Eine Tote, viele Verletzte
Sicherheitskonzepte nach CSD-Anschlag überarbeitet – BKA-Zahlen zu islamistischen Gefährdern enthüllt
Bei einem islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin stirbt eine Frau. Der Tatverdächtige war den Behörden bekannt.
Update vom 28. Juli, 7:55 Uhr: Nach dem Attentat auf den Christopher Street Days in Berlin werden im Rahmen anderer CSD-Veranstaltungen bereits Sicherheitskonzepte geprüft und überarbeitet, unter anderem in Niedersachsen und Bremen. Die Tat hat eine politische und gesellschaftliche Diskussion um einen verschärften Umgang mit extremistischen Gefährdern losgetreten.
Wie aus einer Anfrage des Münchner Merkur von Ippen.Media hervorgeht, betrachtet das Bundeskriminalamt (BKA) aktuell (Stand 1. Juli) 410 Menschen als islamistische Gefährder. Diese seien dem Bereich des islamistischen Terrorismus/Extremismus zuzuordnen. Hinzu kämen 65 Gefährder im Bereich Rechtsextremismus und 17 Gefährder im Bereich Linksextremismus. Als Gefährder gelten Menschen, denen größere Gewalttaten wie Anschläge zugetraut werden.
Die Gründe für eine Ein- oder Ausstufung von Gefährdern durch die Polizeien der Bundesländer seien vielfältig und unterlägen jeweils einer Einzelfallbetrachtung. Die Anzahl der Gefährder unterliege folglich Schwankungen. Die Einstufung einer Person als Gefährder geschieht durch die jeweils zuständigen Bundesländer nach dem sogenannten Wohnortprinzip. Sie gebe als alleiniges Kriterium keinen Aufschluss über die Gefährdungslage.
Update vom 27. Juli, 22:39 Uhr: Weitere Details über den mutmaßlichen Täter des Anschlags auf den CSD in Berlin sind bekannt geworden. Wie die dpa berichtet, war Abdul B. von Mitte 2023 bis zum Sommer 2024 kurzzeitig mit einer Frau aus Salzburg nach islamischem Recht verheiratet – in Österreich ist eine solche Eheschließung aber vor dem Gesetz nicht gültig. Das geht aus Gerichtsangaben hervor. Am 12. Mai wurde der Tatverdächtige von einem Jugendgericht am Amtsgericht Tiergarten wegen des versuchten Anschlusses an die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt.
Der mutmaßliche Täter des Anschlags auf den CSD in Berlin war im Zuge eines Polizeieinsatzes am Sonntagabend aufgespürt worden. Er sei laut Polizei mit einer Stichwaffe auf die Polizisten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) zugelaufen, woraufhin die auf ihn schossen. Noch am Einsatzort starb der 21-jährige Tatverdächtige.
Update vom 27. Juli, 18:30 Uhr: Der mutmaßliche Attentäter Abdul B. wurde offenbar unmittelbar vor dem Anschlag auf den CSD in Berlin überwacht. Das ergaben laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (SZ) Recherchen, die gemeinsam mit dem NDR und WDR erhoben wurden. Demnach filmte eine durch das LKA Berlin angebrachte Kamera, die sich gegenüber dem Eingang zum Haus des mutmaßlichen Täters befand, den 21-Jährigen am Samstagabend um 20:58 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt verließ Abdul B. das Haus.
Wenig später soll er im Berliner Tiergarten mit einem weißen Transporter in eine Menschenmenge gerast sein. Bei dem Anschlag kam eine Frau ums Leben, zudem erlitten 29 Menschen teils Verletzungen. Wie es in dem SZ-Bericht weiter heißt, hatten die Sicherheitsbehörden Abdul B. zwar bis kurz vor dem Anschlag im Visier. Allerdings habe das Verhalten des Tatverdächtigen seit dessen Entlassung aus Untersuchungshaft Mitte Mai keine Hinweise geliefert, dass Abdul B. zeitnah einen Anschlag planen würde.
Update vom 27. Juli, 16:18 Uhr: Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin sind heute mehrere Notfallseelsorger vor Ort. Notfallseelsorgerin Uta Bolze erklärte der Deutschen Presse-Agentur, dass es verschiedene Gedenkorte gebe, an denen Menschen Blumen niederlegten. Viele hätten das Bedürfnis, ihre Erlebnisse zu teilen, da sie kurz vor oder nach dem Vorfall am Tatort gewesen seien oder den Angriff als einen auf die queere Gemeinschaft empfunden hätten, so Bolze von der Notfallseelsorge/Krisenintervention.
„Ganz Berlin ist geschockt“, äußerte Bolze. Es sei bedeutsam zu sehen, dass auch zahlreiche Menschen, die am Samstag nicht anwesend waren, ihre Anteilnahme zeigten.
