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Experte war schon am Laila Peak in Pakistan

„Die Berge zerbröseln“: Werden Felsstürze wie bei Dahlmeiers Tod häufiger? Ein Bergführer klärt auf

Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
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Wo früher alles voller Schnee und Eis war, sind jetzt viele grüne Wiesen – doch das ist nicht nur positiv.

Die Bestürzung nach dem Bergunglück von Laura Dahlmeier war groß. Allerdings könnten Felsstürze und Steinschläge häufiger werden. Denn die Berge verändern sich. Ein Bergführer aus der Region erklärt auf einer Wanderung zur Neuen Prager Hütte, woran man das erkennt – und was das Gefährliche ist.

von Tom Fleckenstein

Osttirol/Bad Aibling/Bergen – Das türkisfarbene Wasser vom Gschlössbach am Venedigerhaus im Nationalpark Hohe Tauern rauscht laut herunter. Das Wasser kommt vom Schlatenkees, einem Gletscher. Noch in den 90er Jahren war er ein mächtiger kilometerlanger Eisriese, der sich bis ins Tal zog. Auch Wanderer ohne Hochtourenerfahrung konnten auf einem einfachen Rundweg das blau schimmernde Eis des Gletschers bewundern. Doch jedes Jahr zieht sich das Schlatenkees in Osttirol so stark zurück wie kaum ein anderer Gletscher in Österreich. Rund 90 Meter pro Jahr und das bringt Konsequenzen mit sich.

Bergführer sehen dramatische Auswirkungen des Klimawandels

Hans Hocke aus Bergen im Chiemgau ist ein erfahrener Bergführer und Ausbildungsleiter beim Deutschen Alpenverein (DAV). Er geht an diesem Tag die 1300 Höhenmeter hinauf zur Neuen Prager Hütte im Nationalpark Hohe Tauern, die in den vergangenen beiden Jahren vorzeitig schließen musste. Auch das hat mit dem Gletscherrückgang des Schlatenkees zu tun: Wassermangel. Der 62-Jährige beobachtet in seiner täglichen Arbeit die dramatischen Auswirkungen des Klimawandels, vor allem in den Alpen: „Das verändert das Bergsteigen massiv. Ganze Wege sind weg, die Berge zerbröseln, weil der Kitt durch den Permafrost fehlt. Es wird definitiv gefährlicher.“

Für seine Ausbildungskurse zum Hochtourenführer muss er jetzt bis Chamonix (Frankreich) reisen, um für die Spaltenbergung vernünftige Bedingungen zu finden. „Das ist ein Teufelskreis. Ich muss immer weiter fahren und CO₂ dabei rausblasen. Was immer mehr zur Klimakatastrophe beiträgt“, sagt Hocke.

Temperatur in den Alpen immer weiter gestiegen

Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich auch in den Bergen. Seit 1980 ist die Temperatur in den Alpen um 2,7 Grad gestiegen. So stark wie sonst nirgends. Das wird mit den riesigen, vom Gletscher glatt geschliffenen Felsblöcke aus Granit- und Gneis deutlich. Schmilzt der Gletscher, gibt er immer mehr Gesteinsflächen frei. Zusätzlich wird dunkler Schutt durch den Schmelzwasserdruck auf die Eisoberflächen gespült. Diese dadurch entstehenden, schwarzen Flächen beschleunigen die Erwärmung zusätzlich.

Klimawandel auch in den Alpen sichtbar: Bilder einer Wanderung auf die Neue Prager Hütte

Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
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Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
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Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
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Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
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Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.
Die Wanderung auf die Alte und Neue Pragerhütte war früher noch bestimmt vom Eis des Schlatenkees Gletschers, heute sind dort viele grüne Wiesen – der Klimawandel macht sich bemerkbar und bringt Gefahren.  © Tom Fleckenstein

Richtung Norden spitzt der Großglockner aus den Wolken heraus, mit 3798 Metern der höchste Berg in Österreich. Er liegt ebenfalls im Nationalpark Hohe Tauern. Mit dem größten Gletscher Österreichs, der Pasterze. Dieser ist ebenfalls stark im Rückzug. „Eigentlich eine schöne Tour“, sagt Hocke, der am liebsten klettert. Doch auch am Großglockner wird der Fels zunehmend brüchiger, die Steinschlaggefahr nimmt zu. Am Rainerhorn, nicht weit vom Schlatenkees, gab es Anfang August einen riesigen Felssturz. Wenn das Eis unter den Schutthängen schmilzt, wird alles zunehmend brüchiger. Zum Zeitpunkt, als die Brocken ins Tal donnerten, waren zum Glück keine Bergsteiger unterwegs.

