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Gedenkveranstaltung geplant

„Was passiert ist, hat etwas in mir verändert“: Künstler nach Anschlag auf CSD in Berlin bestürzt

Während des CSD in Berlin ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Es gibt eine Tote und zahlreiche Verletzte. Deutsche Prominente sind fassungslos.

Am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Dabei ist eine Frau ums Leben gekommen, 16 weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Die Polizei fahndet unter Hochdruck nach dem Tatverdächtigen. Neben Stimmen aus der Politik, haben sich auch Prominente zu dem Anschlag geäußert.

Unter Hochdruck fahndet die Polizei nach dem mutmaßlichen Fahrer, der einen weißen Wagen in eine Menschenmenge unweit des CSD gefahren hat.

Pop-Sängerin Sarah Connor, die noch am Abend ein Konzert am Brandenburger Tor zum CSD gegeben hatte, äußerte sich in ihrer Instagram-Story. „Mir fehlen die Worte“, sagte die 46-Jährige. „Mein Beileid an alle Angehörigen.“ Der Vorfall sei umso mehr ein Grund, „laut zu sein und laut zu bleiben“.

Anschlag während CSD in Berlin: „Hat etwas in mir verändert“

Auch Moderatorin Ricarda Hofmann ist fassunglos. Tagsüber führte sie noch durch das Programm des CSD am Brandenburger Tor. „Was heute passiert ist, hat etwas in mir verändert“, schrieb sie auf Instagram. „Ich war heute beim CSD“, so Hofmann weiter. „Nicht nur als Moderatorin, sondern als Teil einer Community, die zusammenkommt, um sichtbar zu sein. Um Liebe zu feiern. Um füreinander einzustehen.“

Schauspieler und Fernsehmoderator Jochen Schropp führte mit Hofmann durch das Programm. Auch er zeigte sich bestürzt vor dem Anschlag. „Ich hoffe irgendwie, wir kommen da als Community gut durch“, sagte er in seiner Instagram-Story. Er habe viele Menschen gesehen, die danach unter Schock standen.

