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Nach Oberaudorf und Vogtareuth

In Großkaro soll eine Unterkunft für geflüchtete Menschen entstehen: Was geplant ist – und wann

In Großkarolinenfeld soll eine Unterkunft für Asylbewerber entstehen. Über das Vorhaben spricht Bürgermeister Bernd Fessler.
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In Großkarolinenfeld soll eine Unterkunft für Asylbewerber entstehen. Über das Vorhaben spricht Bürgermeister Bernd Fessler.

Die Gerüchteküche brodelt seit Februar, jetzt gibt es eine erste offizielle Stellungnahme: In Großkarolinenfeld soll eine Unterkunft für Asylbewerber entstehen. Was genau geplant ist, wann Baubeginn sein soll und wie die ersten Reaktionen ausfallen – das verrät Bürgermeister Bernd Fessler.

Großkarolinenfeld Der Hinweis erreichte die Redaktion bereits im Februar. Per E-Mail erkundigte sich ein Mann aus Großkarolinenfeld, ob man bereits wisse, dass in der Gemeinde eine Unterkunft für Asylbewerber entstehen soll. Eine Nachfrage bei Bürgermeister Bernd Fessler verlief damals ins Leere. Fünf Monate später meldete sich der Mann erneut bei der Redaktion. Dieses Mal mit weiteren Details.

Nicht öffentliche Verhandlungen

Eine erneute Nachfrage bei Bernd Fessler bringt Licht ins Dunkel. So sei in Großkarolinenfeld durchaus geplant, eine Unterkunft für Asylbewerber zu errichten. „Im Februar waren wir gerade mitten in den Gesprächen. Grundstücksangelegenheiten sind nie öffentlich“, sagt der Bürgermeister am Telefon. Aus diesem Grund könne er sich erst jetzt zu dem Thema äußern.

Bernd Fessler, Bürgermeister von Großkarolinenfeld.

Erste Gespräche habe es bereits Anfang des Jahres gegeben. Ein Grund dafür: Großkarolinenfeld beheimatet derzeit – gemessen an der Zahl der Einwohner – deutlich weniger Asylbewerber als andere Gemeinden im Landkreis beziehungsweise in Bayern. Für Bernd Fessler ein Unding. Er erinnerte daran, dass Großkarolinenfeld als ökumenische Gemeinde bekannt ist – und man diesem Bild auch gerecht werden wolle.

Aus diesem Grund habe er Kontakt mit dem Rosenheimer Landratsamt aufgenommen. Er habe den Verantwortlichen vor Ort von dem Grundstück an der Pfälzerstraße erzählt, das die Gemeinde erst kürzlich erworben hatte. Nach mehreren Verhandlungen sei man so zu einer Einigung gekommen.

Maximal 54 Bewohner

Ursprünglich haben wir uns darauf geeinigt, eine Unterkunft für 36 Asylbewerber zu schaffen“, sagt Fessler. Weil sich das finanziell aber nicht rentiert hätte – auch mit Blick auf die Kosten, die beispielsweise für die Erschließung anfallen würden – habe man sich letztendlich auf 54 Bewohner geeinigt.

In Großkarolinenfeld soll eine Unterkunft für geflüchtete Menschen entstehen. Geplant ist die Fläche hinter dem Gebäude in der Pfälzerstraße 19.

Auf der circa 1.500 Quadratmeter großen Fläche soll ein zweigeschossiges Gebäude in Containerbauweise entstehen. „Dadurch, dass wir auf das Landratsamt zugegangen sind, konnten wir vieles im Vorfeld regeln“, unterstreicht der Bürgermeister. Er habe bereits mit den beiden Rektoren gesprochen, da sich die geplante Asylunterkunft in der Nähe einer Schule befindet. Auch die Mitglieder seines Gemeinderats seien über das Vorhaben im Bilde.

Läuft alles nach Plan, soll über einen entsprechenden Bauantrag in der August-Sitzung des Gemeinderats abgestimmt werden. Nach einem positiven Bescheid könnte im Anschluss mit den Arbeiten begonnen werden. „Mit einer Fertigstellung ist im vierten Quartal 2025 zu rechnen“, teilt eine Sprecherin des Landratsamts auf OVB-Anfrage mit.

Migrationsbeauftragte im Einsatz

Die Planungen laufen in enger Abstimmung mit der Migrationsbeauftragten der Gemeinde. „Die Voraussetzungen für die Integration sind an diesem Standort wesentlich besser als irgendwo im Außenbereich, ohne irgendeine Anbindung“, ergänzt Fessler.

Die Gemeinde Großkarolinenfeld habe bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass sie offen für andere Kulturen ist. „Wir hatten in der Vergangenheit vielleicht auch deshalb keine nennenswerten Probleme mit Menschen, die hier von anderswo kommend Wohnung gefunden haben“, sagt der Bürgermeister. Das habe auch das Sicherheitsgespräch mit der Polizei bestätigt. Auch die Integration in den Vereinen habe bislang immer gut funktioniert. Zweifel daran, dass es dieses Mal genauso läuft, hat Bernd Fessler nicht.

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