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Repräsentative Studie

Die Angst fährt mit: Diese Situation fürchten Autofahrer am meisten

Das Steuern eines Autos ist bei so manchem Deutschen mit Unsicherheit oder gar Angst verbunden. Eine Umfrage zeigt jetzt, wovor sich die meisten fürchten.

Hinter dem Lenkrad gibt es Situationen, die bei dem ein oder anderen Autofahrer Stress auslösen können – beispielsweise das Auffahren auf eine Autobahn. Doch was bereitet Autofahrern tatsächlich Angst – und was verursacht Unsicherheit? Eine Studie des Onlineportals Autoscout24 liefert dazu Antworten. Aus der repräsentativen Umfrage (2.035 Teilnehmer), geht unter anderem hervor, dass etwa ein Drittel der deutschen Autofahrer während der Fahrt Angst verspürt.

Vor dieser Situation haben die Autofahrer am meisten Angst

Besonders gefürchtet unter den Autofahrern ist laut der Umfrage die Begegnung mit Wildtieren. Jeder fünfte Autofahrer erklärte, hiervor Angst zu haben. Tatsächlich verzeichnete das Statistische Bundesamt im Jahr 2023 etwa 2.500 Unfälle mit Personenschaden, bei denen Tiere auf der Straße beteiligt waren. Im Falle eines Wildunfalls sollten Autofahrer bestimmte wichtige Schritte befolgen. Die Schäden am eigenen Fahrzeug werden in der Regel von der Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung übernommen – allerdings nur, wenn das beteiligte Tier als Haarwild klassifiziert ist.

Die Angst fährt mit: Bestimmte Situationen lösen bei vielen Autofahrern ein ungutes Gefühl aus. (Symbolbild)

Welche Situationen bei Autofahrern Verunsicherung auslösen

Der Umfrage zufolge lösen auch schlechte Wetterbedingungen bei vielen Autofahrern Angst aus: 16,5 Prozent der Befragten äußerten, bei Regen oder Schnee während der Fahrt ängstlich zu sein. Bei weiteren 16,5 Prozent ruft Dunkelheit oder eingeschränkte Sicht Angst hervor. Auch Fahrten auf der Autobahn (10,7 Prozent) und das Anfahren am Berg (10,5 Prozent) können bei Autofahrern Angst auslösen.

Autobahnen der Extreme: In Deutschland ist keine Strecke länger als die A7 – eine andere hört einfach auf