Trauerbeflaggung am Reichstag: Eindrücke aus Berlin nach dem Anschlag beim CSD

Menschen demonstrieren unter dem Motto „Haltung ist hot“ beim Christopher Street Day. Erstmals findet der Berliner CSD an zwei Tagen statt.
Menschen demonstrieren unter dem Motto „Haltung ist hot“ beim Christopher Street Day. Erstmals findet der Berliner CSD an zwei Tagen statt. Es ist eine der größten Veranstaltung ihrer Art in Europa.  © Fabian Sommer/dpa
Menschen feiern nach der Parade zum Christopher Street Day (CSD) unter dem Motto „Haltung ist hot“ auf der Straße des 17. Juni.
Menschen feiern nach der Parade zum Christopher Street Day (CSD) unter dem Motto „Haltung ist hot“ auf der Straße des 17. Juni. Am Abend des 25. Juli musste die Veranstaltung abgebrochen werden, weil ein Mann einen Pkw im Tiergarten in eine Gruppe von Menschen steuerte. Eine Frau starb, 29 Menschen wurden teils schwer verletzt.  © Fabian Sommer/dpa
CSD Berlin
Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD am 25. Juli ist die Polizei im Einsatz. © Fabian Sommer / dpa
CSD Berlin
Polizeibeamte sind nach dem Anschlag rund um den Einsatzort unterwegs. © Fabian Sommer / dpa
CSD Berlin
Berlin Pride forderte die Gäste auf, das Gelände ruhig und geordnet zu verlassen und den Tiergarten sowie die Siegessäule zu meiden. © Fabian Sommer / dpa
CSD Berlin
Rettungskräfte behandeln nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin Verletzte. © Andreas Rabenstein / dpa
Beim Christopher Street Day (CSD) ist es am Samstag (25.7.) zu einer Polizei-Lage gekommen. Hier sehen Sie die ersten Bilder vom Einsatzort.
Nach ersten Angaben der Polizei wurden 16 Menschen verletzt. Laut Feuerwehr wurden von den 16 Verletzten drei lebensbedrohlich und acht schwer verletzt. Zudem gebe es fünf leicht verletzte Menschen. Die lebensbedrohlich und schwer verletzten Menschen seien alle in Krankenhäuser gebracht worden.  © Andreas Rabenstein / dpa
Beim Christopher Street Day (CSD) ist es am Samstag (25.7.) zu einer Polizei-Lage gekommen. Hier sehen Sie die ersten Bilder vom Einsatzort.
Später wurde die Zahl der Verletzten auf 29 korrigiert. Eine Frau starb noch vor Ort an ihren Verletzungen.  © RALF HIRSCHBERGER / AFP
Beim Christopher Street Day (CSD) ist es am Samstag (25.7.) zu einer Polizei-Lage gekommen. Hier sehen Sie die ersten Bilder vom Einsatzort.
Die Polizei und Rettungskräfte sind nach dem Anschlag auf den Berliner CSD im Einsatz. © RALF HIRSCHBERGER / AFP
Beim Christopher Street Day (CSD) ist es am Samstag (25.7.) zu einer Polizei-Lage gekommen. Hier sehen Sie die ersten Bilder vom Einsatzort.
Die Polizei hatte zunächst von einer „Polizeilage“ gesprochen, jedoch schnell öffentlich gemacht, dass ein Auto im Tiergarten Menschen erfasst hat.  © ANTOINE LAMBROSCHINI / AFP
Beim Christopher Street Day (CSD) ist es am Samstag (25.7.) zu einer Polizei-Lage gekommen. Hier sehen Sie die ersten Bilder vom Einsatzort.
Der Bereich wurde weiträumig abgesperrt. Der mutmaßliche Täter konnte laut Polizei aus einem weißen Fahrzeug flüchten.  © ANTOINE LAMBROSCHINI / AFP
Beim Christopher Street Day (CSD) ist es am Samstag (25.7.) zu einer Polizei-Lage gekommen. Hier sehen Sie die ersten Bilder vom Einsatzort.
Da Augenzeugen von Stichverletzungen berichteten, prüfte die Polizei auch eine „mögliche zweite Tatphase“, die der mutmaßliche Täter mit einer Stichwaffe begangen haben könnte.  © UTA TOCHTERMANN / AFP
Beim Christopher Street Day (CSD) ist es am Samstag (25.7.) zu einer Polizei-Lage gekommen. Hier sehen Sie die ersten Bilder vom Einsatzort.
Am Sonntagmorgen nach dem Anschlag veröffentlichte die Polizei ein Fahndungsfoto, das den mutmaßlichen Täter zeigen soll, und bittet die Bevölkerung um Hilfe. © RALF HIRSCHBERGER / AFP
Beim Christopher Street Day (CSD) ist es am Samstag (25.7.) zu einer Polizei-Lage gekommen. Hier sehen Sie die ersten Bilder vom Einsatzort.
Eine Teilnehmerin steht eingehüllt in eine Decke bei Einsatzkräften. © RALF HIRSCHBERGER / AFP
Einsatzkräfte der Polizei und Rettungskräfte stehen im Großen Tiergarten nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD). Nachdem ein Auto mehrere Menschen am Rande des Christopher Street Day in Berlin angefahren und verletzt hat, sucht die Polizei nach Verdächtigen Personen.
Einsatzkräfte der Polizei und Rettungskräfte stehen im Großen Tiergarten nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD).  © Sebastian Gollnow/dpa
Marlon, in eine Pride-Fahne gehüllt, hockt neben einem Polizeifahrzeug nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD). Nachdem ein Auto mehrere Menschen am Rande des Christopher Street Day in Berlin angefahren und verletzt hat, sucht die Polizei nach Verdächtigen Personen. Bei dem Vorfall am Rande ist nach Polizeiangaben mindestens ein Mensch getötet worden. 16 weitere Menschen würden wegen Verletzungen derzeit behandelt, sagte Polizeisprecher Nath.
Marlon, in eine Pride-Fahne gehüllt, hockt neben einem Polizeifahrzeug nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD).  © Sebastian Gollnow/dpa
In Rettungsdecken gehüllte Personen stehen neben einem Zelt der Feuerwehr nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD).
In Rettungsdecken gehüllte Personen stehen neben einem Zelt der Feuerwehr nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD).  © Fabian Sommer/dpa
Polizeisprecher Florian Nath (l) und Kai Wegner (M, CDU), Regierender Bürgermeister, sprechen nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD) mit Journalisten.