Update vom 27. Juli, 14:54 Uhr: Mit Trauer und Bestürzung reagierte die polnische Regierung auf den Tod einer polnischen Staatsbürgerin bei dem mutmaßlich islamistischen Anschlag am Rande des CSD in Berlin. Der Sprecher des Außenministeriums, Maciej Wewiór, schrieb auf X: „Wir sprechen der Familie und den Angehörigen unser aufrichtiges Beileid aus“.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hatte zuvor mitgeteilt, dass das Todesopfer eine polnische Staatsangehörige war, die sich mit ihrer Tochter in Berlin aufhielt. Der polnische Konsul in Berlin steht in Verbindung mit den deutschen Behörden und wird der Familie die erforderliche konsularische Unterstützung bieten.
Trauerbeflaggung am Reichstag: Eindrücke aus Berlin nach dem Anschlag beim CSD




Update vom 27. Juli, 13:42 Uhr: Nach dem mutmaßlich islamistisch motivierten Angriff am Rande des Christopher Street Days (CSD) plant der Berliner CSD-Verein, weiterhin lautstark für die Rechte queerer Menschen einzutreten. Marcel Voges, Vorstandsmitglied des Vereins, erklärte dem Spiegel: „Die Hetze, die wir im Internet und im Alltag erleben, ist keine schöne Situation und hat Folgen für unsere Sicherheit. Für mich bedeutet das, dass wir noch lauter und noch sichtbarer werden müssen.“
In einer Pressemitteilung hob der Verein hervor, dass er jegliche Form von Gewalt ablehnt. „Rechte oder religiöse Ideologien verfolgen das Ziel, queere Menschen zu unterdrücken. Wir benennen islamistischen Terror klar und ohne Relativierung“, wurde betont. Gleichzeitig stellt sich der Verein gegen jeden Versuch, die Tat für Hass gegen Muslime und Menschen bestimmter Herkunft zu missbrauchen. „Liebe ist stärker als Hass.“
Update vom 27. Juli, 12:56 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner äußerte sich am Vormittag bei der Eröffnung einer Ausstellung zum Warschauer Aufstand 1944 im Roten Rathaus zu dem mutmaßlich islamistischen Anschlag am Rande des CSD in Berlin. Der CDU-Politiker berichtete, dass es sich bei dem Todesopfer um eine polnische Staatsbürgerin handele, die mit ihrer Tochter in Berlin gewesen und dem Anschlag zum Opfer gefallen sei.
Update vom 27. Juli, 12:04 Uhr: Den schwer verletzten Opfern des Terroranschlags auf den Berliner CSD geht es inzwischen etwas besser. Ein Sprecher der Berliner Charité erklärte: „Der körperliche Gesundheitszustand der vier Patienten stabilisiert sich erfreulicherweise weiter.“ Zudem fügte er hinzu: „Drei Patienten konnten inzwischen auf eine Normalstation verlegt werden, einer ist weiterhin auf einer Intensivstation, aber auch auf dem Weg der Besserung.“
Bei dem Anschlag wurde eine Frau getötet, insgesamt wurden 29 Personen verletzt und auf verschiedene Krankenhäuser verteilt. Die Charité kümmerte sich um acht der Verletzten, von denen vier bereits am Sonntag entlassen werden konnten. Laut Angaben des Kliniksprechers mussten die verbleibenden vier Patienten teilweise notoperiert und intensivmedizinisch betreut werden. Sie hatten vor allem Stichverletzungen erlitten, einige jedoch auch mehrere Knochenbrüche durch den Zusammenstoß mit dem Fahrzeug.
Update vom 27. Juli, 11:21 Uhr: Der Angriff auf den CSD in Berlin wirft vielseitig Kritik an den Präventionssystemen solcher Vorfälle auf. Jamuna Oehlmann, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft religiös begründeter Extremismus (BAG RelEx), sagte gegenüber Table.Briefings, es müsse einem zu denken geben, warum ein Gefährder, der kürzlich noch von der Polizei aufgesucht wurde, in der Lage war, ein solches Attentat auszuüben.
Der Tatverdächtige Abdul B. hatte demnach zweimal versucht, Deutschland zu verlassen, um sich dem IS anzuschließen. Nach einer Festnahme im November 2025 saß er in Untersuchungshaft. Im Mai 2026 wurde seine Jugendstrafe auf Vorbewährung ausgesetzt – mit der Auflage, ein Ausstiegsprogramm zu durchlaufen. Das Programm hatte jedoch zum Tatzeitpunkt noch nicht begonnen.
Update vom 27. Juli, 10:16 Uhr: Inzwischen wurde nach Informationen des Spiegel eine Person aus der Haft entlassen, die im Zusammenhang mit dem Angriff auf den CSD in Berlin verhaftet worden war. Bei der Person soll es sich um einen Mann aus dem Iran handeln, der im Tatfahrzeug gesessen haben soll. Die bisherigen Ermittlungen ergaben jedoch keine ausreichenden Beweise für eine Beteiligung des Mannes an der Tat. Der Verdacht, er sei im Fahrzeug gewesen, konnte nicht bestätigt werden.
