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Personelles Beben im Geldinstitut

RSA-Vorstand Thalmeier abgesetzt: Kommt jetzt die Fusion mit der VR Bank Rosenheim?

Noch einmal erlebt die RSA-Bank ein personelles Beben: Andreas Thalmeier (rechtes Bild, rechts), hier zu sehen, mit den neu eingesetzten Vorsitzenden, Reinhard Allinger (links) und Mark Mühlberger (Mitte), ist nicht länger im Vorstand. Zudem kursieren Gerüchte um eine Fusion der RSA Bank mit der VR-Bank in Rosenheim.
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Noch einmal erlebt die RSA-Bank ein personelles Beben: Andreas Thalmeier (rechtes Bild, rechts), hier zu sehen, mit den neu eingesetzten Vorsitzenden, Reinhard Allinger (links) und Mark Mühlberger (Mitte), ist nicht länger im Vorstand. Zudem kursieren Gerüchte um eine Fusion der RSA Bank mit der VR-Bank in Rosenheim.

Noch einmal erlebt die RSA-Bank mit Filialen in Rechtmehring, Soyen, Albaching, Wasserburg und München ein personelles Beben: Andreas Thalmeier ist nicht länger im Vorstand. Zudem kursieren Gerüchte über eine Fusion der RSA Bank mit der VR-Bank in Rosenheim. Das steckt dahinter.

Rechtmehring/Soyen/Albaching – Das Beben im Bankhaus RSA geht weiter: Nun haben sich die Gerüchte, das Geldinstitut werde sich mit einer größeren Bank zusammenschließen, bestätigt. Der Platow-Brief, ein Informationsdienst für Wirtschaft, Kapitalmarkt und Politik, berichtete jüngst, dass das Bankhaus RSA und die „Meine Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim“ eine Kooperation beschlossen habe. Diese sei wohl die Vorstufe für eine Fusion, mutmaßte der Informationsdienst.

Um die Zusammenarbeit personell zu untermauern, habe das Rosenheimer Institut sein Direktoriumsmitglied Klaus Hatzel in den RSA-Vorstand berufen, so der Platow-Brief weiter. Über die Entscheidungen seien die Mitarbeiter beider Häuser am Mittwoch (20. August) informiert worden. Nachdem Alfred Pongratz im Mai abgetreten ist, soll Hatzel auch den bisherigen RSA-Vorstandsvorsitzenden, Andreas Thalmeier, ersetzen. Thalmeier selbst soll in die zweite Reihe zurücktreten, teilte der Platow-Brief weiter mit.

Die Geschäftsstelle des Bankhauses RSA in Soyen. (Archivbild)

Was ist dran an den Behauptungen des Informationsdiensts? Caroline Sautter, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Marketing bei der „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ in Rosenheim, teilt auf OVB-Anfrage schriftlich mit: „Die meine Volksbank Raiffeisenbank eG und das Bankhaus RSA eG haben einen entscheidenden Schritt in Richtung gemeinsamer Zukunftsgestaltung unternommen. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung bekräftigen beide Häuser ihre Absicht, in einem strukturierten Prozess ihre Stärken zu verbinden und die genossenschaftlichen Werte in der Region langfristig zu bewahren.“

Partnerschaft zwischen den beiden Banken

Weiter teilt Sautter mit: „In einer Zeit, in der steigende regulatorische Anforderungen, ein verändertes Zinsumfeld und tiefgreifende strukturelle Veränderungen die Bankenlandschaft prägen, gewinnt das genossenschaftliche Prinzip der gegenseitigen Unterstützung besondere Relevanz. Das Bankhaus RSA eG hat die aktuellen Herausforderungen frühzeitig erkannt und die strategische Weiterentwicklung eingeleitet. Die nun geschlossene Partnerschaft ist das Ergebnis eines sorgfältigen Prozesses, der ganz auf die Stärkung der genossenschaftlichen Präsenz in der Region ausgerichtet ist“.

Der Vorstand der RSA-Bank (von links): Reinhard Allinger (Generalbevollmächtigter), Mark Mühlberger (Vorsitzender) und Andreas Thalmeier, der jüngst aus dem Vorstand ausgeschieden ist.

Der Vorstandsvorsitzende der „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG“, Wolfgang Altmüller, nimmt in der schriftlichen Pressemitteilung ebenfalls Stellung. „Als Teil der genossenschaftlichen Finanzgruppe ist es für uns selbstverständlich, Verantwortung für Mitglieder, Kundinnen und Kunden sowie für unsere Heimatregion zu übernehmen. Die Partnerschaft mit dem Bankhaus RSA eG ist Ausdruck unseres Verständnisses von Solidarität und gegenseitiger Unterstützung“, betont er.

