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Badeunfall im Landkreis Altötting

Rentner (78) nach Badeunfall im Baggersee gestorben: Was die DLRG Senioren unbedingt rät

DLRG-Rettungsübung
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Manche Menschen können aus dem Wasser gerettet werden, wie hier in einer Übung. (Archivbild)

Erst an diesem Wochenende wieder kam es zu einem tragischen Badeunfall in der Region: In Altötting starb ein Senior trotz erfolgreicher Reanimation im Krankenhaus. Wir haben uns erkundigt, was besonders ältere Menschen beachten sollten.

Altötting - „Wenn Sie so etwas beobachten: Verständigen Sie am besten als allererstes Wasserretter beziehungsweise die Badeaufsicht. Sollte keine vor Ort sein, wählen Sie den Notruf 112 und setzen Sie die Rettungskette in Gang!“, mahnt Alexander Fendt, Sprecher der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Kreis Mühldorf, „Wenn es Rettungsmittel wie einen Ring gibt, können Sie dazu zu einem Ertrinkenden schwimmen und ihn sich daran festhalten lassen.“

„Ist die Person noch bei Bewusstsein, sollte so vorgegangen werden. Sonst kann es passieren, dass man von jemand, der in Panik geraten ist, mit unter Wasser gezogen wird. Wenn Sie dem körperlich gewachsen sind, können Sie bei einer bewusstlosen Person auch selbst versuchen, diese an Land zu ziehen. In jedem Fall ist es wichtig, dass sie für die zu Hilfe gerufenen Wasserretter entweder vom Ufer aus, durch die Peilung von zwei Punkten aus, oder indem sie zur Position des Verunglückten hinschwimmen, deren Position anzeigen können.“

Tod von Rentner (78) Baggersee: Das rät die DLRG Senioren - „Man sollte unbedingt ...“

Ein 78-jähriger Mann war nach einem Badeunfall in einem Baggersee bei Altötting gestorben. Der Unfall ereignete sich am Sonntag (29. Juni), wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd mitteilte. Nach zunächst erfolgreicher Reanimation wurde der 78-Jährige zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb er jedoch in den frühen Morgenstunden des Montags (30. Juni). Die ersten Polizei-Maßnahmen vor Ort führte die Polizei n Altötting durch. Die weiteren Ermittlungen übernahmen Beamte des Kriminaldauerdienstes der Kriminalpolizeiinspektion Traunstein. Laut Angaben der Ermittler gibt es derzeit keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Ermittlungen dauern an.

Viel zu oft kommt es zu solchen tragischen Fällen: In Bayern starben 2024 insgesamt 70 Menschen bei Badeunfällen, wie Zahlen der DLRG belegen. Die meisten davon in Flüssen (27) und Seen (24). Aber auch in Kanälen, Bächen und Teichen sind Menschen tödlich verunglückt. Am Wochenende des 20. bis 22. Juni dieses Jahres wiederum war ein trauriger Rekord mit mindestens 15 Toten bei Badeunfällen in Deutschland registriert worden. Erst vor einer Woche war zudem ein 80-Jähriger beim Schwimmen in der Alz tödlich verunglückt.

Drei wesentliche Risikogruppen für Ertrinkungsunfälle

„Es gibt im Endeffekt drei wesentliche Risikogruppen“, erläutert DLRG-Sprecher Fendt, „Zum ersten Kinder, die nicht schwimmen können und deren Eltern sie aus den Augen verlieren. Hier müssen wir erinnern: Ein ‚Seepferdchen‘ macht ein Kind noch nicht zum sicheren Schwimmer! Die zweite Gruppe sind, verstärkt seit 2015, Jugendliche und junge Männer, die nicht schwimmen können und sich überschätzen. Dies teils aus kulturellen Gründen. Und eben ältere Menschen mit Vorerkrankungen, oft im Herz-Kreislauf-System.“

Statistik der DLRG zu Ertrinkungsfällen 2024.

„Wenn man über 60 ist und besonders, wenn man Vorerkrankungen hat, sollte man unbedingt mal seinen Hausarzt konsultierten, ob Schwimmen, gerade an unbewachten Seen die richtige Bewegung ist“, warnt Fendt, „Bei den teilweise hohen Temperaturen im Sommer kann es einen gefährlichen Schock auslösen, wenn man direkt ins kalte Wasser geht. So kann es zu medizinischen Notfällen kommen, weil das Kreislaufsystem nicht mehr mitmacht beziehungsweise man einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet!“

In jedem Fall sei es dringend anzuraten, gerade wenn man den genannten Risikogruppen angehört, dann eher im Freibad oder Seen mit Badeaufsicht seine Abkühlung zu suchen. Auch Landtagspräsidentin Ilse Aigner wies kürzlich bei einem Besuch in Bernau darauf hin, dass die Touristen an den Seen ehrenamtlich von den Wasserrettern gesichert werden. „Da gibt es eine breite Auswahl, wie die grüne Lagune im Landkreis Mühldorf, sowie diverse Badeseen mit Aufsicht wie dem Marktler See oder den Peracher See im Landkreis Altötting.“

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