Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Platz für 174 Menschen

Trotz Klage der Gemeinde Riedering: Auf Gut Spreng ziehen die Flüchtlinge ein – so geht es weiter

die ehemalige Hacketal-Klinik auf Gut Spreng
+
In die ehemalige Hacketal-Klinik auf Gut Spreng zieht wieder Leben ein. Die ersten Flüchtlinge sind aus der Turnhalle Bruckmühl hierher umverteilt worden.

Noch ist die Klage der Gemeinde Riedering gegen die Überdimensionierung der Flüchtlingsunterkunft nicht entschieden. Doch auf Gut Spreng ziehen schon die ersten Flüchtlinge ein. Wer dort ankommt – und wie es weitergeht.

Riedering – „Auf Gut Spreng zieht wieder Leben ein“, teilt die Gemeinde Riedering mit. Das vom Landratsamt Rosenheim angemietete ehemalige Klinikgebäude wird bereits mit Geflüchteten belegt. Der Gemeinde sei vor Pfingsten überraschend mitgeteilt worden, dass 43 allein reisende, volljährige Männer aus der Turnhalle Bruckmühl dort einziehen werden. Die ersten von ihnen haben sich im Meldeamt der Gemeinde bereits umgemeldet. Der Großteil der jungen Männer stamme aus der Ukraine, informierte die Gemeinde auf OVB-Anfrage.

Gegen 112 Plätze wehrt sich die Gemeinde

Auf Gut Spreng sollen künftig etwa 174 Asylsuchende unterkommen, 62 davon in der ehemaligen Klinik. Der Nutzungsänderung des Bestandsgebäudes in eine Flüchtlingsunterkunft hatte der Gemeinderat mit großer Mehrheit zugestimmt. In weiteren zwei „Wohnpavillons“ sollen jeweils 56 Menschen ein Zuhause auf Zeit finden. Gegen die beiden dreistöckigen Wohncontainerblöcke setzte sich die Gemeinde aber zur Wehr, um eine Überdimensionierung des Standortes zu verhindern.

Im November 2024 klagte Riedering gegen die Baugenehmigung. Als das Landratsamt Anfang des Jahres trotzdem die Fundamente für die Container setzte, beantragte die Gemeinde per Eilantrag beim Verwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung der Klage. Am 26. März wurde der Eilantrag vom Verwaltungsgericht abgelehnt. Dagegen legte die Gemeinde Beschwerde ein, da ihre Argumente nicht ausreichend gewürdigt wurden.

Zwei Stellen für Asylkoordinatoren geschaffen

Die Klage der Gemeinde Riedering beim Bayerischen Verwaltungsgericht ist in der Hauptsache bis jetzt noch nicht entschieden. Trotzdem wird der Standort Gut Spreng als Anschlusseinrichtung mit einer Gesamtkapazität von 174 Plätzen bereits belegt. Die Gemeinde reagiert darauf. Damit die Menschen in der Abgeschiedenheit von Gut Spreng nicht vereinsamen und sich integrieren können, sollen Asylkoordinatoren eingestellt werden. Dafür werden jetzt zwei Stellen für geringfügig Beschäftigte ausgeschrieben. Deren Schaffung hatte der Gemeinderat bereits mit dem Stellenplan für 2024 vorgesehen.

Riederinger Helferkreis wird wiederbelebt

Gleichzeitig soll der Asylhelferkreis reaktiviert werden. Voraussichtlich am 25. Juni, um 19 Uhr, findet im Sitzungssaal des Rathauses eine Auftaktveranstaltung statt. Dazu sind interessierte Bürger eingeladen. Dort erklärt Caroline Kley, Integrationslotsin und Ehrenamtskoordinatorin des Landkreises, wie sich ehrenamtlich Helfer einbringen können. Wer Interesse an einer Mitarbeit im Riederinger Helferkreis hat, kann sich per E-Mail unter info@riedering.de melden.

Das Landratsamt plant für die Menschen, die künftig auf Gut Spreng leben, einen Shuttle-Service. Ob ein Betreibermodell mit Hausmeisterservice und Sicherheitsdienst zustande kommt, ist noch nicht geklärt.

Kommentare