Bekannte Biathletin verunglückt in den Bergen

Im Karakorum hat dagegen ein Steinschlag der Alpinistin und ausgebildeten Bergführerin Laura Dahlmeier das Leben gekostet. Hans Hocke war selbst schon am 6000 Meter hohen Laila Peak in Pakistan auf Expedition. „Ich musste umkehren so wie Laura, nur hatte ich eben Glück, und sie großes Pech.“ Technisch war es wohl kein Problem. Auch die Wettervorhersage war gut. Dennoch passierte das Unglück. Tagsüber werde es dort sehr heiß und der Klimawandel spielt auch hier eine Rolle für die Abschmelzungen und die Stabilität am Fels.

Bergtourismus ändert Anforderungen an die Hütten

Nach drei Stunden Aufstieg kommt Hocke auf seiner Tour auf 2489 Metern Höhe zu einem alpinen Kulturdenkmal. Die Alte Prager Hütte von 1872, erbaut von Johann Stüdl. Er war Mitbegründer des Deutschen Alpenvereins und maßgeblich beteiligt an der touristischen Erschließung der Großglockner – und der Venedigergruppe. Damals reichte der Schlatenkees noch bis zur Alten Prager Hütte heran und so konnte die Wasserversorgung stets gewährleistet werden. Jetzt liegt der Gletscher weit weg.

Durch den zunehmenden Bergtourismus wurde die Hütte zu klein. Daher baute der Prager Kaufmann Stüdl, der auch den ersten Bergführerverein in den Ostalpen gründete, 300 Meter weiter oben die Neue Prager Hütte. Die alte Hütte wurde mittlerweile vom Alpenverein restauriert und soll zeigen, wie einfach das Leben in den Bergen sein kann. Ein warmer Raum mit Ofen und Schlafplätzen reicht.

Das ist das DAV Pilotprojekt Neue Prager Hütte

Die Neue Prager Hütte liegt auf 2796 Metern Höhe mitten in der Gletscherwelt des Nationalparks Hohe Tauern. Sie ist ein Ausgangspunkt für die Besteigung des Großvenedigers, mit 3657 Metern der höchste Berg der Venedigergrupppe, auch ein gut besuchtes Skitourenziel. Die Sommersaison dauert von Mai bis Mitte September. Es gibt 89 Schlafplätze, online buchbar über das Hüttenportal des DAV. Zustieg 1300 Höhenmeter in ungefähr viereinhalb Stunden über Innergschlößl.

Die Hütte wird derzeit saniert. Die neue Zisterne mit 12.000 Litern Fassungsvermögen sammelt das Wasser aus den umliegenden Schneefeldern sowie die Niederschläge im Sommer. Die Schneefelder werden per Satellit vermessen, Sensoren messen den Wasserverbrauch.

Die Trockentoiletten trennen feste und flüssige Ausscheidungen und funktionieren ohne Spülung. Das soll ein Drittel des Wasserverbrauchs sparen. Die Feststoffe werden mit Würmern zersetzt. Das erleichtert die Kompostierung. Die Stromversorgung funktioniert über eine Photovoltaikanlage und einen Notstromgenerator. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 800.000 Euro. Allein in der Betonierphase waren 70 Hubschrauberflüge pro Tag nötig.

Wo früher eine Schicht aus Eis war, liegen jetzt riesige graue Felsen. Auf diesen braucht man eine gute Sohle, um Halt zu finden. Auf seiner Tour zur Neuen Prager Hütte begleiten Hocke zeitweise ein paar Schafe. Zwischen den Felsen tauchen ein paar Murmeltiere auf. Blaubeeren und bunte Blumen wachsen am Wegesrand. Nach einer Stunde Aufstieg taucht die Neue Prager Hütte auf, in knapp 2800 Metern Höhe. Seit Juni ist sie wiedereröffnet, denn in den vergangenen beiden Jahren musste sie wegen Trink-Wassermangels schließen.

Der Deutsche Alpenverein hat sich hier zur Aufgabe gemacht, das denkmalgeschützte Steinhaus mit seinen rot-weiß-roten Fensterläden zu renovieren. Der Verein ist für die Hütte zuständig. So entsteht neben dem Hauptgebäude ein neues, mit Schindeln gedecktes Haus mit Trockenklos. Die Investition von 400.000 Euro soll ein Drittel Wasser einsparen. Außerdem sollen zukünftig auch die Gäste Wasser einsparen, so haben die Duschen einen Sparduschkopf. Hocke selbst will noch mehr Wasser sparen, für ihn reicht auch mal eine Katzenwäsche. „Wozu am Morgen vor der Tour duschen, wenn ich fünf Minuten später wieder schwitze“, sagt er. Wichtiger sei ihm die gute Verpflegung.

