Drei Wochen nach tödlichem Bergunglück
Weggefährtin Preuß trauert um Laura Dahlmeier (†31): „Ich denke ständig an sie“
Drei Wochen nach dem tödlichen Unglück im Karakorum-Gebirge sitzt der Schock noch tief. Bei einem Familientag des Deutschen Skiverbands gedachten die Athleten Laura Dahlmeier. Ex-Teamkollegin Franziska Preuß spricht nun über ihre Trauer.
Reisbach/Ruhpolding – Der Tod von Laura Dahlmeier (†31) bewegt auch Wochen nach dem Unglück im Karakorum-Gebirge unzählige Menschen. Bei einem Familientag der deutschen Biathleten im niederbayerischen Reisbach gedachten die Athletinnen und Athleten der zweimaligen Olympiasiegerin.
Biathlon-Star Preuß über Dahlmeier-Tragödie
Franziska Preuß (31), langjährige Teamkollegin Dahlmeiers, zeigte sich im Gespräch mit Bild und BR24Sport tief betroffen. „Lauras Tod kann ich immer noch nicht greifen. Im Winter wird es uns noch bewusster, dass sie nicht mehr da ist. Ich denke ständig an sie“, sagte die Biathletin, die gebürtig aus Albaching stammt und nun mit ihrem Lebensgefährten in einem Haus in Ruhpolding wohnt. Besonders erinnerte sie sich an die WM 2015 in Kontiolahti, als beide gemeinsam Medaillen gewannen: „Das hat uns sehr zusammengeschweißt.“
Auch Johannes Kühn und Simon Schempp, Lebensgefährte von Preuß, sprachen von einem Schock. Schempp sagte zu BILD: „Was mich am meisten traurig macht, ist der Gedanke daran, was Laura noch alles hätte erleben können.“
Erinnerungen an Pyeongchang 2018
Unvergessen bleibt Dahlmeiers Doppel-Gold bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang. „Für uns sind dort Kindheitsträume wahr geworden“, so Schempp. Nach dem Karriereende sei Dahlmeier „ihren eigenen Weg gegangen und habe das gemacht, auf was sie Lust hatte“.
Mutter Susi und Messner erinnern an Laura
Auch die Familie meldete sich vor einigen Tagen zu Wort. Susi Dahlmeier, die Mutter der Verstorbenen, postete auf Instagram ein Foto einer Kette mit Bergmotiven, einer Sternschnuppe und einem geschwungenen „L“. Dazu schrieb sie: „Brücke ins Paradies“ – ein emotionales Andenken an ihre Tochter.
Auch Extrembergsteiger Reinhold Messner äußerte sich erst am Sonntag (17. August) im phoenix-Interview zu Dahlmeiers Tod. Er verstehe ihren Wunsch, im Falle eines Unglücks nicht geborgen zu werden. Doch betonte er zugleich, dass es für die Angehörigen schwer erträglich sei, dass die Leiche am Berg verbleibe. „In erster Linie sollten die Eltern entscheiden können, was mit dem Leichnam geschieht“, so der 80-Jährige. (mh)
