in der israelischen Millionenmetropole aufgrund eines Raketeneinschlags verlassen. © Baz Ratner/dpa
Israelische Sicherheitskräfte inspizieren zerstörte Gebäude, die von einer aus dem Iran abgefeuerten Rakete getroffen wurden.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz
Zahlreiche Bewohnerinnen und Bewohner Israels suchen während der Luftangriffe aus dem Iran Schutz in offiziellen Bunkeranlagen, von denen es im ganzen Land mehrere gibt. In Tel Aviv wurde eine Tiefgarage zu einem Luftschutzbunker für die Bevölkerung umfunktioniert. Eine Frau hat sich ihr Kind umgebunden und kühlt den Nachwuchs mit einem Hand-Ventilator, während sie auf das Ende der Raketenangriffe aus dem Iran wartet. © Baz Ratner/dpa
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde.
Flammen steigen aus einem Öllager im Iran auf, nachdem es mutmaßlich von einer israelischen Rakete getroffen wurde. © Vahid Salemi/dpa
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf.
Nach einer Explosion im Süden Teherans, Iran, steigt starker Rauch aus einer Ölanlage auf. © Vahid Salemi/dpa
Israelische Luftangriffe in Teheran
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Israelischer Luftangriff auf Treibstoffdepot im Teheraner Stadtteil Shahran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Flammen erleuchten die Skyline hinter dem ikonischen Milad Tower in Teheran.
Israelische Luftangriffe über Teheran. © IMAGO/Fatemeh Bahrami
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen.
Iran und Israel überziehen sich mit schweren Angriffen. © Ohad Zwigenberg/dpa
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv.
Rettungsteams durchsuchen Trümmer nach iranischer Rakete in Bat Yam, nahe Tel Aviv. © IMAGO/Mostafa Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
Folgen des iranischen Raketenangriffs in Bat Yam, nahe Tel Aviv
Aufräumarbeiten nach iranischem Raketenangriff in Bat Yam – Nahe Tel Aviv, Israel. © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab.
Iron Dome fängt iranische Rakete über Tel Aviv ab. © IMAGO/Nir Keidar
ranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – Vorort von Tel Aviv
Bat Yam, Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt, als es von einer iranischen Rakete getroffen wurde © IMAGO/Mostafaf Alkharouf
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel – einem Vorort von Tel Aviv
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.  © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Iranische Rakete trifft Bat Yam, Israel.
Ein Gebäude in der Stadt Bat Yam, einem Vorort von Tel Aviv, wurde am 15. Juni 2025 erheblich beschädigt © IMAGO/Faiz Abu Rmeleh
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde.
Helfer versammeln sich vor einem Gebäude, das bei einem israelischen Angriff in Teheran zerstört wurde. © IMAGO/Iranian Red Crescent
Das iranische Luftabwehrsystem feuert in der Nähe des Milad Tower Schüsse ab, die auf israelische Drohnen gerichtet sind.
Israelische Luftangriffe in Teheran. © IMAGO/Khoshiran
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde
Das oberste Stockwerk eines Wohnhauses in Teheran, das bei einem Angriff der israelischen Armee beschädigt wurde © Vahid Salemi/dpa

Angesichts der jüngsten Eskalation zwischen Israel und dem Iran hatte das US-Militär in den vergangenen Tagen die Truppenstärke im Nahen Osten verstärkt. Mehrere Zerstörer und Flugzeugträger der Marine befinden sich in der Region. Der oberste Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, hatte zuvor erklärt, sein Land werde sich nicht ergeben und gewarnt, dass jede militärische Intervention der USA irreparable Folgen haben würde. Angesichts der anhaltenden Kämpfe sollen Irans Raketen-Vorräte allerdings zur Neige gehen.

Eskalation zwischen Israel und Iran: Trump droht mit US-Militärschlag – „bedingungslose Kapitulation“

Vor dem Hintergrund eines US-Militärschlags auf den Iran hat Trump bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten nicht auf eine Waffenruhe aus sind. „Wir wollen einen totalen, vollständigen Sieg“, sagte er im Weißen Haus. „Wissen Sie, was der Sieg ist? Keine Atomwaffe.“ Er sei nicht darauf aus, zu kämpfen. Wenn man allerdings die Wahl zwischen Kämpfen und einer iranischen Atomwaffe habe, müsse man tun, was man tun müsse. „Vielleicht werden wir nicht kämpfen müssen“, schob er nach. 

Donald Trump zu Iran: „Wollen einen totalen, vollständigen Sieg.“ (Symbolbild)

Der US-Präsident wiederholte einerseits seine bereits an den Iran gestellte Forderung einer „bedingungslosen Kapitulation“, schloss andererseits aber weitere Verhandlungen auch nicht komplett aus. Es sei noch nicht zu spät. Teheran habe „eine Menge Ärger“, sagte Trump. Er monierte, eine Lösung hätte bereits früher gefunden werden können. Es sei „ein großer Unterschied zwischen jetzt und vor einer Woche“, betonte Trump. Die iranische Seite habe sogar vorgeschlagen, ins Weiße Haus zu kommen, gab Trump an. „Das ist (…) mutig, (…) es war nicht leicht für sie, das zu tun“, sagte er. 

US-Militärschlag auf den Iran: Deutschland bemüht sich um diplomatische Lösung

Dass möglicherweise aktuell um eine diplomatische Lösung vor einem US-Militärschlag auf den Iran gerungen wird, zeigen auch Bemühungen der deutschen Regierung. Außenminister Johann Wadephul und seine Kollegen aus Frankreich und Großbritannien wollen am Freitag den iranischen Außenminister Abbas Araghtschi treffen. Es sei ein Gespräch in Genf geplant, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Diplomatenkreisen in Berlin. „An einem regionalen Machtvakuum ist niemandem gelegen“, warnte zuletzt auch der Außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Adis Ahmetović, mit Blick auf Teherans Schwäche im Nahost-Konflikt.

Wadephul hatte direkt nach Beginn des israelischen Angriffs auf Iran am Freitag seine eigentlich nach Libanon, Syrien und Israel geplante Nahost-Reise umgestellt. Stattdessen war er zu Krisengesprächen nach Saudi-Arabien, Katar und Oman geflogen. Besonders die Regierung im Oman verfügt über sehr gute Kontakte nach Teheran. Mit dieser Reise wollte Wadephul eine konzertierte Aktion der sogenannten E3-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die seit Jahren mit Teheran über dessen Atomprogramm verhandeln, sowie arabischen Nachbarstaaten des Irans für eine diplomatische Lösung in dem Krieg erreichen.

Letzte Chance für den Iran: Teheran kann US-Militärschlag noch abwenden – mit Kapitulation

Nach Einschätzung von Bloomberg soll Trumps Zögern den Iranern die Möglichkeit eröffnen, auf diplomatischem Wege ein Ausweg aus der gegenwärtigen Eskalation zu finden. Für die USA würde dies allerdings eine vollständige Kapitulation des iranischen Regimes bedeutet. Dafür müsste das Nuklearprogramm der Islamischen Republik vollständig eingestellt und die Aggressionen gegenüber Israel aufgegeben werden. Für die iranische Führung wäre dies ein herber ideologischer Rückschlag, bei dem unklar ist, ob die Regierung für diesen Schritt schon bereit ist – oder vorher noch ein US-Militärschlag erfolgen muss. (fbu/dpa)

Rubriklistenbild: © IMAGO / Middle East Images, IMAGO / ABACAPRESS

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