Polizeisprecher Florian Nath (l) und Kai Wegner (M, CDU), Regierender Bürgermeister, sprechen nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD) mit Journalisten.  © Fabian Sommer/dpa
Polizeisprecher Florian Nath (M) spricht nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD)mit Journalisten.
Polizeisprecher Florian Nath (M) spricht nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD)mit Journalisten.  © Fabian Sommer/dpa
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD) im Tiergarten im Einsatz.
Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach dem Abbruch des Christopher Street Day (CSD) im Tiergarten im Einsatz.  © Fabian Sommer/dpa
Ein zerstörtes weißes Fahrzeug steht im Bereich des Tiergartens, wo es einen Baum gerammt hatte. Am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin war das Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurde eine Frau getötet, 16 weitere Menschen verletzt., zum Teil schwer.
Ein zerstörtes weißes Fahrzeug steht im Bereich des Tiergartens, wo es einen Baum gerammt hatte. Am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin war das Fahrzeug in eine Menschenmenge gefahren. Dabei wurde eine Frau getötet, 29 weitere Menschen verletzt., zum Teil schwer. © Jason Tschepljakow/dpa
Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei sperren sämtliche Zugänge zum S-Bahnhof Anhalter Bahnhof in Berlin ab. Unter Hochdruck fahndet die Polizei nach dem mutmaßlichen Fahrer, der einen weißen Wagen in eine Menschenmenge unweit des Christopher Street Days (CSD) gefahren hat.
Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei sperren sämtliche Zugänge zum S-Bahnhof Anhalter Bahnhof in Berlin ab.  © Michael Ukas/dpa
Schwer bewaffnete Spezialkräfte der Polizei sperren sämtliche Zugänge zum S-Bahnhof Anhalter Bahnhof in Berlin ab. Unter Hochdruck fahndet die Polizei nach dem mutmaßlichen Fahrer, der einen weißen Wagen in eine Menschenmenge unweit des Christopher Street Days (CSD) gefahren hat.
Unter Hochdruck fahndet die Polizei nach dem mutmaßlichen Fahrer, der einen weißen Wagen in eine Menschenmenge unweit des Christopher Street Days (CSD) gefahren hat. © Michael Ukas/dpa
Ein Polizeibeamter steht vor dem Hauseingang des Wohnblocks, in dem in der Nacht eine Wohnung durchsucht wurde.
Ein Polizeibeamter steht vor dem Hauseingang des Wohnblocks, in dem in der Nacht eine Wohnung durchsucht wurde.  © Sebastian Gollnow/dpa
Menschen stehen Arm in Arm im Bereich des Tiergartens, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte.
Menschen stehen Arm in Arm im Bereich des Tiergartens, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte.  © Sebastian Gollnow/dpa
Pressevertreter stehen vor einer Absperrung im Bereich des Tiergartens, wo ein Auto einen Baum gerammt hatte.
Pressevertreter stehen vor einer Absperrung im Bereich des Tiergartens, wo ein Auto einen Baum gerammt hatte.  © Sebastian Gollnow/dpa
Polizisten stehen an einem zerstörten weißen Fahrzeug im Bereich des Tiergartens, wo es einen Baum gerammt hatte.
Polizisten stehen an einem zerstörten weißen Fahrzeug im Bereich des Tiergartens, wo es einen Baum gerammt hatte. © Sebastian Gollnow/dpa
Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung (BSR) säubern die Straße des 17. Juni nach dem Christopher Street Day (CSD) - im Hintergrund ist die Siegessäule zu sehen. Der CSD war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren ist.
609535937.jpg © Kathrin Deckart/dpa
Ein Polizeifahrzeug steht am Morgen vor einer Bühne am Brandenburger Tor.
609536252.jpg © Kathrin Deckart/dpa
An einem Zaun, an dem Blumen liegen, hängt ein Zettel mit der Aufschrift „Wir müssen Zusammenhalten Gemeinsam sind wir stärker als der Hass und die Gewalt!“
An einem Zaun, an dem Blumen liegen, hängt ein Zettel mit der Aufschrift „Wir müssen Zusammenhalten Gemeinsam sind wir stärker als der Hass und die Gewalt!“ © Monika Wendel/dpa
Ein Schild mit der Aufschrift „Liebe siegt!“ liegt vor Blumen an einem Baum, nahe einem abgesperrten Bereich des Tiergartens, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte.
Ein Schild mit der Aufschrift „Liebe siegt!“ liegt vor Blumen an einem Baum, nahe einem abgesperrten Bereich des Tiergartens, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte. © Sebastian Gollnow/dpa
Eine Regenbogenflagge, Blumen und Kerzen stehen vor einem Baum nahe dem Bereich, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte.
Eine Regenbogenflagge, Blumen und Kerzen stehen vor einem Baum nahe dem Bereich, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte.  © Sebastian Gollnow/dpa
Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen den Forst in der Nähe des Bereichs des Tiergartens, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte.
Einsatzkräfte der Polizei durchsuchen den Forst in der Nähe des Bereichs des Tiergartens, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte.  © Sebastian Gollnow/dpa
Ein Mann schreibt eine Trauerbekundung auf ein Papier nahe dem Bereich, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte.
Ein Mann schreibt eine Trauerbekundung auf ein Papier nahe dem Bereich, wo ein Fahrzeug einen Baum gerammt hatte. © Sebastian Gollnow/dpa
Die Flaggen am Reichstagsgebäude des Deutschen Bundestags hängen nach dem Anschlag beim Berliner CSD auf Halbmast.
Die Flaggen am Reichstagsgebäude des Deutschen Bundestags hängen nach dem Anschlag beim Berliner CSD auf Halbmast.  © Fabian Sommer/dpa

