75 Jahre Waldkraiburg
Hundesteuer, Bierzeichen, Geschäfte: Das wünschen sich Waldkraiburger zum Geburtstag ihrer Stadt
Zu 75 Jahren Waldkraiburg gehören in erster Linie die Menschen, die dort leben. Weil auch sie Geburtstag haben, dürfen sie sich natürlich etwas wünschen. Den OVB Heimatzeitungen haben sie ihre Wünsche verraten.
Barbara und Klaus Tröschert: Wir haben etwas für Kinder und Hunde übrig. Für erstere soll das Waldbad geöffnet bleiben und wenn es nur im Minimalbetrieb ist. Waldkraiburg erhebt eine hohe Hundesteuer, für uns zwar kein Problem, eventuell aber für andere Hundebesitzer mit geringem Einkommen. Die Steuer sollte dann reduziert werden. Ob die Stadt gegen Autoposer vorgehen kann, wissen wir nicht, wünschenswert wäre es.
Elfriede Maier: Ich bin vor 45 Jahren aus Niederbayern nach Waldkraiburg gezogen. Die Stadt hat sich mittlerweile völlig verändert, aber nicht unbedingt zum Vorteil. Ich wünsche mir Bekleidungsgeschäfte, meine aber nicht die Billig-Ketten, sondern Läden, die qualitativ etwas zu bieten haben, dann würde sich auch ein Stadtbummel wieder lohnen. Außerdem fehlt ein bayerisches Wirtshaus mit passender Speisekarte.
Brigitte Ruchlinski: Ich gehöre zu den Leuten, die unsere Stadt lieben. Mir gefällt es hier. Was jedoch mein Missfallen erregt, sind Gärten, umrandet mit einem sogenannten Plastikzaun. Auch die immer wieder kehrenden Gabionen als Sichtschutz bieten weder Ästhetik noch Nistplätze für Vögel. In anderen Städten gibt es meines Wissens Verordnungen, wie heutzutage ein Gartenzaun gestaltet sein soll, das könnte in Waldkraiburg auch nicht schaden.
Johanna Dasch: Die Stadt soll den Christkindlmarkt wieder zum Sartrouville Platz verlegen. Am Haus der Kultur ist der Markt für mich ein Witz. Überhaupt gehört in den Sartrouville Platz mehr Leben. Es ist reichlich Fläche vorhanden. Beispielsweise könnten dort in den Sommerferien Spiele für Kinder veranstaltet werden. Generell sollte es mehr Freizeitangebote geben, auch für Leute meines Alters würde ich das begrüßen.
Julian Kaindl: Ganz ehrlich, die Stadt wirkt auf mich ziemlich trostlos. Waldkraiburg bekommt offenbar gar nichts mehr auf die Reihe. Geld ist Mangelware. Ich wünsche mir mehr Sauberkeit in den Straßen und Grünanlagen. Einige Spielplätze schauen wirklich schlimm aus. Wenn ich mit meinen Kindern dort bin, räume ich manchmal sogar selber ein bisschen auf. Am anderen Tag ist von dieser Aktion nichts mehr zu sehen.
Max Schmidbauer: Eigentlich bin ich ein zufriedener Waldkraiburger. Ich lebe schon seit den 1970er-Jahren hier. Beim Thema Volksfest hätte ich für die Stadt einen Verbesserungsvorschlag. Bei uns gibt es für Senioren Hendl und Getränkemarken erst ab dem 75. Lebensjahr. Die Altersschranke sollte zumindest auf 70 Jahre gesenkt werden. Meines Wissens sind wir die einzigen weit und breit mit der 75-Jahr-Vorgabe.