Autobahn A7 bei Hamburg.
Autobahn A7: Mit einer Länge von 962,2 Kilometern ist die A7 die mit Abstand längste Autobahn der Bundesrepublik und nach der Autovía 7 in Spanien auch die zweitlängste Fernstraße Europas. Die A7 führt von Flensburg-Handewitt bis ins südliche Bayern. Seit 2012 läuft der Ausbau der Schnellstraße auf acht Spuren.  © Lobeca/Imago
Stau auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln.
Autobahn A3: Mit 769 Kilometern Länge muss sich die Fernstraße der A7 knapp geschlagen geben. Dafür ist die A3 die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Laut der Straßenverkehrszählung 2021 sind alleine zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Dreieck Köln-Heumar täglich mehr als 166.000 Autos unterwegs. © NurPhoto/Imago
Die Autobahn A1 in Richtung Fehmarn
Autobahn A1: Mit 749 Kilometern Länge ist die A1 nur etwas kürzer als die A3. Dafür dürfte es sich wohl um eine der längsten Baustellen Deutschlands handeln. Im Vergleich zur A1 wirken die 14 Jahre Bauzeit des BER wie ein Augenzwinkern. Denn der erste Spatenstich für die Autobahn wurde 1934 getätigt. Fast 80 Jahre später klafft in der Eifel immer noch eine 25 Kilometer lange Lücke. Wann diese geschlossen wird ist unklar. © Panthermedia/Imago
Fahrzeuge sind auf der Autobahn 4 in Höhe des Rasthofes Frechen in Richtung Köln und Olpe unterwegs.
Autobahn A4: 583 Kilometer Länge reichen für Platz vier im Ranking der längsten Autobahnen. Doch die A4 zeichnet sich auch durch ein besonders hohes Nebelrisiko auf dem viel befahrenen Streckenabschnitt zwischen Aachen und Köln aus. Am 20. Dezember 1987 musste die Strecke nach dem Aufkommen einer Nebelbank mit Sichtweiten von weit unter 30 m erstmals voll gesperrt werden. Inzwischen wurde dort eine Nebelwarnanlage installiert. © Mangold/Imago
Vor der Ausfahrt Köln-Rodenkirchen hat sich auf der Autobahn A555 in Fahrtrichtung Köln ein erheblicher Stau gebildet.
Autobahn A555: Mit grade einmal 18 Kilometern Länge zählt die Fernstraße zwischen Köln und Bonn zu den kürzeren Strecken. Doch historisch ist die A555 von größter Bedeutung, denn es ist die erste und älteste Autobahn der Bundesrepublik. 1932 wurde die Schnellstraße vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie trägt bis heute zudem den Spitznamen Diplomatenrennbahn. © Future Iamge/Imago
Seitenstreifen eines A8-Teilstücks freigegeben.
Autobahn A831: Die mit Abstand kürzeste Fernstraße befindet sich in Baden-Württemberg und trägt die Bezeichnung A831. Sie ist grade einmal 2,3 Kilometer lang und besitzt fünf Ausfahrten. Die Autobahn startet und endet in Stuttgart.  © Marijan Murat/dpa
Frankfurter Kreuz der Autobahn A5.
Autobahn A5: Mit 440 Kilometern ist die A5 verhältnismäßig kurz. Dennoch ist eine der meist befahrenen Straßen Hessens. Künftig könnte sie auch eine von Deutschlands breitesten Autobahnen sein, denn in der Nähe von Frankfurt ist ein Ausbau auf zehn Spuren geplant. Das Projekt ist jedoch sehr umstritten. © Schöning/Imago
Baustelle A 49.
Autobahn A49: Ähnlich wie die A1 ist auch die A49 in Hessen noch im Bau. Zudem stellt sie den am seltensten befahrenen Autobahnabschnitt. Bei Ansbrach wurden im Rahmen der Straßenverkehrszählung 2021 grade einmal 819 Auto pro Tag gezählt.  © Uwe Zucchi/dpa
Stau auf der A114.
Autobahn A114: Auf dieser Fernstraße brauchten die Autofahrer bis zum Oktober 2022 starke Nerven. Satte 95 Prozent (15 von 16 Kilometern) der A114 Kilometer waren Baustelle. Inzwischen ist die Autobahn im Nordosten Berlins wieder komplett befahrbar. Überraschenderweise fielen die Baukosten sogar niedriger aus als zunächst geplant. © Soeren Stache/dpa
Kochertalbrücke der Autobahn A6 über das Kochertal.
Autobahn A6: Die A6 ist wohl eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen und das über die deutschen Grenzen hinaus. In dieses Ranking hat sie es aber nicht wegen ihrer Länge von 484 Kilometer geschafft, sondern wegen der Kochertalbrücke. Dabei handelt es sich nämlich um Deutschlands höchste Autobahnbrücke. In 185 Metern Höhe verläuft die A6 über 1,1 Kilometer durch das Kochertal. Damit ist sie 27 Meter höher als die Moseltalbrücke auf Platz zwei. © Arnulf Hettrich/Imago

Die Studie fragte auch nach Situationen, die Unsicherheit hervorrufen können. Dabei gaben 33 Prozent der Befragten an, dass das zu dichte Auffahren eines anderen Fahrzeugs bei ihnen ein Gefühl der Verunsicherung auslöse. Tatsächlich kann Drängeln in extremen Fällen sogar als Nötigung im Straßenverkehr gewertet werden.

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Welche Situationen der Umfrage zufolge bei Autofahrern Unsicherheit auslösen:

SituationAnteil der Befragten
1. Fahrzeug fährt zu dicht auf33 Prozent
2. Überholen auf der Landstraße19,2 Prozent
3. Rettungseinsätze/Bilden einer Rettungsgasse16,5 Prozent
4. Verkehrsstörungen (z.B. Baustellen oder Staus)14 Prozent
5. Überholen auf der Autobahn12,4 Prozent

Angst beim Autofahren nimmt laut Umfrage mit dem Alter ab

Die Umfrageergebnisse zeigten auch Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 38 Prozent der weiblichen Befragten gaben an, zumindest gelegentlich Angst beim Autofahren zu haben – im Vergleich zu 25 Prozent der männlichen Befragten. Auch das Alter spielte eine Rolle: Je jünger die Befragten waren, desto häufiger berichteten sie von Ängsten während der Fahrt. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen gaben 37 Prozent an, gelegentlich Angst beim Autofahren zu haben, während bei den Teilnehmern ab 45 Jahren nur 29 Prozent davon berichteten. Laut den Autoren der Studie könnte dies auf die größere Fahrerfahrung älterer Autofahrer zurückzuführen sein.

Rubriklistenbild: © Depositphotos/Imago

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