Trotzdem bleibt die Frage offen, ob der mutmaßliche Täter Abdul B. bei dem Anschlag Unterstützung erhielt. Der Generalbundesanwalt hat mittlerweile die Ermittlungen übernommen. Dabei wird auch im Umfeld des Tatverdächtigen nach möglichen Mittätern oder Unterstützern gesucht.
Update vom 27. Juli, 9:18 Uhr: Die Ermittlungen nach dem Angriff auf den Berliner CSD laufen weiter auf Hochtouren. Inzwischen wurde der mutmaßliche Täter Abdul B. durch Schüsse der Polizei getötet. Er hatte sich in einer Kleingartensiedlung versteckt. Ein Zeuge erlebte den Einsatz mit, laut ihm soll sich noch eine zweite Person bei dem Tatverdächtigen aufgehalten haben.
„Da war noch eine zweite Person auf der Parzelle“, sagte Carsten Barthel, Vorsitzender des Kleingartenvereins t-online. Dabei soll es sich laut Barthel um einen Mann Mitte 40 gehandelt haben. Er habe sich in einer Parzelle aufgehalten, die einer anderen Pächterin gehört. Er habe versucht, den Mann anzusprechen, dieser habe jedoch nicht reagiert, daraufhin habe er die Pächterin informiert. Ob der Mann in Verbindung zum Tatverdächtigen steht, ist bisher nicht offiziell bekannt.
Update vom 27. Juli, 8:26 Uhr: Abdul B., der mutmaßliche Attentäter vom CSD in Berlin, war offenbar bereits vor der Tat im Fokus von Extremismusberatern. Wie Thomas Mücke vom Violence Prevention Network (VPN) im ARD-Brennpunkt erklärte, hatten Sozialarbeiter den 21-Jährigen als „einen sehr gefassten, einen sehr vorsichtigen, einen sehr kontrollierten, einen sehr freundlichen“ Menschen erlebt. Gerade das sei ein Warnsignal: „Und das sind genau die Kriterien, wo wir merken, da kommen wir nicht wirklich an die Person heran.“
Mittlerweile ermittelt die Bundesanwaltschaft in dem Fall. Hintergrund sei die „mutmaßliche islamistische Tatbegehung“. Ermittelt werde nun auch bezüglich möglicher „Hintermänner“ oder „Mitwisser“. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte zuvor gesagt, die Ermittler gingen von einem „islamistischen Terroranschlag“ aus.
Update, vom 26. Juli, 20:56 Uhr: Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht nach dem Tod des Verdächtigen des mutmaßlich islamistischen Terroranschlags in Berlin derzeit keine weitere Bedrohung. „Es gibt weitere Maßnahmen, aber wir gehen jetzt aktuell von keiner weiteren Gefährdung aus. Aber das ist alles immer eher eine Momentaufnahme“, äußerte der CSU-Politiker im ARD-„Brennpunkt“.
In der Vergangenheit wurde stets nach zusätzlichen Verdächtigen gefahndet. „Es gibt eine weitere Person, die dort in Betrachtung ist. Das hat sich bisher aber nicht erhärtet, ist aber auch noch nicht abgeschlossen.“ Solche Anschläge würden in der Regel von Einzeltätern verübt.
Update, vom 26. Juli, 20:56 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat sich erleichtert darüber gezeigt, dass der Tatverdächtige des mutmaßlich islamistisch motivierten Terroranschlags am Rande des Christopher Street Days (CSD) gestellt wurde. „Dass die Berliner Polizei innerhalb von 24 Stunden den Tatverdächtigen hat, ist ein großer Erfolg der Ermittlungsbehörden“, sagte der CDU-Politiker am Abend im RBB. „Und da bin ich sehr dankbar.“
Update, vom 26. Juli, 19:35 Uhr: Auch die Polizei Berlin bestätigt, dass der mutmaßliche Täter des Anschlags auf den CSD bei einem Polizeieinsatz getötet wurde. In einem Beitrag der Polizei Berlin auf X heißt es: „Gegen 18 Uhr konnte der Tatverdächtige des gestrigen Anschlags im Großen Tiergarten in einer Kleingartenanlage in Spandau lokalisiert werden. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er mit einer Stichwaffe auf unsere Einsatzkräfte zugelaufen sein, daraufhin kam es zum polizeilichen Schusswaffengebrauch durch unser SEK Berlin. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr verstarb er noch am Einsatzort.“
Gegen 18 Uhr konnte der Tatverdächtige des gestrigen Anschlags im Großen Tiergarten in einer Kleingartenanlage in #Spandau lokalisiert werden. Nach bisherigen Erkenntnissen soll er mit einer Stichwaffe auf unsere Einsatzkräfte zugelaufen sein, daraufhin kam es zum polizeilichen… pic.twitter.com/ncslEZom7N
— Polizei Berlin (@polizeiberlin) July 26, 2026
Update, vom 26. Juli, 19:23 Uhr: Nach dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist der Tatverdächtige bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Das bestätigte die Senatsinnenverwaltung.
Update, vom 26. Juli, 19:09 Uhr: Wie die Zeit und der RBB berichten, soll der mutmaßliche Attentäter Abdul B. bei einem Polizeizugriff in Berlin-Spandau erschossen worden sein. Eine offizielle Bestätigung von der Polizei gibt es bisher nicht.
