Das OVB vom 16. August 1985
Fleisch-Lkw kippt um, Seniorin stirbt bei tragischem Unfall und Auszeit für Flötzinger-Pferde
Wieder einmal schauen wir ins Zeitungsarchiv: Was berichteten unsere Kollegen vor 40 Jahren? Blickt mit uns in die Ausgabe des Oberbayerischen Volksblatts (OVB) vom 16. August 1985:
Rosenheim - „Zu schnell ging nach Ansicht der Polizei ein italienischer Fleischtransport-Fahrer in Hochstätt in eine Linkskurve“, berichtet die Zeitung an diesem Tag, „Der Wagen geriet ins Schleudern und kippte seitlich um. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Sein Beifahrer kam mit dem Schrecken davon. Der entstandene Sachschaden an Ladung und Fahrzeug wurde auf rund 50 000 Mark geschätzt.“
„Schwere Verletzungen, denen sie am Mittwochmorgen im Großklinikum Großhadem erlag, erlitt am Dienstagnachmittag die 84 Jahre alte Klara W. aus Bad Aibling bei einem Verkehrsunfall auf der Rosenheimer Straße in der Kurstadt“, muss außerdem vermeldet werden, „Die alte Dame hatte, obwohl die Fußgängerampel nur wenige Meter entfernt war, die viel befahrene Straße überqueren wollen und war dabei von einem Motorradfahrer, der ihr nicht mehr ausweichen konnte, erfasst worden. Sie wurde auf die Straße geschleudert und trug schwere Kopfverletzungen davon. Nach der Versorgung im Kreiskrankenhaus Bad Aibling wurde sie noch am Dienstag mit dem Hubschrauber nach München gebracht. Doch waren auch dort alle ärztlichen Bemühungen umsonst.“
Das Oberbayerische Volksblatt (OVB) vom 16. August 1985: Fleisch-Lkw kippt um, Seniorin stirbt bei tragischem Unfall und Auszeit für Flötzinger-Pferde
„Noch rund 4300 VW-‚Käfer‘ sind nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg momentan im Raum Rosenheim, Stadt und Landkreis zusammengerechnet, registriert; und im Laufe der Zeit trifft man den ‚Käfer‘ immer seltener auf unseren Straßen an: Seitdem man vor sieben Jahren die Produktion des bis jetzt meistgebauten Autos der Welt in Deutschland eingestellt hat, mußte der VW anderen Modellen wie dem Passat, dem Golf und dem Polo Platz machen“, erfahren wir außerdem, „Immerhin gilt der Volkswagen aufgrund seines Hinterradantriebs bei vielen immer noch als der ‚Bergwagen‘ Nummer 1 und hat damit speziell in unserer hügeligen Voralpenlandschaft seine Vorzüge; auch auf Schotterstraßen und auf Schnee, wo andere Modelle erhebliche Probleme haben, fühlt sich der VW ausgesprochen wohl.“ Wie wir vom Kraftfahrtbundesamt erfahren haben, sind in der Region noch immer zahlreiche der Kult-Karren unterwegs.
„Ein Leben vollkommen ohne den Arbeitsstress genießen jetzt noch Perle, Lisa und Max, drei der vier französischen Kaltblüter, die — wie letztes Jahr — den Festwagen der Flötzinger-Brauerei bei der Wiesn ziehen werden“, so ein kurzer Bericht, „Sie gehören dem Landwirt Isidor Niedermair in Deutelhausen, auf dessen Koppeln sie jetzt den Tag verbringen. Vor Beginn der Erntezeit hat sie Niedermair ab und zu eingespannt, damit sie sich wieder an das Gehen vor dem Wagen gewöhnen. Der vierte Schimmel wird für die Wiesnzeit wieder ausgeliehen; er stammt aus der Miesbacher Gegend.“
Harte Arbeit für Handwerker
„Während die Rosenheimer Schüler derzeit ihre Ferien genießen, müssen die Handwerker hart arbeiten. Jedes Jahr in den Sommerferien werden viele Schulen zur Baustelle, wenn größere Reparaturen anfallen“, setzt ein weiterer Artikel an, „Eines der wichtigsten Projekte der letzten Jahre und auch gegenwärtig noch ist die Umstellung der Heizungen von Öl auf Gas.“ Große Summen würden in die Sanierungs- und Umbauarbeiten investiert. „Unnötige Mehrkosten entstehen, wenn Schulleiter Renovierungsarbeiten hinausschieben oder übersehen, einen Antrag auf finanzielle Unterstützung zu stellen. Doch nicht nur das Geld spielt hier eine große Rolle, sondern vor allem auch die Zeit. Alle Arbeiten müssen termingerecht bis zum Ferienende fertig sein, damit der Schulunterricht ungestört beginnen kann.“
Alle Blicke ins Zeitungsarchiv auf der Themenseite:
Alle bisher erschienen Artikel aus der jeden Samstag um 15 Uhr erscheinenden Reihe „Aus dem OVB-Zeitungsarchiv“ findet Ihr ab sofort auf dieser Themenseite. Aber auch diverse zusätzliche Artikel über spektakuläre Kriminalfälle, bekannte Persönlichkeiten der jüngeren Zeitgeschichte sowie andere bedeutende Ereignisse, nacherzählt an Hand von alten Zeitungsartikeln.
„Die Wehrprüfung legte in diesen Tagen der Nachwuchs der Rohrdorfer Feuerwehr ab. Acht junge Burschen bestanden in Anwesenheit von Bürgermeister Fritz Tischner, Feuerwehrreferent Alfred Fischbacher vom Landratsamt und weiterer Feuerwehrkameraden ihre ‚Feuertaufe‘“, erfahren wir schließlich noch, „Das Leistungsabzeichen in Bronze sicherten sich unter der Leitung von Gruppenführer Josef Piezinger junior Georg Summerer als Maschinist, Rudi Schober als Melder, Andreas Schauer als Angriffstruppführer und Michael Tischner als Angriffstrupp, Andreas Wiesböck junior als Wassertruppführer, Georg Wagner junior als Wassertrupp, Georg Kapsner als Schlauchtruppführer und schließlich Andreas Stöcker junior als Schlauchtrupp.