„Ich bin sprachlos und entsetzt“: Gedenkveranstaltung nach Anschlag in Berlin geplant

„Ich bin sprachlos und entsetzt. In Gedanken bei den Opfern dieses furchtbaren Angriffs“, teilte Dragqueen Barbie Breakout mit. Sie hatte die Veranstaltung am Freitag (24. Juli) moderiert. Ähnlich betroffen zeigte sich auch Bill Kaulitz, der mit seiner Band Tokio Hotel 2023 bei der Veranstaltung in Berlin aufgetreten war: „Ich denke an euch alle beim CSD Berlin.“

Rapperin Ikkimel war bereits am Freitag (24. Juli) beim CSD aufgetreten. „Ich kann es nicht fassen“, äußerte sie sich ebenfalls in ihrer Instagram-Story. „Wenigstens Berlin sollte ein sicherer Ort sein. Liebe ist niemals der Fehler, Angst und Hass niemals eine Antwort.“ Gerade jetzt sei es wichtig, dass Menschen zusammenhalten.

Auch Entertainer Riccardo Simonetti hat auf den tödlichen Angriff reagiert. „Mir ist sofort richtig schlecht geworden“, schrieb der 33-Jährige auf Instagram. „Ich bin froh, dass es den Menschen, die mir nahestehen, soweit gut geht, aber ich bin entsetzt darüber, dass Nachrichten wie diese kein Albtraum sind, sondern Realität, in der wir 2026 alle leben.“ Er hatte am Samstag am CSD in Stuttgart teilgenommen.

Die Veranstalter des CSD in Berlin haben für Sonntag (26. Juli) zwei Events abgesagt. Der geplante Breakfast Market und das After-CSD-Cleanup finden nicht statt. Der Flinta-Chor D-Dur Dykes* plant stattdessen eine Gedenkveranstaltung um 14 Uhr am Pariser Platz. „Wir trauern gemeinsam“, heißt es in einem dazugehörigen Instagram-Post. (Quellen: dpa, Instagram) (kas)

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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