Update, vom 26. Juli, 16:53 Uhr: Die Bundesanwaltschaft wird die Ermittlungen zu dem mutmaßlich islamistischen Terroranschlag am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) übernehmen. Das kündigte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig an, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. „Der Innenminister hat bereits mitgeteilt, dass es sich um einen islamistischen Anschlag handelt. Der Generalbundesanwalt wird die Ermittlungen übernehmen“, sagte die SPD-Politikerin. „Natürlich werden wir die Verantwortlichen mit aller Härte verfolgen und dann auch vor ein Gericht stellen.“ Noch ist die Berliner Generalstaatsanwaltschaft zuständig.
Der Generalbundesanwalt ist die oberste Anklagebehörde in Deutschland. Er ist unter anderem zuständig für Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus. Zudem kann er solche mit besonderer Bedeutung an sich ziehen.
Update vom 26. Juli, 16:30 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich nach der Attacke auf dem Christopher Street Day in Berlin geäußert. „Uns bringt ein trauriger Anlass und zugleich eine verachtenswerte Tat zusammen“, beginnt Merz sein Statement vor Journalisten. „Meine Gedanken, unsere Gedanken, sind in diesen Stunden bei den Opfern dieses terroristischen, islamistischen Anschlags der letzten Nacht – bei den Familien, bei den Freunden. Ich wünsche vor allem den Verletzten, dass sie schnell genesen.“ Weiter dankte Merz den Einsatzkräften für ihr „geradezu vorbildlich schnelles Eingreifen“, das möglicherweise Schlimmeres verhütet habe.
Weiter sagt der Bundeskanzler: „Und ich möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Christopher Street Days, hier in Berlin, aber auch in ganz Deutschland zurufen: Lassen Sie sich – lassen wir uns – nicht einschüchtern. Diese Taten haben nur einen Zweck: Sie wollen unsere Gesellschaft spalten. Sie wollen uns das Wichtigste nehmen, das wir haben. Nämlich unsere Offenheit, unsere Freiheit.“ Man werde alles tun, um den oder die Täter so schnell wie möglich zu fassen. Man werde „über Konsequenzen nachdenken“. „Und mit Besonnenheit, auch mit Entschlossenheit entscheiden. Diese Straftäter, diese Extremisten haben in der Mitte unserer Gesellschaft keinen Platz.“ Man werde nicht zulassen, „dass dieses Gift des Terrorismus“ gegen unsere Freiheit und Gesellschaft weiter um sich greife.
„Jenseits aller parteipolitischen Meinungsverschiedenheiten: Wir werden die Freiheit unserer Gesellschaft verteidigen. Darauf können sich alle verlassen“, so Merz. „Wir sind mehr, wir sind stärker und wir halten in unserem Land zusammen. Das ist das Wichtigste in einer so schweren Stunde.“ Zum Ende seines Statements betonte der Bundeskanzler: „Wir werden die Freiheit, die Offenheit, die Liberalität unseres Lebens und unserer Gesellschaft mit allem was wir tun können, verteidigen.“
Update vom 26. Juli, 15:34 Uhr: Nach dem Angriff auf dem Berliner CSD versammelten sich Hunderte Menschen am Brandenburger Tor, um der Opfer zu gedenken. Auf einer Bühne wurde betont: „Gestern war ein Angriff auf uns alle, auf alle unsere Eventitäten, auf unsere Existenzen, auf unsere Gemeinschaft und unsere Demokratie. Und wir lassen uns davon nicht unterkriegen.“
Blumen wurden niedergelegt, Kerzen entzündet und Menschen umarmten sich. Andere hielten Regenbogenflaggen sowie Plakate und Banner hoch. Auf diesen stand unter anderem „Ein Angriff auf eine ist ein Angriff auf uns alle“. Ein großes Banner mit der Aufschrift „Protect queer lives“ hing an der Bühne auf dem Pariser Platz. Über dem Gelände kreiste ein Hubschrauber, während die Polizei weiterhin nach dem Verdächtigen suchte. Auch eine Schweigeminute fand vor dem Brandenburger Tor statt. Das Gelände war teilweise durch Absperrungen gesichert, doch auch dahinter beteiligten sich viele Menschen an der Gedenkveranstaltung.
Update vom 26. Juli, 14:31 Uhr: Laut Dobrindt sollen die Bundesländer die Maßnahmen auf allen großen Events, besonders auf CSD‑Veranstaltungen, verschärfen. „Das ist ein Angriff auf die Art und Weise unseres Zusammenlebens. Damit muss Schluss sein“, sagt Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) mit Blick auf schärfere Sicherheitsmaßnahmen. Um 16:30 Uhr ist ein Trauergottesdienst in der Marienkirche in Berlin geplant. Auch Bundeskanzler Friedrich soll daran teilnehmen, wie die Bild berichtet.
