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75 Jahre Waldkraiburg

Waldkraiburg feiert – und drei Teenager verraten, wo sie ihren Lieblingskakao trinken und abends gerne abhängen

Sude (16, v. l.), Toni (17) und Alice (15) zeigen ihre Lieblingsorte in Waldkraiburg. Auch für junge Menschen hat die Stadt einiges zu bieten.
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Waldkraiburg feiert Geburtstag: Dass die Stadt auch für junge Menschen einiges zu bieten hat, zeigen Sude, Alice und Toni. Wo sie sich gerne treffen und den vielleicht besten Kakao der Stadt trinken.

Waldkraiburg – „Ich kenne jede Ecke hier: Waldkraiburg ist weit mehr, als man von der Stadt hört und kriminelle Machenschaften passieren überall”, sagt Sude. Zum 75. Geburtstag der Stadt nehmen sie und ihre Freundinnen Alice und Toni die OVB Heimatzeitungen mit zu ihren Lieblingsorten. Und davon gibt es einige.

Im Haus des Buches in Waldkraiburg sind Toni (v. l.), Sude und Alice gerne nach der Schule. Ihr Geheimtipp: der dortige Getränkeautomat.

Das Haus des Buches ist nach der Schule immer eine gute Adresse. „Da gibt es weiche Sitzmöglichkeiten und man kann nach einem anstrengenden Schultag etwas entspannen, bevor es mit den Hausaufgaben weitergeht”, sagt Toni. Die Schülerinnen des Gymnasiums Waldkraiburg kommen gerne zum Lernen hierher. „Wenn es regnet und draußen ungemütlich ist, ist es hier drinnen schön warm”, ergänzt Alice. „Aber mein Highlight ist definitiv der Automat”, betont Toni. Für 50 Cent gibt es heiße Getränke. „Der Kakao ist so lecker, den holen wir uns jedes Mal!”

Hinter dem Haus des Buches befindet sich ein öffentlicher Mini-Bolzplatz – ein Magnet für alle Fußballbegeisterten.

Direkt hinter dem Haus des Buches befindet sich ein öffentlicher Mini-Bolzplatz. Alice, die selbst Fußball spielt, erzählt: „Hier sind Sport und Freundschaft verknüpft und man kennt immer jemanden, um sich zu unterhalten.” Ab 16 Uhr bis in die Abendstunden würden sich vor allem die meisten Jungs dort aufhalten, zum Fußballspielen, aber auch zum „Chillen” – also um gemeinsam eine entspannte Zeit zu verbringen.

Entspannen, Picknicken oder Volleyball im Stadtpark

Die Mädels sind auch gerne im nahegelegenen Stadtpark. „Da kann man viel über die Geschichte Waldkraiburgs lernen”, erzählt Sude und zeigt auf die Ruine am Ölberg. Der Weg der Geschichte führt durch die grüne Oase der Stadt. „Früher gab es hier noch mehr Wasser und eine Eisdiele”, erinnert sich die 15-jährige Alice. Nun steht der ehemalige Kiosk verlassen da: Er wird abgerissen und die Fläche so aufbereitet, dass dort Foodtrucks parken können, hieß es jüngst im Bauausschuss. Die Bund-Naturschutz-Ortsgruppe und freiwillige Helfer arbeiten gemeinsam daran, dass das marode Wasserbecken bald als Feuchtbiotop mit Blumenwiese erstrahlt.

„Im Stadtpark kann man sich hinsetzen, die Ruhe genießen und in der Natur entspannen, während im Hintergrund der Brunnen plätschert”, schwärmt Sude. „Und im Sommer blüht alles schön”, fügt Alice hinzu. Eine große Wiese lädt zum Verweilen ein, sei es um mit Freunden zu picknicken oder fürs Volleyball-Turnier zu üben.

Sude (16, v. l.), Toni (17) und Alice (15) zeigen ihre Lieblingsorte in Waldkraiburg. Auch für junge Menschen hat die Stadt einiges zu bieten.

