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Zahlreiche Helfer engagiert

Projekt #CrowdsourcingRosenheim des Stadtarchivs: So funktioniert‘s

Stadtarchiv Rosenheim (Montage)
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Links: Dr. Christian Höschler, der Leiter des Stadtarchivs Rosenheim. Rechts: Die Benutzeroberfläche des Projekts „#CrowdsourcingRosenheim“.

Seit kurzem kann man beim Online-Projekt „#CrowdsourcingRosenheim“ das Stadtarchiv durch das Verschlagworten von Luftbildern unterstützen. So ist der Stand der Dinge.

Rosenheim - „Es sind schon mehr als 250 von insgesamt über 1000 Fotos bearbeitet worden“, berichtet Dr. Christian Höschler, der Leiter des Stadtarchivs Rosenheim. Er sei äußerst zuversichtlich, dass das Projekt wertvolle Informationen bringen werde. „Das merken wir einfach durch den Austausch mit den Teilnehmern. Sie sind sichtlich bemüht, das korrekt zu machen und fragen genau nach, wie sie beispielsweise weiterführende Informationen geben können.“ Die ehrenamtlichen Helfer seien interessierte Bürger, die sich für die Stadtgeschichte interessieren. „Darunter viele älteren Rosenheimer, welche noch wache Erinnerungen an die Stadt in vergangenen Zeiten haben.“

Das Stadtarchiv Rosenheim startete Anfang Juli mit „#CrowdsourcingRosenheim“ ein Mitmach-Projekt. Ziel dabei ist es, gemeinsam die Geschichte der Stadt Rosenheim zu dokumentieren und damit langfristig sichtbarer zu machen. „Das Projekt bietet die Gelegenheit, an einzigartigen Unterlagen des Stadtarchivs mitzuarbeiten. Bürger können zum Beispiel alte Fotos aus Rosenheim beschreiben, Texte aus historischen Unterlagen abtippen oder ihr eigenes Wissen über Orte, Menschen und Ereignisse teilen“, beschreibt Höschler das Projekt. Dabei werden den freiwilligen Helfern Luftaufnahmen der Stadt zur Verfügung gestellt, die sie auswerten und beschreiben können.

Projekt #CrowdsourcingRosenheim des Stadtarchivs: So funktioniert das

Wie funktioniert das in der Praxis? Auf der Website des Projekts unter https://www.zooniverse.org/projects/choeschler/-number-crowdsourcingrosenheim?language=de findet man die besagten Luftbilder. In einem Eingabefeld kann man dann, teils durch die Auswahl von Antwortvorschlägen, Informationen über das Gezeigte beisteuern. Ist es ein Farbfoto oder eine Aufnahme in Schwarz-Weiß? Erkennt man Gebäude, Firmen oder andere Einrichtungen? Welche Straßen, Wege oder Plätze kann man ausmachen? Sind Flüsse, Bäche, Seen oder andere Gewässer zu sehen? Ein automatisch angezeigtes Tutorial sowie aufrufbare Hinweise zur korrekten Dateneingabe helfen dabei, die gewünschten Angaben korrekt mitzuteilen. „Es muss sich niemand Sorgen machen, dass er Fehler macht“, betont Höschler. „Wir vom Archiv überprüfen alle Eingaben, bevor sie in die Datenbank kommen.“

Es geht in dem Projekt also im Wesentlichen darum, die gezeigten Bilder zu verschlagworten. Derartige Projekte gibt es von Archiven immer mehr, beispielsweise durch die Landesarchive von Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Projekte wie das des Stadtarchivs von Rosenheim gelten unter Fachleuten als spannende Chance, das Kollektivwissen für die Einordnung insbesondere von Bildern zu nutzen. So könnten Nutzer „mit ihrem oftmals hochspezialisierten Expertenwissen zu bestimmten Themengebieten aktiv zur Verbesserung und Anreicherung von Erschließungsinformationen oder auch zur Erstellung von Transkriptionen und damit der Herstellung von Volltextrecherchierbarkeit beitragen“, bemerkt Dr. Esther-Julia Howell in einem Fachvortrag. Als Paradebeispiel gilt „Flickr Commons“. Ein Projekt der US-amerikanischen „Library of Congress“, der Forschungsbibliothek des Kongresses der Vereinigten Staaten mit dem Fotodienst Flickr.

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