Update vom 26. Juli, 14:25 Uhr: Innenminister Alexander Dobrindt weist in der Pressekonferenz darauf hin, dass sich der Tatort mehrere hundert Meter vom Festivalgelände des CSD entfernt befindet. Aktuell werde der Fahrtverlauf der Autofahrt nachvollzogen. Es sei aber nicht möglich gewesen, von dort aus auf das Festivalgelände zu gelangen. Im Rahmen der Ermittlungen wurden Handys sichergestellt. Zudem laufen „Maßnahmen an Objekten“, zu denen sich Dobrindt mit Blick auf die Ermittlungen nicht weiter äußern wollte.
Update vom 26. Juli, 14:20 Uhr: „Wir stehen fassungslos und tief erschüttert vor diesem schrecklichen Anschlag“, sagt Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) zum Beginn der Pressekonferenz im Berliner Tiergarten. Dobrindt spricht von einem islamistischen Terroranschlag. Der Verdächtige Abdul B. sei noch immer flüchtig. Einsatzkräfte sind bundesweit im Einsatz und fahnden nach dem 21-Jährigen. Aktuell gibt es ein Todesopfer und 29 teils schwer verletzte Menschen.
Der Tatverdächtige ist gegen 22 Uhr in eine Menschenmenge am Rande des CSD gefahren. Danach soll er mit einer Stichwaffe, mutmaßlich einer Machete, auf umstehende Menschen losgegangen sein. Der 21-Jährige sei bereits in der Vergangenheit durch Straftaten auffällig gewesen, sagt Dobrindt. Er sei in Deutschland geboren, also deutscher Staatsbürger, mit libanesischen Wurzeln.
Update vom 26. Juli, 13:29 Uhr: Wie der RBB erfahren haben will, soll ein mutmaßlicher Mittäter des Anschlags noch in der Nacht zum Sonntag (26. Juli) festgenommen worden sein. Der iranische Staatsbürger soll ebenfalls in dem weißen Transporter gesessen haben. Offiziell bestätigt wurde das aber bisher nicht. Der 21-jährige Tatverdächtige Abdul B. wird weiterhin gesucht.
Update vom 26. Juli, 12:34 Uhr: Inzwischen gibt es neue Details zum Gesundheitszustand einiger Verletzter. „Die Charité hat gestern Nacht acht auf dem CSD verletzte Menschen versorgt, vier konnten inzwischen entlassen werden“, schrieb ein Sprecher des Klinikums. Vier weitere würden noch auf Intensivstationen behandelt. Lebensgefahr bestehe aktuell nicht.
Der 21-jährige Tatverdächtige Abdul B. ist weiter auf der Flucht. Im Tatfahrzeug soll nicht nur der Airbag auf der Fahrerseite, sondern auch auf der Beifahrerseite ausgelöst haben, berichtet der Tagesspiegel unter Berufung auf Sicherheitskreise. Das könnte womöglich auf zwei Täter hindeuten. Fest steht das aber bisher nicht. Die Polizei sprach lediglich davon, dass „eine oder mehrere Personen“ aus dem Fahrzeug stiegen. Laut Bild-Zeitung soll im Tatfahrzeug das Handy des Verdächtigen gefunden worden sein.
Hamburgs Innenminister will Sicherheitskonzept für CSD in Hamburg prüfen
In Hamburg will Innensenator Andy Grote die Sicherheitsmaßnahmen für die am kommenden Wochenende in Hamburg geplante CSD-Parade überprüfen. „Vor dem Hintergrund der schrecklichen Tat in Berlin werden die Sicherheitsmaßnahmen für den CSD kommende Woche in Hamburg noch einmal sorgfältig überprüft, um ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten“, sagte der SPD-Politiker.
In der Berliner St. Marienkirche soll es gegen 16:30 Uhr eine Andacht geben. „Alle sind herzlich willkommen, miteinander zu trauern, des verstorbenen Menschen zu gedenken und den Verletzten, Betroffenen und Angehörigen im Gebet beizustehen“, kündigte eine Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) an. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat eine Trauerbeflaggung auf Halbmast für den Bundestag angeordnet. „Wer Menschen attackiert, die für Freiheit, gleiche Rechte und Vielfalt einstehen, greift die Grundlage unseres demokratischen Gemeinwesens an, der tritt die Menschenwürde mit Füßen“, so Klöckner.
Update vom 26. Juli, 11:09 Uhr: Innensenatorin Iris Spranger (SPD), Staatsanwaltschaft und Polizei wollen am späten Nachmittag oder frühen Abend bei einer Pressekonferenz über die Ermittlungen informieren. Spranger hat dafür ihren Urlaub unterbrochen, sagte eine Sprecherin. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich bereits zu dem Vorfall. Auch Künstler zeigten sich bestürzt.
Der für den Sonntagnachmittag (26. Juli) geplante CSD im oberbayerischen Mühldorf findet trotz des Anschlages in Berlin statt. „Gerade nach so einem schrecklichen Ereignis ist es umso wichtiger, uns nicht einschüchtern oder verdrängen zu lassen“, erklärten die Veranstalter. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen sind nicht geplant, man habe bereits jetzt ein umfangreiches Sicherheitskonzept.
