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„Haus handlungsfähig“

Die RSA-Bank steht jetzt unter dem Schutzschirm: So geht es nun weiter

Der Vorstand der RSA-Bank (von links): Reinhard Allinger (Generalbevollmächtigter) und Mark Mühlberger (Vorsitzender).
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Der Vorstand der RSA-Bank (von links): Reinhard Allinger (Generalbevollmächtigter) und Mark Mühlberger (Vorsitzender).

Die RSA-Bank mit Sitz in Rechtmehring, Albaching und Soyen steht jetzt unter dem Schutzschirm der genossenschaftlichen Sicherung. Vorstand und Aufsichtsrat äußern sich erstmals zu den Gründen, die in ihren Augen zur Krise geführt haben. So geht es jetzt weiter. Das sagt die IG „Rettet die RSA“.

Rechtmehring/Soyen/Albaching – Das Bankhaus RSA eG hat seine Mitglieder in einem Schreiben über die aktuelle Lage informiert. In einer Pressemitteilung fassen Vorstand und Aufsichtsrat die Situation aus ihrer Sicht zusammen.

Sie haben nach eigenen Angaben in den vergangenen Wochen eigene Analysen vorgenommen. „Diese decken sich im Kern mit den bisherigen Feststellungen der laufenden gesetzlichen Prüfung durch den Genossenschaftsverband Bayern (GVB)“, so die RSA.

„Zu schnell gewachsen“

Die Analysen würden drei Hauptursachen für die Probleme aufzeigen: „Das Bankhaus RSA ist in den vergangenen Jahren zu schnell gewachsen, das Geschäft war zu stark auf wenige Bereiche konzentriert und Wertberichtigungen auf riskantere Kredite haben das Eigenkapital geschwächt.“

Diese Faktoren seien nicht von heute auf morgen entstanden, sondern hätten sich über längere Zeit aufgebaut und seien zusätzlich durch gestiegene Zinsen, sinkende Immobilienwerte und strengere aufsichtsrechtliche Anforderungen verstärkt worden. Seit Amtsantritt habe sich das neue Führungsteam gemeinsam mit dem Aufsichtsrat intensiv mit der Lage des Hauses befasst. In Verbindung mit der laufenden Prüfung durch den Genossenschaftsverband Bayern liege nun eine belastbare Grundlage vor, um die Herausforderungen klar zu benennen und die nächsten Schritte offen zu kommunizieren.

Stabilität sichergestellt

Ungeachtet der laufenden Prüfung bleibe das Bankhaus RSA eG handlungsfähig. Alle Dienstleistungen, Standorte und Produkte ständen wie gewohnt zur Verfügung. „Unsere Mitglieder und Kunden können sich darauf verlassen: Wir arbeiten eng mit dem Verband und der Sicherungseinrichtung zusammen, um Stabilität sicherzustellen. Das ist seit Jahrzehnten ein bewährtes Prinzip unserer genossenschaftlichen Finanzgruppe“, betont Vorstand Mark Mühlberger.

Kooperation mit VR-Bank Rosenheim

Bereits in den vergangenen Monaten seien Maßnahmen ergriffen worden, um die Zukunftsfähigkeit des Hauses zu sichern. Dazu gehöre auch die im Sommer vereinbarte Kooperation mit der „meine Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim“. Sie stärke die regionale Präsenz und sei ein Beispiel für vorausschauendes Handeln. „Wir gehen diesen Weg bewusst Schritt für Schritt und mit Verantwortung. Die Kooperation mit Rosenheim zeigt, dass wir nachhaltige Stabilität im Interesse unserer Mitglieder, Kunden und Mitarbeitenden anstreben“, ergänzt Generalbevollmächtigter Reinhard Allinger.

Die gesetzliche Prüfung des Jahresabschlusses 2024 werde fortgeführt. Die Ergebnisse und der zusammengefasste Prüfungsbericht sollten – wie vorgesehen – in der Generalversammlung im November vorgestellt werden. „Wir gehen diesen Prozess transparent und verantwortungsvoll an. Gemeinsam mit dem Verband, der Sicherungseinrichtung und unseren Mitgliedern arbeiten wir daran, tragfähige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln“, erklärt Vorstand Klaus Hatzel abschließend.

Brief an alle Mitglieder

Eine ähnliche Erklärung war vor wenigen Tagen auch als Schreiben an die Mitglieder, das der Redaktion vorliegt, herausgegangen. Auch hier wird ausgeführt, dass die Sicherungseinrichtung der Volks- und Raiffeisenbanken jetzt greife, also sozusagen ein Schutzschirm über der RSA aufgespannt worden ist. Dieser umfasse sowie die gesetzliche Institutssicherung als auch eine zusätzliche freiwillige Absicherung, zwei Systeme, die dafür sorgen würden, dass die Stabilität der Bank erhalten bleibe und die Einlagen der Mitglieder sowie Kunden geschützt seien. Über eine mögliche Verschmelzung des Hauses mit einem anderen Kreditinstitut entscheide frühestens die Generalversammlung im Jahr 2026.

In der Generalversammlung 2025, die wohl im November geplant ist, will sich bekanntlich auch die neu gegründete Interessensgemeinschaft IG-RSA einbringen. Sie hat mittlerweile über 600 Mitglieder, teilt Schriftführer Karl Fischberger auf Anfrage mit. Die IG möchte das aktuelle Schreiben mit Pressemitteilung der RSA nicht kommentieren, denn nach wie vor würden dem Vorstand der IG, der sich ausschließlich aus RSA-Mitgliedern zusammensetze, denen die Bank gehöre, keine Ergebnisse der Prüfberichte vorliegen. Die Interessengemeinschaft tappe also im Dunkel zur Frage, wie die Situation zu bewerten sei.

Tatsache ist: Die IG sieht die RSA-Bank als Opfer einer Intrige, mit dem Ziel, das kleine Haus mit der großen VR-Bank Rosenheim zu fusionieren.

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