Als Kind war es für Sude immer ein Abenteuer, mit der Kleinbahn durch den Stadtpark zu fahren. Im Winter könne man außerdem gut Schlittenfahren, weil es so hügelig sei – wenn denn mal Schnee liegt. „Auch die Geburtsbäume der Stadt finde ich eine schöne Geste, ich erinnere mich noch gut, als der für meine Schwester gepflanzt wurde”, sagt sie. Und die 17-jährige Toni gibt zu: „Ich liebe Spielplätze, da fühle ich mich wieder wie ein Kind!” Wenn keine Familien da sind, lasse sie es sich auch nicht nehmen, mit Freunden eine Runde zu schaukeln oder rutschen.

Sartrouville-Platz mit Wasserspaß für die Kleinen

Wenn man dagegen einfach sitzen, ein wenig spazieren oder Leute beobachten möchte, bietet sich der Stadtplatz an. „Abends versammeln sich meist alle hier”, erzählt Toni. Ein Pluspunkt für alle, die das mögen: Nachts würden „geile Autos” dort ihre Runden drehen.

Toni, Sude und Alice halten sich gerne in Waldkraiburgs Stadtzentrum auf. Sude erinnert sich gut daran, wie sie als Kind im Brunnen am Sartrouville-Platz und mit den Wasserfontänen daneben gespielt hat.

Auch am Sartrouville-Platz lasse sich gut zusammenkommen. „Gerade für Kinder ist der Platz schön, die können hier im Sommer viel Spaß haben – wie ich früher auch”, erinnert sich die 16-jährige Sude. Etwa, wenn sie im Brunnen planschen, mit dem Fahrrad durch die kleinen Wasserfontänen am Boden fahren oder sie mit den Füßen zuhalten, um auszutesten, wie lange man durchhält.

Am Volksfestplatz finden die besten Veranstaltungen statt

Die Freizeitangebote in der Stadt nutzen die jungen Frauen gerne. „Im Winter ist die Eishalle schön, da läuft gute Musik”, erzählt Alice. Toni schätzt das Kino, geht dort gerne mit Freunden hin. „Waldkraiburg hat ja nicht so viel zu bieten für Jugendliche”, gibt sie zu Bedenken. Dem kann Sude nicht zustimmen: „Nicht jede Stadt hat ein Kino oder eine Eishalle – und wir haben beides!”

Den jährlichen Veranstaltungen fiebern die Freundinnen entgegen. „Ich finde den Volksfestplatz sehr besonders”, hebt Sude hervor. Dort fänden immer die besten Sachen statt: der Zirkus, ein Streetfood-Markt und natürlich das Volksfest selbst. „Die Stadt bemüht sich auch, dass coole Fahrgeschäfte da sind“, sagt Toni. Auch auf den Weihnachtsmarkt freuen sie sich schon jetzt. „Und was alle lieben, ist natürlich McDonalds: Da gehe ich auch oft mit Freunden hin, wenn wir zusammen in der Stadt waren“, erzählt Toni, die in Oberbergkirchen wohnt.

Wünsche von Indoor-Spielplatz bis Streichelzoo

Was sich die Teenager noch wünschen würden? „Ein Indoor-Spielplatz für Große oder Laser Tag (Anmerkung d. Redaktion: ein Spiel auf einem meist mit Schwarzlicht ausgestatteten Parcours) wären cool”, schlägt Toni vor. Denn im Waldbad könne man seit dem Minimalbetrieb nicht mehr rutschen oder wirklich planschen wie früher. Was ihr fehlt, sind sportliche Aktivitäten, die Spaß machen: Ein Besuch im Trampolinpark, der Therme oder beim Paintball – dafür nehme sie sich gerne Zeit, muss dafür aber in die Nachbarlandkreise fahren. Auch ein Labyrinth würde sie begrüßen. Sude dagegen fehlt in Waldkraiburg ein bisschen der Bezug zu Tieren. Einen Streichelzoo könnte sie sich für die Stadt gut vorstellen.

„Ich finde es krass, wie sich die Stadt über die Jahre verändert hat und was meine kleine Schwester heute gar nicht mehr so mitbekommt”, sagt Sude. Trotzdem hat Waldkraiburg für sie alles, was man braucht. „Vom Essen bis zu den Klamottenläden passt alles”, sagt die 16-Jährige. „Ich bin froh, hier aufgewachsen zu sein.”

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