Update vom 26. Juli, 10:15 Uhr: Nach dem Angriff am Rande des Berliner CSD ist die queere Gemeinschaft fassungslos. „Der Regenbogen hat heute einen Riss bekommen. Das ist ein dunkler Tag für unsere Community und unser Land“, schrieb die Organisation LSVD+ - Verband Queere Vielfalt auf Instagram. „Unsere Gedanken sind bei allen, die direkt betroffen sind.“
Derweil ist der Bereich des Tiergartens großräumig gesperrt. Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei sperren sämtliche Zugänge zum S-Bahnhof Anhalter Bahnhof ab. Die in der Nacht durchsuchte Wohnung im Stadtteil Schöneberg wurde inzwischen versiegelt. Laut mehreren Medienberichten soll es die Wohnung des Tatverdächtigen sein. Einsatzkräfte befinden sich nach wie vor im Bereich rund um den Wohnblock.
Update vom 26. Juli, 9:07 Uhr: Nach dem mutmaßlichen Täter wird ab sofort europaweit gefahndet, berichtet Focus unter Berufung auf das BKA. Die Behörden in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich seien informiert worden. Laut BKA könne ein Bezug zum Islamismus nicht ausgeschlossen werden. Auch die Bild berichtet, dass der Staatsschutz dazu entsprechende Erkenntnisse habe.
Die Bundesanwaltschaft steht mit den Ermittlungsbehörden in der Hauptstadt in Kontakt. Das sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde der Deutschen Presse-Agentur. Bislang hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen aber noch nicht übernommen. Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin und das Landeskriminalamt Berlin ermitteln „aufgrund des Verdachts eines Anschlags“. Laut Tagesschau sind mehr als 2000 Polizisten im Einsatz.
Update vom 26. Juli, 8:35 Uhr: Bevor am Samstagabend ein Transporter in eine Menschenmenge in Berlin gefahren ist, wurden nach Polizeiangaben mehrere Menschen am Rande des Christopher Street Day mit einer Softairwaffe beschossen. Vier CSD-Teilnehmende seien leicht verletzt worden, lehnten eine medizinische Behandlung aber ab, so die Polizei. Aus einer Wohnung in der Courbièrestraße im Stadtteil Schöneberg wurden auch zwei Einsatzkräfte beschossen. Getroffen wurden sie aber nicht.
Derweil fahndet die Polizei weiter nach dem 21-jährigen Abdul B. Beim Onlinedienst X warnen die Beamten davor, den Tatverdächtigen anzusprechen. „Sollten Sie den Tatverdächtigen antreffen, wählen Sie unverzüglich die 110! Sprechen Sie ihn nicht an, er ist möglicherweise bewaffnet und gefährlich!“
Update vom 26. Juli, 7:57 Uhr: Bei dem Anschlag in Berlin wurde nach Angaben der Polizei eine Frau tödlich verletzt. Laut Feuerwehr gibt es zudem 16 Verletzte, drei davon lebensbedrohlich und acht schwer. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen werden aktuell im Krankenhaus behandelt.
Update vom 26. Juli, 6:53 Uhr: Die Berliner Polizei fahndet jetzt öffentlich nach dem Tatverdächtigen, der gegen 22 Uhr im Bereich des Tiergartens mehrere Personen mit einem Fahrzeug verletzt haben soll. „Eine oder mehrere Personen sollen sich anschließend aus dem Fahrzeug entfernt haben“, heißt es. Danach sollen mehrere Personen durch „Stichwerkzeuge“ verletzt worden sein.
Bei dem Flüchtigen handelt es sich laut Polizei um den 21-jährigen Abdul B. Er wird wie folgt beschrieben: schlanke Statur, circa 1,90 Meter groß und schwarze Haare. Der junge Mann soll einen schwarzen Hoodie und eine weiße Hose getragen haben. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte Sprecher Florian Nath.
Update 5.49 Uhr: Inzwischen sind weitere Informationen zu der Person bekannt geworden, nach der die Polizei derzeit mit Hochdruck fahndet. Demnach wurde der 21-jährige Mann, der der islamistischen Szene zugeordnet werden kann, erst vor rund zwei Monaten aus dem Jugendarrest entlassen. Das berichten Tagesspiegel und Welt übereinstimmend unter Berufung auf Polizeikreise. Weshalb und für wie lange der Mann zu dieser Haftstrafe nach dem Jugendgesetz verurteilt wurde, ist derzeit nicht bekannt. Zudem wird noch ermittelt, ob der Mann den weißen Transporter, mit dem der Anschlag verübt wurde, selbst gefahren oder nur gemietet hatte.
Update 2.59 Uhr: Nach dem Angriff am Rande des Christopher Street Days in Berlin hat die Polizei nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Verdächtigen identifiziert. „Der Mann ist polizeibekannt und wird der islamistischen Szene in Berlin zugerechnet“, sagte Polizeisprecher Florian Nath.