Auf der Neuen Prager Hütte arbeitet Maja. Sie ist gelernte Konditorin und kocht. „Hervorragendes einfaches, aber gutes Essen“, lobt Hocke die Köchin, als er die Knödel mit Schwammerl probiert. Von der Neuen Prager Hütte aus seien es laut Hocke nur noch 850 Höhenmeter auf den Großvenediger. „Das ist absolut machbar und konditionell nicht sehr anspruchsvoll. Doch es geht über spaltenreiches Gelände. Da ist Anseilen Pflicht“, sagt Hocke. Bei schönem Wetter gibt es auf dem Gipfel einen 360 Grad Blick in die Berchtesgadener Alpen und nach Südtirol. Und auf das Schlatenkees. Doch schon in 20 Jahren könnten laut Alpenverein alle Gletscher in Österreich abgeschmolzen sein.

„Der Umweltschutz gerät unter die Räder: “Alpenverein kritisiert Merz und von der Leyen

Die Bundesregierung und die EU konzentrieren sich derzeit zu viel auf die Wirtschaft. Der Naturschutz leide, sagt der Vizepräsident des Deutschen Alpenvereins (DAV), Wolfgang Arnoldt. Im Interview mit dem OVB fordert er wieder mehr Engagement und finanziellen Einsatz beim Kampf gegen den Klimawandel.

Wie empfinden Sie das aktuelle politische Klima beim Kampf gegen den Klimawandel?

Wolfgang Arnoldt: Im Moment ist in der Bundespolitik unter Bundeskanzler Friedrich Merz wieder ein starker Gegenwind zu spüren, was den Naturschutz betrifft. Und auf EU-Ebene wird der von der Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen groß angekündigte sogenannte „Green Deal“ wieder aufgeweicht. Der Umweltschutz gerät unter die Räder.

Was kann der DAV dagegen unternehmen?

Arnoldt: Der DAV mit seinen 1,6 Millionen Mitgliedern will in Zukunft mehr Druck machen in der Politik. Insofern haben wir einen Strategiewechsel vorgenommen. Seit seiner Gründung 1869 hat sich der Alpenverein für den Erhalt der Berge eingesetzt. Es stand das Bergerlebnis, der Zusammenhalt der Bergsteiger und die Erschließung der Alpen mit Hütten und Wegen im Vordergrund. Auch in Zukunft wollen wir nachhaltiges Bergwandern, natürliches Klettern und Mountainbiken in den Bergen erhalten. Das geht aber nur, wenn wir uns dem Klimawandel anpassen. Daher werden wir uns in Zukunft noch mehr in der Politik und der Gesellschaft für den Erhalt der Natur nicht nur in den Bergen einsetzen und Lobby für die Umwelt betreiben.

Der Klimawandel schreitet vor allem im Hochgebirge rasant voran. Gletscher wie das Schlatenkees im Nationalpark Hohe Tauern, aber auch der Zugspitzgletscher schwinden im Rekordtempo. Was fordern Sie angesichts der dramatischen Lage?

Arnoldt: Der DAV bekommt das mit seinen Mitgliedsbeiträgen und 2,5 Millionen Stunden ehrenamtlicher Arbeit in Zukunft nicht mehr allein gestemmt. Wir haben jetzt bei der CSU in Bayern einen Notfallfond gefordert für die Anpassung an den Klimawandel. Aber bundesweit muss ein Umdenken in der Förderpolitik stattfinden. So werden zum Beispiel keine Trockenklos gefördert, obwohl die erheblich Wasser sparen. Der Umbau der Anlage auf der Neuen Prager Hütte kostet uns allein schon 400.000 Euro.

In Österreich hat der Alpenverein 95 Millionen vom Bund gefordert zur Sanierung der Hütten und Wege, und konnte dabei einen Erfolg erzielen. Macht das Mut?

Arnoldt: Der ÖAV hat eine Petition eingereicht. Am Ende kamen 5,4 Millionen Euro für die Klimaanpassung in den österreichischen Alpen für die nächsten zwei Jahre heraus. Doch das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wir brauchen eine dauerhafte Förderung und müssen viel mehr Geld im Kampf gegen den Klimawandel in die Hand nehmen.

Geht der DAV beim Klimaschutz auch selbst als gutes Beispiel voran?

Arnoldt: Ja. Wir haben eine Klimaschutzstrategie entwickelt, mit 100 Prozent Ökostrom. Außerdem bilanzieren wir die Emissionen und verzichten bei Reisen bis 1000 Kilometer auf das Fliegen. Die Autos fahren elektrisch und auf den Hütten soll die Verpflegung mit weniger Fleisch und Bioware aus den Regionen klimafreundlicher werden.

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