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Erster Teil kurz vor Fertigstellung

Großbaustelle Pürtener Kreuzung: Arbeiten dauern länger als geplant – Was noch ansteht

Die Baustelle an der Pürtener Kreuzung dauert länger als geplant.
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Die Baustelle an der Pürtener Kreuzung dauert länger als geplant.

Die Großbaustelle an der Pürtener Kreuzung: Eigentlich hätte der erste Teil des Umbaus bis Mitte September – rechtzeitig zum Schulstart – beendet sein sollen. Doch die Arbeiten dauern länger. Bis wann der Abschnitt fertig sein soll und was danach noch ansteht.

Waldkraiburg – Sie ist derzeit Waldkraiburgs größte Baustelle: die Pürtener Kreuzung. Hier laufen zwei Staatsstraßen zusammen, auf denen täglich rund 22.000 Fahrzeuge fahren. Beide Routen sind überdurchschnittlich stark belastet. Deswegen wird die ehemalige Ampelkreuzung nun unter Regie des Staatlichen Bauamts Rosenheim umgebaut. Seit 2012 laufen die Planungen, im Juni 2024 folgte der Spatenstich und bis Mitte September soll die Baustelle – rechtzeitig zum Schulbeginn – an dieser Stelle beendet sein.

Pürtener Kreuzung bekommt zwei Kreisverkehre

An Stelle der bisherigen Kreuzung wurden bisher laut Staatlichem Bauamt eine Brücke und zwei Kreisverkehre gebaut. Nördlich von Pürten sowie in der Waldkraiburger und der Bahnhofstraße seien bereits erleichterte Straßenübergänge für Fußgänger und Radfahrer errichtet worden. Zudem sei die Fußgängerampel beim Föhrenwinkel bereits fertig, so die Behörde. „Im Zulauf auf die neue höhenfreie Pürtener Kreuzung wurden circa 1,7 Kilometer Straße umgebaut und das bestehende Radverkehrsnetz an die neuen Verhältnisse angepasst und asphaltiert“, so die Pressesprecherin.

Allgemein stoße die Baumaßnahme in Waldkraiburg auf große Akzeptanz, erklärte Stefan Leitner, Bereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Rosenheim, beim Spatenstich im Juni 2024. Immerhin sei das Planfeststellungsverfahren nicht beklagt worden. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte Leitner. Etwas Widerstand zeigte sich letztlich dennoch. Die Ortsgruppe Waldkraiburg des Bund Naturschutz machte im Juni 2024 mit ihrem alternativen Spatenstich auf ein Umdenken aufmerksam. Die Naturschützer hinterfragten dabei, ob angesichts fortschreitenden Versiegelung immer bessere und breitere Straßen die Lösung seien.

Ein Bagger ist an der Baustelle Pürtener Kreuzung im Einsatz. Die Baumaßnahme dauert länger als gedacht.

Entlang der Staatsstraße Richtung Ampfing wurden für die Baustelle schon lange vor Baubeginn Bäume gefällt. Dafür sei bereits im Vorfeld der Fällungen eine rund 4,4 Hektar große Ausgleichsfläche in Oberrohrbach hergestellt worden, erklärte Leitner. Dazu gehöre unter anderem die Aufforstung eines Laubmischwaldes, die Entwicklung einer Feuchtwiese und die Abflachung der Uferbereiche des Bachlaufs.

Im Juni 2024 haben die Arbeiten an der Pürtener Kreuzung begonnen.

In Zukunft wird der Kreuzungsbereich wie folgt aussehen: Die Staatsstraßen werden künftig auf zwei Ebenen verlaufen, die Staatsstraße 2091 wird abgesenkt, die Ost-West-Verbindung in Richtung Mühldorf verläuft künftig auf einer Brücke. Verknüpft werden die beiden Straßen über zwei Kreisverkehre, über einen weiteren Kreisverkehr wird die Teplitzer Straße erschlossen. Der Bahnübergang wird durch eine Unterführung ersetzt. Was sich technisch recht trocken anhört, ist in Wirklichkeit eine komplexe Planung.

Die Bauarbeiten im Kreuzungsbereich stehen kurz vor dem Abschluss.

Dabei zieht sich der Bau der Bahnbrücke noch bis in den November, erklärte Zacharias Kleber, Abteilungsleiter Brückenbau im Staatlichen Bauamt bei einem Baustellenbesuch der Redaktion im Juli 2025. „Die spätere Brücke wird zunächst vollständig parallel zur Bahnlinie gebaut“, Kleber. Am Ende müsse die Bahnlinie dann vier Tage lang gesperrt werden. In dieser Zeit werde die neue Brücke an ihre endgültige Position geschoben, erläutert Kleber.

Dieses Vorgehen sei neu für die Brücken-Bauer im Staatlichen Bauamt. „Normalerweise bauen wir keine Brücken im Verschub-Verfahren, wir bauen normalerweise auch keine Bahnbrücken“, sagte der Abteilungsleiter. Dass für den Brücken-Bau keine externe Firma beauftragt wurde, hat einen praktischen Grund. „Eine Baustelle aus einer Hand erlaubt eine deutliche engere Abstimmung.“ Baubegleitend seien viele Experten eingebunden, so lassen sich die Sperrungen parallel zu den Arbeiten an der Kreuzung gut takten, so Kleber.

Arbeiten dauern eine Woche länger

Der Kreuzungsbereich sollte eigentlich bis Mitte September fertig sein. „Die Arbeiten verzögern sich jedoch aus baubetrieblichen Gründen voraussichtlich um eine Woche und werden bis 22. September dauern“, teilt das Staatliche Bauamt Rosenheim nun auf Anfrage mit. Die Bauarbeiten rund um den Bahnübergang dauern weiter an. Die komplette Maßnahme soll laut der Behörde bis zum 30. April 2026 abgeschlossen sein.

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