Update 2.27 Uhr: Die Polizei hat eine Wohnung in Schöneberg durchsucht. Es erfolgte keine Festnahme, weil kein Mensch angetroffen wurde, wie Polizeisprecher Florian Nath der Deutschen Presse-Agentur sagte. Der Zugriff, an dem Spezialkräfte der Polizei (SEK) beteiligt waren, erfolgte nach Informationen der „Welt“ gegen 1.10 Uhr. Demnach war in dem Mietshaus ein sehr lauter, explosionsartiger Knall zu hören. Vorher hatten Polizisten das Gebäude betreten. Nach dem „Welt“-Bericht rückte die Polizei gegen 1.25 Uhr wieder ab.
Update 1.17 Uhr: Nach Polizeiangaben gibt es unterschiedliche Aussagen dazu, ob es ein oder mehrere Täter gibt bei der Tat am Rande des Christopher Street Days in Berlin. „Deshalb haben wir uns sehr breit aufgestellt“, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Details wollte er nicht nennen - auch mit Blick auf den oder die flüchtigen Täter. Es seien seit dem Samstagmorgen mehr als 2.200 Polizisten in Berlin im Einsatz. Sie seien teils schwer bewaffnet. Auch verdeckte Kräfte seien dabei. Hinzu kämen mehrere Hundert Beamte im gesamten Stadtgebiet.
Update 1.11 Uhr: Zudem bittet die Polizei um Mithilfe und schreibt bei X: „Helfen Sie unseren Ermittlerinnen und Ermittlern in der aktuellen Lage im #Tiergarten! Zeuginnen und Zeugen werden gebeten sachdienliche Hinweise in Form von selbst aufgenommenen Fotos oder Videos zum Tatgeschehen über den folgenden Link für die weiteren Ermittlungen an unser #Hinweisportal zu übersenden: https://be.hinweisportal.de“
Polizei gibt neue Informationen: Nach aktuellem Stand 17 Verletzte, darunter ein Todesopfer
Update 1.09 Uhr: Die Polizei Berlin schreibt bei X: „Nach aktuellem Stand wurden 17 Personen verletzt, darunter eine tote Person und mehrere lebensgefährlich Verletzte. Für Angehörige wurde eine Personenauskunftsstelle unter 030 8485 4460 eingerichtet.
Die Ermittlungen zum Tathergang dauern an.“
Update 1.02 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die Todesfahrt am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin als „abscheuliche Tat“ verurteilt. Merz stehe mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) „in engstem Kontakt“ und werde von den Sicherheitsbehörden „fortlaufend unterrichtet“, erklärte ein Regierungssprecher in der Nacht zum Sonntag. Merz und Dobrindt „danken den Einsatzkräften und werden sich mit besonderem Nachdruck für Aufklärung und Ahndung der abscheulichen Tat einsetzen“.
CSD in Berlin: Festnahme von Polizei dementiert
Update 0.54 Uhr: Polizeisprecher Florian Nath dementiert laut Focus, dass es eine Festnahme gegeben habe, wie sie zuvor von ntv berichtet worden war. Es deutet aber immer mehr darauf hin, dass auch Menschen durch Stiche verletzt wurden. „Das ist das, was uns Zeugen geschildert haben. Dass dort Leute mit Stichverletzungen liegen sollen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath laut dpa.
Update 0.47 Uhr: Nach dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin mit mindestens einem Toten und mehreren teils lebensgefährlich Verletzten prüft die Polizei, ob auch eine Stichwaffe eingesetzt wurde. „Es ist Bestandteil der Ermittlungen, ob es eine zweite Tatphase nach der Fahrphase gab. Ob jemand dann das Fahrzeug verlassen hat und mit möglichen Stichwaffen auf Personen eingewirkt und die verletzt hat“, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Die „Bild“ berichtete, eine Person mit einem Messer habe das Fahrzeug verlassen, die „B.Z.“ schrieb von einer Machete.
Update 0.42 Uhr: „Nach Informationen von RTL/ntv konnte der Amokfahrer festgenommen werden“, ist auf n-tv.de zu lesen. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es noch nicht.
Update 0.17 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) spricht nach dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days von einem „Angriff auf unsere freie und weltoffene Gesellschaft“. „Nach einem friedlichen und bunten CSD wurde die Versammlung für ein tolerantes und friedliches Berlin auf brutalste Art attackiert“, teilte er mit.
CSD bei Berlin: Mindestens ein Toter, zudem Schwerverletzte
Update 0.07 Uhr: Bei dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin hat es nach Polizeiangaben auch Schwerverletzte gegeben. Das erklärte Polizeisprecher Florian Nath bei X. Zuvor hatte er von 15 Betroffenen berichtet. Ein Mensch sei so lebensgefährlich verletzt worden, dass er gestorben sei.
Update 0.00 Uhr: Nach dem tödlichen Vorfall am Rande des Christopher Street Days warnt der Berliner Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler vor Spekulationen über den Hintergrund. Danach gefragt, ob es irgendwelche Hinweise für einen politischen oder kriminellen Hintergrund gebe, sagte der SPD-Politiker, dazu könne man im Moment noch nichts zu sagen. Es sei auch besser, noch nicht zu spekulieren. „Es hat sich ja auch nicht in der Veranstaltung selber abgespielt, sondern tatsächlich im Tiergarten.“ Das mache die Sache nun auch unübersichtlich.