Weiter bestätigt Altmüller, dass Hatzel in den RSA-Vorstand berufen wurde: „Zur Begleitung dieser Phase wird Klaus Hatzel, langjähriges Vorstandsmitglied der meine Volksbank Raiffeisenbank eG, ab September 2025 temporär auch im Vorstand des Bankhauses RSA eG tätig sein. Mit seiner fundierten Erfahrung in strategischer Steuerung, Risikomanagement und Firmenkundengeschäft wird er die Umsetzung gemeinsamer Vorhaben unterstützen und wertvolle Impulse für die künftige Ausrichtung geben.“

Das bestätigt auch das Bankhaus RSA in einer Presseerklärung: „Zur Wahrung des Vier-Augen-Prinzips und zur Unterstützung der Kooperationsphase wird Klaus Hatzel, Mitglied des Direktoriums der Meine Volksbank Raiffeisenbank eG Rosenheim, zum 1. September temporär in den Vorstand des Bankhauses RSA eG eintreten.“

Weiter ist in dieser Pressemitteilung ebenfalls die Rede von einem „wichtigen strategischen Schritt zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit“ des Geldinstituts. „Wir haben diesen Weg bewusst gewählt – aus Verantwortung für unsere Mitglieder, Mitarbeitenden und die Region. Die Kooperation ist Ausdruck gelebter genossenschaftlicher Solidarität und strategischer Handlungsfähigkeit in einem sich verändernden Umfeld“, betont Mark Mühlberger, Vorstand des Bankhauses RSA eG, in der Stellungnahme.

Die Filiale der „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG Rosenheim“ in Rosenheim.

Zudem erklärt Mühlberger, dass Andreas Thalmeier nicht mehr Mitglied im Vorstand sei. „Im Zuge der Weiterentwicklung des Hauses ist Andreas Thalmeier, langjähriges Vorstandsmitglied des Bankhauses RSA eG, aus dem Vorstand ausgeschieden.“ In seiner neuen Funktion in der zweiten Führungsebene werde Thalmeier die Umsetzung des eingeschlagenen Weges weiterhin aktiv unterstützen und so für Kontinuität sorgen, so Mühlberger.

Beide Banken betonen, dass sich für die Kundinnen, Kunden und Mitglieder der Geldinstitute durch die Kooperation nichts ändere. Diese stehe vielmehr für „Kontinuität, Verlässlichkeit und das gemeinsame Bekenntnis, eine stabile Grundlage für die kommenden Jahre zu schaffen“, so Altmüller.

Nachfragen der Redaktion bezüglich weiteren Schritten sowie einer möglichen Fusion der beiden Banken und der künftigen Rolle von Thalmeier blieben bis Redaktionsschluss (21.8.25) unbeantwortet.

Unterschied zwischen „Kooperation“ und „Fusion“ zweier Banken

Die mögliche finanzielle Schieflage des Bankhauses RSA, über die der Platow-Brief im Mai berichtet hatte, und das Ausscheiden der beiden RSA-Vorstände, Alfred Pongratz und Andreas Thalmeier, gab Grund zu der Annahme, dass sich die RSA Bank, mit Filialen in Rechtmehring, Soyen, Albaching, Wasserburg und München mit einem größeren Geldinstitut zusammenschließen könnte.

In der Presseerklärung von „Meine Volksbank Raiffeisenbank eG“ und dem Bankhaus RSA ist die Rede von einer Kooperation der beiden Geldinstitute, nicht von einer Fusion. Dr. Gerald Schneider, Pressesprecher des Genossenschaftsverbands Bayern, erklärt den Unterschied:

Kooperation bedeutet: Zwei Institute arbeiten in bestimmten Bereichen enger zusammen – etwa um Synergien zu nutzen, Know-how zu bündeln oder gemeinsame Projekte umzusetzen. Dabei bleiben beide Banken rechtlich selbstständig und eigenständig handlungsfähig“, erläutert Schneider.

Fusion bedeutet: Zwei Institute schließen sich zu einer rechtlichen Einheit zusammen. Ein Partner geht vollständig im anderen auf, die rechtliche Eigenständigkeit entfällt. Über eine Fusion entscheiden in der genossenschaftlichen Welt stets die Mitglieder in einer förmlichen Versammlung“, so der Verbandssprecher.

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