Gaebler, der Innensenatorin Iris Spranger während ihres Urlaubs vertritt, zeigte sich bestürzt über den Vorfall - insbesondere bei einer Veranstaltung, bei der Hunderttausende „für Vielfalt, für Zusammenleben und für Achtung voreinander demonstriert haben“. „Und insofern ist das natürlich noch mal ein Beweis dafür, dass man das nicht oft genug machen kann“, sagte Gaebler.
Update 23.59 Uhr: Bei dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin ist nach ersten Erkenntnissen ein weißer Wagen am Ahornsteig parallel zur Lennéstraße gefahren. Das sagte Polizeisprecher Florian Nath. Dort habe das Fahrzeug mehrere Personen angefahren, möglicherweise auch umgefahren, bevor er mit Baum kollidierte. Der Fahrer habe das Fahrzeug verlassen und sich in unbekannte Richtung entfernt.
CSD in Berlin: Hintergründe des Vorfalls noch völlig unklar
Update 23.57 Uhr: Nachdem ein Fahrzeug mehrere Menschen in Berlin angefahren hat, sind die Hintergründe noch unklar. „Wir wissen momentan noch nichts über irgendwelche Motivlagen, über die Person des Täters oder Ähnliches“, sagte ein Polizeisprecher. „Das ist alles noch nicht gesichert bekannt.“ Sie fahndeten mit Hochdruck nach möglichen Tatverdächtigen.
Update 23.46 Uhr: Bei dem Vorfall am Rande des Christopher Street Days in Berlin ist nach Polizeiangaben mindestens ein Mensch getötet worden. 14 weitere Menschen würden wegen Verletzungen derzeit behandelt, sagte Polizeisprecher Florian Nath. Nach dem Täter oder den Tätern werde unter „Hochdruck“ gefahndet, so die Polizei.
Update 23.34 Uhr: Die Polizei ist mit einem Großaufgebot in dem Bereich des Tiergartens. Einsatzkräfte leuchteten den Bereich zwischen Potsdamer Platz und der Südseite des Tiergartentunnels aus, wie ein dpa-Reporter berichtete. Sie suchten nach Spuren.
Update 23.31 Uhr: Der Christopher Street Day in Berlin ist abgebrochen worden. Nach Angaben der Polizei gibt es eine Lage mit mehreren Verletzten. Was ist bisher bekannt?
Was wir wissen:
- Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Berlin den Christopher Street Day gefeiert.
- Gegen 22.00 Uhr wird das Fest plötzlich abgebrochen. Nach Angaben der Polizei kommt es zu dem größeren Polizeieinsatz im Tiergarten.
- Die Polizei berichtet, ein Fahrzeug habe mehrere Menschen angefahren. Man behandele mehrere verletzte Personen.
Alle Besucherinnen und Besucher werden gebeten, den Bereich zu verlassen.
- „Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, erklärt Polizeisprecher Florian Nath in einem Video auf X.
- Die Polizei ist mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz.
Was wir nicht wissen:
Was genau passiert ist, ist noch unklar.
Dazu zählen Ablauf, aktueller Stand, Zahl der Verletzten und die Hintergründe der Tat.
Ob der mutmaßliche Täter gefasst ist, ist offen, ebenso, ob es ein Einzeltäter ist oder mehrere sind.
Erstmeldung: Beim Christopher Street Day in Berlin soll nach ersten Angaben der Polizei ein Fahrzeug mehrere Menschen verletzt haben. Mutmaßlich sei ein Fahrzeug in den Tiergarten gefahren, teilte die Polizei auf der Onlineplattform X mitteilte. Der CSD wurde abgebrochen.
CSD in Berlin abgebrochen: Auto verletzt mehrere Menschen – „Meiden Sie den Bereich“
„Wir fahnden mit Hochdruck nach tatverdächtigen Personen“, sagte Polizeisprecher Florian Nath in einem veröffentlichten Video bei X. Die Polizei sei mit zahlreichen Polizisten und Rettungskräften im Einsatz. Alle Besucherinnen und Besucher wurden gebeten, den Bereich zu verlassen. Was genau passiert ist, blieb zunächst unklar.
„Wir haben eine Polizeilage“, sagte der Polizeisprecher. „Bitte meiden Sie den Bereich und umfahren ihn weiträumig“, hieß es von der Polizei.
Hunderttausende Menschen feierten in der Hauptstadt den CSD. Mit ihrer Demonstration wollten die Veranstalter ein Zeichen für Demokratie, Toleranz und Vielfalt setzen.
Am Abend trat unter anderem Sarah Connor bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor auf. Mit einer Regenbogenflagge um die Schultern spielte sie rund eine halbe Stunde lang ihre Songs. (Quellen: dpa, X, Polizei Berlin, n-tv, Focus) (lin/kiba)
Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa






